German court fined University of Warwick academic Dr Anna Hájková £3,700. Dr Hájková had claimed in a research paper that a concentration camp prisoner had a lesbian relationship with one of her SS guards The prisoner’s daughter was granted an injunction in April after judges ruled the research ‘violated the dignity’ of her dead relative Dr Hájková was then sued in October for allowing the material to remain online. A German court has fined an academic for claiming that a Jewish concentration camp prisoner had a lesbian relationship with an SS guard. Dr Anna Hájková, an historian at the University of Warwick, has been fined €4,000 (£3,700) for breaching an injunction that prevents her from naming the prisoner. The injunction was granted to the woman’s daughter back in April after a judge ruled Hájková’s research had ‘violated the dignity’ of her dead relative, under a German law that protects a person’s reputation from harm even after their deat (…) The survivor, who detailed the women’s relationship in her own memoir, told The Guardian that it would be ‘unthinkable’ for the prisoner to have refused the meetings with the guard, explaining that ‘a prisoner cannot afford to reject a warden who is interested in you. ‘You hope she will help you to be put to easier work and maybe sneak some food to them.’ In the earlier court proceedings in April, the reportedly named prisoner’s daughter said that her mother met the Nazi guard in a concentration camp in Hamburg in 1944.
#Antisemitismus in #Westdeutschland – Im Windschatten des Kalten Krieges
Antisemitismus in Deutschland endete nicht mit dem Zweiten Weltkrieg. NS-Funktionäre arbeiteten in der Regierung mit, Täter wurden freigepresst. Derweil verhärtete sich der Ost-West-Konflikt. Das hatte auch Folgen für das Verhältnis zu Israel. Ein Blick in westdeutsche Medien zwischen 1949 und 1990 – in Kommentare, Leserbriefe und Bildunterschriften. Ob in Zeitungen, Rundfunk oder im Fernsehen: Immer wieder tauchen Stereotypen, Schuldzuweisungen und offener Antisemitismus auf. So wie diese: „Geschäftstüchtig: Der Handel mit Diamanten ist eines der lukrativsten Geschäfte in jüdischer Hand.“ Oder: „Auge um Auge, Zahn um Zahn. So steht es im Alten, jüdischen Testament – und so praktizieren es die Israelis.“ Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es solche antijüdischen Entgleisungen noch nicht, weiß der Berliner Historiker Wolfgang Wippermann: „In den ersten Jahren nach 1945 waren die Juden selbstverständlich ein Thema. Aber die Presse damals wurde sehr stark kontrolliert von den Alliierten, die Bundesrepublik war ja nicht souverän. Gerade bei diesem Thema – Nationalsozialismus, Holocaust, Juden – waren die alliierten Presseoffiziere sehr streng und haben also zensiert.“ Doch bald schon schleicht sich in die Gazetten des zertrümmerten Deutschlands wieder alte Propaganda ein. Besonders, wenn über die fast 200.000 „Displaced Persons“ berichtet wird – die heimatlosen, jüdischen KZ-Überlebenden. „Da gab es in der Bevölkerung Anklagen und Verdächtigungen, diese jüdischen Überlebenden des Holocaust würden sich am Schwarzmarkt beteiligen“, sagt Wolfgang Wippermann. „Sodass auch alte Stereotypen von den reichen, geschäftstüchtigen Juden weiterlebten und in den Zeitungen kolportiert wurden – auch trotz Zensur.“ Während bei den Nürnberger Prozessen von 1949 mehr als 200 Nationalsozialisten aus Politik, Verwaltung, Militär und Wirtschaft angeklagt und teilweise zum Tode verurteilt wurden, können Hunderte andere Verbrecher entkommen, vor allem auf der sogenannten Rattenlinie über Italien nach Südamerika. Unter den Flüchtlingen: KZ-Arzt Josef Mengele und Holocaust-Organisator Adolf Eichmann. Teilweise wissen CIA und BND von den Versteckten, unternehmen aber nichts. Denn der Kalte Krieg gegen den Ostblock hat begonnen, und der Westen kann das Wissen der Alt-Nazis gut gebrauchen.
