»Der Holocaust begann mit Worten«

#ItStartedWithWords – so lautet das Motto einer neuen digitalen Kampagne der Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference), die am heutigen Gedenktag Jom Haschoa angekündigt wurde. Für die Kampagne wurden Videos von Schoa-Überlebenden aus der ganzen Welt aufgenommen. Die Männer und Frauen berichten über ihre Erfahrungen mit Judenhass in den Jahren vor der Schoa und denken über die Ursprünge des Völkermords an Europas Juden nach. Die Videos werden im Wochenrhythmus veröffentlicht. HASS »Der Holocaust begann mit Worten«, sagt Gideon Taylor, Präsident der Claims Conference. »Es waren hasserfüllte Worte, die im Park gebrüllt, auf der Straße ausgespuckt und im Klassenzimmer gegrölt wurden«, fährt er fort. (…) An der Kampagne nehmen zahlreiche weitere Überlebende teil, unter ihnen Israels früherer aschkenasischer Oberrabbiner Israel Meir Lau sowie die in Frankfurt am Main lebende Auschwitz-Überlebende Eva Szepesi. Die Videos der Kampagne werden in sozialen Medien sowie der Webseite ItStartedWithWords.org veröffentlicht. Die Kampagne #ItStartedWithWords wird laut Claims Conference von mehr als 20 Museen und Institutionen aus der ganzen Welt unterstützt. Darunter sind das United States Holocaust Memorial Museum, Yad Vashem, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und das Haus der Wannsee-Konferenz.

via ja: »Der Holocaust begann mit Worten«

E-commerce platform sells Nazi-glorifying merchandise, despite removal request

An e-commerce platform has continued to sell merchandise that promotes racism, anti-Semitism and white supremacy after being asked to remove the items from its website. GearBubble, a Las Vegas-based e-commerce platform that allows businesses to sell products online, has been endorsed by “Shark Tank” investor and entrepreneur Kevin O’Leary, NFL legend Terrell Owens and entrepreneur Bethenny Frankel, among other celebrity figures. The website currently has available for sale various mugs, pillowcases and apparel that feature Adolf Hitler, the Nazi “death’s head” symbol, swastikas, “Heil Hitler” insignias, the neo-Nazi black sun and white-power symbols, as well as other neo-Nazi and fascist symbols. (…) The Counter Extremism Project (CEP), a nonpartisan advocacy organization, was the first to notice the anti-Semitic and racist items. CEP wrote a letter to GearBubble CEO Donald Wilson on Feb. 4, informing him of the merchandise and asking GearBubble to suspend the accounts that posted the objects. In the letter, CEP noted that the items violate Gearbubble’s terms and conditions, which state that nothing can be posted on the website that is “false, defamatory, misrepresenting, infringes on any other entity’s intellectual property or would interfere with or restrict any other user from using the site. This includes, but is not limited to, posting anything unlawful, obscene, libelous, indecent, invasive of privacy, intellectual property infringement or anything that would cause the potential for civil liability or criminal charges.” More than two months later, CEP still has not received any response from GearBubble. The items remain listed online.

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Holocaust Remembrance Day: Israel commemorates victims of Nazi genocide

Yad Vashem has designated the theme of this year’s events to be the commemoration of the onset of the mass murder of European Jewry by the Nazi regime after its invasion of the Soviet Union. Israel will once again commemorate the greatest calamity to befall the Jewish people in 2,000 years on Wednesday night and Thursday as the country marks Holocaust Martyrs’ and Heroes Remembrance Day.  The official state opening ceremony for Holocaust Remembrance Day will take place on at 20:00 in Warsaw Ghetto Square at Yad Vashem on the Mount of Remembrance in Jerusalem, and will be attended by President Reuven Rivlin, Prime Benjamin Netanyahu, Chief Rabbis Yitzhak Yosef and David Lau, and other dignitaries.  This year’s theme has been entitled “Until the Very Last Jew: Eighty Years Since the Onset of Mass Annihilation,” by Yad Vashem, marking the eightieth anniversary of Operation Barbarossa in which Nazi Germany staged a surprise attack against the Soviet Union in 1941 and occupied vast swathes of land in eastern Europe where millions of Jews lived. It was following this invasion that the mass shootings committed by the Einsatzgruppen, other German soldiers and police forces, along with local collaborators began across eastern Europe, and continued into 1943, in which some 1.5 million Jews were murdered. 

via jp: Holocaust Remembrance Day: Israel commemorates victims of Nazi genocide

UMSTRITTENE SYMBOLIK – Neubrandenburg duldet Kinderschuh-Aktion als Corona-Protest nicht

Eine Protestaktion von Corona-skeptischen Eltern hatte in Neubrandenburg nur kurz Bestand. Die Verwaltung ließ Kinderschuhe, Plüschtiere und Schilder vom Rathaus umgehend entfernen. Die Neubrandenurger Stadtverwaltung hat mit der sogenannten Kinderschuh-Aktion vor dem Rathaus kurzen Prozess gemacht. „Wir dulden so etwas nicht und haben gleich am Donnerstagnachmittag wieder alles abnehmen lassen”, sagte Rathaussprecherin Anett Seidel am Freitag dem Nordkurier. Von der Aktion an einem Bauzaun des in Sanierung befindlichen Rathauses zeugten am Freitag nur noch übrig gebliebene Kabelbinder. Ein Schild hing noch oder wieder am Zaun mit der Aufschrift „Bitte keine Schulden Mama Papa”, drapiert mit Deutschland-Fähnchen. Bundesweit wollen derzeit Eltern und und Großeltern mit der sogenannten Kinderschuh-Aktion auf die schwierige Lernsituation in den Schulen aufmerksam machen. In Neustrelitz stellten sie Schuhe als Symbol für verzweifelte Kinder vor das Rathaus. Daneben platzierten die Eltern zahlreiche Plüschtiere, Luftballons und Tafeln mit eindringlichen Forderungen etwa nach einem Ende der Maskenpflicht in Schulen oder der Rückkehr zum normalen Sportunterricht. (…) Geradezu perfide sei es den Worten Koplins zufolge, symbolisch hierfür Kinderschuhe benutzen zu wollen. Schuhe von Kindern seien als Überbleibsel der Ermordeten der faschistischen Konzentrationslager im Gedächtnis vieler Menschen. Das Gedicht „Kinderschuhe aus Lublin“ von Johannes R. Becher habe den ermordeten Kindern ein Denkmal gesetzt. Sich dieser Symbolik zu bedienen, sei „der leicht durchschaubare Akt, den Holocaust mit „Corona-Einschränkungen” gleichsetzen zu wollen”. „Das ist einfach nur verabscheuungswürdig und zu ächten.”

