Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2025 steht fest

Die Bundeswahlleiterin hat am 24. Februar 2025 um 04:10 Uhr das vorläufige Ergebnis der Wahl zum 21. Deutschen Bundestag am 23. Februar 2025 bekannt gegeben. Bei einer Wahlbeteiligung von 82,5 Prozent (2021: 76,4 Prozent) haben die

CDU22,6 %19,0 %
AfD20,8 %10,4 %
SPD16,4 %25,7 %
GRÜNE11,6 %14,7 %
Die Linke8,8 %4,9 %
CSU6,0 %5,2 %
FDP4,3 %11,4 %
SSW0,2 %0,1 %
Sonstige9,4 %8,6 %
   darunter: BSW4,97 %

aller gültigen Zweitstimmen erhalten. Die Anteile sind auf eine Dezimalstelle gerundet, mit Ausnahme bei Annäherung zur 5-Prozent-Grenze. Der Anteil der ungültigen Zweitstimmen beträgt 0,6 % (2021: 0,9 %), der Anteil der ungültigen Erststimmen 0,9 % (2021: 1,0 %). Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) nimmt als Partei nationaler Minderheiten im Sinne des Bundeswahlgesetzes an der Sitzverteilung zum 21. Deutschen Bundestag teil. Nach § 4 Absatz 2 Satz 3 Bundeswahlgesetz findet die 5-Prozent-Klausel damit auf den SSW keine Anwendung. Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) zieht nicht in den Deutschen Bundestag ein, da es nicht 5 % aller gültigen Zweitstimmen erhalten und nicht in drei Wahlkreisen die Erststimmenmehrheit erzielt hat.. Der Bundestag besteht gemäß § 1 Absatz 1 Satz 1 Bundeswahlgesetz aus 630 Abgeordneten. (…) Der Bundeswahlausschuss wird das endgültige amtliche Ergebnis der Bundestagswahl 2025 voraussichtlich am 14. März 2025 in einer öffentlichen Sitzung im Deutschen Bundestag in Berlin feststellen und bekannt geben.

via bundeswahlleiter: Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2025 steht fest

siehe auch: Wählerwanderung zur Bundestagswahl – AfD mobilisiert viele Nicht­wäh­le­r:in­nen. Enttäuschte Ampel-Wähler:innen verschaffen der Union ein starkes Wahlergebnis. Die AfD mobilisiert besonders viele Nichtwähler:innen. Die Linke gewinnt links. Der dickste Balken ist grau und braun. Er zeigt die mit Abstand größte Wählerwanderung der Bundestagswahl 2025, bisherige Nichtwähler:innen, die sich diesmal für die AfD entschieden haben. In der Statistik wird sichtbar, wie die in Teilen rechtsextreme Partei die größte Bewegung in der Wäh­le­r:in­nen­schaft einfährt: Fast 2 Millionen der AfD-Wähler:innen waren 2021 nicht zur Wahl gegangen. Deshalb profitiert die AfD erneut von der historisch hohen Wahlbeteiligung von diesmal 84 Prozent: Sie nährt ihr gutes Wahlergebnis maßgeblich durch Menschen, die bei der letzten Bundestagswahl nicht gewählt haben. Deutlich weniger als die Hälfte der Gewinne bei den ehemaligen Nicht­wäh­le­r:in­nen holt sie jeweils von CDU, FDP und SPD – in dieser Reihenfolge. Trotzdem wechselten insgesamt mehr als 2 Millionen ihrer Wäh­le­r:in­nen mit ihrer Stimme zur AfD; BUNDESTAGSWAHL: ZWEITSCHLECHTESTES ERGEBNIS IN GESCHICHTE DER UNION. Machtwechsel in Deutschland: Die Union (28,5 Prozent) hat die Bundestagswahl klar gewonnen und dürfte mit Friedrich Merz den nächsten Kanzler stellen. Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt die AfD (20,8) auf Platz zwei. Dahinter folgen die SPD (16,4), die auf ein historisches Tief abstürzt, sowie die Grünen (11,6). Die Linke (8,8) ist überraschend stark im Bundestag vertreten. BSW (4,97) und FDP (4,3) scheitern dagegen an der Fünf-Prozent-Hürde und verpassen den Einzug ins Parlament. Nun läuft alles auf ein Bündnis aus Union und SPD hinaus, denn eine schwarz-grüne Koalition hat keine Mehrheit der Mandate. Ein Zusammengehen mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften AfD, die sich auf 20,8 Prozent verdoppelte (10,4 Prozent), hat CDU-Chef Merz ausgeschlossen.