via deutschlandfunk: Antisemitismus in WestdeutschlandIm Windschatten des Kalten Krieges
Nazi-obsessed racist had cans of CS spray at his home
He was jailed earlier this year for putting Adolf Hitler stickers on lampposts. This racist who was previously jailed for peppering lamp posts and bus stops with Neo Nazi stickers, has now been sent back to prison after police found cans of CS gas at his home. Southern Derbyshire Magistrates’ Court heard how officers uncovered the banned spray when they went to the home of David Holmes, in Heanor, on June 12. The heavily-tattooed 63-year-old, who has an infatuation with the Far Right pleaded guilty to four counts of possessing a weapon designed or adapted for the discharge of a noxious liquid. The magistrates who jailed him for 26 weeks told him “it has to be custody because these are very serious matters”. In August, Holmes was jailed for a year after he pleaded guilty to a number of charges including racially aggravated harassment, racially-aggravated criminal damage and witness intimidation. On that occasion Derby Crown Court heard how he placed the offensive stickers around Ilkeston, Heanor, Mapperley, in Shipley Park and on the Nutbrook Trail during 2019. Siward James-Moore, prosecuting on that occasion said police received a number of complaints about them including one from the head teacher who saw one placed on a lamppost outside his primary school. Mr James-Moore said: “Some said ‘deport illegal immigrants’ and other showed an emoji of Adolf Hitler with a hand written note which read ‘Muslim scum out’ and ‘Hitler was right’. “More of the Hitler stickers were found around Heanor and Langley Mill and were forensically analysed and linked to this defendant through a fingerprint. “Another sticker was found on a bus stop and showed a white toddler with a shaved head and the number 88 on it which is a link to a far right ideology linked to Hitler’s birthday and the letters HH for ‘Hiel Hitler’.”
via derbytelegraph: Nazi-obsessed racist had cans of CS spray at his home
Erfolgreicher Einsatz der Soko Rex* des Landeskriminalamtes Sachsen – #schelm #enricoboehm #leipzig
Mit Beschlüssen des Amtsgerichtes Leipzig durchsuchten Beamte der Soko Rex* im PTAZ* des Landeskriminalamtes Sachsen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig am 17. Dezember 2020 mehrere Objekte in der Stadt und im Landkreis Leipzig. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen des Tatvorwurfs der Volksverhetzung. Der Beschuldigte, ein 38-jähriger Leipziger, soll sich maßgeblich an der Lagerung und am Versand strafrechtlich relevanter und indizierter Bücher eines zuletzt in Leipzig ansässig gewesenen Verlags beteiligt haben. Der gesondert verfolgte mutmaßliche Inhaber dieses Verlages, soll sich gegenwärtig in Osteuropa aufhalten. Bei den Durchsuchungen von mehreren Geschäfts- und Lagerräumen sowie zwei Wohnungen konnte umfangreiches Beweismaterial, unter anderem versandfertige Bücher und elektronische Speichermedien, sichergestellt werden. In einer Lagerhalle im Landkreis Leipzig wurden auf ca. 80 Euro-Paletten in einer Vielzahl von Paketen mehrere tausend Bücher mit strafrechtlich relevanten, bzw. indizierten Publikationen aus dem Verlagsprogramm beschlagnahmt. Unter diesen befanden sich auch zahlreiche unkommentierte Nachdrucke des Buchs »Mein Kampf« von Adolf Hitler. Aufgrund des Umfangs der Sicherstellungen dauert die Erfassung der Gesamtzahl der Bücher und die Ermittlung von deren Verkaufswert noch an.
via medienservice.sachsen.de: Erfolgreicher Einsatz der Soko Rex* des Landeskriminalamtes Sachsen
siehe auch: Razzia bei rechtsextremem Versandhandel “Der Schelm”. Die Polizei in Sachsen hat am 17. Dezember mehrere Objekte in der Stadt und im Landkreis Leipzig durchsucht. Laut der zuständigen Sonderkommission Rechtsextremismus, der Soko Rex, richten sich die Ermittlungen gegen den Verlag “Der Schelm”. STRG_F, das investigative Rechercheformat des NDR für funk, hatte im Februar dieses Jahres über den Verlag berichtet. “Das ist ein ganz schöner Schaden für die Szene. Wir gehen davon aus, dass wir einen höheren sechsstelligen Betrag beschlagnahmt haben”, so Tom Bernhardt, Pressesprecher des Landeskriminalamts Sachsen, gegenüber STRG_F. In einer Lagerhalle im Landkreis Leipzig habe man auf rund 80 Paletten eine Vielzahl von Paketen gefunden. Der Inhalt: mehrere tausend Bücher mit strafrechtlichem Inhalt. Unter diesen Publikationen befanden sich auch zahlreiche unkommentierte Nachdrucke des Buchs “Mein Kampf” von Adolf Hitler. STRG_F-Recherchen hatten ergeben, dass der Verlag seinen Versand rund um Leipzig abwickelt. Reporter des jungen Formats konnten einen ehemaligen NPD-Kreisvorsitzenden Ende 2019 dabei filmen, wie er Bestellungen des “Schelms” verschickte. Der 38-jährige Enrico Böhm ist den Behörden als “Neo-Nationalsozialist” und Betreiber einer “rechtsextremistischen Vertriebsstruktur” bekannt.
