LKA Hessen ermittelt nach Explosion in Dietzenbach

Nach einer Explosion an der Tür zum Wohnhaus einer Grünen-Politikerin aus dem hessischen Dietzenbach steht der Verdacht eines Anschlags im Raum. Das Landeskriminalamt äußert sich noch vorsichtig, die Partei ist empört. Nach einer Explosion vor der Haustür der Grünen-Stadtverordneten Edeltraud Chawla in Dietzenbach im Landkreis Offenbach hat die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA) die Ermittlungen übernommen. (…) Die Landtagsfraktion und der Landesverband der Grünen in Wiesbaden halten den Verdacht, dass hinter der Tat ein politisches Motiv steckt, für überzeugend und sprechen in einer gemeinsamen Stellungnahme von einem Angriff:  Sie „verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste und stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Person“, heißt es darin. Gewalt gegen gewählte Mandatsträger sei auch ein Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass sie ihre Arbeit ohne Angst vor Übergriffen leisten können“, lautet der Appell aus Wiesbaden. Ähnlich äußert sich der Bürgermeister der Stadt Dietzenbach, Dieter Lang (SPD). „Derartig aggressives und gewaltorientiertes Verhalten gegenüber politisch engagierten Menschen ist in keinster Weise zu tolerieren.“ Der Rechtsstaat müsse in solchen Fällen konsequent und mit voller Härte reagieren.

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siehe auch: Haustür durch Explosion beschädigt – Staatsschutz ermittelt. Nachts reißt ein lauter Knall Anwohner in Dietzenbach aus dem Schlaf. Nun prüft die Polizei Hinweise auf eine flüchtige Person und ein weißes Fahrzeug. Ein politisches Motiv ist nicht ausgeschlossen. In der Nacht hat eine Explosion vor dem Wohnhaus einer Kommunalpolitikerin in Dietzenbach (Landkreis Offenbach) eine Haustür stark beschädigt und Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Es handele sich um das Wohnhaus einer lokalen Grünen-Politikerin, teilte der Ortsverband Dietzenbach auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk hierüber berichtet.  Ersten Angaben zufolge schließt die Polizei auch ein politisches Motiv nicht aus. Deshalb habe automatisch der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Einsatzkräfte entdeckten den Angaben zufolge Schmauchspuren an der Tür, die auf eine Detonation hinweisen. Ob das Türblatt durch einen größeren Böller oder einen anderen Sprengkörper beschädigt wurde, war zunächst unklar. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Tausend Euro.

Wegen »Stadtbild«-Äußerung – Grüne verlangen Entschuldigung von Merz

Die Aussage von Friedrich Merz, Migration sei ein »Problem im Stadtbild« hat zu deutlicher Kritik geführt. Nun haben mehrere Grünenpolitiker einen offenen Brief an den Bundeskanzler adressiert, seine Haltung sei »unwürdig«. In einem offenen Brief  haben mehrere Dutzend Politikerinnen und Politiker der Grünen eine umstrittene Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Migration scharf verurteilt. »Ihre Aussage ist rassistisch, diskriminierend, verletzend und unanständig«, hieß es in dem Schreiben. Sie stehe für eine Sprache der Ausgrenzung und führe zur Gewalt. »Diese Haltung ist eines Bundeskanzlers unwürdig.« Zu den Unterzeichnern zählen rund 50 Amts- und Mandatsträger der Partei aus Bund und Ländern, die nach eigenen Angaben Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben. In dem Schreiben erklärten sie, dass sie sich als »Schwarze Menschen und People of Color, als Politikerinnen von Bündnis 90/Die Grünen und nicht zuletzt als Bürgerinnen dieses Landes« an den Kanzler wendeten. Sie fordern eine öffentliche Entschuldigung, insbesondere gegenüber allen, die täglich von Rassismus und Ausgrenzung betroffen sind. »Sie sind in erster, zweiter, dritter Generation hier, trotzdem sprechen Sie ihnen ihr Deutschsein und ihre Zugehörigkeit zu Deutschland ab – allein aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder ihres Namens. Statt sich klar für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu positionieren, nähern Sie sich sprachlich dem Rechtsextremismus an und befeuern diesen damit«, hieß es weiter. Der Kanzler war bei einem Termin in Potsdam am Dienstag von einem Reporter auf das Erstarken der AfD angesprochen worden. Er sagte daraufhin unter anderem, dass man nun frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik korrigiere und Fortschritte mache. »Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen«, sagte Merz.

