Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner ist berüchtigt für seine Kommentare in den sozialen Medien. Und er ist mit ihnen erfolgreich. Auf die Wahrheit nimmt er dabei allerdings wenig Rücksicht. Ein Faktencheck. “Terrorist schlachtet Frauen … wo bleiben die Lichterketten?” Unter dieser Schlagzeile veröffentlicht der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner am 2. Juli 2021 einen Videokommentar auf YouTube. Anlass ist der wenige Tage zuvor verübte Messerangriff eines Mannes aus Somalia in der bayerischen Stadt Würzburg, bei dem drei Frauen getötet wurden. Das Video ist erfolgreich: Fast 100.000 Menschen schauen es auf YouTube an, über 10.000 liken es, fast 1500 kommentieren es. Stephan Brandner gilt als Unterstützer des als rechtsextrem eingestuften Parteiflügels, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Wegen seiner hetzerischen Kommentare auf Twitter hatte ihn der Rechtsausschuss des Bundestages als dessen Vorsitzenden abberufen. Begründung: Brandner lasse keine Bereitschaft zur Mäßigung und auch keine Einsicht erkennen. In dem YouTube-Video stellt Brandner zahlreiche Behauptungen auf, die zwar das rechte Narrativ der AfD stützen – die aber wenig bis gar nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

via dw: AfD: Falschmeldungen als Geschäftsmodell