“Reichsbürger” wegen Mordplänen festgenommen – #terror

Die Bundesanwaltschaft hat in Dortmund einen mutmaßlichen Rechtsextremisten aus der “Reichsbürger”-Szene festnehmen lassen. Er soll versucht haben, Mordanschläge auf Politiker zu organisieren. (…) Auf der Webseite im Darknet, die auf Deutsch übersetzt in etwa “Politiker-Ermordung” hieß und nach Angaben aus Ermittlungskreisen inzwischen durch das Bundeskriminalamt abgeschaltet worden ist, soll der Beschuldigte seinen Plan erläutert haben: Zunächst sollten Gleichgesinnte ebenfalls über das Darknet Geld spenden. Mit diesem Geld sollten dann Attentäter bezahlt werden, die dann die entsprechenden Mord-Anschlägen auf missliebige Politiker durchführen sollten. Hintergrund dieser Aufforderung soll eine demokratiefeindliche Ideologie des Mannes sein, der dem rechtsextremistischen Teil der “Reichsbürger”-Szene zugerechnet wird. Der Mann war den Sicherheitsbehörden seit 2020 bekannt, weil er durch Widerstandshandlungen bei Corona-Protesten aufgefallen war.Das Ermittlungsverfahren im aktuellen Fall hat Generalbundesanwalt Jens Rommel an sich gezogen – und zwar, weil er in diesem Plan eine strafbare Terrorismus-Finanzierung sieht

via tagesschau: “Reichsbürger” wegen Mordplänen festgenommen

siehe auch: “Reichsbürger” in Dortmund wegen Mordplänen an Politikern festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hat in Dortmund einen Mann festnehmen lassen, der zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben soll. Der Verdächtige soll jahrelang Teil der Neonazi-Szene gewesen sein und auch der Reichsbürger-Szene nahestehen. Die Festnahme erfolgte den Angaben zufolge bereits am Montagabend. Laut Haftbefehl soll der 49-Jährige Martin S. mindestens seit Juni 2025 im Darknet zu Anschlägen auf Politiker, Amtsträger und Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland aufgerufen haben. Hierzu soll er anonym eine Plattform betrieben haben, auf der er zum Beispiel Namenslisten seiner Gegner veröffentlicht haben soll. Laut WDR-Informationen soll der Verdächtige über viele Jahre der Dortmunder Neonazi-Szene angehört haben und hatte auch an rechtsextremistischen Demos teilgenommen. Martin S. besitzt laut Bundesanwaltschaft sowohl die deutsche, als auch die polnische Staatsangehörigkeit. Er ist Software-Entwickler und lebt mit seiner Familie in Dortmund. Das Motiv soll eine demokratiefeindliche Ideologie des Mannes sein. (…) Die Webseite, die auf Deutsch übersetzt in etwa “Politikerermordung” hieß, wurde nach Angaben aus Ermittlungskreisen inzwischen durch das Bundeskriminalamt abgeschaltet. Auch von ihm selbst ausgesprochene “Todesurteile” und Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen soll er auf der Seite veröffentlicht haben; Rechtsextremist in Dortmund festgenommen – Auf seiner Todesliste standen Merkel, Scholz, Baerbock und Lauterbach Ein Verschwörungsanhänger soll im Darknet nach »Investoren« für Attentate auf mehr als 20 Politiker und Prominente gesucht haben. Ermittler fanden bei ihm »Strafakten« und »Todesurteile«. Wer ist der Terrorverdächtige? (…) Unten, auf dem Gehweg, liegen Metallreste, sie sehen aus wie eine verkohlte, zertretene Dose. Der Nachbar vermutet, dass all diese Spuren von einer Blendgranate stammen, die zum Einsatz kam, als Beamte der Spezialeinheit GSG 9 die Wohnungstür von Martin S. aufbrachen und den 49-jährigen Softwareentwickler festnahmen. S. habe hier seit 2018 gewohnt, sagt eine Nachbarin. Offenbar mit einer Frau und zwei Kindern – oben, in der Nähe des Rußflecks, sitzt ein Stofftier hinter dem Fenster. Viel Kontakt hätten sie nicht gehabt, sagt die Frau aus der Nachbarschaft noch, S. sei »ein bisschen ausländerfeindlich« gewesen. Dass S. ein »bisschen ausländerfeindlich« war, dürfte nach Stand der Ermittlungen untertrieben sein: Der Generalbundesanwalt beschuldigt den Rechtsextremisten und bekennenden Antisemiten, über die Darknet-Plattform »Assassination Politics« zur Tötung von Politikern, Amtsträgern und Personen des öffentlichen Lebens aufgerufen zu haben. Finanziert werden sollten die Attentate demnach mithilfe von Spenden in Form von Kryptowährungen – eine Art »Crowdfunding« für politische Morde. Auf der Liste der mehr als 20 potenziellen Zielpersonen, die gegen Kopfgeld getötet werden sollten, befanden sich nach SPIEGEL-Informationen die früheren Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Angela Merkel (CDU) sowie der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Ex-Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Der Hass, so legen es Einträge in sozialen Medien nahe, bezog sich unter anderem auf die Coronapolitik der Bundesregierung in der Pandemie. Dabei soll S. sich, so heißt es, im Widerstand gewähnt und Bezüge in die Reichsbürgerszene entwickelt haben. Gleichzeitig pflegte der Softwareentwickler nach SPIEGEL-Recherchen jahrelang Kontakte ins rechtsextreme Milieu. Wie tief S. dort verankert war, davon zeugen Fotos, die ihn bei Demonstrationen teils militanter Neonazigruppen zeigen. Etwa im Oktober 2021, als S. mit einer Kerze in der Hand an einem Gedenkmarsch für den toten Neonazi Siegfried Borchardt, Szenename »SS-Siggi«, in Dortmund teilnahm. Bei der Veranstaltung im Ruhrgebiet fällt S. auf, weil er normal gekleidet ist, ein Sakko trägt. Da spaziert, so wirkt es auf den ersten Blick, ein Normalbürger unter Rechtsextremisten. (…) Der Begriff »Assassination Politics« geht augenscheinlich auf einen gleichnamigen Essay eines radikalen US-Antiregierungsaktivisten aus den Neunzigerjahren zurück. Jim Bell schlug darin einen hypothetischen Marktplatz im Internet vor, auf dem anonym Morde finanziell unterstützt werden könnten. Ziel sollten etwa vermeintlich korrupte Regierungsbeamte sein. Auf die Spur von Martin S. kamen die Ermittler durch Hinweise des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Mann beleidigt Kind rassistisch und schlägt Mutter

