Nach identitärer Demo offenbar Party mit FPÖ-Jugend in Bude der Olympia

Die Freiheitliche Jugend (FJ) Wien veröffentlichte und löschte dann ein Video einer Überwachungskamera der Olympia. Dort fanden sich auch Identitäre nach ihrer Aktion ein. Samstagmittag auf der Schemerlbrücke in Wien-Döbling. Einem User des STANDARD-Forum läuft eine Gruppe von glatzköpfigen Männern entgegen. “Echt beängstigend so etwas”, schreibt der Mann im Forum. Von der Polizei ist nichts zu sehen, er wählt den Notruf. Tatsächlich sprach die Landespolizeidirektion (LPD) Wien schon am Samstag von einem Zeugen, der auf Männer mit Transparenten und Fahnen aufmerksam gemacht habe. Daraufhin sei ein Streifenwagen entsendet worden. Als sie den Streifenwagen sahen, sollen sich die Personen Richtung Nußdorfer Platz aufgemacht haben, so die Polizei. Propagandavideo In einem Propagandavideo der Identitären (IB) ist genau das zu sehen: Identitäre marschieren entlang der Donaulände, ein Polizeiauto fährt parallel zu ihnen im Rückwärtsgang. Der IB-Clip soll vermitteln, wie die Polizei vorgeführt wird. Kurz darauf laufen die knapp hundert Rechtsextremisten durch Döbling. Eine Frau erzählt dem STANDARD, wie die jungen Männer beim Vorbeilaufen auf ihr Autodach gehämmert haben. Eine Furcht einflößende Szene. Erst danach sollen Einsatzkräfte in größerer Zahl vor Ort gewesen sein und 35 Identitätsfeststellungen vorgenommen haben. Zudem sollen laut LPD Wien Transparente und andere Materialien sichergestellt worden sein. Es kam zu einer Anzeige wegen Ordnungsstörung, zwei Anzeigen gegen unbekannte Täter wegen Pyrotechnik und einer Anzeige gegen unbekannte Täter wegen des Versammlungsgesetzes. Keine Spur von Polizei Wurde die Polizei überrascht? Kennern der Szene war klar, dass die Identitären nach der vorgeblichen Absage ihrer Demo eine Aktion planen würden. Die Polizei hatte ihnen die präferierte Route durch die Innenstadt untersagt, dort feierten nun friedlich Antifaschistinnen und Antifaschisten. Die Identitären wichen unangemeldet nach Döbling aus, knapp an die Stadtgrenze.

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Polizei eskortiert pöbelnde Neonazis von friedlicher Antifa-Demo in die U-Bahn; Identitäre zogen durch Döbling