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siehe auch: Integrationsbeauftragte kritisiert Merz für “Stadtbild”-Äußerung Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat Aussagen des Kanzlers über Migranten zurückgewiesen. Die Grünen warfen Merz Rassismus vor, Dobrindt verteidigte ihn. Nach der umstrittenen Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Migranten im Stadtbild hat die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), vor einer spaltenden Rhetorik gewarnt. “Migration darf nicht durch verkürzte oder populistische Schnellschüsse stigmatisiert werden – das spaltet die Gesellschaft noch mehr und hilft am Ende den Falschen, statt Lösungen zu fördern”, sagte Pawlik. Merz hatte am Dienstag bei einem Pressetermin in Potsdam über die Migrationspolitik seiner Regierung gesprochen. Man korrigiere frühere Versäumnisse und habe etwa die entsprechenden Zahlen im August 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent reduziert, sagte er und ergänzte: “Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.” Pawlik sagte nun, Deutschland und seine Innenstädte seien vielfältig, und “das ist auch gut so”. In Deutschland lebten 21 Millionen Menschen mit einer familiären Einwanderungsgeschichte. Der Umgang mit Herkünften sei gelebter Alltag, Vielfalt “Normalität und eine Stärke unserer Gesellschaft. Wir leben Integration, und wir brauchen Zuwanderung”. Der Großteil der Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten gekommen seien, sei gut integriert und habe eine hohe Identifikation mit Deutschland. “Wir sollten aufpassen, dass wir das nicht zerstören”, sagte die Staatsministerin; Kritik an Aussage von Merz Es rumort gewaltig rund ums “Stadtbild”. Es gab schon viel Kritik an der Formulierung des Kanzlers rund um Migration und “Stadtbild”. Nun kommt sie auch aus der SPD – wenn auch in milderem Ton als von Grünen oder Linken. Innenminister Dobrindt nennt die Vorwürfe gegen Merz “Unsinn”.Ein Satz hängt Bundeskanzler Friedrich Merz seit Tagen nach. Gefallen ist er bei einem Termin am Dienstag und er drehte sich im Kern um Migration und deren Einfluss auf das “Stadtbild”. Die Kritik an Merz’ Aussage reißt nach wie vor nicht ab und kommt inzwischen auch aus den Reihen des Koalitionspartners SPD.So erscheint in der Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Gastbeitrag von Natalie Pawlik, SPD-Politikerin und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Darin schreibt sie, Debatten um die Themen Migration und Integration gebe es bereits seit Jahrzehnten, doch sie drohten, die Gesellschaft zunehmend zu spalten.”Sehr, sehr, sehr verknappt”Pawlik mahnt, sie halte “grundsätzlich nichts davon, reflexhaft politische Debatten zu bedienen”. Gerade die Themen Migration und Integration seien “viel zu komplex, um sie auf Schlagzeilen- und Stammtischniveau zu führen”. Und sie fordert: “Mehr Ehrlichkeit, Differenzierung und Verantwortungsbewusstsein für unsere Worte, unser Handeln und dabei immer eine klare Leitlinie: kein Rassismus, keine Ressentiments, keine Pauschalaussagen, keine abwertenden Schnellschüsse aus politisch effektheischenden Gründen.”Auch vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer – ebenfalls SPD – kommen kritische Töne, wenn auch sehr zurückhaltend. Er bezeichnete Merz’ Aussage als “sehr, sehr, sehr verknappt” und betonte, zu einem “attraktiven Stadtbild” gehöre, “dass wir ein buntes Stadtbild haben”.