via nordkurier: UMSTRITTENE SYMBOLIK – Neubrandenburg duldet Kinderschuh-Aktion als Corona-Protest nicht

siehe auch: Das Netzwerk hinter der “Aktion Kinderschuhe” in Sachsen-Anhalt – #covidioten. In den Sozialen Netzwerken wird derzeit ein bundesweiter Aufruf geteilt, Kinderschuhe vor Rathäusern aufzustellen. Ein Eltern-Protest unter vielen? Eine MDR-Recherche zeigt: Die Gruppen, die zur “Aktion Kinderschuhe” aufrufen, sind Teil der Querdenker-Szene. Kinderschuhe und Plakate, aufgereiht auf den Treppen vor Rathäusern.

IHRA – Deutschland nimmt Definition für Antiziganismus an

Als erstes Land hat Deutschland die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) auf nationaler Ebene angenommen und damit zur Grundlage für politisches und Verwaltungshandeln gemacht. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, billigte das Bundeskabinett die Definition. »Der Völkermord an den Sinti und Roma während der NS-Zeit ist viel zu lange in Vergessenheit geraten«, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD). Noch heute gebe es großen Aufholbedarf bei der Auseinandersetzung mit diesem ebenfalls von Nazi-Deutschland ausgehenden Verbrechen. Die Diskriminierung von Sinti und Roma halte sich »hartnäckig in unseren Gesellschaften«, sagte er. Nach der IHRA-Definition handelt es sich etwa um Antiziganismus, wenn Sinti und Roma verzerrt dargestellt oder ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten geleugnet werden. Der Begriff »Zigeuner« wird als antiziganistisch bewertet, wenn er als Beleidigung verwendet wird. Antiziganismus manifestiere sich in Äußerungen, Handlungen sowie institutionellen Verfahren der Marginalisierung, in Ausgrenzung, physischer Gewalt oder Herabwürdigung von Kultur und Lebensweise der Sinti und Roma, heißt es in der Arbeitsdefinition.

via jüdische allgemeine: IHRA – Deutschland nimmt Definition für Antiziganismus an

GEDENKSTÄTTE BUCHENWALD – Gedenken an Jahrestag der Befreiung mit Bundespräsident

Zum diesjährigen Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald soll es trotz der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen einige Präsenzveranstaltungen geben. Unter anderem werde zu einem Gedenkakt am 11. April im Deutschen Nationaltheater in Weimar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), am Mittwoch in Erfurt. INTERNET Zudem sollen dort zwei ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald sprechen. Ihre Reden würden in sechs Sprachen übersetzt und wie der Gedenkakt insgesamt im Internet übertragen. Landtagspräsidentin Birgit Keller sagte, es sei ein wichtiges Zeichen, dass zumindest ein Teil des Gedenkens an den 76. Jahrestag der Befreiung als Präsenzveranstaltungen stattfinde. Das zeige, dass man in Deutschland selbst unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie das Vergessen nicht zulassen werde. Das sei besonders wichtig, da auf den Protesten gegen die Corona-Beschränkungen die nationalsozialistischen Verbrechen relativiert würden. »Wir treten gegen jede Verharmlosung oder Relativierung dieser menschenverachtenden Verbrechen ein«, sagte Keller.

via jüdische allgemeine: GEDENKSTÄTTE BUCHENWALD – Gedenken an Jahrestag der Befreiung mit Bundespräsident

How many monuments honor fascists, Nazis and murderers of Jews? You’ll be shocked.

The most curious thing about last year’s protests that toppled statues of slavers and colonizers is that the monuments of Holocaust perpetrators didn’t even make headlines. Yet a Forward investigation reveals there are hundreds of statues and monuments in the United States and around the world to people who abetted or took part in the murder of Jews and others during the Holocaust. The Nazi collaborators of Central and Eastern Europe weren’t as fastidious at keeping records as their Third Reich allies, which makes it difficult to arrive at a precise number of their victims. As a rough estimate, the Nazi collaborators honored with monuments on U.S. soil represent governments, death squads and paramilitaries that murdered a half million Jews, Poles and Bosnians. Holocaust perpetrators is the correct term for these men and organizations, for they played an integral part in the Final Solution, arresting and deporting Jews to concentration camps or gunning them down in the forests and fields of Eastern Europe (one-third of all Holocaust victims were killed in what’s called the “Holocaust by bullets”). (…) The monuments and the figures they honor stand at a crossroads of fascism and neo-fascism, the losers of WWII and today’s white supremacists who believe they’re on the brink of a global race war. It’s impossible to understand one without understanding the other, which is why tracking the growth of Nazi collaborator monuments is so crucial. These statues don’t just disparage the dead; they warn the living.

via forward: How many monuments honor fascists, Nazis and murderers of Jews? You’ll be shocked.