Verluste in Ukraine-Krieg: Russland schießt eigenen Kampfhubschrauber ab – #FriendlyFire

Mehrere russische Telegramkanäle haben den Abschuss eines Ka-29-Hubschraubers in der Region Anapa gemeldet. Quellen sprechen von einem Verlust durch russischen Eigenbeschuss. (…) Darüber hinaus gaben die Russen bekannt, dass ein russisches Pantsir-S1-Luftabwehrsystem den Kampfhubschrauber abschoss. So schreibt es die Ukrainska Pravda. Dieser Verlust durch eigenen Beschuss verdeutliche die „Herausforderungen und Verwirrungen, denen man bei komplexen, vielschichtigen Gefechten“ ausgesetzt ist. Bei dem Abschuss soll die vierköpfige Besatzung des Kampfhubschraubers umgekommen sein. Seit Beginn des Krieges kam es bereits häufiger zu Verlusten von Kampfhubschraubern und Kampfjets des russischen Militärs durch Eigenbeschuss.

via merkur: Verluste in Ukraine-Krieg: Russland schießt eigenen Kampfhubschrauber ab

Panzir-S1
Von Vitaly V. Kuzmin – http://www.vitalykuzmin.net/Military/ARMY-2016-Demonstration/, CC BY-SA 4.0, Link

Angriff mit Atacms-Raketen – Fünf Tote und 124 Verletzte auf der Krim

Viele traf es angeblich beim Sonnenbaden: Eine abgelenkte ukrainische Rakete hat in der Hafenstadt Sewastopol viele Opfer gefordert. Die Ukraine meldet zudem die Vernichtung eines Drohnenlagers in Russland. In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind bei einem Raketenangriff nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Die Zahl der Verletzten sei auf 124 angewachsen, teilte das russische Gesundheitsministerium am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Interfax mit. »Vorläufigen Informationen nach sind unter den Verletzten 27 Kinder, fünf davon in kritischem Zustand – die Ärzte kämpfen um ihr Leben«, schrieb die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa auf Telegram. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau hat die Ukraine fünf Raketen des Typs Atacms abgefeuert – das sind ballistische Kurzstreckenraketen aus US-Produktion. Vier der Raketen seien abgefangen worden, hieß es weiter. »Eine weitere Rakete ist, beeinflusst von den Aktionen der Flugabwehr, von ihrem Kurs abgekommen und über dem Gebiet der Stadt explodiert.« Viele Opfer sonnten sich offenbar am Strand Viele der Opfer sollen sich am Stadtstrand Utschkujewka im Norden von Sewastopol gesonnt haben, als die Raketentrümmer heruntergingen.

via spiegel: Angriff mit Atacms-Raketen Fünf Tote und 124 Verletzte auf der Krim

siehe auch: Tote und mehr als 100 Verletzte nach Raketenangriff in Sewastopol. Auf der annektierten Krim sind mehrere Menschen nach einem ukrainischen Angriff gestorben. Trümmer einer abgefangenen Rakete sollen an einem Strand eingeschlagen sein. (…) Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge wurde “zivile Infrastruktur der Stadt Sewastopol mit taktischen ATACMS-Raketen angegriffen, die von den USA geliefert und mit Streusprengköpfen ausgestattet wurden”. Diese Angaben ließen sich nicht unmittelbar überprüfen. Sewastopol ist der Haupthafen der russischen Schwarzmeerflotte. Zudem befindet sich im Stadtgebiet der Militärflugplatz Belbek.  Sowohl Flotte als auch den Flughafen nutzt Russland bei seiner Kriegsführung gegen die Ukraine. Daher greift die Ukraine regelmäßig beide Objekte an. Sewastopol liegt auf der ukrainischen Halbinsel Krim, die 2014 von Russland völkerrechtswidrig annektiert wurde

ERMITTLUNGEN – Rassistische Parolen in Magdeburger Straßenbahn

Mehrere Personen sollen in Magdeburg das Lied “L’amour toujours” in einer Straßenbahn abgespeilt und dazu “Deutschland den Deutschen, Ausländer raus” gesungen haben – und das in Anwesenheit von Menschen mit Migrationshintergrund. Der Vorfall wurde der Polizei online gemeldet, die nun die Kameraaufzeichnungen auswertet und wegen Volksverhetzung ermittelt.

