Auch in Niedersachsen tobt in der AfD offenbar ein Machtkampf. Der Bundesvorstand hat mehrheitlich beschlossen, den zum ganz rechten Lager zählenden Landeschef Kestner durch ein Verfahren aus der Partei ausschließen zu lassen. Meuthens Gegner stimmten nicht dafür. Der Bundesvorstand der AfD möchte Jens Kestner, den Landesvorsitzenden in Niedersachsen, loswerden. Eine Mehrheit habe sich am Montag in einer Telefonkonferenz dafür ausgesprochen, ein Parteiausschlussverfahren gegen den dem rechten Lager zugerechneten Politiker zu beantragen. Das berichtete die zunächst die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Dem SPIEGEL wurde dies aus Teilnehmerkreisen ebenfalls bestätigt. Eine sofortige Ämtersperre für Kestner sei jedoch nicht beschlossen worden, hieß es. Dafür hätte es einer Zweidrittelmehrheit der Bundesvorstandsmitglieder bedurft, dies sei aber bei der Abstimmung nicht erreicht worden. Sowohl der Antrag für die Einleitung eines Parteiausschlussverfahrens als auch die Ämtersperre wurden vom Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen beantragt, hieß es weiter. Seine internen Widersacher, sowohl der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla als auch die Vizevorsitzenden Alice Weidel und Stephan Brandner, votierten in den Abstimmungen gegen die beiden Anträge, wie der SPIEGEL erfuhr.
via spiegel: Machtkampf in Niedersachsen – AfD-Spitze will Landeschef Kestner rauswerfen