AfD-Mann beleidigt krebskranke Linken-Abgeordnete in Bezirksversammlung

Ein Zwischenruf empört die Abgeordneten der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Dort soll ein AfD-Abgeordneter am Donnerstagabend eine an Krebs erkrankte Abgeordnete der Linken attackiert und ihr indirekt den Tod gewünscht haben. Zu dem Vorfall kam es während einer Rede der Linken-Abgeordneten Theresa Jakob, wie mehrere Augenzeugen dem NDR bestätigten. Demnach soll der AfD-Politiker Norbert Jordan zu seiner Ehefrau und zur Chefin der AfD-Fraktion gesagt haben: “Der Krebs wird es richten.” Mehrere Abgeordnete der Linken hörten diesen Satz. Auch ein in der Nähe stehender Sicherheitsmann bestätigte, dass er gefallen ist. Daraufhin kam sofort der Ältestenrat zusammen – Norbert Jordan erhielt eine Rüge. Zuerst berichtete das “Hamburger Abendblatt” über den Vorfall.

via ndr: AfD-Mann beleidigt krebskranke Linken-Abgeordnete in Bezirksversammlung

Gut 200 Waffen gehortet: Rechtsextreme in England verurteilt – #terror

Sie horteten Waffen und versuchten, eine halbautomatische Pistole mit einem 3D-Drucker herzustellen: In Grossbritannien sind drei rechtsextreme Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. er Sheffield Crown Court sah es als erwiesen an, dass die Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren Angriffe auf Moscheen und Synagogen geplant hatten. Im echten Leben getroffen haben sie sich den Angaben zufolge nie. Die Nachrichtenagentur PA meldete aus dem Gerichtssaal, die Männer, die sich online verabredeten, hätten die Nationalsozialisten verehrt. Laut Anklage hatte das Trio mehr als 200 Waffen angesammelt. Der Mann, der dem Urteil zufolge die meisten Teile für die Schusswaffe im 3D-Drucker hergestellt hat, muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Die anderen beiden erhielten Freiheitsstrafen über acht und elf Jahre.

