Die Justizbehörden haben Ermittlungen gegen den AfD-Politiker Waldemar Herdt aufgenommen. Der hatte bei einer Parteiveranstaltung in Belm Mund-Nasen-Bedeckungen mit Judensternen verglichen. Möglicherweise handelte es sich dabei um Volksverhetzung. handelte es sich dabei um Volksverhetzung
Nach Querdenken-Demo: Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung
Nachdem eine Impfgegnerin am Mittwoch in Ravensburg mit einem »Judenstern« mit der Aufschrift »ungeimpft« demonstrierte, ermittelt die Polizei wegen Volksverhetzung. Auch der Veranstalter der dieBASIS-Partei muss mit Konsequenzen rechnen. Am Mittwoch umrundeten rund 200 Personen aus dem Querdenken-Spektrum mehrfach den Weihnachtsbaum am Marienplatz in Ravensburg. Den Protest angemeldet hatte die Partei dieBASIS ursprünglich für nur 30 Personen. Entgegen einer behördlichen Auflage trug kaum eine*r der Teilnehmenden eine Maske zum Infektionsschutz oder hielt entsprechende Abstände ein. Die Aktion dürfte sowohl für den Veranstalter als auch eine Teilnehmerin Konsequenzen haben. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage von Allgäu rechtsaußen. Die Teilnehmerin trug einen gelben Stern mit der Aufschrift »ungeimpft« auf dem Kopf, der an den Judenstern angelehnt ist, den die Nazis ihren Opfern anhefteten, bevor sie sie massenhaft ermordeten.
via allgäu rechtsaußen: Nach Querdenken-Demo: Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung
KZ SACHSENHAUSEN – Angeklagter streitet Vorwürfe weiter ab – #NichtsUndNiemandIstVergessen
Wahrscheinlich einer der letzten noch lebenden potenziellen Täter steht seit Oktober vor Gericht. Im Prozess gegen einen 101-jährigen ehemaligen KZ-Wachmann vor dem Landgericht Neuruppin hat der Angeklagte am Donnerstag erneut einen Einsatz im KZ Sachsenhausen bestritten. In einer am 13. Verhandlungstag von Verteidiger Stefan Waterkamp vorgetragenen Erklärung wurden lediglich weitere Lebensstationen des in Litauen geborenen Angeklagten Josef S. in den Jahren 1940 und 1945 vorgetragen. Angaben zur Tätigkeit im KZ Sachsenhausen wurden nicht gemacht. (AZ: 11 Ks 4/21) In einem vom Vorsitzenden Richter Udo Lechtermann präsentierten, von Josef S. unterzeichneten Rentenantrag an die DDR-Sozialversicherung von 1985 ist für die Zeit zwischen 1940 und 1945 lediglich »Wehr- und Kriegsdienst« angegeben. Eine vom Gericht als Zeugin geladene 70-jährige Stieftochter des Angeklagten verweigerte am Donnerstag die Aussage. Zuvor war sie kurzfristig aus dem Zuschauerraum heraus vom Gericht als Zeugin benannt worden. Als Sachverständiger hatte der Historiker Stefan Hördler bereits in der vergangenen Woche anhand von Personalakten des SS-Totenkopfbataillons im KZ Sachsenhausen die Mitgliedschaft von Josef S. belegt. Mit Blick auf die fehlende Erinnerung des Angeklagten und dessen ausweichende Aussagen sprach sich Rechtsanwalt Thomas Walther als ein Vertreter der insgesamt 16 Nebenkläger für die Erstellung weiterer Gutachten aus. Sie sollen belegen, dass sich Josef S. mit Blick auf Teilabschnitte seiner Biografie eine »Scheinwelt« geschaffen habe. Wegen des Gesundheitszustandes des Angeklagten ist die Verhandlung nach Brandenburg an der Havel verlegt worden. Der Hochbetagte ist nur wenige Stunden am Tag verhandlungsfähig. Nebenkläger sind Überlebende des KZ Sachsenhausen und Nachkommen ehemaliger Häftlinge, darunter aus Israel, Peru, Polen, den Niederlanden und Frankreich.