siehe dazu auch: Spiegel – interkative Graiken Bundestagswahl 2025

Lindner kündigt Rückzug bei FDP-Ausscheiden an

Wenn es die FDP nicht erneut in den Bundestag schafft, will Parteichef Lindner sich aus der Politik zurückziehen. Das kündigte er in der Berliner Runde an. Zuvor hatte er die Niederlage der FDP eingeräumt.FDP-Chef Christian Lindner kündigt seinen Rückzug an, falls die Partei den Einzug in den Bundestag verpasst. Lindner sagte in der Berliner Runde von ARD und ZDF, wenn die FDP aus dem Bundestag ausscheide, sei es völlig klar, dass er dann auch aus der Politik ausscheide.”Wir kennen das amtliche Endergebnis noch nicht, aber ich bin Realist”, sagte Lindner. “Es ist natürlich denkbar, dass die FDP sich ab morgen vollständig politisch und personell neu aufstellen wird.” Derzeit ist die FDP nach Hochrechnungen der ARD mit 4,7 Prozent nicht im Parlament.

via tagesschau: Lindner kündigt Rückzug bei FDP-Ausscheiden an

Wer wählte was warum? Warum die Union nicht stärker ist – und die AfD so erfolgreich

Stand: 23.02.2025 21:05 Uhr Wem hat die AfD ihren Erfolg zu verdanken? Warum profitiert die Union nicht stärker vom Ampel-Aus? Hätte die SPD mit Pistorius mehr erreicht? Und wie kam es zur Linken-Überraschung? Umfragen von infratest dimap liefern Erkenntnisse. Eine Analyse von Holger Schwesinger Die Deutschen wollen eine Veränderung der Politik, das hat der Ausgang der Bundestagswahl klar gezeigt. Kein Wunder, angesichts der desaströsen Bewertung der bisherigen Bundesregierung. Nur 17 Prozent sind zufrieden mit deren Arbeit – ein Negativrekord.Doch die größte Oppositionspartei kann daraus nicht so richtig Kapital schlagen. Zwar wird die Union – laut Hochrechnung von 20 Uhr – mit 28,6 Prozent klar stärkste Kraft. Und ihr wird von den Wählern auch am ehesten zugetraut, die wichtigsten Aufgaben in Deutschland zu lösen. Doch einen strahlenden Sieg kann sie nicht verbuchen. Für die Union ist es vielmehr das zweitschlechteste Ergebnis der Parteigeschichte – zwar klar über dem Negativrekord von 24,2 Prozent von 2021, aber weit unter den 41,5 Prozent, die sie noch 2013 unter Angela Merkel geholt hatte (…) Nun hat Friedrich Merz zuletzt im Wahlkampf gezielt auf einen migrationskritischen Kurs gesetzt – vor allem als Reaktion auf von Asylbewerbern begangene Anschläge. Der Kanzlerkandidat der Union nahm dafür auch in Kauf, dass es erstmals bei einer Abstimmung im Bundestag mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit gab, was von vielen als Tabubruch gewertet wurde. Merz’ Ziel mit Blick auf den Wahlkampf war offensichtlich, der in Teilen rechtsextremen AfD das Themenfeld Migration nicht zu überlassen. Ist diese Taktik aufgegangen?Der Blick auf die Zahlen legt nahe: eher nicht. Zwar finden es 64 Prozent der Deutschen gut, dass sich Merz so klar gegen irreguläre Migration ausspricht, und 46 Prozent sagen, es war richtig, dass die CDU den Kurs der Merkel-Jahre korrigiert hat. Doch den Tabubruch im Bundestag, der Ende Januar stattfand, konnte die Union nicht in Stimmen ummünzen: Sie lag sowohl vor als auch nach der umstrittenen Abstimmung bei der “Sonntagsfrage” im Korridor zwischen 30 und 33 Prozent. Das Wahlergebnis liegt nun sogar noch unter der 30-Prozent-Marke.

