Seit Wochen halten unerlaubte Proteste von Corona-Leugnern und sogenannten Querdenkern die sächsische Polizei auf Trapp. Deren Umgang mit den Demonstrationen sorgt dabei für viel Kritik. Sachsens Innenminister Roland Wöller kündigte an, härter gegen diese Art von Protesten durchgreifen zu wollen. In Dresden rückte am Freitagabend stattdessen das Vorgehen gegen Journalisten in den Vordergrund. Bei einer unangemeldeten Demonstration von Corona-Leugnern am Freitagabend in Dresden hat der Einsatz der sächsischen Polizei erneut für Kritik gesorgt. Nach Angaben des Kamerateams von “Vue.Critique” zogen etwa 100 Menschen aus dem Querdenken-Spektrum ohne Polizeibegleitung durch die Dresdner Innenstadt. Beim Kurznachrichtendienst Twitter sprachen die Journalisten davon, von den Teilnehmenden bedrängt worden zu sein. Die Polizei reagierte auf den Tweet. Die Beamten waren nach etwa eineinhalb Stunden vor Ort, so die Journalisten. Polizei kontrolliert Kamerateam. Beim Eintreffen der Beamten sei das Journalistenteam zunächst kontrolliert und die Personalien aufgenommen worden. Laut “Vue.Critique” behauptete der Beamte, den Presseausweis nicht erkannt zu haben, weil seine Brille beschlagen gewesen sei. “Auf Nachfrage konnte man uns keinen Grund nennen, auf welcher rechtlichen Grundlage man unsere Personalien aufgenommen hat”, sagte das Team MDR SACHSEN auf Nachfrage. Erst später habe der betreffende Beamte die Seite aus seinem Notizbuch gerissen.
via mdr: Polizei geht bei Querdenken-Demo in Dresden gegen Journalisten vor