Sachsen-Anhalt – AfD-Antrag: Regenbogen­fahnen an Schulen verbieten

In Sachsen-Anhalt stellt die AfD wieder mal einen Antrag gegen die queere Community. Jetzt hat sie es auf die Regenbogenfahne abgesehen, ein angeblich “extremistisches Symbol”. Die AfD-Fraktion ist am Freitag im Landtag von Sachsen-Anhalt mit einem Antrag (PDF) gescheitert, Regenbogen­fahnen von Schulen zu verbannen. Alle anderen Fraktionen, also CDU, Linke, SPD, FDP und Grüne, lehnten den AfD-Vorstoß ab. In dem Antrag behauptete die rechte Fraktion, dass die verhasste Fahne ein “politisches Bekenntnis zur LGBTQ-Bewegung” bedeute und für Heranwachsende “in höchstem Maße schädlich” sei. Angeblich sei das Ziel der queeren Community das “natürliche und traditionelle Familienbild der Mehrheit” zu dekonstruieren. Kurzum: Die AfD macht sich Sorgen, dass junge Menschen beim Anblick der Fahne “die Ehe aus Mann und Frau” nicht mehr als “Vorbild” akzeptieren. AfD-Antragsteller Hans-Thomas Tillschneider erklärte in der Landtagsdebatte, die Regenbogen­fahne sei ein “extremistisches Symbol” und erzeuge “bei den meisten Menschen Abscheu”. Der Lesben-, Schwulen- und Queerpolitische Runde Tisch Sachsen-Anhalt (LSQpRT) reagierte entsetzt auf die Vorgänge im Parlament von Magdeburg: “Dieser Antrag ist nichts weniger als ein Angriff auf die Lebensrealität vieler queerer Schüler­innen, Lehrkräfte und Eltern”, erklärte LSQpRT-Sprecherin Mika Taube. “Die AfD will Schulen zu Orten der Angst machen, an denen queere Jugendliche sich verstecken müssen. Wir dulden keinen Versuch, Toleranz und Vielfalt im Keim zu ersticken – und erwarten von den demokratischen Fraktionen, dass sie das ebenso entschieden zurückweisen.”

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#HASSKRIMINALITÄT – Ermittler: Täter „casteten“ Komplizen – #terror

Die steirische Polizei ermittelt weiter auf Hochtouren in Sachen Hasskriminalität. Zu den mutmaßlichen Tätern gab es am Montag weitere teils haarsträubende Details. So sollen die Verdächtigen mögliche Mittäter gar „gecastet“ haben. 20 Verdächtige wurden bisher nach Razzien festgenommen: Sie sollen ihre Opfer, vorwiegend Männer, in abgelegene Gebiete gelockt, sie dort erniedrigt, gedemütigt und schwer verletzt haben. Mittlerweile ist klar, dass es sich bei den Opfern nicht vorwiegend um homosexuelle Männer gehandelt hat, zwei Drittel von ihnen waren heterosexuell. Die Verdächtigen sollen mögliche Mittäter „gecastet“ haben, sagte Polizeisprecher Markus Lamb. Potenzielle Komplizen mussten sich laut Lamb legitimieren und argumentieren, warum sie „geeignet“ dafür seien mitzumachen. „Es gibt ein arbeitsteiliges Vorgehen der Tatverdächtigen. Es gibt jene, die sich als Gruppenadministratoren ausgeben und genau darüber entscheiden, wer in die Gruppe dazukommen darf und wer nicht. Es gibt Lockvögel, die Bilder zur Verfügung stellen, oft auch junge Damen, es gibt jene, die den Schriftverkehr machen“, sagte Lamb. Dann gebe es noch die maskierten Schlägertrupps, die ihre Opfer auf perfide Weise demütigten. Den Opfern wurden die Haare abrasiert, sie mussten mit den Tätern tanzen oder Verwandte anrufen und „Beichte ablegen“. Menschenhass und Lust an roher Gewalt Es gehe gar nicht immer um die sexuelle Orientierung der Opfer. Vielmehr hätten die Tatverdächtigen tiefer Menschenhass und Lust an roher Gewalt angetrieben, sagte Lamb: „Es gibt ganz unterschiedliche Milieus. Wir haben Tatverdächtige aus dem rechtsextremen Bereich, aber auch Personen aus dem Suchtmittelmilieu und auch Personen, wo man sagen kann, sie stammen aus gutem Haus, also gut situierten Familien.“

