Begründung zum Verbot Elsässers Anwälte outen “Compact”-Mitarbeiter

Unzensiert veröffentlichen die Anwälte von Jürgen Elsässers Compact Magazin GmbH die Verbotsbegründung. So werden Mitarbeiter mit ihren richtigen Namen geoutet. Einer redete von einer Habeck-Ermordung. Die Anwälte des “Compact”-Magazins bringen “Compact”-Mitarbeiter in Bedrängnis: Die Juristen haben die Verbotsbegründung von Innenministerin Nancy Faeser im Original veröffentlicht – ohne jede Schwärzung. Mitarbeiter im Hintergrund und die Klarnamen hinter Pseudonymen werden weitergegeben. Dem Dokument ist auch zu entnehmen, dass ein AfD-Kommunalpolitiker bei “Compact” als “Mädchen fürs alles” arbeitet, Waffenbesitzer ist und mit Firmenchef Jürgen Elsässer über die Idee eines Mordes am grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck gesprochen hat. (…) Die Sicherheitsbehörden stellen aber auch die Struktur hinter “Compact” dar. Das ist zunächst nicht brisant: Gesellschafterverhältnisse und Unternehmensspitze bei den Firmen finden sich öffentlich in Handelsregisterunterlagen. Über den Chef Jürgen Elsässer, seine Frau Stephanie und den aus der “Identitären Bewegung” hervorgegangenen Chef von CompactTV, Paul Klemm, war auch vieles bekannt. In der von den Anwälten verbreiteten Kopie geht es aber weiter: Aufgeführt mit Namen sind der Vertriebsleiter sowie eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter, die Kontovollmacht haben. Sie stehen selbst nicht in der Öffentlichkeit. Durch das Dokument der Anwälte mit den ungeschwärzten Unterlagen wird auch öffentlich, dass in der Redaktion Mitarbeiter unter falschen Namen arbeiten: Die Alias-Namen verschleierten bislang das Ausmaß, in dem “Compact”-Mitarbeiter mit der inzwischen in “Die Heimat” umbenannten NPD verbunden sind. So heißt der Chef vom Dienst Daniell Pföhringer mit richtigem Namen Thorsten Thomsen und war bis 2014 Pressesprecher der NPD-Fraktion in Sachsen. Bei ihm privat in Pirna fand in dieser Woche auch eine polizeiliche Durchsuchung statt. Der damaligen NPD-Fraktion gehörte als Landtagsabgeordneter Arne Schimmer an. Schimmer ist ein “‘Compact’ zurechenbarer Mitarbeiter” – unter dem Namen Sven Reuth, wie es in der BMI-Begründung heißt. Schimmer hatte auch bereits unter einem Pseudonym für Götz Kubitscheks “Sezession” geschrieben. Seine Identität sollte dort nicht bekannt werden, recherchierte die “taz”. “Wir wollen einfach das System stürzen” Durch das Papier der Anwälte wird auch bekannt, dass Oliver Niedrich ein weiterer Mitarbeiter ist, “Heimat”-Funktionär und zumindest 2021 stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Berlin war. Auf einer “Heimat”-Seite zur Mitgliederwerbung wird er vorgestellt als Multitalent, Verantwortlicher für den Materialdienst in der Berliner Parteizentrale. Er “versorgt unsere Aktivisten und Interessenten immer wieder mit neuen Druckmedien”, betreut aber auch den Berliner Internetauftritt mit.