Ein Mann soll in Berlin ein Kind rassistisch beleidigt haben. Als die Mutter einschreitet, soll er diese attackiert haben. Der Staatsschutz ermittelt. Ein Mann soll in Berlin-Rummelsburg ein Mädchen aufgrund seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt und der Mutter des Kindes mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Die 32 Jahre alte Frau trug bei der Attacke am Montagnachmittag an einem Spielplatz in der Sophienstraße ein Hämatom am rechten Ohr davon, wie die Polizei mitteilte (…) Laut Aussagen der Geschädigten und weiterer Zeugen soll der Mann das zehn Jahre alte Mädchen zunächst beleidigt haben, als das Kind und seine Mutter an dem Spielplatz vorbeiliefen. Die Mutter forderte ihn auf, dies zu unterlassen, woraufhin er zugeschlagen haben und geflohen sein soll

via stern: Mann beleidigt Kind rassistisch und schlägt Mutter

Bahn wirbt am Bahnhof Bützow mit Zusatzschild für Toleranz

“Bunt sind wir stärker”: Die Deutsche Bahn hat über dem Städtenamen auf dem Bahnsteig am Bahnhof Bützow ein Zusatzschild angebracht. Hintergrund ist ein Streit um AfD-Flaggen auf dem Dach des Gebäudes, das in Privatbesitz ist. Mit einem neuen Schild am Bahnsteig des Bützower Bahnhofes (Landkreis Rostock) will die Deutsche Bahn ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Respekt setzen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Am Bahnhof wurde das Zusatzschild über dem Stadtnamen mit dem Schriftzug “Bunt sind wir stärker” bereits angebracht. Hintergrund sind AfD- und Deutschlandflaggen, die seit Monaten auf dem Dach des Gebäudes wehen und für Spannungen sorgen. Das Bahnhofsgebäude befindet sich seit mehreren Jahren in Privatbesitz.

via ndr: Bahn wirbt am Bahnhof Bützow mit Zusatzschild für Toleranz

AfD vs. AAS Wer Demokratie verteidigt, wird zum Ziel

Am Mittwochabend will die rechtsextreme AfD im Bundestag die staatliche Finanzierung der Amadeu Antonio Stiftung beenden. Dabei geht es der AfD nicht um Neutralität, sondern um Macht. Der Antrag ist Teil einer Strategie, kritische Stimmen zu diskreditieren. Am 12. November, will die rechtsextreme AfD einen Antrag im Deutschen Bundestag einbringen, mit dem sie fordert, die staatliche Finanzierung der Amadeu Antonio Stiftung zu beenden. Nach einer rund 30-minütigen Debatte soll der Antrag in die Ausschüsse überwiesen werden. Die Reaktionen der demokratischen Parteien werden zu einem Gradmesser für die Stabilität der Brandmauer gegen Rechtsextreme. (…) Die Vorwürfe sind nicht neu, sie folgen einem bekannten Muster rechtsextremer Diskreditierung. Seit Jahren versucht die AfD, demokratische Institutionen, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus engagieren, als „politisch einseitig“ oder „extremistisch“ darzustellen. Damit will sie das Vertrauen in jene Akteur*innen erschüttern, die demokratische Aufklärungsarbeit leisten. Hinter der Kritik an angeblicher „Zweckentfremdung“ oder „mangelnder Neutralität“ steckt wohl weniger die Sorge um Transparenz, sondern eine politische Strategie: Die AfD versucht, antisemitismuskritische, rassismuskritische und antifaschistische Bildungsarbeit zu delegitimieren und damit jene Strukturen und Stimmen zum Schweigen zu bringen, die ihre eigene Ideologie offenlegen und bekämpfen.