via tagesschau: Wer wählte was warum? Warum die Union nicht stärker ist – und die AfD so erfolgreich

siehe auh: ARD-Prognose zur Bundestagswahl – Union klar vor starker AfD, SPD stürzt ab. Die Union mit Kanzlerkandidat Merz geht als stärkste Kraft aus der vorgezogenen Bundestagswahl hervor. Die AfD kommt laut ARD-Prognose mit hohen Zuwächsen auf Platz zwei. Die SPD stürzt ab, liegt aber vor den Grünen. Die Linke kann jubeln. FDP und BSW zittern. Nach rund drei Jahren Ampelkoalition und ihrem vorzeitigen Scheitern steht Deutschland vor einem Regierungswechsel. Die Union mit Kanzlerkandidat Friedrich Merz geht als klarer Sieger aus der vorgezogenen Bundestagswahl hervor

siehe auch: LiveBundestagswahl 2025 (spiegel)

Historic golf course vandalised with Nazi swastika

One of Britain’s longest standing golf clubs has been targeted by vandals, with members left disturbed and shocked after a Nazi symbol was carved onto a green.  Thames Ditton and Esher Golf Club in Surrey, a venue established in 1892, has been plagued by motorbikes tearing up its course for several months. The most recent evidence of the distressing destruction was demonstrated by the X account @ks_blake on Saturday.

via bunkered: Historic golf course vandalised with Nazi swastika

Störungen im Wahllokal – Die AfD verwechselt Wahlbeobachtung mit Kontrolle

Bei der Bundestagswahl muss damit gerechnet werden: Diskussionen mit extrem Rechten. Eine Verwaltungschefin aus Schleswig-Holstein kennt das schon. Die extrem rechte Partei AfD sowie ihr nahe stehende Organisationen haben zu einer verstärkten Beobachtung der Bundestagswahl aufgerufen, auch in Norddeutschland. Hier sind es neben der AfD etwa die „Kieler Gelbwesten“ oder „Wendezeit Hannover“. Sie wollen bei den Stimmauszählungen dabei sein. Die ehrenamtlichen Wahl­hel­fe­r:in­nen sprechen dort laut aus, was auf den Wahlzetteln angekreuzt wurde. Sie bilden mit fünf bis neun Personen den Wahlvorstand und kontrollieren sich gegenseitig. Die extrem Rechten suggerieren nun fälschlich, das Wahlgesetz erlaube mit der Wahlbeobachtung eine weitere Prüf­instanz. „Vertrauen ohne Kon­trolle ist naiv“, schreibt der neu gegründete Verein Wabeo auf seiner Homepage. Er stellt gegen eine Gebühr Formulare zur Verfügung, mit denen die Stimmauszählung dokumentiert werden soll. Auch auf der AfD-Homepage kann man seine privaten Auszählungsergebnisse eingeben. Je­de:r dürfe unangemeldet die Arbeit der Urnen- und Briefwahlvorstände beobachten, schreibt Niedersachsens Landeswahlleiter Markus Steinmetz der taz. „Die Öffentlichkeit ist ein wichtiger Grundsatz demokratischer Wahlen.“ Er wende sich aber gegen das in sozialen Medien verbreitete Narrativ, eine organisierte Wahlbeobachtung sei notwendig, um drohenden Wahlbetrug zu verhindern. „Das ist geeignet, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben.“ Als besonders problematisch bezeichnet er zudem Versuche von Wahlbeobachter:innen, „Druck auf die Mitglieder der Wahlvorstände auszuüben oder diese sogar einzuschüchtern“. Damit sich die Wahl­hel­fe­r:in­nen dagegen wehren können, sei eine von der Bundeswahlleitung erarbeitete Handreichung weitergeleitet worden. Polizei auf Störungen vorbereitet Diese listet zulässige und unzulässige Verhaltensweisen von Wahl­be­ob­ach­te­r:in­nen auf und erklärt Sanktionswege. „Bei nicht abstellbaren Störungen ist die zuständige Stelle bei der Gemeinde zu informieren – und im Bedarfsfall die Polizei hinzuzuziehen.“

