Die Demonstrantinnen und Demonstranten durchbrachen Samstagnachmittag eine Polizeisperre und zogen unangemeldet durch die Innenstadt. Es kam es zu mehreren Zusammenstößen mit der Polizei und sieben Festnahmen. Die Polizei hat am Samstagnachmittag in Wien die Kontrolle über eine Kundgebung von Corona-Verharmlosern und Impfgegnern verloren. Die Kundgebung war von der Partei MFG (Menschen Freiheit Grundrechte) als Standkundgebung zu Mittag am Schwarzenbergplatz angemeldet gewesen und zunächst ruhig verlaufen. Danach setze sich laut Polizeiangaben aber die Mehrzahl der rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem unangemeldeten Marsch in Bewegung. (…) Die Situation war bis zum frühen Samstagabend unübersichtlich. Hunderte Menschen zogen demonstrierend durch die Wiener Innenstadt – auch entlang der Mariahilfer Straße, einer Einkaufsstraße, die am letzten Samstag vor Weihnachten naturgemäß stark von Konsumentinnen und Konsumenten frequentiert wurde. An mehreren Orten in der Wiener Innenstadt kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstrierenden. (…) Ebenfalls am frühen Abend konnte die Polizei offenbar Teile des Geschehens wieder in den Griff bekommen. Wie auf “Puls24” und via Twitter berichtet wurde, gab es bereits mehrere Einkesselungen von Demonstrantinnen und Demonstranten durch die Polizei. In einer am Samstagabend veröffentlichten vorläufigen Bilanz der Landespolizeidirektion Wien schreibt diese von sieben Festnahmen wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und tätlichen Angriffs, über 100 Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz sowie einem leicht verletzten Polizisten.
via standard: CORONA-MASSNAHME – Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Wien eskalierte