Chris Ares ist ein rechtsextremer, deutscher Rapper mit Mainstream-Rrfolg – mit seinem kommenden Album “Ares” wäre er eigentlich auf Platz 1 der deutschen Albumcharts gelandet – “eigentlich”. Denn einen Tag vor seinem Release hat Amazon spontan den Verkauf seiner über 1.000 Deluxe-Boxen storniert, sowie seine gesamte Musik gelöscht. Spotify auch. Eine Katastrophe für den Rapper, ein wichtiges Zeichen gegen Rechts der großen Streaming-Dienste. Chris Ares ist das Aushängeschild der rechten deutschen Rap-Szene. Der Freiburger nennt sich selbst Patriot, wird vom bayerischen Verfassungsschutz aber schon seit 2016 als “Rechtsextremist” eingestuft. In seinen Songs geht es um Themen, wie die Säuberung der Heimat von Fremden oder um Fantasien einer germanischen Weltübernahme – kennt man so oder so ähnlich von den Nazis, richtig. Ein aktueller Upload auf Ares’ Instagram zeigt: Der Rapper sieht sich als Opfer und versteht offenbar den Unterschied zwischen dokumentarischem Straßen-Rap und faschistischer, fremdenfeindlicher Ideologie nicht – dabei ist es eigentlich ganz einfach. Der Ende 20-Jährige steht außerdem in Austausch mit seinen “gleichgesinnten Freunden” der ebenfalls als rechtsextrem eingestuften identitären Bewegung. Mit Aktionen, wie dem Stürmen des Brandenburger Tors – ein Protest gegen die “Überfremdung” unseres Lands – haben sie sich das diese Einstufung ebenfalls redlich verdient. Eine kompakte Reportage über Ares von 2018 bietet zum Beispiel der “Spiegel”, aber an Medienpräsenz mangelt es dem selbst ernannten “Patrioten” in keiner Weise.

via noizz: Rechtsextremer Rapper Chris Ares von Amazon und Spotify gelöscht

siehe auch: Spotify löscht rechtsextreme Musik von Plattform. Streamingdienst hat damit auf massive Kritik der Nutzer*innen reagiert. Seine Songs richten sich gegen Muslime und Migrant*innen, er rappt vom angeblichen Ziel, das »deutsche Volk« auszulöschen. Nach massiver Kritik hat der Streamingdienst Spotify am Dienstag die Musik des rechtsextremen Rappers Chris Ares von seiner Plattform entfernt. In den sozialen Medien hatten zuvor zahlreiche Nutzer*innen angekündigt, ihr Abonnement zu kündigen, sollte die Musik des selbsternannten »NS-Rappers«, der mit bürgerlichem Namen Christoph Zloch heißt, nicht gelöscht werden. »Grundsätzlich sind die jeweiligen Rechteinhaber verantwortlich für die Musik, die sie über Spotify bereitstellen«, hatte das schwedische Unternehmen einige Tage zuvor noch alle Verantwortung von sich gewiesen. Wenn ein Lied respektive ein Künstler von einer offiziellen Prüfstelle auf den Index gesetzt werde, entferne es Spotify umgehend. Am Dienstag lenkte das Unternehmen dann jedoch ein und erklärte: »Spotify verbietet Inhalte auf der Plattform, die ausdrücklich und hauptsächlich zu Hass oder Gewalt gegen eine Gruppe oder ein Individuum aufrufen, dies befürworten oder dazu aufstacheln.« Der gesamte Katalog von Chris Ares sei deshalb wegen Verstoßes gegen die Spotify Content Policy entfernt worden.