via taz: Störungen im Wahllokal Die AfD verwechselt Wahlbeobachtung mit Kontrolle

FCK AfD

Insider: Tiktok entlässt Inhalte-Moderatoren

Meta hatte sich vom Faktencheck in den USA schon Anfang des Jahres verabschiedet. Eine Stellungnahme von Tiktok gab es vorerst nicht Wenige Wochen nach dem Abschied des Konkurrenten Meta von Faktenchecks in den USA fährt Tiktok Insidern zufolge seine Inhalte-Moderation ebenfalls zurück. Im Rahmen einer Restrukturierung würden Stellen in der Abteilung für Vertrauen und Sicherheit abgebaut, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es blieb zunächst unklar, wie viele Jobs davon betroffen sind. Tiktok beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit etwa 40.000 Personen im Geschäftsbereich für Inhalte-Moderation. Die Kurzvideoplattform war für einen Kommentar zu den Stellenstreichungen zunächst nicht zu erreichen. Vor etwa einem Jahr hatte der US-Kongress die Chefs zahlreicher Technologiekonzerne vorgeladen, weil sie aus seiner Sicht den Jugendschutz vernachlässigten. Tiktok-Boss Shou Zi Chew hatte damals betont, sein Unternehmen gebe mehrere Milliarden Dollar für Inhalte-Moderation aus. Im vergangenen Oktober hatte der Konzern bereits etwa 700 Beschäftigte auf die Straße gesetzt und die Überwachung des Onlinenetzwerks verstärkt einer Künstlichen Intelligenz (KI) überlassen.

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#KLEINGEIST – Musk lässt bei X jetzt Links auf Signal-Chats blockieren – #meinungsfreiheit

Statt einer Weiterleitung gibt es eine Fehlermeldung. Als Grund wird vermutet, dass Signal viel von Regierungsmitarbeitern genutzt wird, um über die Aktivitäten von Musks Doge-Abteilung zu informieren. “Meinungsfreiheit” ist ein Begriff, den sowohl Donald Trump als auch sein “First Tech-Bro” Elon Musk gerne vor sich hertragen. In der Praxis manifestiert sich dieser angebliche Grundsatz hingegen oftmals anders: Wirklich wichtig scheint dieses Thema nämlich immer nur dann zu sein, wenn es um die eigene Meinung geht. Ein gutes Beispiel dafür bietet einmal mehr das von Elon Musk kontrollierte X. Wer bei der Social-Media-Plattform Links zu Diskussionsgruppen beim verschlüsselten Messenger Signal postet, muss schnell feststellen, dass das nicht mehr so einfach geht. Sämtliche Links, die die Domain Signal.me verwenden, werden blockiert. Statt der erhofften Weiterleitung gibt es also eine Fehlermeldung. Diese Blockade gilt nicht nur für öffentliche Postings, selbst in privaten Nachrichten funktionieren diese Links nicht mehr. Ein Eintragen eines entsprechenden Verweises in die eigenen Profilinformationen führt wiederum direkt zu einer Fehlermeldung, die Änderung lässt sich also schlicht nicht speichern.

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