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VERBOTENES MAGAZIN – “#Compact”-Ersatzveranstaltung? #Polizei #Halle prüft Sommerfest in #Stößen

Im Burgendlandkreis prüft die Polizei, ob ein Sommerfest am kommenden Wochenende als Ersatz für ein ursprünglich geplantes “Compact”-Sommerfest stattfindet. Das rechtsextreme “Compact”-Magazin ist Anfang der Woche verboten worden. Die Polizei Halle überprüft ein Sommerfest, das in Stößen im Burgenlandkreis stattfinden soll. Es geht um die Frage, ob das Fest eine Ersatzveranstaltung für ein “Compact”-Sommerfest ist. Das rechtsextreme “Compact”-Magazin ist Anfang der Woche verboten worden. Nach dem Verbot der rechtsextremen Zeitschrift “Compact” prüft die Polizei Halle ein Sommerfest, das in Stößen bei Naumburg im Burgenlandkreis stattfinden soll. Wie eine Sprecherin der Polizei bestätigte, ist dort ursprünglich ein “Compact”-Sommerfest am kommenden Sonnabend geplant gewesen. Nach dem Verbot habe die Gruppe “Aufbruch Deutschland” Pläne für ein Fest veröffentlicht. Den Angaben zufolge hat am Donnerstag ein sogenanntes Kooperationsgespräch zwischen Vertretern von “Aufbruch Deutschland”, Polizei und Ordnungsamt stattgefunden. Dabei sollen die Veranstalter als Haupthema die Pressefreiheit angegeben haben. Nun prüfe die Polizei, ob es sich dabei um eine Ersatzveranstaltung für das verbotene “Compact”-Sommerfest handle.

via mdr: VERBOTENES MAGAZIN “Compact”-Ersatzveranstaltung? Polizei Halle prüft Sommerfest in Stößen

“Even rainbow-colored children’s toys are an offense!” How Russian regions battle ‘gay propaganda’ — and all bright things, just in case

Over the last few months, the joint efforts of Russian law enforcement agencies and ultra-right bullies have resulted in the closure of LGBTQ+ friendly clubs all over Russia. The most infamous episode of this campaign was the March raid on Orenburg’s LGBT club Pose, which was followed by Russia’s first criminal case against LGBTQ+ community members on the charges of “organizing an extremist group.” The club owner and two employees were arrested and placed in custody. As The Insider’s correspondent found out, not only former Pose patrons, but also representatives of visually distinctive subcultures such as the anime fandom, no longer feel safe in Orenburg. Even worse, they are afraid to go to the police, as recent Russian legislation has made them outlaws. It is a situation similar to Soviet times, when anyone whose fashion choices veered from the “norm” could find themselves in trouble with the authorities. Repression against Russia’s LGBTQ+ community intensified with the full-scale invasion of Ukraine. Late 2022 saw a tightening of the Russian law banning the propaganda of so-called “non-traditional sexual relations,” and in early 2023, the law began to be widely enforced. A ban on gender transition followed in July 2023, and in late 2023 Russia’s Supreme Court labeled the non-existent “international LGBT movement” as an extremist group. The new legislation triggered a wave of raids on LGBTQ+ establishments all over Russia.

via the insider: “Even rainbow-colored children’s toys are an offense!” How Russian regions battle ‘gay propaganda’ — and all bright things, just in case

hands joined against progress pride flag
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Exclusive: Inside Russia’s Latvian Sabotage Squad

Re:Baltica and Delfi report on Latvian and Estonian court documents showing how the GRU is recruiting Baltic citizens to vandalize and set fire to targets in the West. In May 2022, a homeowner from the small village of Rembate, an hour’s drive from the Latvian capital Riga, was working in her garden when she saw a black car turn into her driveway. A young man got out. By the time the homeowner reached the gate, the car had driven off, leaving a folded piece of paper on the ground. She picked it up but quickly forgot about it, distracted by the newspapers the mailman had just delivered. The next day, upon reading the note, she immediately handed it over to her son-in-law, who works in the Latvian Armed Forces. He informed his superior, who then contacted the Military Intelligence and Security Service. The next day, an investigator turned up at the woman’s house. The swift response was due to the note’s heading: “Mission, Lielvārde Military Airfield.” Below were instructions on what to photograph at the airfield and how to respond if questioned about the reasons for taking pictures. The back of the note featured a childlike drawing of an airplane. The house where this document was found is located just a few kilometers from the Lielvārde base, which houses Latvian military aircraft — including U.S.-supplied Black Hawk helicopters — used for continuous surveillance of Baltic airspace. (…) Indeed, such acts have grown exponentially throughout NATO countries in the last two years, coinciding with Russia’s faltering campaign on the battlefield. The efforts are part of what Estonia’s Prime Minister Kaja Kallas has dubbed the Kremlin’s “shadow war” against the West, whose resolve and determination in arming and supporting Kyiv has further contributed to Russian military setbacks. The sabotage operations are so numerous and widespread that a new one is uncovered and reported on every week or two. Plots have included arson attacks on a large-scale shopping mall in Warsaw, an IKEA warehouse in Vilnius, a museum in Riga, a bus depot in Prague, an industrial estate in east London, and a metals factory in Berlin owned by a company that makes air defense systems. In the last two instances, the sites have been linked to military aid bound for Ukraine. In total, at least eight serious Russia-linked incidents have been reported in Poland and the Baltic states alone. According to Western intelligence services, this continent-wide campaign is being led by the GRU, Russia’s military spy agency.

