Weltverschwörung mit Wikinger und Wotansknoten – #capitol #QShaman #JakeAngeli

Die rechten Spinner, die den US-Senat stürmten, sind zwar brandgefährlich – sie bleiben aber Spinner. Zentrale Figur dabei: ein QAnon-Wikinger im Indianerkostüm. Eine Spurensuche. Die letzte Zuflucht des Schurken ist bekanntlich der Patriotismus. Je mehr demonstrativ mit der Landesflagge herumgewachelt wird, desto schriller schrillen sämtliche Alarmglocken. Überzogener Stolz auf das eigene Land wird von politischen Eliten immer dann als höchstes Gut einer Nation verkauft, wenn etwas verdeckt werden soll. Als beliebtes Beispiel sei etwa genannt, dass ein Land am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder moralischen Abgrund steht. Insofern war eines nur folgerichtig. Zum Ende einer in jeder Hinsicht mindestens einzigartigen US-Präsidentschaft wurde nun – nach vier Jahren voller Lügen, Betrügereien, Alternative und Fake-News sowie einigen dazwischengeschobenen Mauscheleien mit verfreundeten Diktatoren und Golfwochenenden in Florida – das Kapitol in Washington von einem etwas milchgesichtigen Mann mit dem Star-Spangled Banner in der Hand gestürmt. Selbsternannte Patrioten treten damit ihr eigenes Land, auf das sie angeblich so stolz sind, in den Schmutz. Speziell bei dem Mann, der auf den ersten Blick aussieht wie aus einer Westernklamotte in den Anfangszeiten des Tonfilms, kommt von den Symbolen her noch einiges zusätzlich zusammen. Die Fellhaube mit den Hörnern mag erst einmal auf die amerikanischen Ureinwohner verweisen. Möglicherweise zielt der junge Mann namens Jake Angeli, der sich laut Social Media “QShaman” nennt und als wichtiger Influencer in der wissenschaftlich nicht vollständig untermauerten QAnon-Verschwörungstheoretiker-Szene gilt, ja auf eines ab: Hier will sich einer im US-Senat verstärkt und mit Gewalt für die Rechte ethnischer Minderheiten einsetzen. Und auch die chauvinistische Fingerfarbenmalerei der US-Flagge im Gesicht schreit nach inbrünstiger Heimatliebe eines “proud boy”.

via standard: Weltverschwörung mit Wikinger und Wotansknoten

https://twitter.com/kampsabine/status/1346925166605963265

The Guy With His Feet on #Pelosi’s Desk, a West Virginia #Lawmaker, and More: Who’s Being Charged in the #Capitol Riots

The Feds are coming for the Capitol rioters. Two days after thousands of Trump supporters stormed the nation’s Capitol, federal prosecutors announced that at least 15 cases have been opened and charges have been brought against suspects, including assaulting an officer, weapon possession, unlawful entry, and theft. Defendants include a West Virginia state delegate, the man famously photographed with his foot on a desk in House Speaker Nancy Pelosi’s office, and a guy allegedly caught with what an official described as 11 Molotov cocktails filled with “homemade napalm.” (…) Officials did not provide details in all cases, but they did highlight charges against a handful of high-profile suspects. West Virginia state delegate Derrick Evans, who live-streamed himself storming the Capitol, has been charged with entering a restricted area. Richard Barnett, who was famously photographed sitting in House Speaker Nancy Pelosi’s office, was arrested in Little Rock, Arkansas, Friday morning. He faces three counts: entering and remaining in a restricted building, violent entry of Capitol grounds, and theft of public property. Mark Leffingwell has been charged with assaulting a Capitol Police officer, knowingly entering restricted grounds, and violent entry and disorderly conduct on Capitol grounds. And Christopher Alberts of Maryland was charged with “not only entering the U.S. Capitol but having in his possession a Taurus 9 mm handgun that was loaded with 9 mm caliber ammunition,” Kohl said.

via vice: The Guy With His Feet on Pelosi’s Desk, a West Virginia Lawmaker, and More: Who’s Being Charged in the Capitol Riots

Neonazi-Anschlag in #Einbeck: #Staatsanwaltschaft legt #Berufung gegen #Urteil ein – #terror #DieRechte