Polizei eskortiert pöbelnde Neonazis von friedlicher Antifa-Demo in die U-Bahn; Identitäre zogen durch Döbling Statt Rechtsextremen zogen am Samstag friedlich Antifaschistinnen und Antifaschisten durch Wien. Martin Sellner drehte derweil auf einer Brücke in Döbling einen Imagefilm. Es war eine friedliche und ruhige, antifaschistische Demo. Von verschiedenen Punkten der Wiener Innenstadt starteten Gruppen junger und teilweise auch nicht mehr so junger Menschen nach kurzen Startkundgebungen am Samstagnachmittag in Richtung Stephansplatz. Dort war um 15 Uhr ihr Treffpunkt. Vor der Albertina im Schatten von Alfred Hrdlickas Mahnmal gegen Krieg und Faschismus hatten sich zuvor Leute versammelt und blickten auf ein Transparent der Grünen und Alternativen Student_innen: “1938 oder heute, Nazis wollen nichts Gutes Leute!” Anders ist die Szenerie in Döbling. Irgendetwas ist komisch, denkt sich Michaela M. (Name geändert, Anm.), als sie Samstag kurz nach 14 Uhr in die Heiligenstädter Straße tritt, um ihren Lebensgefährten abzuholen. In der Ferne sind Sprechchöre zu hören. Womöglich vom Fußballstadion auf der Hohen Warte, überlegt sich die Frau. Wenig später ist klar: In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft marschieren heute Faschisten und Neonazis. Am Nußdorfer Platz sieht sie schwarze Absperrungen und Rauch, vermutlich von bengalischen Feuern. Als sie später die Kahlenberger Straße hinunterfährt, laufen plötzlich mehrere Dutzend Rechtsextremisten links und rechts an ihrem Auto vorbei. “An der Beifahrerseite ist der Sellner vorbeigezischt” (…) Die Polizei schreibt dem STANDARD auf Anfrage, dass sich gegen 13.50 Uhr wohl etwas mehr als hundert Menschen versammelten. Ein Zeuge habe die Exekutive aufmerksam gemacht. Bei Ansicht eines Streifenwagens ging die Gruppe zum Nußdorfer Platz weiter, dann flüchteten deren Mitglieder in unterschiedliche Richtungen. “Durch die eingesetzten Kräfte konnten im Zuge einer Sofortfahndung einige Personen im Nahbereich angehalten werden und es wurden mehrere Identitätsfeststellungen durchgeführt”, heißt es von der Polizei. Transparente und Banner wurden sichergestellt. “Sehr gut”, sagt die ältere Dame Zurück in die Innenstadt: Am Luegerdenkmal fällt die geplante Rede aus, weil das Mikro nicht funktioniert. Doch die Stimmung ist gut. Die Info, dass sich Martin Sellner mit seinen rechtsextremen und neonazistischen Gästen nach Nussdorf “verziehen” musste, macht die Runde und finden alle gut. Man zieht durch Straßen Richtung Stephansdom und bekommt freundliche Blicke von Gehsteigen und aus Schanigärten, dort und da sogar einzelnen Applaus. Zwischendurch stimmt jemand “Siamo tutti antifascisti” an, ein paar skandieren mit, klatschen mit, dann wird es wieder ruhig.

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CSD in Berlin – Berliner Polizei überprüft mutmaßlich rechte Gruppe

Tausende Menschen feiern in Berlin den Christopher Street Day. Die Polizei hat mögliche Gegenproteste im Blick – und überprüft am Potsdamer Platz 15 Personen einer mutmaßlich rechten Gruppierung. Die Berliner Polizei hat beim Christopher Street Day (CSD) auch mögliche Gegendemonstranten aus dem rechtsextremen Spektrum im Blick. Am Bahnhof Potsdamer Platz überprüften Einsatzkräfte aktuell 15 Personen einer mutmaßlichen rechten Gruppierung, die sich auf dem Weg zu einer Versammlung befänden, teilte die Polizei mit. „Eine Person führte einen verbotenen Gegenstand mit sich und darf nicht mehr an der Versammlung teilnehmen“, schrieb die Polizei. „Im Anschluss begleiten unsere Einsatzkräfte die restliche Gruppe zu ihrem Kundgebungsort.“

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The Tinder Nazis: how a toxic teenage romance ended in terrorism charges – #terror

