A Romani survivor of Nazi terror: ‘Young people, babies, infants, were beaten to death’

Christian Pfeil says ‘it’s important to remind society again and again that this actually happened’, especially at a time when right-wing extremism is growing across Europe. Holocaust survivor Christian Pfeil (80) came to Dublin this week. He was born in Lublin in Poland in January 1944. His family are Sinti, a Romani people. The entire family were deported from Trier in Germany to camps in German-occupied Poland in 1940. He spoke at Never Again: Recognition, Remembrance and Reflection on the Roma Genocide, an event held by Pavee Point Traveller and Roma Centre at the Mansion House on Wednesday. At least 500,000 Roma and Sinti people were killed by the Nazi regime (many historians consider this an underestimate) but they were not represented at the Nuremburg trials and Germany only officially recognised this genocide in 1982. It is often referred to as “the forgotten genocide”. Some Roma people call it “the Porajmos”, which means “the devouring”. (…) Anti-Roma and anti-Sinti persecution persisted after the war. It was a fact of life for Pfeil throughout his life, he says. To make matters worse, the trauma his family experienced wasn’t recognised. “Whenever someone talked about the Holocaust, it was always about Jewish victims, never about the experiences of Roma and Sinti, which made me quite angry. I knew how many people died, how many people were killed in the gas chambers. I knew the facts. I saw a lot of anti-Sinti, anti-Roma, prejudice and racism in Germany when I was growing up. And obviously those things are linked to what happened. German society wanted as fast as possible to both forget and to deny the Nazi period … And they, of course, didn’t want to hear about the Sinti and Roma during the Holocaust. Even though I am pretty sure that they know.”

via irish times: A Romani survivor of Nazi terror: ‘Young people, babies, infants, were beaten to death’

Rechtsextremist soll #Buttersäure auf #CSD-Route in #Döbeln versprüht haben – #FreieSachsen

Wenige Stunden vor Beginn des CSD in Döbeln hat es offenbar einen Zwischenfall gegeben. Laut Polizei gibt es den Verdacht, dass ein Stadtrat der “Freien Sachsen” entlang der Demoroute Buttersäure versprüht hat. Aus seinem Fahrzeug sei in der Nacht zu Sonnabend ein entsprechender Geruch zu vernehmen gewesen. Es seien jedoch keine Substanzen gefunden worden. Er habe mit aufs Revier kommen müssen und sei von den Kundgebungen ausgeschlossen worden. Wegen des Straftatverdachts musste den Angaben zufolge ein anderer Versammlungsleiter für die Gegendemo bestimmt werden. Wie die Döbelner Allgemeine berichtete, hatte es bereits 2023 einen Buttersäure-Attacke im Vorfeld des Christopher Street Days gegeben. (…) Es sei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden. Zudem werde geprüft, ob es einen Zusammenhang mit mit dem Zwischenfall in der Nacht zuvor gibt, teilte die Polizei mit.

via mdr: Rechtsextremist soll Buttersäure auf CSD-Route in Döbeln versprüht haben

Frau in Bus in Dresden rassistisch beleidigt – #pack #suxen

Eine Frau hat in einem Bus in Dresden ihre Tasche auf einen Sitz gestellt. Als eine Seniorin sie bittet, diese beiseite zu nehmen, beleidigt die Frau die ältere Dame rassistisch. Eine 68 Jahre alte Frau ist am Donnerstag in einem Bus in Dresden rassistisch beleidigt worden. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall gegen 16 Uhr in Loschwitz. So stieg die Frau am Schillerplatz mit ihrem Enkelkind in einen Bus der Linie 84. Dort saß eine Frau, die ihre Tasche auf den Sitz neben sich gestellt hatte. Die 68-Jährige bat die Frau, die Tasche wegzunehmen, damit sie sich mit ihrem Enkel setzen könne, berichtet die Polizei. Die Unbekannte ignorierte den Wunsch jedoch zunächst und begann kurz darauf, die Frau mit ihrem Handy zu filmen. Die 68-Jährige bat die Frau, damit aufzuhören. Daraufhin beleidigte die Frau auf dem Sitz die Seniorin mit rassistischen Aussagen.

