Das Suworow Insti­tut in Wien gibt vor, den Öster­re­ichisch-Rus­sis­chen Dia­log fördern zu wollen. Warum ist es dann aber benan­nt nach einem zaris­tis­chen Gen­er­al des 18. Jahrhun­derts, der zeit seines Lebens haupt­säch­lich Angriff­skriege führte und Auf­stände bekämpfte? Und warum geben sich beim Suworow Insti­tut fast nur Recht­sex­treme die Klinke in die Hand? Im Sep­tem­ber 2014 wurde das Suworow Insti­tut in Wien gegrün­det. Der Zeit­punkt lässt eben­so wie der Namensge­ber Suworow ver­muten, dass es einen nicht näher for­mulierten Zusam­men­hang mit dem rus­sis­chen Über­fall auf die Krim und den Don­bass im Jahr 2014 geben kön­nte. Bloße bösar­tige Speku­la­tion? Lei­der nein! Der ehe­ma­lige Gen­er­alsekretär des Suworow Insti­tuts, Patrick Pop­pel, der mit­tler­weile zum einzi­gen Ehren­mit­glied des Insti­tuts avancierte, wird auf der Web­site mit dem Titel „Leit­er der Außeror­dentlichen Kom­mis­sion zur Unter­stützung von Neu­rus­s­land“ und als „Mit­glied des Komi­tees für Frieden in der Ukraine“ ange­führt. Aktiv­itäten der „Außeror­dentlichen Kom­mis­sion“ für Neu­rus­s­land und ihres Leit­ers Pop­pel kon­nten wir nicht find­en, aber uns reicht schon die Beze­ich­nung „Neu­rus­s­land“, die ein ide­ol­o­gis­ch­er Ter­mi­nus für impe­ri­al­is­tis­che rus­sis­che Eroberungsphan­tasien in der Ukraine ist. Das „Komi­tee für Frieden in der Ukraine“ hinge­gen existiert tat­säch­lich und ist ein lebendi­ger Beleg für „Querfront“-Aktivitäten, also die Koop­er­a­tio­nen von Recht­sex­tremen mit Per­so­n­en und Grup­pen, die sich als „links“ beze­ich­nen. (…) Als im Jän­ner 2018 der Neo­faschist Alexan­der Dug­in (1) aus Rus­s­land anreiste und die Herzen der in diesem Fall zahlre­ich ver­sam­melten Insti­tuts-Fans erglühen ließ, war auch ein Besuch des FPÖ-Akademiker­balls damit ver­bun­den. Wer hat das alles wohl bezahlt? Das Insti­tut aus den nicht vorhan­de­nen Mit­teln? Die FPÖ? Kon­stan­tin Mal­ofe­jew? Wer bezahlte den Besuch von Pop­pel bei Dug­in im Sep­tem­ber 2017 in Moskau? Im Sep­tem­ber 2020 war ein ander­er Ref­er­ent zu Gast beim Insti­tut, um über das The­ma „Haben die Ser­ben im Koso­vo eine Zukun­ft?“ zu referieren. Maik Müller sprach in sein­er Funk­tion als Leit­er der „Europäis­chen Sol­i­dar­itäts­front für Koso­vo“ und nicht als Neon­azi, der er als Obmann der Dres­d­ner NPD und Aktivist der Dres­d­ner Neon­azi-Aufmärsche zweifel­los auch ist. Ein beson­ders beliebter Ref­er­ent ist der Berlin­er AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete Gun­nar Lin­de­mann, der sog­ar inner­halb der AfD am recht­en Rand ste­ht. Lin­de­mann durfte mit Pop­pel nicht nur die zwangsrus­si­fizierten Regio­nen Krim und Lugan­sk bzw. das nicht inter­na­tion­al anerkan­nte Abchasien bereisen (infor­ma­tive Tweets liefert der Account „Gegen die AfD“), son­dern ist auch ein gern gese­hen­er Gast beim Insti­tut selb­st. (2)

via stoppt die rechten: Fünfte Kolonne Putins: Das Suworow Institut