via mdr: ERMITTLUNGEN Rassistische Parolen in Magdeburger Straßenbahn

#Konzert am #Bodensee – #Thurgauer #Polizei verhindert Treffen mutmasslicher Rechtsextremer

Die Beamten haben den Veranstaltungsort abgesperrt und rund 50 Personen aus dem Ostschweizer Kanton weggewiesen. Die Thurgauer Kantonspolizei ist am Freitagabend gegen ein Treffen vorgegangen, das sie als Veranstaltung rechtsextremer Kreise bezeichnet. Sie sperrte mit Unterstützung von Bundesbehörden den Veranstaltungsort am Bodensee ab und kontrollierte rund 50 Personen. Diese wurden aus dem Kanton weggewiesen. (…) Auf Anfrage sagte Matthias Graf vom Mediendienst der Thurgauer Kantonspolizei, geplant gewesen sei ein Konzert. Bei den Weggewiesenen habe es sich mehrheitlich um junge Männer aus der Deutschschweiz gehandelt.

via tagesanzeiger: Konzert am Bodensee Thurgauer Polizei verhindert Treffen mutmasslicher Rechtsextremer

EURO 2024 – Rechtsextremer Banner im Fansektor Österreichs – ÖFB “sehr betroffen”

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat sich von einem offensichtlich rechtsextremen Transparent, das in der Schlussphase des EM-Spiels am Freitag in Berlin gegen Polen (3:1) präsentiert wurde, distanziert. “Defend Europe” war auf dem Banner zu lesen. Der Slogan ist der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) zuzuordnen, die damit laut deutschem Verfassungsschutz für eine sofortige Schließung aller Grenzen eintritt und Migration pauschal zur Bedrohung stilisiert. “Der ÖFB ist sehr betroffen, dass so ein Transparent trotz strenger Kontrollen ins Stadion gelangt ist. Nationalteam und Verband stehen ganz klar für Toleranz, Vielfalt und Integration in allen Bereichen unserer Gesellschaft”, hieß es am Samstag in der Früh in einer Verbands-Stellungnahme. Der Banner sei nicht der organisierten Fanszene des Nationalteams zuzuordnen. Fanbeauftragte des ÖFB hätten demnach sofort eingegriffen und die Aktion, die kurz vor Spielende rund zwei Minuten gedauert habe, auch dokumentiert. “Nun wird an der Klärung der Identität der handelnden Personen gearbeitet. Hetzerische Botschaften wie diese haben im Fansektor des Nationalteams keinen Platz”, betonte der Fußball-Bund. “Der ÖFB positioniert sich seit Jahren ganz klar gegen Extremismus und leistet viel Präventionsarbeit, denn dies steht in krassem Widerspruch zu allen Werten, die der ÖFB und der Fußball verkörpern.”

via standard: EURO 2024 Rechtsextremer Banner im Fansektor Österreichs – ÖFB “sehr betroffen”

Keine Doppelmitgliedschaft – Autorenvereinigung PEN lehnt AfD-Mitglieder ab

Das PEN-Zentrum Deutschland will keine Mitglieder der AfD in seinen Reihen. Die Prinzipien des Schriftstellerverbands stünden den politischen Zielen der Partei diametral entgegen. Die Autorenvereinigung PEN-Zentrum Deutschland will keine Mitglieder der AfD in den eigenen Reihen. Eine Resolution, die eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei der Partei und im Schriftstellerverband untersage, wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung am Freitag in Hamburg einstimmig verabschiedet, wie das PEN-Zentrum Deutschland am Sonnabend mitteilte. Bekämpfung jedweder Form von Hass Der Generalsekretär des deutschen PEN, Michael Landgraf, erklärte: »Mit diesem Beschluss unterstreichen die Mitglieder des PEN-Zentrums einstimmig ihre Verpflichtung zu den in der Charta des PEN International formulierten Werten und Prinzipien.« Diese stünden in direktem Widerspruch zu den Zielen und Vorstellungen der AfD . Die Charta des PEN International verpflichte die Mitglieder dazu, jederzeit ihren Einfluss für das gute Einvernehmen und die gegenseitige Achtung der Nationen sowie für die Bekämpfung jedweder Form von Hass zu nutzen. Die AfD propagiere Ansichten und Ziele, die diesen Grundsätzen diametral entgegenstünden

via spiegel: Keine Doppelmitgliedschaft Autorenvereinigung PEN lehnt AfD-Mitglieder ab