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siehe auch: Menschenjäger: Wie eine Neonazi-Bande ihre Opfer in die Falle lockte Neonazi-Banden locken vorrangig schwule Männer in Fallen, verprügeln und demütigen sie. profil hat die neue Hate-Crime-Welle recherchiert: Wer sind die Täter? Welche Motive haben sie? Und was ist über die Opfer bekannt? (…) Der Strafakt zur Causa hat mittlerweile einen Umfang von mehr als 3600 Seiten. Der Name der Arbeitsgruppe, „Venator“, steht im Lateinischen für „Jäger“. Unter der Leitung der steirischen Polizei führten 400 Polizistinnen und Polizisten vergangenen Freitag in den frühen Morgenstunden 26 Hausdurchsuchungen in fast allen Bundesländern durch – sechs in Oberösterreich, fünf in Niederösterreich, vier in Salzburg, zwei in der Steiermark, eine im Burgenland und jeweils drei in Tirol und Wien – sowie in der Slowakei. Eine Woche darauf fanden zwei weitere Hausdurchsuchungen statt. Bei den Razzien fanden sie Waffen und NS-Devotionalien. 20 Personen wurden mittlerweile festgenommen, 17 Männer, drei Frauen, alle zwischen 14 und 26 Jahren alt. Über 13 von ihnen wurde Untersuchungshaft verhängt, weitere Festnahmen sind nicht ausgeschlossen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Beschuldigten stammen überwiegend aus Österreich, unter ihnen befinden sich aber auch ein Slowake – er wartet noch auf die Auslieferung –, ein Rumäne, ein Kroate und ein Deutscher. Gegen die Gruppe wird wegen Körperverletzung, schwerer Körperverletzung, Raub, schwerem Raub und versuchtem Mord ermittelt – alles im Zusammenhang mit einer kriminellen Vereinigung. Die Polizei spricht von einer „hinterhältigen Form der Selbstjustiz“. Die schwersten Taten sollen sich in Salzburg ereignet haben, wo der Verdacht auf einen Mordversuch besteht. Im Pongau wurde ein Mann, der glaubte, eine jüngere Frau zu treffen, hinterrücks brutal niedergeschlagen. Ihm wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, danach soll einer der Beschuldigten mit einem Baseballschläger auf ihn eingeschlagen haben, während ein anderer mit schweren Stiefeln gegen seinen Kopf getreten haben soll. (…) Die Täter verstanden sich dabei als „Pedo-Hunter“, übersetzt so viel wie „Pädophilenjäger“. „Pedo-Hunting“ ist besonders innerhalb neonazistischer Hooligan-Gruppen schon länger ein Thema. In Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden sind in den letzten Jahren immer wieder Fälle öffentlich geworden, in denen unter dem Deckmantel des angeblichen Kinderschutzes schwere Gewaltverbrechen verübt wurden. In Russland und Belarus werden mit gleichlautenden Argumenten und ähnlichen Methoden gezielt Homosexuelle verfolgt. Die Polizei betont mit Nachdruck: Die 17 Betroffenen stehen in keinem Zusammenhang mit Pädokriminalität; SCHOCKIERENDE DETAILS Täter verprügelten Opfer und rasierten ihm den Kopf Neue Details über Hassverbrechen der selbsternannten „Pedo-Hunter“: Kriminelle lockten in Salzburg Männer zu vermeintlichen Sextreffen mit jungen Frauen und schlugen auch mit Baseballschläger zu. (…) Im Pongau wurde ein Mann in einen Park gelockt, wo ihm ein Treffen mit einer jungen Frau in Aussicht gestellt worden war. Dort soll er dann von hinten niedergeschlagen und mit Pfefferspray attackiert worden sein. Die Täter rasierten ihm dann den Kopf kahl, einer prügelte das Opfer mit einem Baseballschläger und einer trat ihm mit seinen Stiefeln gegen den Kopf. Der Mann hat dem Bericht zufolge mehrere Knochenbrüche erlitten; Brutale Übergriffe auf Schwule: Zwei Verdächtige wieder auf freiem Fuß Über die Anfang 20-jährigen Österreicher wurde keine Untersuchungshaft verhängt, da laut Staatsanwaltschaft keine Verabredungs- oder Fluchtgefahr vorliegt. Jene beiden Verdächtigen, die am Freitag im Zuge der Ermittlungen gegen eine Gruppe von Personen wegen Hass-Kriminalität – sie sollen Teil eines Netzwerks junger, militanter Rechtsextremer sein, das schwule Männer zu vermeintlichen romantischen Treffen gelockt und dann gequält, beraubt und erniedrigt hat –festgenommen worden waren, wurden am Sonntag wieder auf freien Fuß gesetzt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Graz auf APA-Anfrage mit. Es bestehe keine Flucht- oder Verabredungsgefahr. Die beiden Österreicher wurden somit nicht in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird u.a. Bildung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Bei mindestens 17 Vorfällen wurden schwule Männer Opfer von brutalen Hassverbrechen, die über Monate von einem österreichweit agierenden Netzwerk begangen worden sein sollen.

