VERFASSUNGSGERICHT THÜRINGEN – Neuer Verfassungsrichter verbreitete Fake News zu Corona, Klima und Migranten

Bernd Wittig, ein Rechtsanwalt aus Thüringen, wurde auf Vorschlag der AfD zum stellvertretenden Mitglied des Verfassungsgerichtshofs gewählt. Dabei hatte er während der Pandemie auf Facebook Inhalte verbreitet, die als Falschinformationen und rechtsextreme Hetze eingestuft wurden. Was sagt er heute dazu? Bernd Wittig, AfD-naher Anwalt, wurde trotz früherer Facebook-Posts mit Verschwörungstheorien und Hetze zum stellvertretenden Verfassungsrichter in Thüringen gewählt. Er verbreitete 2020/21 Falschinformationen zur Corona-Pandemie, dem Klimawandel und Migration – oft mit rechtsextremen Narrativen und aus Quellen wie PI News. Politikerinnen und Politiker wurden in seinen Posts systematisch diffamiert; Engagement gegen Rechtsextremismus verspottet. SPD kritisiert Wahl Wittigs scharf und sieht Verfassungsfeindlichkeit sowie problematische Nähe zur AfD-Fraktion. Wittig streitet ab, die AfD in rechtlichen Fragen beraten zu haben – trotz dokumentierter Facebook-Verbindungen zu AfD-Akteuren. “Diese Pandemie ist Fake” stand auf einem Flyer, den Bernd Wittig im November 2020 in seinem Facebook-Kanal teilte. In den Monaten zuvor hatte er ähnliche Beiträge gepostet. Darin war die Rede von “Diktatur”, einer “globalen Corona-Machtergreifung” oder einer “zweiten Angstwelle, die mittels Massentest konstruiert” werde. Nach Recherchen von MDR Investigativ verbreitete der Steinacher Rechtsanwalt für Zivil-, Familien- und Strafrecht in den Jahren 2020 und 2021 Inhalte zur Covid-19-Pandemie und den staatlichen Schutzmaßnahmen, die von der Plattform als Falschinformationen markiert, gelöscht und richtig gestellt wurden. Einer dieser Posts stammte im Original von einem bayerischen AfD-Politiker, der dazu geschrieben hatte: “Wie im 3. Reich! Die Diktatur kommt! […] Zeit für mehr Demokratie! Zeit für die AfD!” (…) MDR Investigativ liegen rund zwei Dutzend Screenshots von Wittigs Facebook-Auftritt aus den Jahren 2020 und 2021 vor. Dort finden sich Verschwörungserzählungen zu Corona, Migration und Klimawandel. Zudem wurden in seinem Kanal zahlreiche Politiker und Politikerinnen systematisch verächtlich gemacht. Distanziert sich Bernd Wittig heute von seinen damaligen Wortmeldungen im Internet? Unterstützung für verurteilten Familienrichter Auch mit Blick auf einen wegen Rechtsbeugung verurteilten Weimarer Familienrichter hatte Wittig Beiträge bei Facebook weitergeschickt. Im vergangenen November bestätigte der Bundesgerichtshof eine Bewährungsstrafe für den Familienrichter in letzter Instanz.

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AfD-Politiker in Moskau Ein Festival für Putin