via bluewin: Gut 200 Waffen gehortet: Rechtsextreme in England verurteilt

siehe auch: Royaume-Uni : trois néonazis britanniques qui projetaient des attaques lourdement condamnés Selon l’accusation, ils « préparaient des actes de terrorisme violents contre des synagogues, des mosquées et un centre d’éducation islamique ». Brogan Stewart, Christopher Ringrose et Marco Pitzettu ont été reconnus coupables par la justice britannique. Counter Terrorism Policing North East. Réagir Enregistrer Partager Trois Britanniques admirateurs de Hitler et adeptes de l’idéologie nazie ont été condamnés vendredi à des peines de 8 à 11 ans de prison pour avoir planifié des « attaques terroristes ». Christopher Ringrose, 34 ans, Marco Pitzettu, 25 ans, et Brogan Stewart, 25 ans, qui ne s’étaient jamais rencontrés physiquement avant de se retrouver dans le box des accusés, avaient été reconnus coupables en mai dernier par la Cour criminelle de Sheffield, dans le nord du pays. Ils ont été condamnés vendredi respectivement à 10, 8 et 11 ans de prison. Plus de 200 armes, dont des machettes et des arbalètes Au moment de leur arrestation en février 2024, ils étaient soupçonnés de préparer une attaque contre un centre d’éducation islamique à Leeds, a rappelé la juge vendredi. Selon l’accusation, ils « préparaient des actes de terrorisme violents contre des synagogues, des mosquées et un centre d’éducation islamique ». Ils avaient été arrêtés à la suite de l’infiltration par des agents de police d’un forum d’extrême droite sur la messagerie Telegram où ils discutaient de leurs projets. Au total, les trois hommes avaient réuni plus de 200 armes, dont des machettes, des épées, des arbalètes et un pistolet paralysant. Dans leurs échanges en ligne, ils multipliaient les messages d’admiration pour Hitler, de glorification des assassinats de masse contre les personnes noires ou musulmanes et autres propos racistes, antisémites et homophobes. Lors de leur procès, les accusés avaient affirmé qu’il ne s’agissait que de fantasmes et qu’ils n’avaient pas l’intention de mettre leurs menaces à exécution; Terror case throws spotlight on neo-nazi British Movement The conviction of Brogan Stewart, a Wakefield-based neo-nazi sentenced today to 11 years for plotting terrorist attacks on mosques and synagogues, throws a spotlight on the activities of British Movement, one of the UK’s most longstanding and notorious neo-nazi outfits. American terrorist Stewart, 25, was the self-styled “Fuhrer” of Einsatz 14 (Mission 14) an online extremist cell that amassed over 200 weapons, including crossbows, swords, and components of a 3D-printed firearm. 14 refers to the ’14 words’ a slogan coined by the American nazi terrorist David Lane, founder of The Order: “We must secure the existence of our people and a future for white children”. A picture Stewart took of himself With his accomplices Christopher Ringrose and Marco Pitzettu, Stewart planned to attack an Islamic education centre in Leeds, with prosecutors describing the trio as “followers of an extreme right-wing Nazi ideology” who glorified mass murderers and espoused racial purity. They also planned to attack synagogues. Hope not Hate has reported that in December 2023, he received a BM membership form and propaganda pack. Paramilitary style “Their office is about 10 minutes drive from where I live. It’s almost uncanny,” he wrote in a neo-Nazi Telegram group, where he later posted images of BM leaflets and expressed his intention to join the organisation. His engagement with BM deepened in early 2024. Stewart joined the group’s encrypted chat channel and discussed forming a paramilitary-style “unit to provide security for NSM [National Socialist Movement] events” with fellow BM member Kyle Crosby, also based in Wakefield. When Counter-terrorism police raided Stewart’s home, they found a British Movement poster displayed on his bedroom wall. Stewart’s bedroom, with British Movement flyer displayed beneath a nazi flag Stewart’s connections to organised neo-nazism didn’t end there. In February 2024, he attended a meeting of the National Support Detachment (NSD), the early incarnation of Alek Yerbury’s National Rebirth Party; “Hitler Did More For His People Than Any Politician.” Neo-Nazi Cell Sentenced To 29 Years By Dorset Eye 17th October 2025 0 44 Neo-Nazi Terror Cell Who Plotted Attacks on Mosques and Synagogues Jailed for 29 Years Three neo-Nazis who stockpiled a cache of over 200 weapons and plotted terrorist attacks against mosques and synagogues have been jailed for a total of 29 years. Brogan Stewart, 25, was sentenced to 11 years in prison, Christopher Ringrose, 34, to 10 years, and Marco Pitzettu, 25, to eight years by a judge at Sheffield Crown Court on Friday. The trio were found guilty in May of preparing acts of terrorism and possessing information useful for terrorism. The court heard how the group amassed an arsenal including body armour, crossbows, swords, machetes, axes, and hunting knives. They had also advanced to manufacturing firearms, with an almost completed 3D-printed FGC-9 Mk II assault rifle discovered in Ringrose’s loft. Prosecutors stated that while the weapon was missing its barrel and firing pin, the men were actively sourcing the parts. Had they succeeded, the gun could “have been used for devastating consequences.” From ‘Preppers’ to Race War Plotters The men initially shared an interest in bushcraft and online videos of “preppers”—people who stockpile supplies for a potential disaster. However, prosecutors revealed this was a facade for their true intent: preparing for a race war. They used online communities to recruit a like-minded inner circle, progressing to neo-Nazi chat groups before establishing their own private encrypted group. This group, which they named “Einsatz 14,” was infiltrated by an undercover police officer on 5 January last year. In messages on the Telegram app, the self-appointed leader, Stewart, of Tingley, West Yorkshire, expressed his disillusionment with far-right groups that only “sit around and talk,” stating, “I want to get my own group together because action speaks louder than words.” He appointed Ringrose, of Cannock, Staffordshire, and Pitzettu, of Mickleover, Derbyshire, as “armourers.” The group discussed acquiring a uniform and identified potential targets, specifically mosques and synagogues. Chilling Plans for “Human Targets” The extent of their planning was laid bare in a group call on 5 February last year. They spoke of plans to “cruise around” looking for “human targets” near an Islamic education centre, then return to “mine for tea and medals and a debrief.”

