Vor dem Start in die Meistergruppe muss sich der Verein einmal mehr mit den rechtsextremen Neigungen seiner Fanszene herumschlagen. Bundesweite Stadionverbote wurden beantragt (…) Als erster österreichischer Fußballverein unterschrieben die Favoritner die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Die Arbeitsdefinition der IHRA soll helfen, Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen, indem sie sensibilisiert, was als Meinungsäußerung toleriert werden kann und wo die Grenze zum Antisemitismus überschritten wird. Man muss nicht Rechtsphilosophie studiert haben, um zu erahnen, dass das Huldigen von NS-Symbolik in diesem Kontext inakzeptabel ist. Vergangenen Sonntag provozierten rechtsradikale Austria-Anhänger in der Südstadt mit Stolz getragenen SS-Totenköpfen auf ihren Kutten. Laut Aussagen von Admira-Spielern und -Klubverantwortlichen wurde der dunkelhäutige israelische Admiraner Joseph Ganda rassistisch beleidigt, die zum Teil maskierten Männer hätten zudem in den Admira-Fansektor eindringen wollen. (…) Die tonangebenden Fanklubs der Austria sind, vorsichtig formuliert, politisch nach rechts offen. Während der Pandemie vertrieben sich einige Anhänger die Zeit auf Corona-Demonstrationen. Der friedliche Widerstand wurde dabei nicht zu ihrem Markenzeichen, aus Verbindungen in die rechtsextreme Szene wird kein Geheimnis gemacht.

via standard: Die Austria und ihre rechtsextremen Problemfans

siehe dazu auch: Rechtsradikale Austria-Fans provozierten in der Südstadt. Einige Anhänger zeigten sich nach dem Sieg gewaltbereit. Admiras Trainer Herzog und Kapitän Leitner gingen dazwischen. Nach dem 2:1-Auswärtssieg der Austria in der Fußball-Bundesliga gegen die Admira am Sonntag sind einige rechtsradikale Austria-Anhänger mit offenbar gewaltbereitem Verhalten aufgefallen. Laut Aussagen von Admira-Spielern und -Klubverantwortlichen wurde der dunkelhäutige israelische Admira-Profi Joseph Ganda beleidigt, die teilweise maskierten Männer hätten zudem in einen Admira-Fansektor eindringen wollen. Auf den Jacken der Männer waren abgeänderte SS-Totenköpfe zu sehen.