Im niedersächsischen Einbeck hatten im Juni zwei Neonazis einen Sprengstoffanschlag auf das Privathaus einer 41-jährigen Frau verübt. Vom Amtsgericht Einbeck wurden die beiden Männer nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft Celle allerdings zu mild bestraft. Deshalb hat sie nun Berufung gegen das Urteil eingelegt. Mit dem von zwei Neonazis verübten Sprengstoffanschlag auf das Haus einer 41-jährigen Frau aus Einbeck muss sich demnächst das Landgericht Göttingen befassen. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat gegen das Urteil des Amtsgerichts Einbeck Berufung eingelegt, wie Behördensprecher Bernd Kolkmeier am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. (…) Das Amtsgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass die beiden Männer am Morgen des 10. Juni einen nicht zugelassenen, sogenannten „Polenböller“ in den Briefkasten der Frau geworfen hatten. Der Sprengsatz war explodiert und hatte den Briefkasten beschädigt, Trümmer wurden mehrere Meter weit in den Wohnbereich geschleudert. (…) Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den Männern Sachbeschädigung, versuchte schwere Brandstiftung und versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vor. Sie hätten beabsichtigt, einen „größtmöglichen Schaden“ im Gebäudeinneren durch die Explosion und einen dadurch entstehenden Brand hervorzurufen. Der 26-jährige ist bereits mehrfach vorbestraft. Zuletzt war er im Oktober vom Amtsgericht Einbeck zu sieben Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden: Wegen Vortäuschens einer Straftat und wegen Bedrohung – unter anderem gegen die Frau, die auch Ziel des Sprengstoffanschlages war. Weitere Verfahren gegen ihn sind anhängig. Beide Männer sind seit längerem in der Einbecker Neonazi-Szene aktiv, zunächst in der rechtsextremen „Kameradschaft Einbeck“, später im Umfeld der Partei „Die Rechte“.

via rnd: Neonazi-Anschlag in Einbeck: Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen Urteil ein

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Abgeordneten

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe führt ein Ermittlungsverfahren gegen einen Abgeordneten der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung, der Fälschung beweiserheblicher Daten, der Verleumdung und der üblen Nachrede in mehreren Fällen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden unter anderem Büroräume im Landtag durchsucht. Einzelheiten teilte die Behörde nicht mit. Zuvor hatte die „Südwest Presse“ über Ermittlungen gegen den Abgeordneten Rainer Balzer berichtet. Der AfD-Abgeordnete hatte den Landtag Anfang November um Aufhebung seiner Immunität gebeten, damit er seine Unschuld beweisen könne. Grund sind Vorwürfe, er habe unter anderem Namen falsche Verdächtigungen über seine Stellvertreterin im Kreis Karlsruhe-Land verbreitet.

via schwäbische: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Abgeordneten

Meet DLive: The Livestreaming Platform Used by Trump’s Capitol Insurrectionists

Far-right extremists livestreamed on the fringe, youth-targeted gaming website DLive on Wednesday during an unprecedented breach of the U.S. Capitol building that left at least four people dead and others wounded. One of the extremists livestreamed on DLive from the office of Speaker of the House Nancy Pelosi, Hatewatch observed while monitoring the events. White supremacists and neo-fascists have increasingly embraced DLive as a streaming alternative to YouTube, partly because its content seldom undergoes any rigorous degree of moderation. A man named Charles Wayn founded the site in December 2017. Hatewatch has attempted to contact Wayn but has so far been unsuccessful. DLive is now owned by the peer-to-peer file sharing service BitTorrent, which is run by a man named Justin Sun. DLive has paid out hundreds of thousands of dollars to extremists since its founding, largely through donations of cryptocurrency built into a service provided by the site. Hatewatch reported in November that white nationalist Nick Fuentes, who has featured prominently in the so-called Stop the Steal protests that led to Wednesday’s breach of the Capitol building, has generated money through DLive at a pace that matches a six-figure salary. Other prominent extremists, including a man who corresponded with the terrorist who murdered 51 people in Christchurch, New Zealand, in March 2019, also bring in donations of cryptocurrency through the site.