Konzertauftritte des AfD-Abgeordneten Moosdorf in Russland finanzierte der Kreml. Nun war er wieder in Moskau. Offenbar vermittelt er ein Musikfestival – mit Staatschef Putin als Gast? Der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf ist erneut nach Russland gereist und hat dort einen außenpolitischen Berater von Staatschef Wladimir Putin getroffen. Das belegt ein Foto, das t-online vorliegt. Zweck der Reise Anfang März war, ein internationales Chorfestival in Russland zu organisieren – zu dem möglicherweise auch Kremlchef Putin kommen soll. Laut Informationen von t-online soll das Event 2027 stattfinden. Es wird demnach vom russischen Außenministerium und einer staatlichen Stiftung unterstützt. Weder Moosdorf noch der deutsche Veranstalter hinter dem Festival haben das Treffen und die Planungen bislang öffentlich kommuniziert. Kreml finanzierte Konzerte Es ist nicht das erste Mal, dass der Abgeordnete, der derzeit noch den Arbeitskreis Außen der Fraktion leitet, mit engen Russlandkontakten auffällt: Im vergangenen Jahr berichtete t-online zunächst, dass der Berufs-Cellist eine Gastprofessur an der staatlichen Gnessin-Akademie in Moskau angetreten hatte. Dann belegten Recherchen von t-online, dass zwei Konzerte, die er 2023 und 2024 in St. Petersburg gab, über einen Propagandafonds vom Kreml finanziert wurden. Bei Fragen zur Bezahlung verstrickte er sich anschließend in Widersprüche: Moosdorf hatte t-online zunächst schriftlich mitgeteilt und öffentlich verbreitet, ein international übliches Honorar für die Konzerte erhalten zu haben. Später sagte er anderen Medien, er habe extra kein Honorar genommen, da andernfalls eine zu große Nähe zu Putin “herbeifantasiert” werden könne. Millionen-Geschäft mit Festivals Bei seiner aktuellen Reise nach Moskau trat Moosdorf als “Ehrenbotschafter” des deutschen Vereins Interkultur auf. Unter dem Dach dieser Marke veranstaltet der Deutsche Günter Titsch seit mehr als 20 Jahren internationale Chorkonzerte. Seine damit verbundenen Unternehmen setzen laut Schätzungen jährlich Millionen um. /…) Neben Günter Titsch und Moosdorf saß der deutsche Kulturmanager Hans-Joachim Frey mit am runden Tisch in Moskau, an dem die Festspiele besprochen wurden. Er leitete mehr als 15 Jahre den Semperopernball in Dresden und ist für die Ausrichtung des Dresdner Opernballs in Sankt Petersburg bekannt. Er organisierte in Russland auch die Festivals, bei denen Moosdorf auftrat. Dafür nutzte er seine Stiftung Brücke der Künste, deren Kuratorium ein Jugendfreund Putins vorsitzt: der Oligarch Boris Rotenberg. Über die Stiftung liefen damals die staatlichen Zuschüsse. Als Sponsor trat die staatliche Roscongress-Stiftung auf, die Putins Wirtschaftsgipfel in Sankt Petersburg veranstaltet.

via t-online: AfD-Politiker in Moskau Ein Festival für Putin

Thompson sells 500,000 tickets to make Zagreb concert biggest in world history

All tickets for Marko Perković Thompson’s concert at Zagreb’s Hipodrom have officially sold out. On 5th July 2025, more than half a million people will gather for what is set to be the biggest concert in history. This record-breaking event surpasses the previous world record held by Italian rock star Vasco Rossi, who drew 225,173 fans to his concert in Modena in 2017. With over 500,000 tickets sold, Thompson’s performance in Zagreb will be the most attended ticketed concert of all time. The demand for tickets was unprecedented. The first batch of 281,774 tickets sold out on 28th March, making it the largest concert in terms of ticket sales worldwide. When the second batch was released on 2nd April, more than 150,000 tickets were snapped up in just six hours.

via croatiaweek: Thompson sells 500,000 tickets to make Zagreb concert biggest in world history

Officer injured in shooting with ‘known white supremacist gang member’

An officer was briefly hospitalized on Friday morning after getting injured in a shootout with a known white supremacist gang member at a West Haven motel. The shooting happened just before 2 a.m. on Friday, April 4. The Ogden Police Department said officers with the Ogden Metro Gang Task Force were working to apprehend a suspect wanted in connection to an aggravated robbery that took place on April 1. When officers approached the suspect, he allegedly fled on foot. After a brief foot pursuit, the suspect pulled out a gun, prompting a brief exchange of gunfire with two officers. One officer suffered a “significant but non-life-threatening” injury to their lower leg and was taken to the hospital for further care. Ogden Police confirmed they have since been released. Barricaded suspect closed State Street in Midvale early Friday Meanwhile, the suspect, who has not been publicly identified, suffered fatal injuries and was pronounced dead at the hospital. The Ogden Police Department described the suspect as a “known white supremacist gang member with an extensive criminal history.” The Weber County Attorney’s Officer Involved Critical Incident Team has started an independent investigation into the shooting. “As it is still very early in that process, no additional details are available at this time,” Ogden PD Chief Jake Sube said in a press release. “We ask for the public’s patience as investigators work to gather and verify all relevant facts.”

via abc4: Officer injured in shooting with ‘known white supremacist gang member’

Carville: Law firms making deals with Trump will be remembered as ‘collaborators’