via sächsische: Frau in Bus in Dresden rassistisch beleidigt

BKA-Chef Münch: Gewalt gegen Politiker nimmt weiter zu

Die Fallzahlen bei Straftaten gegen Amts- und Mandatstragende sind gegenüber dem letzten Jahr noch einmal deutlich nach oben geschnellt, wie der Präsident des Bundeskriminalamts dem “RedaktionsNetzwerk Deutschland” sagte. Münch befürchtet, dass sich die Lage weiter verschärft. Denn die Polarisierung nehme weiter zu. (…) Vertreter der Grünen würden zwar weiter am häufigsten attackiert. Aber die AfD folge an zweiter Stelle, sagte Münch. (…) Bei Attacken – und seien sie verbaler Art – gegen sie auch Klage erheben, das tut unter anderem die FDP-Politikerin Strack-Zimmermann. In rund 250 Fällen pro Monat habe sie vor allem Beleidigungen angezeigt, sagte die Europaabgeordnete der “Welt am Sonntag”. Sicherheitsbehörden bestätigten, dass in anderthalb Jahren fast 1.900 Anzeigen von Strack-Zimmermann eingegangen sind. Inhaltlich geht es dabei den Angaben zufolge um Beleidigungen, aber auch Morddrohungen und die Androhung sexualisierter Gewalt.

via br: BKA-Chef Münch: Gewalt gegen Politiker nimmt weiter zu

Digitale Selbstverteidigung:  Biometrische Gesichtserkennung abwehren

Wer Kameras entgehen will, hat es zunehmend schwer. Dabei genügt ein Schnappschuss, um einen Menschen zu identifizieren. Wir erkunden die faszinierende Welt des Widerstands gegen biometrische Erkennung. Wenn Menschen in Deutschland feiern, werden sie vielleicht bald genau beobachtet. Kameras sollen aufzeichnen, wer wo tanzt, quatscht, knutscht oder kotzt. Laut der SPD-Bundestagsfraktion „brauchen wir Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten und bei großen Menschenansammlungen wie Volksfesten oder Konzerten.“ Dazu soll der Einsatz von Biometrie geprüft werden. Mit ihren Koalitionspartnern hat die Fraktion des Kanzlers bereits den Plan formuliert, dass Polizei und Ausländerbehörden künftig auch Inhalte aus dem Netz mittels biometrischer Gesichtserkennung durchsuchen sollen. In mehreren Bundesländern nutzt die Polizei bereits automatisierte Gesichtserkennung mit mobilen Kameras, Fachleuten zufolge ohne rechtliche Grundlage. Das Gesichtserkennungssystem des Bundeskriminalamts arbeitet mit polizeilich erstellten Bildern von rund fünf Millionen Menschen, vergangenes Jahr wurden damit etwa 3.800 Personen identifiziert. (…) Wer angesichts der vielen Linsen und Erkennungssysteme im öffentlichen Raum seine Privatsphäre schützen will, kann etwa sein Gesicht für die Geräte unkenntlich machen. Denn: „Jedes Gesicht ist einmalig. Und wie ein Auto das Nummernschild tragen wir es zur ständigen Identifizierung offen mit uns herum“, sagt der Bildwissenschaftler Roland Meyer, der ein Buch über Gesichtserkennung und Gegenmaßnahmen geschrieben hat, das 2021 veröffentlicht wurde. (…) Einen gewissen Schutz vor automatisierter Identifizierung biete, so Meyer, das Tragen einer FFP2-Maske. Eine Studie des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) von Juli 2020 zeigte, dass die getesteten Gesichtserkennungssysteme anhand von Mund-Nase-Bedeckungen Fehlerraten von bis zu 50 Prozent auf­wiesen. Schwarze Masken verhinderten dabei die Gesichtserkennung noch gründlicher als hellblaue. Eine weitere NIST-Studie aus dem November 2020 zeigte allerdings, dass die Programme zur Gesichtserkennung zunehmend besser im Erkennen von maskierten Gesichtern wurden. (…) Es gibt auch ohne Vermummung Wege, das eigene Gesicht für automatisierte Gesichtserkennung unkenntlich zu machen. Man muss nur die Form ausreichend verändern. Idealerweise so, dass die Veränderung anderen Menschen gar nicht auffällt. Florian Berkowsky, Geschäftsführer der Maskenbildnerschule Hasso von Hugo in Berlin, sagt: „Eine simple Lösung bieten Beauty Stripes, eine Art Klebestreifen mit Gummizug. Damit werden normalerweise Falten glattgezogen, aber man könnte sie auch verwenden, um zum Beispiel Augenbrauen zu heben oder die Mund- oder Augenform zu verändern. Zusätzlich könnte man Nase und Wangen mit Wattebäuschen, wie man sie vom Zahnarzt kennt, ausstopfen.“ (…) Es gibt auch Kleidung gegen Gesichtserkennung, doch auch hier passen Anbieter ihre Erkennungssysteme beständig auf neue Abwehrmaßnahmen an. Die Firma capable.design hat beispielsweise eine Kollektion entwickelt, die mit psychedelischen Mustern oder repetitiven Tierdrucken Gesichtserkennungssysteme davon ablenken möchte, dass sich oberhalb der Kleidung noch ein Gesicht befindet. Einen anderen Ansatz fahren verschiedene Gadgets, die versprechen, durch Abstrahlung oder Reflektion Kameras zu überfordern. Die Brillen von Reflectacles beispielsweise sind speziell dazu konzipiert, Gesichtserkennung zu verhindern, die mit Infrarot-Licht und -Sensoren arbeitet. Die Schals von ISHU reflektieren Licht so stark, dass Kameras mit Blitzlicht angeblich keine zuverlässigen Aufnahmen mehr machen können. Die Infrarot-LEDs der Privacy Visor-Brillen blenden, wenn eingeschaltet, Überwachungskameras. Diese Projekte sind allerdings schon älter und eventuell ebenfalls von der Gesichtserkennungstechnologie überholt worden. Der „handfeste“ Zugang Demonstrant*innen in Hongkong versteckten sich 2019 hinter Schirmen, verwendeten Laserpointer zum Blenden von Kameras und setzten auch Farbspray gegen sie ein. Teils brachten sie sogar mit Sägen und Seilen Straßenlaternen zu Fall, in denen sie Kameras vermuteten. Roland Meyer sagt: „Das ist natürlich ein sehr, sehr handfester Zugang.“