Urteil wegen Veruntreuung – Le Pen darf fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten

Stand: 31.03.2025 15:36 Uhr Das Urteil ist ein politischer Paukenschlag in Frankreich: Wegen der Veruntreuung von EU-Geldern darf die rechtsnationale Politikerin Le Pen bei der kommenden Präsidentschaftswahl nicht antreten. In Umfragen lag sie vorne.Die französische Rechtsnationalistin Marine Le Pen ist in einem Betrugsprozess schuldig gesprochen worden und darf dem Urteil zufolge bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2027 nicht antreten. Ein Gericht in Paris urteilte, dass Le Pen für fünf Jahre das passive Wahlrecht entzogen wird. Sie darf damit bis 2030 nicht für ein politisches Amt in Frankreich kandidieren. In dem Prozess ging es um die Veruntreuung von EU-Geldern.Das von der Richterin verhängte Verbot gilt ab sofort. Einzige Chance auf eine Kandidatur Le Pens im Jahr 2027 wäre ein rasches Berufungsurteil, mit dem das Kandidaturverbot wieder gekippt würde. Le Pens Anwalt kündigte bereits Berufung an, Parteisprecher Laurent Jacobelli sagte, Le Pen bleibe weiter “kämpferisch”.Zwei Jahre Haft mit FußfesselDie Richterin Bénédicte de Perthuis begründete das sofortige Amtsverbot mit einem drohenden “Rückfallrisiko”. Sie verwies zudem auf eine “erhebliche Störung der öffentlichen Ordnung, die es bedeuten würde, wenn sich eine in erster Instanz verurteilte Person zur Präsidentschaftswahl stellt”.Zusätzlich zum Entzug des passiven Wahlrechts wurde Le Pen auch zu zwei Jahren Haft mit Fußfessel verurteilt. Zwei weitere Jahre Haft setzte das Strafgericht zur Bewährung aus. Außerdem wurde eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt. (…) Für Le Pens Partei Rassemblement National ist das Ergebnis des Prozesses ein Desaster. Der vorübergehende Verlust des passiven Wahlrechts ist in Frankreich eine gängige Strafe, wenn Politiker wegen Korruption und Untreue verurteilt werden. Dennoch gilt es aufgrund der großen Beliebtheit von Le Pen als heikel – auch moderate Politiker hatten Bedenken angemeldet, da es das Narrativ befeuern könnte, das Urteil sei politisch motiviert, um Le Pen als Präsidentin zu verhindern.Entsprechend fielen die ersten Reaktionen des Rassemblement National aus: “Heute ist es nicht nur Marine Le Pen, die zu Unrecht verurteilt wird: Es ist die französische Demokratie, die hingerichtet wird”, sagte der RN-Vorsitzende Jordan Bardella.Die Generalsekretärin der französischen Grünen EÉLV Marine Tondelier begrüßte dagegen das Urteil: “Wenn man allen anderen eine Lektion in Sachen Vorbildlichkeit erteilt, muss man damit beginnen, diese Lektion bei sich selbst anzuwenden.”