Democratic strategist James Carville on Friday compared law firms that signed a deal with President Trump to Nazi regime “collaborators” in Europe. Several firms tied to past investigations of the president have agreed to forgo diversity, equity and inclusion hiring practices in line with Trump’s executive order and donate millions to causes of his choice through legal aid.  “Maybe you need to go in history and see what happened in August of 1944, after Paris was liberated. They didn’t take very kindly to the collaborators,” Carville said in a Friday recording of Politicon. “No, it was not a very pretty sight in the streets of Paris. I’m not saying that these people should be placed in pajamas and have their heads shaved, marched down Pennsylvania Avenue, and spit on. I’m not saying that. But I’m saying that, that did happen,” he added. Carville said law firms found to willingly enter a signed agreement with Trump have betrayed the United States. “These people are a disgrace to the law firms they represent, to the companies that they represent and are supposed to be in self-interest, and they’re a disgrace to the United States and etch their names in the tablet of history for being some of the greatest traitors, appeasers that we’ve seen in the history of our great country,” the longtime Democrat said. On Wednesday, Milbank law firm said it entered an agreement similar to the Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom deal with the Trump administration to resolve concerns.

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RASSISMUS-EKLAT IN BERGEN-BELSEN – Gymnasiasten singen in KZ-Gedenkstätte „Ausländer raus!“

Schüler sorgen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen für einen Eklat. Der Schulleiter reagiert entschlossen. Gymnasiasten aus Bielefeld haben in der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen (Niedersachsen) für einen Rassismus-Eklat gesorgt. Wie die Tageszeitung „Neue Westfälische“ auf ihrem Nachrichtenportal nw.de berichtet, hätten einzelne Jugendliche einer neunten Klasse nach einer Führung auf dem zentralen Platz „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ gesungen – die fremdenfeindlich umgedichtete Version des Gigi-d’Agostino-Hits „L’amour Toujours“. Die Lehrkräfte seien in diesem Moment an einer Ticketkasse beschäftigt gewesen. Aufsichtspersonal der Gedenkstätte habe daraufhin eingegriffen und die Schüler gemaßregelt. Eine Sprecherin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die Trägerin der Einrichtung ist, bestätigte den Vorfall. Dieser habe sich demnach bereits Anfang Juli 2024 ereignet. „Wie in anderen Fällen ist die Gedenkstätte daraufhin mit der Schule in Kontakt gegangen, die offenbar die weiteren Maßnahmen ergriffen hat“, sagte die Sprecherin weiter. Der Schulleiter hat dem Bericht zufolge entschlossen reagiert. Er habe den Vorfall zur Anzeige gebracht und innerschulische Disziplinierungsmaßnahmen angeordnet.

via abendblatt: RASSISMUS-EKLAT IN BERGEN-BELSEN Gymnasiasten singen in KZ-Gedenkstätte „Ausländer raus!“

“Reichsbürger” mit Umsturzplan in Deutschland: Festnahme in Oberösterreich

Im Zusammenhang mit den Umsturzplänen der “Reichsbürger”-Gruppe “Vereinte Patrioten” in Deutschland sind drei weitere Verdächtige festgenommen worden. Offenbar gab es auch eine Festnahme in Österreich. Mehrere Verdächtige wurden in Zusammenhang mit einer „Reichsbürger“-Gruppe in Deutschland festgenommen. Eine Festnahme soll es in Oberösterreich gegeben haben. In Oberösterreich seien zudem Waffen gefunden worden. Im Zusammenhang mit Umsturzplänen der “Reichsbürger”-Gruppe “Vereinte Patrioten” in Deutschland sind drei weitere Verdächtige festgenommen worden, einer davon in Oberösterreich, bestätigte die Staatsanwaltschaft Wels auf Anfrage der APA Freitagnachmittag. Dies sei aufgrund eines europäischen Haftbefehls der deutschen Behörden geschehen. Die Person befinde sich in Auslieferungshaft. Laut deutschen Ermittlern wurden bei den Festnahmen und der Durchsuchung mehrerer Gebäude in Ober- und Unterfranken auch Waffen gefunden. Auch in Oberösterreich gab es eine Hausdurchsuchung, hieß es weiter aus Wels. “Da ein Ermittlungsverfahren einer ausländischen Behörde betroffen ist”, könne die Staatsanwaltschaft Wels aber keine weitere Auskunft geben.

via salzburg24: “Reichsbürger” mit Umsturzplan in Deutschland: Festnahme in Oberösterreich