Cuomo Signs Bill Banning Sale Of Confederate, Nazi Flags
The bill may be legally challenged under First Amendment grounds and applies to the sale and display of “hate” symbols on public state land. Gov. Andrew Cuomo signed a bill Tuesday banning the sale of so-called hate symbols such as Confederate flags and neo-Nazi swastikas on state land. The bill is effective immediately, though Cuomo cautioned the law may need refining to escape First Amendment free speech challenges. “This country faces a pervasive, growing attitude of intolerance and hate — what I have referred to in the body politic as an American cancer. By limiting the display and sale of the confederate flag, Nazi swastika and other symbols of hatred from being displayed or sold on state property, including the state fairgrounds, this will help safeguard New Yorkers from the fear-installing effects of these abhorrent symbols,” Cuomo penned in the bill’s approval.
via patch: Cuomo Signs Bill Banning Sale Of Confederate, Nazi Flags
Volksverhetzung: Mann nach Demo gegen Corona-Regeln verurteilt
Ein Mann, der im Mai dieses Jahres in einem Sträflingskostüm eine Demonstration gegen die Corona-Schutz-Regeln auf der Deutzer Werft besucht hatte, ist jetzt verurteilt worden. Der Mann hatte ein Schild mit der Aufschrift “Maske macht frei” hochgehalten. Das sei Volksverhetzung, sagt das Kölner Amtsgericht und erließ einen Strafbefehl, der zuvor von der Staatsanwaltschaft beantragt wurde. Eine Verhandlung vor dem Amtsgericht gab es dafür nicht. Der Mann habe den Holocaust verharmlost, indem er ihn mit der aktuellen Corona-Krise gleichgesetzt habe, so die Begründung. 200 Euro Geldstrafe Die Aufschrift “Arbeit macht frei”, auf die das Plakat des verurteilten Mannes anspielte, war auf vielen Eingangstoren von Konzentrationslagern während des Nationalsozialismus zu sehen.
via wdr: Volksverhetzung: Mann nach Demo gegen Corona-Regeln verurteilt
Hohenzollern unterliegen im Streit um Meinungsäußerung
Georg Friedrich Prinz von Preußen ist mit dem Versuch gescheitert, der Co-LINKEN-Vorsitzenden in Brandenburg, Anja Mayer, eine Meinungsäußerung gerichtlich untersagen zu lassen. Mayer hatte in einer Pressemitteilung geäußert, die Hohenzollern versuchten, die wissenschaftliche Erforschung und öffentliche Diskussion über die Rolle des Hauses Hohenzollern mit juristischen Mitteln zu ersticken, dies sei aus ihrer Sicht “ein Angriff auf die Kernwerte unserer Demokratie – die Freiheit von Wissenschaft und Medien”. Den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, mit dem Mayer ein Teil dieser Äußerung untersagt werden sollte, hatte bereits das Landgericht Berlin zurückgewiesen. Nun hatte auch die Beschwerde zum Kammergericht keinen Erfolg. “Die Hohenzollern behaupten auf ihrer Internetseite, die Familie habe sich in keinem Fall gegen eine kritische Berichterstattung als solche gewandt. Angesichts des Versuchs, mir eine zulässige Meinungsäußerung verbieten zu lassen, kann man das nur als royales Märchen bezeichnen”, so Mayer. “Die Entscheidung des Kammergerichts ist ein wichtiges Signal. Das Ergebnis des Verfahrens zeigt noch einmal, wie wichtig es ist, um die Meinungsfreiheit zu kämpfen.” Kritik übt Mayer erneut an den zahlreichen Abmahnungen und Gerichtsverfahren der Hohenzollern. “Das Ergebnis des gegen mich geführten Verfahrens kann auch betroffene Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen ermutigen. Mit seinem aggressiven presserechtlichen Vorgehen schürt das ehemalige Königshaus ein Klima der Angst. Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob Ansprüche im Einzelfall berechtigt sind oder nicht. Schon die große Anzahl an Anwaltsschreiben gefährdet die notwendige Diskussion darüber, welche Folgen die dunkle Vergangenheit der Hohenzollern für die Gegenwart haben muss.
via die linke brandenburg: Hohenzollern unterliegen im Streit um Meinungsäußerung
siehe auch: Linke in Brandenburg siegen im Streit gegen die Hohenzollern. Das Gericht entscheidet gegen ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung. Es geht um Meinungsfreiheit. (…) Entzündet hatte sich der Streit an dem Vorwurf der Linken-Chefin, wonach die Hohenzollern versuchten, die wissenschaftliche Erforschung und öffentliche Diskussion über die Rolle des Hauses Hohenzollern in der NS-Zeit mit juristischen Mitteln zu ersticken. Den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, mit dem Mayer ein Teil dieser Äußerung untersagt werden sollte, habe bereits das Landgericht Berlin zurückgewiesen, nun habe auch die Beschwerde zum Kammergericht keinen Erfolg gehabt. Die Frage, ob die ehemalige Herrscherfamilie maßgeblich zur Machtergreifung des NS-Regime beigetragen hat, hat Auswirkungen auf mögliche Entschädigungsrechte für Enteignungen nach 1945.

Von Bundesarchiv, B 145 Bild-P046293 / Weinrother, Carl / CC BY-SA 3.0 DE, CC BY-SA 3.0 de, Link