via tagesschau: Urteil wegen Veruntreuung Le Pen darf fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten

siehe auch: Berufsverbot für Le Pen Die Dynastie der Le Pens ist Vergangenheit. Ein Gericht greift in die Präsidentschaftswahl ein – darf es das? Mit dem Urteil endet der Familienbetrieb der Le Pens. Das Erbe tritt ein rechter Macron an: Jordan Bardella. Aus. Vorbei. Sie wird wohl nicht Präsidentin der stolzen Republik Frankreich. Wahrscheinlich geht sie in die Geschichte als die Frau ein, die von einem Gericht an der Erfüllung ihres Traums gehindert wurde. Das Urteil ist ein Schock – vor allem für die Rechte. Umfragen zufolge ist Marine Le Pen die beliebteste Politikerin Frankreichs. Ohne je regiert zu haben, prägt sie das politische System und entscheidet schon jetzt im Parlament darüber, wie lange der Premierminister und seine Minderheitsregierung überleben dürfen. (…) Das Betrugssystem, das Marine Le Pen zum Verhängnis geworden ist, hatte der Vater eingeführt und die Tochter übernommen. Es bestand darin, mit Geldern des Europäischen Parlaments Angestellte der Partei in Paris zu bezahlen. Zu diesem Zweck wurden sie offiziell Assistenten der rechten Abgeordneten, auch wenn sie keinen Fuß auf Brüsseler Boden setzten. So tauchte der Lebensgefährte Marine Le Pens als parlamentarischer Sekretär auf. Besonders absurd war der Einfall, den Leibwächter des Vaters zum Assistenten zu ernennen. Marine Le Pen stritt die besonders grelle Korruption keineswegs ab. Sie argumentierte, die Partei sei wichtiger als das Individuum und deshalb stünden Mitglieder eigentlich im Dienst der Partei, egal wo sie gerade im Parlament säßen. Für die Scheinbeschäftigungen verurteilte sie das Gericht zusätzlich zu vier Jahren Haft, von denen zwei zur Bewährung ausgesetzt sind und die anderen beiden mit elektronischer Fußfessel abgebüßt werden können.

Polizeichats:  „So jetzt mal zu Dir Du Hamburger Schlächter“

Während des G20-Gipfels in Hamburg werden Protestierende von Polizist:innen verletzt. Eine Geschädigte erhält Schmerzensgeld, bei den Ermittlungen tauchen Polizeichats auf. Dort prahlt ein Polizist mit Gewalttaten. Ein Auszug aus „Recht gegen rechts – Report 2025“. Zwei verwaltungsgerichtliche Entscheidungen aus dem Jahr 2024 und ein seit sieben Jahren verschlepptes Ermittlungsverfahren gegen einen gewalttätigen Polizeibeamten aus Süddeutschland werfen ein Schlaglicht auf den Unwillen der Hamburger Justiz, die zahlreichen Vorfälle von Polizeigewalt im Zusammenhang mit den Protesten gegen den G20 -Gipfel im Juli 2017 in Hamburg strafrechtlich zu verfolgen. Dabei zeigt die Justiz durchaus anhaltenden Verfolgungseifer – zumindest solange sich die Ermittlungen und Verurteilungen gegen Demonstrant:innen richten. Erst im September 2024, immerhin sieben Jahre nach den massenhaften Protestaktionen gegen das Gipfeltreffen in der damals von Olaf Scholz (SPD) regierten Hansestadt, wurden im „Rondenbarg-Prozess“ erstinstanzliche Urteile gesprochen. Zwei Demonstrant*innen wurden zu empfindlichen Geldstrafen wegen Landfriedensbruch und Beihilfe zu versuchter Körperverletzung von Polizeibeamten verurteilt. Ganz anders sieht die Gipfel-Bilanz der Hamburger Justiz aus, wenn es um die – belegbaren – Vorwürfe von massiver Polizeigewalt gegen Demonstrierende geht. Daran hatte auch die Vorsitzende Richterin im „Rondenbarg-Prozess“ keinen Zweifel: „Ich bin sicher, dass es unverhältnismäßige Polizeigewalt gegeben hat. Auch im Rondenbarg“, zitiert die Deutsche Presseagentur Richterin Sonja Boddin anlässlich der Urteilsverkündung. (…) Im April 2024 sprach das Verwaltungsgericht Hamburg in einem Vergleichsverfahren zwischen der Hamburger Polizeibehörde und der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Attac einer Aktivistin, die im Rahmen einer gewaltfreien Blockade durch Polizeigewalt unter anderem eine vier Zentimeter lange Platzwunde am Hinterkopf erlitten hatte, ein Schmerzensgeld in Höhe von 800 Euro zu. Zwei weiteren ebenfalls verletzten Attac-Aktivist:innen muss die Polizeibehörde der Hansestadt jeweils 400 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil sie durch den Schlagstockeinsatz so schwer verletzt wurden, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Dem Vergleich vorausgegangen waren sieben Jahre verschleppte Ermittlungen und eine für die Geschädigten zermürbende Hinhaltetaktik von Staatsanwaltschaft und Gerichten. Strafrechtliche Ermittlungen müssen die Täter*innen in Uniform in diesem Fall jedenfalls nicht mehr fürchten. Dies gilt auch für einen zweiten Fall, in dem die Polizeibehörde Hamburg Schmerzensgeld zahlen musste, nachdem es im Juni 2021 vor dem Landgericht Hamburg zu einem Vergleich gekommen war: Die Erzieherin und Flamenco-Tänzerin Lola D. erhielt eine Kompensation in Höhe von insgesamt 4.770 Euro, nachdem ihr ein Polizist bei einem Einsatz am 8. Juli 2017 in Hamburg das Wadenbein gebrochen hatte.