via belltower: AfD vs. AAS Wer Demokratie verteidigt, wird zum Ziel

Demonstrierende versammeln sich am 11.11. vor der Burschenschaft der Raczeks

Die alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn hat für den 11.11. AfD-Mitglied Tim Schramm zu einem Vortrag eingeladen. Initiativen riefen vor dem Haus der Burschenschaft in der Lennéstraße zu einer Demonstration auf. Zwischen 60 und 70 Menschen haben am Dienstagabend in der Südstadt in Bonn gegen einen Vortrag des AfD-Mitglieds Tim Schramm demonstriert. Die Kundgebung unter dem Namen „Karneval faschistenfrei“ begann um 17.30 Uhr an der Ecke Lennéstraße und Johannes-Henry-Straße vor dem Gebäude der Burschenschaft der Raczeks. Mehrere Initiativen, darunter Demokrateam und das Bonner Bündnis gegen Rechts hatten zu der Demonstration aufgerufen. Hintergrund ist ein Vortrag des AfD-Mitglieds und ehemaligen Wuppertaler AfD-Kommunalpolitikers Tim Schramm, der bei den Raczeks eingeladen wurde, um über seinen Einsatz in der Ukraine zu sprechen.

via ga: Demonstrierende versammeln sich am 11.11. vor der Burschenschaft der Raczeks

Faktencheck: AfD behauptet: «Kein Pfennig» Sondervermögen Bundeswehr ist fast vollständig ausgegeben

11.11.2025, 22:49 (CET) Um die Armee einsatzfähig zu halten, ist ein großer Teil des Sondervermögens Bundeswehr schon fest verplant oder ausgegeben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa 100 Milliarden Euro – so viel hat der Bundestag der Bundeswehr in einem Sondervermögen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zur Verfügung gestellt. Was passierte mit dem Geld? Aus dem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen, das die Bundesregierung 2022 für die Bundeswehr beschlossen hatte, sei noch «kein einziger Pfennig in die Bundeswehr investiert» worden. Das behauptet der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla in einem Interview der ZDF-Sendung «Berlin direkt» am 26. Oktober. Ausschnitte seines Auftritts kursieren auch auf Tiktok. «Wir stehen genauso blank da wie vorher», fasst Chrupalla die Situation der Bundeswehr zusammen. Stimmt das? Bewertung Die Behauptung ist falsch. Das Sondervermögen, das die Bundesregierung 2022 für die Bundeswehr beschloss, war bereits Ende 2024 fast «vollständig in Verträge mit der wehrtechnischen Industrie gebunden», teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr im Dezember 2024 mit.

via dpa factchecking: AfD behauptet: «Kein Pfennig» Sondervermögen Bundeswehr ist fast vollständig ausgegeben

Zwei #Volksbanken aus #Ostwestfalen kündigen Konten der AfD – #kickthemout

Die Volksbank OWL und die Volksbank in Ostwestfalen wollen keine Konten von AfD-Verbänden mehr führen. Die Partei ruft nach der Aufsicht. Bei Sparkassen hat sie indes Anspruch auf ein Konto. Zwei Volksbanken in Ostwestfalen haben Konten dortiger AfD-Verbände gekündigt. Wie der AfD-Kreisverband Bielefeld mitteilte, hat die Verbundvolksbank OWL die Zusammenarbeit beendet. Er hält die Kündigung für „politisch motiviert“. Der AfD-Kreisverband Minden-Lübbecke wiederum teilte am Wochenende mit, dass die Volksbank in Ostwestfalen aus Bielefeld ihm das Konto gekündigt habe. Beide Banken äußern sich nicht konkret zu den Fällen. (…) Das Geldhaus betrachtet seine Entscheidung nicht als politisches Statement, weil sie als Genossenschaftsbank politisch neutral sei. „Gleichwohl vertreten wir klare Werte und Überzeugungen – nach innen und nach außen“, gab die Verbundbank OWL an. Und weiter: „Die Positionen der AfD, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz auf Bundesebene als ‚gesichert rechtsextremistisch‘ eingestuft wurde, sind unvereinbar mit unserem genossenschaftlichen Selbstverständnis, unserem werteorientierten Unternehmensleitbild und unseren Überzeugungen, für die wir auch durch unseren Beitritt zu der Initiative ,Charta der Vielfalt‘ mit fester Überzeugung einstehen.“

via handelsblatt: Zwei Volksbanken aus Ostwestfalen kündigen Konten der AfD