via JA: KZ SACHSENHAUSEN – Angeklagter streitet Vorwürfe weiter ab
A Jewish advocacy group is calling for stiffer punishment for the mother who placed a “vile” Nazi flag in her child’s room
A Jewish advocacy group is calling for stiffer punishment for the mother who placed a “vile” Nazi flag in her child’s room. While it is not illegal to own a Nazi symbol, the Campaign Against Antisemitism has advocated for stricter action against Amy Newport, whose “vile” banner was visible from the street. A Jewish community organization in the United Kingdom has urged the police to take stronger action against a lady who was photographed with a Nazi flag in her bedroom. After Amy Newport, 39, posted the enormous flag on the wall of her room, which could be seen easily from the street, her neighbors alerted counter-terrorism police. Due to the fact that it could be seen from outside her Swindon home, police told the mother of two that she could be committing a criminal offense. The former warehouse worker decided to take it down after authorities gave him “tough words of caution,” according to The Sun. “You couldn’t ignore the flag,” a local resident claimed. It’s terrible, and the fact that it’s in such a pleasant neighborhood further adds to the shock. We’re all enraged. “Hate and evil are the only words that come to me when I see that sign.” Why would anyone want it hanging in the window for everyone to see?” If it happens again, though, a representative for the Campaign Against Antisemitism told the Brinkwire exclusively that “the police must give more than just warnings.”
via brinkwire: A Jewish advocacy group is calling for stiffer punishment for the mother who placed a “vile” Nazi flag in her child’s room
#HOLOCAUST VERHARMLOST. #Faschistengruss und «Sieg Heil!»-Rufe: #Tessiner Ex-S#VP-Politikerin wegen #Rassendiskriminierung verurteilt
Im vergangenen März sympathisierte Jessica Tami in einem Fernsehinterview offen mit dem Faschismus. Die damalige SVP-Kandidatin stellte die Zahl von sechs Millionen im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden als übertrieben dar. Jetzt hat sie von der Tessiner Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl erhalten. «Hitler ist die Judenfrage sehr am Herzen gelegen», sagte Jessica Tami am 3. März 2021 in einem Liveinterview mit Teleticino. Der millionenfache Mord an den europäischen Juden durch die Nazis sei eine Folge kriegerischer Ereignisse. Die Zahl von sechs Millionen im Holocaust ermordeter Juden sei grundsätzlich überhöht und lediglich eine «symbolische Zahl». Schliesslich sei der Geschichtsunterricht zum Zweiten Weltkrieg in den Schulen «durchdrungen von antinationalsozialistischen und antifaschistischen Idealen», weswegen «wir zwangsläufig nur die Siegerstimme hören». Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG), der Dachverband der jüdischen Gemeinden der Schweiz, reichte in der Folge Strafanzeige gegen Tami ein wegen Leugnung und gröblicher Verharmlosung des Holocausts gemäss Rassismusstrafnorm. Der SIG zeigte sich schockiert von den «äusserst fragwürdigen und verstörenden Aussagen» Tamis.
«Ein unmissverständliches Verdikt». Gut neun Monate später hat die Tessiner Staatsanwaltschaft nun einen Strafbefehl gegen die ehemalige SVP-Kandidatin erlassen. Das Dokument liegt CH Media vor. In den Augen der Staatsanwaltschaft hat Tami gegen Artikel 261 des Strafgesetzbuchs (Diskriminierung und Aufruf zu Hass) verstossen. Dieser verbietet auch die Leugnung, gröbliche Verharmlosung oder Rechtfertigung von Völkermord oder anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Tami wird per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Franken, also insgesamt 1500 Franken, verurteilt. Die Bewährungsfrist beträgt zwei Jahre. Ausserdem werden ihr Bussen und Verfahrenskosten von 600 Franken in Rechnung gestellt.