via netzpolitik: Polizeichats:  „So jetzt mal zu Dir Du Hamburger Schlächter“

a photo of a police car
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AfD-Kreisrätin Andrea Zürcher muss sich vor Gericht verantworten – #LockHerUp

Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen wirft der 41-Jährigen Freiheitsberaubung vor. Vor dem Amtsgericht Waldshut-Tiengen muss sich ein „Mitglied des Kreisverbands einer im Deutschen Bundestag vertretenen Partei“ wegen Freiheitsberaubung verantworten. Darüber informiert die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen in einer Mitteilung. Laut bestätigter Informationen, die dem SÜDKURIER vorliegen, handelt es sich bei der Beschuldigten um Andrea Zürcher, die Waldshuter AfD-Kreisrätin und Vorsitzende des AfD-Kreisverbands. Was ist bekannt? Die Staatsanwaltschaft geht näher auf die Anklage ein: „Ausgangspunkt soll der körperliche Angriff zweier gesondert verfolgter und weiterer unbekannter Personen auf einen Angehörigen der Beschuldigten gewesen sein“ (…) „Darauf habe die Beschuldigte den Geschädigten in die Wohnung gezogen, ihn nach dem Hervorholen einer Schreckschusswaffe dazu aufgefordert, die Namen der Angreifer zu nennen, und ihn über einen nicht unerheblichen Zeitraum ohne rechtfertigenden Grund in ihrer Wohnung festgehalten“, so die Staatsanwaltschaft.

via südkurier: AfD-Kreisrätin Andrea Zürcher muss sich vor Gericht verantworten

‘It is about vulnerable guys’: violent far-right groups in Sweden recruit boys as young as 10

