Für Sonntag ruft die Szene der Corona-Demonstranten zu einer Groß-Demo in Nürnberg auf. Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die manche Teilnehmer ignorieren wollen. Der Anmelder der Demo mobilisiert erneut mit Hilfe eines Rechtsextremen. “MEGA-DEMO IN NÜRNBERG” – unter diesem Motto ruft der Anmelder eines Corona-Protests für den morgigen Sonntag zu einer Kundgebung in Nürnberg auf und hofft auf 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Weil die Stadt befürchtet, dass bei einer Groß-Demo das Einhalten von Mindestabständen und die Maskenpflicht nicht kontrolliert werden kann, hat das Ordnungsamt eine stationäre Kundgebung am Volksfestplatz angeordnet und eine Demonstration durch die Stadt untersagt. Zudem wurde eine Allgemeinverfügung verhängt, mit der unangemeldete Demonstrationen verhindert werden sollen.
Die Szene sammelt sich vor allem in Telegram-Chatgruppen und hetzt dort gegen die Behörden: “Immer mehr Menschen haben die Nase voll von dieser Diktatur und Manipulation”, heißt es da beispielsweise in Bezug auf die Allgemeinverfügung. Ein anderer schreibt: “Ist doch scheißegal, was die Stadt verboten hat, ich geh für meine Freiheit auch kämpfen.” (…) Angemeldet hat die stationäre Versammlung die Gruppierung “Schüler stehen auf”. Dabei handelt es sich nach BR-Informationen um das Projekt eines 17-Jährigen, der seit Monaten im Querdenken-Milieu aktiv ist. Wie auch bei der letzten von ihm organisierten Demonstration mit 12.000 Teilnehmern in Nürnberg, mobilisiert der 17-Jährige erneut mit Hilfe des einflussreichen rechtsextremen Aktivisten Ignaz Bearth.
via br: Corona-Demonstranten wollen Allgemeinverfügung ignorieren