via the insider: Exclusive: Inside Russia’s Latvian Sabotage Squad

“Geheimes” AfD-Treffen: Proteste und Polizei in Neumünster

Für Aufregung um das AfD-Treffen in Neumünster hatte gesorgt, dass rechtsextreme Teilnehmer und Gruppierungen eingeladen waren. Geheim blieb die Veranstaltung am Sonnabend nicht, der Ort war bereits am Freitag durchgesickert. von Gregory Dauber Anwohner waren angesichts des Auflaufs vollkommen überrascht: Bis zuletzt hatte die AfD versucht, den Veranstaltungsort zu verschleiern. Doch am Freitagnachmittag war schließlich bekannt geworden, wo der wochenlang beworbene “Tag des Vorfelds” an diesem Sonnabend stattfinden sollte. Die Veranstaltung und der begleitende Gegenprotest durchbrachen die Idylle im sonst eher beschaulichen Neumünster-Einfeld.  “Das überrascht mich schon sehr”, sagte eine Frau, die in der Nachbarschaft des griechischen Lokals wohnt, in das die AfD eingeladen hatte. Im Festsaal der Gaststätte fänden sonst oft türkische Hochzeiten statt. “International” nannte die Anwohnerin ihren Eindruck der üblichen Klientel, und “das soll auch so bleiben”. Die AfD habe sie hier noch nie gesehen.  Viele Gegendemonstranten Die AfD-Veranstaltung in Neumünster ist am Sonnabend von bis zu 200 Gegendemonstranten begleitet worden. An dem von der Partei organisierten, sogenannten Vernetzungstreffen nahmen nach Polizeiangaben rund 100 Personen teil. Das Innenministerium hatte zuvor erklärt, man erwarte unter anderen Personen aus dem rechtsextremen Spektrum. Die AfD hatte eigenen Angaben zufolge mit bis zu 200 Teilnehmenden gerechnet. Mindestens zwei Teilnehmer der Veranstaltung fielen mit der in rechtsextremen Kreisen beliebten “White Power”-Geste auf. Sie ähnelt dem Okay-Zeichen und soll für eine angebliche Überlegenheit “der weißen Rasse” stehen. Das Zeigen des Handzeichens ist nicht strafbar. Veranstaltungsleiter Kevin Dorow (AfD-Kreistagsfraktion Rendsburg-Eckernförde) tat die Geste auf NDR Anfrage als “jugendlichen Witz” ab. (…) Für Aufsehen hatte ein Flyer gesorgt, mit dem die Veranstaltung beworben wurde. Darauf waren mehrere Verlage, Medienplattformen und ein vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistischer eingeordneter Verein als Teil des Programms angekündigt worden. Auch das in dieser Woche vom Bundesinnenministerium verbotene “Compact”-Magazin war auf dem Flyer vertreten.  Im Laufe der Woche schließlich veröffentlichte die AfD einen neuen Flyer – ohne das “Compact”-Logo. Denn eine weitere Verbreitung wäre illegal gewesen. Auch die Logos der Magazine “Zuerst” und “Deutsche Militärzeitschrift” (DMZ) waren auf der zweiten Version nicht mehr zu sehen. Beide werden von einem Verlag aus Martensrade im Landkreis Plön vertrieben. Geschäftsführer ist Dietmar Munier, der seit Jahrzehnten in der rechten Szene aktiv ist. Munier war nicht vor Ort. (…) Mehrere Teilnehmer der AfD-Veranstaltung fotografierten und filmten vor allem vor Beginn der Veranstaltung die Gegendemonstranten und auch Pressevertreter. Organisationen wie “Reporter ohne Grenzen” werten das offensive Filmen von Medienvertretern als Einschüchterungsversuch. Neben dem rechtsextremen Medienaktivisten Michael Scharfmüller aus Österreich (“Info-Direkt”) tat dies auch AfD-Lokalpolitikerin Berith Ortfeld.