via splcenter: Meet DLive: The Livestreaming Platform Used by Trump’s Capitol Insurrectionists

Liveblog zum Sturm auf US-KapitolAuch Pelosi verlangt sofortige Absetzung Trumps nach dem 25. Zusatzartikel

Nach dem gewaltsamen Vorgehen von Trump-Anhängern hat der Kongress Biden bestätigt. Weltweit gibt es entsetzte Reaktionen auf den Sturm des US-Kapitols. Im Zusammenhang mit den Unruhen gab es vier Todesopfer. Alles weitere in unserem Liveblog: Laut einem Bericht der New York Times hat Trump seinen Vertrauten offenbar vorgeschlagen, dass er sich in den letzten Tagen seiner Amtszeit selbst begnadigen wolle. Das Blatt beruft sich dabei auf zwei nicht genannte Quellen. In mehreren Gesprächen seit dem Wahltag habe Trump seinen Beratern gesagt, dass er erwäge, sich selbst zu begnadigen, werden die beiden Personen zitiert. In anderen Fällen habe er gefragt, wie sich eine solche Begnadigung rechtlich und politisch auf ihn auswirken würde. Pelosi drängt nach den Krawallen in und um das Kapitol auch auf den Rücktritt des Polizeichefs von Washington. Auch die Mehrheitsführerin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, hat nun die sofortige Entfernung Donald Trumps aus dem Amt nach dem 25 Zusatzartikel zur US-Verfassung gefordert. Trump sei eine sehr gefährliche Person, führte Pelosi aus, er sollte nicht länger im Amt bleiben. Falls Vize-Präsident Pence und das Kabinett den 25. Zusatzartikel nicht anwende, müsse der Kongress mit der Amtsenthebung fortfahren.

via deutschlandfunk: Liveblog zum Sturm auf US-KapitolAuch Pelosi verlangt sofortige Absetzung Trumps nach dem 25. Zusatzartikel

siehe auch: Trump Is Said to Have Discussed Pardoning Himself. The discussions occurred in recent weeks, and it was not clear whether he has brought it up since he incited supporters to march on the Capitol, where some stormed the site. President Trump has suggested to aides he wants to pardon himself in the final days of his presidency, according to two people with knowledge of the discussions, a move that would mark one of the most extraordinary and untested uses of presidential power in American history. In several conversations since Election Day, Mr. Trump has told advisers that he is considering giving himself a pardon and, in other instances, asked whether he should and what the effect would be on him legally and politically, according to the two people. It was not clear whether he had broached the topic since he incited his supporters on Wednesday to march on the Capitol, where some stormed the building in a mob attack.

Charges in Capitol Riot Include Man With 11 Molotov Cocktails

U.S. charges 55 people with crimes related to Capitol storming. More charges expected to come, acting U.S. attorney says. The U.S. charged 55 people with crimes stemming from the siege of the U.S. Capitol perpetrated by a pro-Trump mob Wednesday, including a man who was arrested near the building with a semi automatic rifle and 11 Molotov cocktails, the Justice Department said. The other cases include charges of unlawful entry and assault, Michael Sherwin, the acting U.S. attorney in the District of Columbia, said at a news conference Thursday. (…) The violent mob stormed the Capitol on Wednesday afternoon, charging past police barriers, smashing windows and sending lawmakers fleeing for safety. The riot, which resulted in four deaths, forced members of Congress to temporarily abandon their formal certification of President-elect Joe Biden’s victory in the November election. The lawmakers returned and completed the certification once the building was secured. (…) Photos and videos of rioters brawling with police and ransacking lawmakers’ officers were widely circulated on social media Wednesday afternoon. Legal experts say a wide variety of crimes — everything from vandalism to sedition — occurred during the riot and that prosecutors could charge offenders even if they walked away from the incident without being detained. Participants could be charged with the “willful injury of federal property,” as well as assaulting law enforcement officers and trespassing, legal experts said. Some could also face more serious charges, including sedition and insurrection, which would require proving an intent to disrupt or even overthrow the government.

via bloomberg: Charges in Capitol Riot Include Man With 11 Molotov Cocktails