Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen insgesamt sieben Beschuldigte, die im Verdacht stehen, eine bewaffnete, rechtsextreme sogenannte Wehrsportgruppe gebildet zu haben. Unter anderem hatten dazu die Polizeidirektionen Lüneburg und Hannover am Mittwoch mehrere Objekte durchsucht. Nach Angaben der federführenden Staatsanwaltschaft Lüneburg nahmen die Beamten auch Gebäude in Nordrhein-Westfalen und Berlin unter die Lupe. Vier Beschuldigte sollen Bundeswehr-Reservisten sein Die Polizei hat demnach Waffen und Waffenteile beschlagnahmt. Diese werden nun daraufhin überprüft, ob sie strafrechtlich relevant sind. Das heißt, ob die Beschuldigten diese Waffen besitzen durften oder ob sie diese vor dem Hintergrund ihres mutmaßlichen rechten Netzwerkes abgeben müssen. Vier der sieben Beschuldigten sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Reservisten der Bundeswehr.
via ndr: Polizei durchsucht Wohnungen mutmaßlicher Rechtsextremisten
siehe auch: Bundesweite Razzia gegen Rechtsextreme, auch in Berlin. Beamte rückten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen neun Beschuldigte. Mit fast 200 Kräften ist die Polizei zu einer Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextreme in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin ausgerückt. Die Durchsuchungen in acht Gebäuden hätten sich am Mittwoch gegen Menschen gerichtet, bei denen der begründete Verdacht auf eine rechtsextremistische Gesinnung bestehe und die mutmaßlich Zugang zu Schusswaffen hätten, teilte das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag in Hannover mit. Es habe Anhaltspunkte für die Bildung einer bewaffneten Gruppe gegeben; Reservisten sollen rechtsextreme Wehrsportgruppe gegründet haben. Bei einer Razzia hat die Polizei nach SPIEGEL-Informationen Wohnungen von mutmaßlich rechtsextremen Reservisten durchsucht. Auch bei einem unter Terrorverdacht stehenden Soldaten wurden jüngst weitere Waffen gefunden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt nach SPIEGEL-Informationen gegen mehrere Bundeswehrangehörige, die sich zu einer rechtsextremen Wehrsportgruppe zusammengeschlossen haben sollen. Am Mittwoch durchsuchte die Polizei acht Objekte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin und stellte Waffen und Munition sicher. Bei vier der insgesamt neun Verdächtigen handelt es sich den Ermittlungen zufolge um Bundeswehrreservisten, drei Beschuldigte sind Zivilangestellte der Truppe. Neben den Waffen und Bundeswehrequipment stellten die Beamten Material sicher, das auf eine rechtsextreme Gesinnung der Gruppierung schließen lasse.