Nach Neapel jetzt auch Rom: In der Nacht haben Mitglieder einer neofaschistischen Gruppierung Polizisten angegriffen und Feuer entfacht. Ihre Wut richtet sich gegen die nächtliche Ausgangssperre. In Italien ist es in der zweiten Nacht in Folge bei Protesten gegen die nächtlichen Corona-Ausgangssperren zu Ausschreitungen gekommen. Rund 200 maskierte Anhänger der rechtsextremen Partei Forza Nuova attackierten in der Nacht im Zentrum von Rom die Polizei mit Leuchtraketen und Knallkörpern und setzten Mülltonnen in Brand. Nach Angaben der Zeitung “La Repubblica” wurden zwei Polizisten verletzt. Sieben Demonstranten wurden demnach festgenommen. (…) Vor der Demonstration in Rom hatte es Aufrufe in den Online-Netzwerken gegeben, dem Beispiel von Neapel zu folgen. Dort hatten in der Nacht zum Samstag Demonstranten bei Protesten gegen die Ausgangssperre die Polizei attackiert. Auch in der Region Kampanien, in der Neapel liegt, gilt ein nächtliches Verbot, die Häuser und Wohnungen zu verlassen.

via tagesschau: Protest gegen Ausgangssperre Rechtsextreme randalieren in Rom

siehe auch: Verletzte und Festnahmen Ausschreitungen bei Corona-Demo in Rom. Mindestens zehn Personen wurden von der Polizei festgenommen. Aus Unmut gegen die Corona-Maßnahmen der italienischen Regierung ruft eine rechtsextreme Partei zum Protest auf. Daraufhin gehen in Rom Hunderte Menschen auf die Straße. Dabei kommt es auch zu Gewaltausbrüchen. In Italiens Hauptstadt Rom ist es bei Protesten gegen Ausgangssperren und andere Corona-Maßnahmen zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen in der Nacht zum Sonntag im Zentrum der Metropole Feuerwerkskörper auf Polizisten, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos und andere Medien berichteten. Als Bereitschaftspolizisten zur Verstärkung anrückten, wurden demnach Autos beschädigt und Müllcontainer in Brand gesteckt. Zwei Polizisten erlitten den Berichten zufolge Verletzungen, mindestens zehn Demonstranten wurden festgenommen. An dem nicht genehmigten und von der neofaschistischen Partei Forza Nuova organisierten Protest hatten sich den Medienberichten zufolge Hunderte Menschen beteiligt. Parteichef Roberto Fiore twitterte, die italienischen Lebensgrundlagen würden “im Namen einer ‘Pseudo-Pandemie’ geopfert”. Die Italiener würden zeigen, “dass sie Einschränkungen und wirtschaftliche Euthanasie” nicht länger tolerieren könnten, so Fiore. Forza Nuova, die bei der Parlamentswahl 2018 weniger als 0,4 Prozent der Stimmen erhalten hatte, war auch an gewalttätigen Protesten am späten Freitagabend in Neapel beteiligt. Italiens Vize-Innenminister Matteo Mauri beschrieb das dortige Geschehen anschließend als “Stadtguerilla”-Vorfälle, die von Fußball-Hooligans, kriminellen Gruppen und politischen Extremisten angeheizt worden seien.