11.250 Euro Geldstrafe AfD-Poli­tiker für mon­tierten Hit­ler­gruß ver­ur­teilt

17.10.2025 Bystrons Verteidiger legte in der Verhandlung Hitlergruß-Abbildungen vor, die keine Strafe nach sich zogen. Foto: picture alliance/dpa | Peter Kneffel AfD-Politiker Petr Bystron wird wegen Verwendung von NS-Kennzeichen verurteilt. Er hatte eine Montage von Angela Merkel und Bettina Wulff mit durchgestrecktem Arm gepostet. Die Rechtsprechung kennt bei solchen Provokationen wenig Gnade. Wegen der Verbreitung einer Fotomontage in sozialen Medien hat das Amtsgericht (AG) München den AfD-Politiker Petr Bystron zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Europaabgeordnete muss 90 Tagessätze zu je 125 Euro, also insgesamt 11.250 Euro, zahlen. Die Montage stellt nach Auffassung des Gerichts einen Hitlergruß dar, verurteilt wurde Bystron daher wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gemäß §§ 86, 86a Strafgesetzbuch (StGB).  Danach ist das Verbreiten von NS-Symbolen, -Gesten und -Parolen strikt tabu. Es steht nicht nur unter Strafe, eine solche Geste eigenhändig durchzuführen; auch das Weiterverbreiten eines Abbildes der Geste ist verboten. Ausnahmen von der Strafbarkeit gelten nur in begrenzten Fällen wie der staatsbürgerlichen Aufklärung, für die Presse oder bei erkennbar satirischer Verwendung. Dies wenden die Strafgerichte aber eng an. Verbreitet hatte Bystron die Montage 2022 auf seinem Twitter-Konto. Zu sehen waren auf unter anderem Ex-Kanzlerin Angela Merkel und Bettina Wulff, die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten, mit erhobenem Arm und ausgestreckter Hand. Die entscheidende Richterin hielt es für erwiesen, dass Bystron mit der Darstellung den Hitlergruß verbreitet habe, “insbesondere durch die Zusammensetzung der Fotos”, so die Richterin am Freitag zur Begründung. (…) Derlei Reproduktion von NS-Symbolen kann unter die in § 86 Abs. 4 StGB genannten Ausnahmen für staatsbürgerliche Aufklärung, Kunst, Wissenschaft oder Presseberichterstattung fallen. Zudem nimmt die Rechtsprechung einen ungeschriebenen Tatbestandsausschluss für Fälle an, in denen der Schutzzweck der Vorschrift nicht berührt ist, weil durch die Äußerung oder Geste kein Widererstarken der NS-Symbolik droht.  Alle diese Ausnahmen werden jedoch restriktiv gehandhabt. Wer nicht Presse ist oder sich einer anerkannten Kunstform bedient – wie etwa bei den Mottowagen auf dem Karnevalsumzug –, läuft Gefahr, sich strafbar zu machen. Dass der Äußernde nur provozieren oder Kritik an Regierungshandeln üben will, reicht allein nicht für einen Ausschluss der Strafbarkeit. Die Äußerung selbst muss eindeutig eine ablehnende Haltung zur NS-Ideologie erkennen lassen. (…) Mit dem Urteil blieb das Gericht etwas hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück. Diese hatte eine Geldstrafe von 110 Tagessätzen gefordert, damit wäre die Vorstrafe im Führungszeugnis aufgetaucht. Mit 90 Tagessätzen blieb das Gericht genau unter der Schwelle, die dafür erreicht werden müsste

via lto: 11.250 Euro Geldstrafe AfD-Poli­tiker für mon­tierten Hit­ler­gruß ver­ur­teilt

siehe auch: Gericht verurteilt AfD-Politiker Bystron wegen Hitlergruß-Montage Der AfD-Politiker Petr Bystron hat eine Fotomontage geteilt, auf der unter anderem Angela Merkel den Hitlergruß zeigt. Dafür muss er mehr als 11.000 Euro Strafe zahlen. Wegen der Verbreitung einer Fotomontage in sozialen Medien ist der AfD-Politiker Petr Bystron zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht München sah es als erwiesen an, dass Bystron mit der Fotomontage den verbotenen Hitlergruß verwendet hat. Deshalb muss Bystron wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen 90 Tagessätze in Höhe von 125 Euro zahlen, also insgesamt 11.250 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (…) Der AfD-Politiker erschien nicht zur Verhandlung, sondern ließ sich durch seinen Verteidiger Peter Solloch vertreten. Dieser sprach von einem Verfahren mit “politischem Hintergrund”, bei dem es immer mehr auf die Person ankomme, die den rechten Arm ausstrecke, als auf die Geste selbst.