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Von PEN-Zentrum Deutschland – https://www.pen-deutschland.de/de/, Gemeinfrei, Link

Rechte Politik im religiösen Gewand

Ultrakonservative Christen machen Stimmung gegen Schwangerschaftsabbrüche und gleichgeschlechtliche Ehe. Mit Religion hat ihr Treiben wenig zu tun. “Abtreibung? Nein Danke!” steht auf einem Schild, das aus der Menge ragt, “I believe only in Jesus and the bible” auf einem anderen. Rund 3.000 Menschen demonstrieren Mitte April beim sogenannten Marsch fürs Leben auf dem Münchner Königsplatz bei einer der zentralen Zusammenkünfte christlich-fundamentalistischer Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen. Aus den Boxen rund um die Bühne kommt fröhliche Musik, die Stimmung ist ausgelassen. “Das Leben eines jeden Menschen ist wertvoll!”, ruft ein Moderator den Teilnehmenden von der Bühne aus zu. “Obwohl man daran Zweifel bekommen mag, wenn man sich die linken und, nun ja, bunten Gegendemonstranten hier anschaut”, schiebt er hinterher. Die Menge lacht. Der Marsch fürs Leben findet jedes Jahr statt. Hier trifft sich die antifeministische Bewegung: Organisationen aus der ganzen Welt, die gegen die Selbstbestimmung von Frauen und die Rechte der queeren Community eintreten und ein christlich-traditionelles Familien- und Weltbild befürworten. Tatsächlich ist das Christentum für die diversen Vereinigungen, deren Infostände sich seitlich der Bühne aneinanderreihen, kaum mehr als ein Deckmantel. Sie treiben eine rechtskonservative Agenda voran – unterstützt von Etats in Millionenhöhe. (…) 2019 erzählte CitizenGo-Chef Ignacio Arsuaga der Medienplattform openDemocracy von seinen internationalen Kontakten zu rechten Parteien, auch zur AfD. Arsuaga ist außerdem laut Zeugenaussagen aus einem Madrider Gerichtsprozess ebenso wie einige seiner Mitarbeitenden Mitglied einer rechtsextremen, ultrakatholischen Sekte namens El Yunque, die ein “Reich Gottes auf Erden” aufbauen und dafür öffentliche Einrichtungen beeinflussen will. (…) Der Kulturwissenschaftler Jobst Paul, der ein Gutachten über das Potenzial des christlichen Fundamentalismus in Deutschland erstellt hat, sieht in solchen Äußerungen eine “rückwärtsgewandte Tradition, die Ständestrukturen aus dem Mittelalter wiederherstellen will”. Zudem zeigen sie: Den christlichen Aktivisten geht es um weit mehr als Religion. Die Soziologin Kristina Stoeckl, die an der Freie Internationale Universität für Soziale Studien in Rom zu antifeministischen Akteuren in Europa forscht, nennt die Bewegung deshalb die “konservative Ökumene”, die “vorrangig politische und keine theologischen Ziele” verfolge. Die Berufung auf das Christentum sei kaum mehr als ein loser Verbindungspunkt für Ultrakonservative aus der ganzen Welt. “Die Akteure definieren im Grunde nur gemeinsame Feinde”, sagt Stoeckl. Diese Feinde seien die liberale säkulare Ordnung und Personen, die sich zum Beispiel für Geschlechtergerechtigkeit, die gleichgeschlechtliche Ehe und das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einsetzen. Nicht auf dem Radar des Verfassungsschutzes Kulturwissenschaftler Paul kritisiert die fehlende Überwachung der Gruppen und den staatlichen Umgang mit dem Thema. Der Staat habe Sekten und christlichen Fundamentalismus lange als Jugendschutzthematik behandelt, als psychologische Fragestellung, und dabei den politischen Charakter übersehen. “Aber hinter diesen Gruppierungen stehen antidemokratische Ziele, die Minderheiten stark gefährden”, sagt Paul, “da kann es doch nicht sein, dass der Staat diese Akteure ungehindert agieren lässt.”

via zeit: Rechte Politik im religiösen Gewand