via netzpolitik: Digitale Selbstverteidigung:  Biometrische Gesichtserkennung abwehren

File:Security camera, September 2018.jpg
By © Cody Logan / Wikimedia Commons / “Security camera, September 2018”, CC BY-SA 4.0, Link

Ireland drops plans for hate speech law, minister says

Ireland will not introduce hate speech laws, its justice minister said on Saturday, dropping a central part of the response to riots in Dublin last year following criticism from some government lawmakers, opponents and billionaire Elon Musk. The government first brought the proposed legislation before parliament two years ago and further prioritised tightening anti-hate laws it said were unfit for the social media age last November after the unprecedented night of rioting in Dublin. The plans have since drawn increased criticism from within government and Justice Minister Helen McEntee said she would remove the incitement to hatred proposals and proceed only with the parts of the legislation that deal with hate crime.

via reuters: Ireland drops plans for hate speech law, minister says

https://twitter.com/Reuters/status/1837580081868218408

Texas neo-Nazi charged with threatening to lynch Nashville DA

A Texas white supremacist has been arrested on a charge of threatening to lynch the district attorney for Nashville and Davidson County, Tenn. The alleged threats by 59-year-old David Aaron Bloyed followed a march through downtown Nashville in which a fellow member of Goyim Defense League was arrested and charged with aggravated assault for hitting a bar employee with a metal flagpole that had a flag with a swastika affixed to the top. Goyim Defense League is a virulently antisemitic group known for provocative public marches that openly display Nazi symbolism and fliering campaigns that frequently result in misdemeanor charges for the group’s members. The complaint filed by the U.S. District Attorney for the Middle District of Tennessee on Thursday alleges that Bloyed posted a screengrab of District Attorney Glenn R. Funk’s official bio, accompanied by the text, “Getting the rope,” on the social media platform Telegram under the username “Schwetty Balls.” In another post published under the same username, Bloyed wrote, “The ‘Rope list’ grew by a few more Nashville jews today.” The graphic shows a figure labeled, “the elite,” “Jews,” “anti-whites” and “traitors,” along with epithets for Black people and LGBTQ+ people that is hanging from a gallows. The graphic includes the inscription, “Will You Survive the Day of the Rope?”

via rawstory: Texas neo-Nazi charged with threatening to lynch Nashville DA

siehe auch: Texas man charged with threatening to ‘lynch and kill’ Nashville DA A man associated with antisemitic hate group “Goyim Defense League” was charged with making threats of violence against an elected official. A Texas man, a member of an antisemitic hate group, was charged with threatening to lynch and kill Glenn Funk, the Nashville District Attorney, according to the U.S. Attorney in the Middle District of Tennessee. According to the complaint, David Aaron Bloyed, 59, of Frost, Texas and affiliated with the antisemitic hate group Goyim Defense League (GDL), was arrested after posting threats against DA Funk on the social media platform Telegram. The threats included a photograph of DA Funk with the caption “Getting the rope,” and an emoji finger pointed towards Funk’s image. The posts also included a photograph of a person hanging by the neck from a gallows, with the phrases “The ‘Rope List’ grew by a few more Nashville Jews today,” and “Will you survive the day of the rope?” Law enforcement identified the user of the Telegram post as belonging to Bloyed.