Anklage gegen Frau und Mann aus der „Reichsbürger“-Szene

Sich für einen verbotenen Verein weiter zu betätigen, ist in Deutschland strafbar. Eine Frau und ein Mann aus der „Reichsbürger“-Szene sollen deswegen jetzt vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei Personen aus der „Reichsbürger“-Szene erhoben. Sie wirft der 63-jährigen Frau und dem 59-jährigen Mann vor, sich nach dem rechtskräftigen Verbot der Vereinigung „Geeinte deutsche Völker und Stämme“ weiter für die Gruppierung betätigt zu haben.  Für einen verbotenen Verein weiter aktiv zu sein, ist laut Gesetz strafbar. Die Anklage laute auf Verstoß gegen das Vereinigungsverbot, teilte die Staatsanwaltschaft mit. (…) Die 63-Jährige hatte laut Staatsanwaltschaft eine führende Rolle bei den „Geeinten deutschen Völkern und Stämmen“ innen. Nach dem Verbot habe sie „über einen nicht unerheblichen“ Zeitraum weitergemacht. Der 59 Jahre alte Mann soll sich weiter als aktives Mitglied betätigt haben. „Die Beschuldigte soll dabei in führender Rolle an der Umsetzung der Ziele der verbotenen Vereinigung mitgewirkt haben, um unter Negierung der Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder ein eigenes staatliches System mit eigener Verwaltung und Gerichtsbarkeit zu errichten“, so die Staatsanwaltschaft. Beschuldigte sind vorbestraft Sowohl die Frau als auch der Mann seien vorbestraft

via volksstimme: Anklage gegen Frau und Mann aus der „Reichsbürger“-Szene

“Transgenderismus gehört ausgerottet”: Julian Adrat auf AfD-Landesliste gewählt

Julian B. Adrat ist wegen seiner Queerfeindlichkeit bereits in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Nun will ihn die AfD ins Berliner Abgeordnetenhaus schicken. Dieser Podcast ist nach wie vor auf Plattformen erhältlich (Bild: Screenshot Amazon Music) Heute, 15:56h 2 Min. Die Berliner AfD hat bei ihrem Landesparteitag am vergangenen Wochenende im brandenburgischen Jüterbog ihre Landesliste für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 gewählt. Dabei schaffte es der queerfeindliche Podcaster Julian B. Adrat auf Listenplatz 15 – der 35-Jährige hat damit Chancen, ins nächste Berliner Parlament einzuziehen. Adrat sorgte 2023 für Schlagzeilen, als er in seinem Podcast Ausrottungsfantasien gegen trans Menschen äußerte (queer.de berichtete). Damals sagte er: “Transgenderismus gehört ausgerottet. Wie der Kommunismus. Wie der Nationalsozialismus. Mit Haut und Haar.” Deswegen wurde er 2024 zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt (queer.de berichtete). Er erklärte damals, gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen zu wollen. Noch heute gehört Queerfeindlichkeit in Adrats öffentlichen Äußerungen zum Markenkern. In diesem Jahr schrieb er etwa auf der Plattform X: “Der Regenbogen ist eine bösartige Ersatzreligion von Menschen, die nicht nur Moral, sondern jeden Funken gesunden Menschenverstand erstickt haben.” Außerdem macht er insbesondere gegen Ausländer*innen Stimmung, engagiert sich als Corona-Leugner oder beschwert sich über zu hohe Brotpreise. Auf Instagram zeigt er sich auf seinem Titelfoto, wie er die Berliner AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch umarmt. Von Storch gehört zu den aggressivsten queerfeindlichen Kräften innerhalb der rechtsextremen Fraktion (queer.de berichtete).

via queer: “Transgenderismus gehört ausgerottet”: Julian Adrat auf AfD-Landesliste gewählt

hands joined against progress pride flag
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