via ndr: “Geheimes” AfD-Treffen: Proteste und Polizei in Neumünster

‘Worth as much as toilet paper’: Experts react to Trump’s letter from ‘pill mill’ doctor

Donald Trump on Saturday posted what was supposed to be an update on his health after he was shot in the ear, but political analysts and other onlookers weren’t impressed. Trump posted the letter, which you can read here, on Truth Social. But it was penned by Trump’s former White House doctor Ronny Jackson, who now serves as a Republican Texas lawmaker, who has been accused of handing out drugs freely and being drunk and doped up on Ambien on the job. Jackson has also previously been criticized for his hyper-partisan statements against the current president, Joe Biden. But they got something else. The internet reacted poorly to the letter. Legal analyst Marcy Wheeler, of EmptyWheel, called Jackson “a conspiracy theorist who covered up Trump’s near-lethal COVID and who turned the White House into a pill mill.” “This is worth as much as toilet paper,” the analyst added. “Love that self-imagined journalists are giving this as much credence as Trump’s propagandists.”

via rawstory: ‘Worth as much as toilet paper’: Experts react to Trump’s letter from ‘pill mill’ doctor

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By Ludwig, SilvioOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Marine sentenced to nearly 5 years for Nazi salute display during Capitol riot – #LockHimUp

Tyler Bradley Dykes, of South Carolina, was an active-duty Marine when he grabbed a police riot shield from the hands of two police officers and used it to push his way through police lines during the attack by a mob of then-President Donald Trump’s supporters. A marine accused of giving a Nazi salute during the deadly Capitol riots has been sentence to nearly five years in jail. Tyler Bradley Dykes, a Marine from South Carolina, seized a police riot shield from two officers and used it to force his way through police lines during the mob attack by supporters of then-President Donald Trump on January 6, 2021. In April, Dykes pleaded guilty to assault charges. He had previously been convicted of a crime related to the 2017 white nationalist Unite the Right rally in Charlottesville, Virginia. After serving a six-month sentence in a state prison, Dykes was transferred to federal custody in 2023. US District Judge Beryl Howell sentenced the 26 year old Dykes to four years and nine months in prison, according to the Justice Department. Federal prosecutors had suggested a prison term of five years and three months for Dykes. Prosecutors wrote that Dykes “He directly contributed to some of the most extreme violence on the Capitol’s east front,”. Dykes’ lawyers asked for a two-year prison sentence, stating that Dykes acknowledges his actions on January 6 were “illegal, indefensible and intolerable.” (…) After seizing a riot shield from two officers, Dykes entered the Capitol, holding the shield in one hand and raising his other hand in triumph. Prosecutors also accuse him of using the shield to attack police officers inside the building, causing them to retreat down a hallway. Dykes handed over the shield to an officer upon exiting the Capitol. While Dykes denies performing a Nazi salute on January 6th, prosecutors claim that his open-handed gesture was caught on video. In August 2017, photographs showed Dykes participating in a march through the University of Virginia’s campus on the eve of the Unite the Right rally, alongside white supremacists carrying tiki torches. One photo depicts him extending his right arm in a Nazi salute while holding a lit torch in his left hand.

via themirror: Marine sentenced to nearly 5 years for Nazi salute display during Capitol riot