Die Cottbuser AfD-Fraktion kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach einer ausgeuferten Party kurz vor dem Jahreswechsel, gibt es jetzt offenbar einen weiteren Eklat. Ein Stadtverordneter der AfD soll einer jungen Frau eine Vergewaltigung gewünscht haben. Eine 18-Jährige Cottbuserin wirft einem AfD-Stadtverordneten der Stadt Cottbus vor, ihr eine rassistische Nachricht geschickt zu haben, in der ihr außerdem eine Vergewaltigung gewünscht wird. Das geht aus dem Screenshot eines Chatverlaufs auf Instagram hervor, den die Frau am 24. Januar bei der Videoapp Tik Tok öffentlich gemacht hat und der dem rbb vorliegt. Absender soll ein Cottbuser AfD-Stadtverordneter sein. Die junge Frau hatte den AfD-Politiker auf der Instagram als “kleinen, rassistischen Jungen” bezeichnet. Daraufhin soll dieser ihr in einem privaten Chat geantwortet haben: “Hoffentlich wird dich mal ein Schwarzer so richtig dran nehmen, ohne dass du das möchtest.” Auf einem Bild des Chatverlaufs ist auch der Absender dieser Worte zu erkennen. Auf eine Anfrage des rbb mit der Bitte um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen wollte der Cottbuser Stadtverordnete sich nicht äußern. Mehrere Stadtverordnete hatten den AfD-Fraktionsvorsitzenden nach der letzten SVV-Sitzung am vergangenen Mittwoch mit dem Screenshot der jungen Frau konfrontiert. Nach übereinstimmenden Aussagen der Stadtverordneten soll dieser zuvor bereits über den Vorfall informiert gewesen sein. Bei der Stadt Cottbus sind mittlerweile zahlreiche E-Mails und Anrufe von Menschen eingegangen, die sich über den Abgeordneten beschweren, sagte der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Reinhard Drogla, dem rbb. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, passiere von Seiten der Stadt aber erst einmal nichts: Das sei Sache der AfD-Fraktion, heißt es. Die betroffene Frau hat Anzeige erstattet. Auch der AfD-Stadtverordnete soll nach Angaben der Lausitzer Rundschau [€] Anzeige erstattet haben, wegen des Verdachts, dass sein Tik Tok-Account gehackt wurde.

via rbb: Chat-Nachricht veröffentlicht – Cottbuser AfD-Stadtverordneter soll Frau Vergewaltigung gewünscht haben

siehe auch: Frau veröffentlicht Instagram-Chat. AfD-Politiker aus Cottbus wünscht 18-Jähriger Vergewaltigung. Immer wieder Cottbus, immer wieder die AfD: Diesmal ging ein Lokalpolitiker zu weit, eine 18-Jährige wehrte sich und machte den Vorfall öffentlich. (…) Der Mann antwortete dem Chat zufolge darauf: „Hoffentlich wird Dich mal ein Schwarzer so richtig drannehmen, ohne dass Du das möchtest. Dann wirst Du vielleicht normal im Hirn.“ Zuerst berichtete die „Lausitzer Rundschau“ über den Fall. Die Frau sagte dem Blatt: „Mir ist es wichtig, dass die Menschen wissen, wie manche AfD-Abgeordnete drauf sind. Schließlich haben in Cottbus viele Menschen diese Partei gewählt.“ Sie habe den Charakter des AfD-Politikers offenbaren wollen, er habe immerhin ein politisches Mandat. Die Frau hat nach eigenen Angaben Anzeige gegen den Lokalpolitiker erstattet. Der soll selbst Anzeige erstattet haben wegen Bedrohung und Beleidigung, daneben spekulierte er darüber, dass sein Account gehackt worden sein könnte. Sein Instagram-Profil ist inzwischen gelöscht. Der AfD-Politiker fällt nicht zum ersten Mal auf
Der Verordnete ist bekannt für seine Verbalausfälle. Bei Corona-Demonstrationen der AfD in Cottbus soll er Polizisten als Volksverräter beschimpft haben und er fiel bei flüchtlingsfeindlichen Demonstrationen auf. Ein SPD-Politiker berichtet dem Lokalblatt über weitere Ausfälle bei Facebook: „Sie sollten sich vielleicht einmal ein Loch schaufeln, damit der ganze Müll, den Sie reden, nicht zu Lasten der Steuerzahler fällt.“ Laut Brandenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus gefielen dem AfD-Mann bei Facebook auch Seiten der rechtsextremistischen Hooligan-Truppe „Inferno Cottbus“ und rechten Musikern. (siehe dazu HIER)