They met on Tinder, bonded over Nazi trolling, and ended up in the dock at the Old Bailey. With reporting restrictions lifted, the full story of Rex Clark and Sofija Vinogradova’s prosecution, and the neo-nazi ecosystem behind it, can now be told. In the early hours of 4 August, 2024, armed police smashed down a door of a house in a quiet street in Cheshunt and arrested a 19-year-old woman. She was bailed but a week later they returned for her and her 18-year-old boyfriend. Days after that, a bomb disposal unit descended on a house in Ilford while nearby houses were evacuated. The pair, later named as Sofija Vinogradova and Rex Clark, were self-declared national socialists steeped in Telegram channels promoting neo-Nazi terrorism, the death cult No Lives Matter, and the British-founded nazi-occult group, the Order of Nine Angles. (…) Both were charged in August 2024, days after their arrests: Clark with preparation of terrorist acts under Section 5 of the Terrorism Act 2006, covering the acquisition and construction of IED component parts, the making and testing of petrol bombs, and the attempted acquisition of a firearm; and Vinogradova with assisting in the same offence, plus two counts of collecting terrorist information under Section 58 of the Terrorism Act 2000. Charges dropped Vinogradova’s case was resolved quickly: she pleaded guilty to collecting terrorist information and to a firearms offence over the attempted gun purchase. She pleaded not guilty to assisting Clark in the preparation of terrorist acts, but that charge was later dropped. (…) Clark’s defence was that all of it, the racism, the Hitler admiration, the “wogstomper” occupation listed on his profile, was trolling, a habit he traced back to being a “Zoom bomber” during 2020 lockdowns. Mass shooting couple He encouraged Vinogradova to buy a Glock pistol (in fact, an internet scam) despite knowing she wanted it to end her own life, and once suggested the pair become “a cute mass shooting couple.” He told the court repeatedly that he said such things to impress her. No Lives Matter images from Telegram and (right) NLM’s alleged founder Both were active on far-right Telegram channels including Hope Die Last, Fishing Chat and No Lives Matter (NLM), and they ran their own small group, National Revolution Now UK, with 44 members. Vinogradova posted NLM and Order of Nine Angles (O9A) material glorifying violence under the slogan “kill the mundane,” and sprayed related graffiti around Cheshunt. Coercing children NLM, a spinoff of the group 764 whose founder Bradley Cadenhead is serving 80 years in Texas for coercing children into sexual acts and self-harm, divides the world into “predators and prey” and has inspired attacks on homeless and elderly people.

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“SCHEINDEBATTE” Ausgewanderte Fachkräfte zurückholen? – Soziologe kritisiert AfD-Pläne

Im Wahlprogramm der AfD hat die Partei ganz eigene Vorstellungen, dem Fachkräftemangel zu begegnen: Ausgewanderte Deutsche sollen zurückgeholt werden und die Lücken schließen. Statistiken zeigen, dass das eine große Aufgabe wäre – die laut einem Soziologen mit den Plänen der AfD nicht gelingen kann. Er spricht von einer “Scheindebatte”. Thomas Richter ist Architekt und Magdeburger Kind. Für seine Ausbildung und später seinen Beruf wanderte er in die Schweiz aus. Nach knapp 15 Jahren kehrte er 2023 in seine Heimat Magdeburg zurück – wegen der Familienplanung. Auf solche Rückkehrer und Rückkehrerinnen setzt die AfD in ihrem Wahlprogramm, um dem Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt zu begegnen. Also auf Menschen aus Sachsen-Anhalt oder Deutschland, die zurückkehren, sei es aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland – wie Thomas Richter. Die AfD will potenziellen Rückkehrwilligen die Entscheidung leichter machen. Beispielsweise soll es Geldprämien geben, aber auch Unterstützung bei der Wohnungs- und Kitaplatzsuche. (..) Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2025 rund 5.500 deutsche Staatsbürger das Land Sachsen-Anhalt Richtung Ausland verlassen. Neu in Sachsen-Anhalt sesshaft geworden sind dagegen nur rund 4.300 deutsche Staatsbürger. Es gibt also einen Negativsaldo von etwa 1.200 Personen. Das Problem: In Sachsen-Anhalt fehlen knapp 14.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Das geht aus Zahlen des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, kurz KOFA, hervor. Deutschlandweit ist die Situation ähnlich: 2025 sind rund 300.000 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Deutschland ins Ausland ausgewandert. Wieder zurückgekommen sind 200.000, damit hat die Bundesrepublik im letzten Jahr rund 100.000 Personen verloren. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Doch selbst wenn diese 100.000 Personen zurückkommen würden, könnten sie die Fachkräftelücke nicht füllen. Und die hat es in sich: In Deutschland fehlen mehr als eine halbe Million Fachkräfte, zeigen Zahlen des KOFA

via mdr: “SCHEINDEBATTE” Ausgewanderte Fachkräfte zurückholen? – Soziologe kritisiert AfD-Pläne

