In der Querdenker-Szene im Main-Kinzig-Kreis wird offensichtlich über Möglichkeiten diskutiert, wie man sich gegen mögliche polizeiliche Maßnahmen wehren könnte. Ein entsprechender Beitrag ist unter anderem in der Gruppe “Freiheitsboten Langenselbold” im Messengerdienst “Telegram” zu finden. Während in Langenselbold erneut über 150 Menschen vor dem Rathaus mit einer Mahnwache gegen die „Spaziergänge“ protestieren, bekam die Veranstaltung in Gelnhausen prominente Unterstützung von der AfD.
“Wie kippen wir die derzeitigen Allgemeinverfügungen der Städte und Landkreise, auf unseren Spaziergängen – alias ‘Versammlung‘ – eine FFP2-Maske tragen zu müssen?”, lautet wörtlich die Eingangsfrage einer Nachricht, die eine gewisse Annette in der Langenselbolder Telegram-Gruppe hinterlassen hat. Und ein Vorschlag wird auch gleich mitgeliefert: Wenn ein “Spaziergänger” wegen fehlender Maske zur Abgabe der Personalien aufgefordert wird, sollen alle anderen ihre Angaben freiwillig abgeben und dies von der Polizei auch lautstark einfordern. “Nach dem Motto: Alle oder keinen und wir gehen hier nicht weg… Bis 30,40, 50 ‘Personalien” aufgenommen wurden. Mal sehen, wie viele Stunden die Polizei in der Kälte stehen mag und aufschreiben, wenn alle Spaziergänger dies fordern.” Der Beitrag ist als “weitergeleitete Nachricht” gekennzeichnet und wurde demnach auch in anderen Telegram-Gruppen veröffentlicht. Die offensichtliche Aufforderung zur Konfrontation mit der Polizei verwundert umso mehr, da die “Spaziergänger” im Main-Kinzig-Kreis bislang fast unbehelligt ihres Weges ziehen dürfen. Anders als beispielsweise in Kahl am Main im nahen Bayern, wo bereits mehrere derartige Versammlungen mit großen Polizeiaufgeboten aufgelöst wurden, beschränken sich die Einsätze im Main-Kinzig-Kreis bisher meist auf rein verkehrliche Maßnahmen.
via vorsprung online: Querdenker-Szene: Pläne gegen Polizei-Maßnahmen, AfD-Unterstützung in Gelnhausen