Validated by Trump, Musk and the manosphere, far-right extremists pull in boys online and use bodybuilding and fight clubs to further their white supremacist agenda. Driving through western Sweden, through pine forests dotted with elk warning signs, Lars Stiernelöf says he has noticed a worrying new trend among young boys. Since the inauguration of Donald Trump in January, after which the US president’s top adviser and the world’s richest man, Elon Musk, gave two fascist-style salutes, there has been a rise in children using the Nazi salute in schools in Värmland. “They don’t do it as a type of homage to Hitler – they do it because Musk did it,” says the sociologist, who works to counter violent extremism in the county where the Swedish Nazi party was founded 100 years ago. There is, he adds, “a lot of attention around Musk’s salute”, which some boys see as “a bit cool”. While he says that the number of children engaging in this behaviour is small and by no means mainstream, it is evidence of the need for early intervention when it comes to the recruitment of young boys into far-right groups. “It is a ­violent ­message, and it can also be very serious if they’re drawn in. It should definitely be taken seriously.” (…) But in its shadow a multitude of new, smaller, more agile and, to many, more invisible groups have emerged, using racist memes and violent videos to fish for new members on platforms like TikTok before the conversation moves on to other, private platforms. Among the most successful is Aktivklubb Sverige, which acts as an umbrella organisation in Sweden for five smaller groups across the country, including White Boys Stockholm. The homegrown Gym XIV, which focuses on physical training and preparing for violence, has also played a key role in the development of Sweden’s active club movement. Both Aktivklubb and Gym XIV have developed extensive international links across Europe and the US – Aktivklubb is part of the international Active Club network founded in 2020 by the US far-right extremist Robert Rundo. Stiernelöf, who works for Agera Värmland, a group that helps people to leave violent extremism, says one of the most notable changes is how the age of those being pulled in has plummeted. Some of the boys being recruited, he says, are now as young as 10. The other notable change is the profile of the types of people who are attracted. “Ten to 15 years ago, it was about the strong, expressive guys who wanted to be seen,” he says. “Today, it is about young, vulnerable guys who often spend their time online and maybe miss social contact. That is a very big difference.”

via guardian: ‘It is about vulnerable guys’: violent far-right groups in Sweden recruit boys as young as 10

Gab es Vertuschungen? Diese Verbindungen hatte #Zschäpe offenbar zu den Behörden – #nsu #terror

Beate Zschäpe hatte während ihrer NSU-Zeit möglicherweise direkten Kontakt zu den deutschen Behörden. Das legt nun ein Bericht nahe. Beate Zschäpe hat nach Informationen der “Bild”-Zeitung während ihrer viertägigen Flucht im November 2011 insgesamt zwölfmal eine Nummer der Verfassungsschutzabteilung des Thüringer Innenministeriums angerufen. Die Kontakte der NSU-Terroristin zu staatlichen Stellen werfen neue Fragen über mögliche Verbindungen zu Sicherheitsbehörden auf. Laut “Bild” wurden die Anrufe aus geheimen Akten und durch Aussagen mehrerer Insider bestätigt, die mit dem Fall betraut waren. Auch die frühere Vorsitzende des Thüringer NSU-Untersuchungsausschusses, Dorothea Marx (SPD), bestätigte gegenüber der Zeitung: Zschäpe habe “zehnmal oder mehr” beim Verfassungsschutz angerufen. Wer genau am anderen Ende der Leitung war, ist jedoch bis heute unklar. Marx erklärte laut “Bild”, sie könne sich “nicht erinnern”. Bereits vor dem Abtauchen des NSU im Januar 1998 hatte der Thüringer Verfassungsschutz offenbar erwogen, Zschäpe als sogenannte V-Frau anzuwerben (…) Zusätzlich zu den Anrufen werfen auch Ereignisse rund um den 11. November 2011 neue Schatten auf die damalige Aufarbeitung. An diesem Tag, nur eine Woche nach dem Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, wurden im Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln mehrere Akten vernichtet. Der verantwortliche Beamte Axel Minrath, Deckname Lothar Lingen, hatte später eingeräumt, mit dem Schreddern “Schaden zum Nachteil des BfV abwenden” zu wollen. Zwei Informanten berichteten “Bild”, es seien deutlich mehr als die bislang bekannten sieben Akten vernichtet worden. Ein weiterer Vorfall betrifft die Datenanalyse von Zschäpes Mobiltelefonen. Wie die “Bild”-Zeitung aus einem Vernehmungsprotokoll zitiert, soll ein Beamter des Bundeskriminalamts (BKA) versucht haben, die bei der Bundespolizei gesicherten Daten zu löschen – offenbar auf direkte Anweisung aus dem BKA selbst. Die Daten konnten letztlich noch gesichert werden, bis heute ist aber nicht klar, welche Kontakte oder Informationen in den gelöschten Daten enthalten waren. Der zuständige Abteilungsleiter äußerte demnach den Verdacht, dass es einen V-Mann oder einen direkten Kontakt in Zschäpes Umfeld gegeben haben könnte.

via t-online: Gab es Vertuschungen? Diese Verbindungen hatte Zschäpe offenbar zu den Behörden