Sachsen-Anhalt Kampagne – “Taktisch Wählen 2026” will AfD-Mehrheit verhindern

Mit einem Online-Tool will die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt regionale Wahlempfehlungen geben, um kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen – und so eine absolute AfD-Mehrheit verhindern. Die Kampagne “Taktisch Wählen 2026” will mit regionalisierten Wahlempfehlungen eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt verhindern. Die Initiatorinnen rufen dazu auf, Parteien wie SPD oder Grüne durch strategische Kreuze bei den Erst- und Zweitstimmen vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde zu bewahren. “Wir wollen demokratische Stimmen mobilisieren und so die rechtsextreme AfD stoppen!”, sagte Luise Band, Sprecherin der Kampagne, laut einer Mitteilung. Auf der Internetseite der Kampagne können Wählerinnen ihre Postleitzahl eingeben und sich anzeigen lassen, wie sie in ihrem Wahlkreis mit den beiden Stimmen am besten die Parteien unterstützen können, denen ein Ausscheiden aus dem Landtag droht. Das Tool greift den Angaben nach auf aktuelle Umfragedaten und vergangene Wahlergebnisse zurück.

via queer: Sachsen-Anhalt Kampagne “Taktisch Wählen 2026” will AfD-Mehrheit verhindern

Rechtsextremer Körperschmuck? AfD-Kreistagskandidat gerät in die Kritik

Matthias Körper kandidiert für den Rat der Stadt Bassum und den Diepholzer Kreistag. Am linken Unterarm trägt er ein Tattoo, das einem von Rechtsextremen vereinnahmten Symbol ähnelt. Ein warmer Sommertag ist er gewesen, der 20. Juni. Sehr viel besseres Wetter hätte der AfD-Kreisverband gar nicht bestellen können, als er am Diepholzer Rathaus seinen Infostand aufgebaut hat. „Gesicht zeigen ist so wichtig“, sagt Matthias Körper, als er den Betreibern des politisch rechts einzuordnenden Youtube-Kanals „Freisicht TV“ seine Eindrücke und Vorhaben des Tages in Diepholz erläutert. Was der Vorsitzende des gemeinsamen AfD-Ortsverbands für Bassum, Twistringen und Syke sowie Kandidat für den Kreis- und den Bassumer Stadtrat dabei ebenfalls zeigt: seine Tätowierungen. Am linken Unterarm hat Körper ein Symbol tätowiert, das einem in rechtsextremen Kreisen verorteten Symbol mehr als ähnlich sieht: der sogenannten Schwarzen Sonne. Es besteht aus drei ineinanderliegenden Ringen. Sie sind durchzogen von zwölf gespiegelten Siegrunen, die etwa die SS als Symbol vereinnahmt hatte. Sie sind wie drei übereinandergelegte Hakenkreuze angeordnet. Im Gegensatz zum Hakenkreuz und der Siegrune ist die Verwendung der Schwarzen Sonne jedoch nicht verboten. Zum Hintergrund: Die Schwarze Sonne ist ein Symbol, das in den Zeiten des Nazi-Regimes in Deutschland in den Boden des Nordturms der Wewelsburg in Büren (NRW) eingelassen wurde. Dort hatte die SS ein Quartier, baute die Burg auf Befehl von SS-Chef Heinrich Himmler ab den 1930er-Jahren um – dort sollte eine ideologische Kaderschmiede der Nationalsozialisten entstehen. In den 1990er-Jahren entdeckten Neonazi-Gruppen das Symbol für sich und nutzen es seitdem als Erkennungssymbol für ihre rechtsextreme Gesinnung.

via kreiszeitung: Rechtsextremer Körperschmuck? AfD-Kreistagskandidat gerät in die Kritik