Nach den Demonstrationen von Querdenken am vergangenen Wochenende wird die Berliner Polizei mit Hassbotschaften überzogen. Nach den „Querdenken“-Protesten in Berlin am vergangenen Wochenende wird die Berliner Polizei im Internet beschimpft und beleidigt. Unterdessen fordert der Sonderberichterstatter der UN Aufklärung zum Polizeieinsatz. Seit mehreren Tagen wird die Berliner Polizei im Internet mit Hass-Nachrichten überhäuft. Die Liste ist lang: Über „Gestapo“, „Merkelsöldner“, „Merkel-Schergen“, „Geisel-Schergen“, „Mörder“, „Faschisten“, „Verbrecher“, „Freund & Henker“, die „wehrlose Frauen und Kinder verprügeln“, die „endlich aufstehen und nicht blind den Befehlen folgen sollen“, die „eine Schande für Deutschland und ihre Familien sind“, die „einen der ihren totgeprügelt haben“ inklusive sämtlicher Vergleiche mit dem 3. Reich ist alles dabei.
Eine Behördensprecherin sagte auf Nachfrage von WELT, dass das Aufkommen „ausgesprochen“ hoch sei. Allein am vergangenen Sonntag während der Querdenken-Demonstrationen habe man 20.000 Tickets in der Redaktionssoftware abgearbeitet, also Kommentare, Erwähnungen und Direktnachrichten. Auch an den folgenden Tagen blieb das Aufkommen ungewöhnlich hoch. Zum Vergleich: Am Sonnabend lag die Zahl der Tickets bei 3000. „Der Hass ist plattformunabhängig, er erreicht uns massiv auf Twitter, aber ebenso auf Facebook und Instagram“, sagte eine Behördensprecherin. Es gebe aber auch positive Kommentare und Nachrichten. „Es gibt auch die, die versuchen, Falschinfos zu entlarven und die den Querdenkern nicht gänzlich die Kommentarspalten überlassen. Dafür sind wir dankbar“, so die Sprecherin weiter.
via welt: Berliner Polizei wird im Internet mit Hass überschüttet