Croatian Anti-Fascists Criticise Memorial Graveyard for Nazi-Allied Troops
A parliamentary committee proposal to establish a new memorial graveyard in Zagreb for soldiers of the Nazi-allied World War II-era Independent State of Croatia has been strongly criticised by anti-fascists. The Croatian parliamentary committee for war veterans’ affairs endorsed a proposal on Tuesday to establish a military graveyard in the central Mirogoj cemetery in Zagreb for soldiers who fought for the 1941-45 Independent State of Croatia, NDH, a Nazi-backed puppet state. The soldiers of the World War II fascist Ustasa and Home Guard forces should be described in the new memorial graveyard as members of “the Croatian army”, the committee suggested. The committee said that “every man is entitled to a civilised and dignified burial and a marked grave”, adding that both the War Veterans’ Ministry and the former mayor of Zagreb, Milan Bandic, had agreed to the graveyard. Around 550 soldiers who were part of Ustasa forces are buried at the Mirogoj cemetery. But the proposal to describe the soldiers as Croatian army troops was described as “completely unacceptable” by Katarina Peovic of the Workers’ Front party, who is also a member of the parliamentary committee for war veterans’ affairs. Peovic’s own proposal to condemn this was rejected by the committee, however.
The Alliance of Anti-Fascist Fighters and Anti-Fascists of Croatia, SABA said it strongly opposed plans to established the memorial graveyard. “One must not under any terms accept that the Ustasa were ‘a Croatian army’,” SABA’s president Franjo Habulin told a news conference on Tuesday. Habulin argued that describing the Ustasa and Home Guard fighters as ‘Croatian army’ troops “dignifies” the NDH puppet state’s institutions. The Alliance of Anti-Fascist Fighters and Anti-Fascists of Dalmatia and the Association of the Homeland War Veterans and Anti-Fascists also opposed the plans for the memorial graveyard, writing in a Facebook post that “the Croatian Army in World War II was the National Liberation Army of Croatia [Croatian Partisans], which put Croatia on the side of the victorious anti-Hitler coalition”. Croatian news agency HINA reported that other members of the committee insisted that issue was not ideological. “This is about the victims, regardless of which army they belonged to,” said Ante Deur, an MP from the governing Croatian Democratic Union, HDZ party. The proposal for the memorial graveyard was endorsed by the committee on the same day as an expert report for Austria’s Interior Ministry called for a permanent ban on a controversial annual commemoration at Bleiburg in Austria for tens of thousands of Ustasa troops and civilians who were killed by the Yugoslav Partisans in 1945.
via balkaninsight: Croatian Anti-Fascists Criticise Memorial Graveyard for Nazi-Allied Troops
REDE IN #MERSEBURG – Björn #Höcke: #Immunität aufgehoben – #Staatsanwaltschaft kann ungestört gegen AfD-Politiker ermitteln – #LockHimUp
Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt gegen Björn Höcke. Jetzt wird die Immunität des AfD-Politikers aufgehoben. Update vom 24.11.2021., 16:26 Uhr: Der Thüringer Justizausschuss hat die Immunität des AfD-Fraktionschefs Björn Höcke aufgehoben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch (24.11.2021) aus Fraktionskreisen. Damit machte der Ausschuss den Weg für Ermittlungen gegen Höcke frei. Dem Vernehmen nach geht es bei den Ermittlungen unter anderem um eine Rede, die Höcke in Merseburg (Sachsen-Anhalt) gehalten hat und einem „Spiegel“-Bericht zufolge mit dem Satz „Alles für Deutschland“ beendet haben soll. Der sachsen-anhaltische Grünen-Chef Sebastian Striegel erstattete nach eigenen Angaben am 8. Juni Strafanzeige gegen Höcke – wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Aus Thüringer Fraktionskreisen hieß es, dass die Immunitätsaufhebung für den Landtagsabgeordneten im Zusammenhang mit Striegels Anzeige steht. (…) Höcke hatte eine Rede im Mai in Merseburg mit den Worten „Alles für Deutschland“ beendet. Björn Höcke könnte sich damit strafbar gemacht haben. Nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags handelt es sich um eine „Losung der SA“, also der „Sturmabteilung“, eine paramilitärische Kampforganisation der NSDAP. Die Staatsanwaltschaft gab bisher noch keine Stellungnahme dazu ab. (…) „Der angezeigte Redner darf gerichtsfest als ‚Faschist‘ bezeichnet werden, weil dieses Werturteil auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruhe“, schreibt Striegel in seinem Antrag, aus dem Der Spiegel zitiert. Auch der AfD-Landesvize Kay-Uwe Ziegler (Sachsen-Anhalt) wurde wegen der „Losung der SA“ bereits angezeigt.
