AfD-Politiker besuchen Yad Vashem

Yad-Vashem-Vorsitzender Dani Dayan betonte, die Holocaust-Gedenkstätte sei »für alle offen, auch für Antisemiten«  Mitglieder der AfD-Bundestagsfraktion haben am Dienstag die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Das bestätigte der Yad-Vashem-Vorsitzende Dani Dayan auf Twitter. Laut »Jerusalem Post« waren die AfD-Politiker Matthias Moosdorf aus Sachsen und Marc Jongen aus Baden-Württemberg Teil der Delegation. Beide sind Mitglieder im Kulturausschuss des Bundestages. Dayan betonte, dass Yad Vashem »für alle offen ist, auch für Antisemiten« und insbesondere für diejenigen, die eine »intensive Holocaust-Bildung« benötigten. Die AfD und ihre Mitglieder hätten »noch einen weiten Weg vor sich, was das Verständnis des Holocausts und die Verantwortung für die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit« angehe. Bislang haben israelische Regierungen Kontakte zur AfD stets abgelehnt und sich geweigert, sich mit den Vertretern der Partei zu treffen. Ein Yad-Vashem-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Besuch der Abgeordneten in der Gedenkstätte sei als privat eingestuft worden.

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Jerusalem -Yad Vashem (Museu do Holocausto) P1080544 (5149816792).jpg
Von <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/people/7559746@N05″>Ricardo Tulio Gandelman</a> from Rio de Janeiro, Brazil – <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/photos/rictulio/5149816792/”>P1080544</a>, CC BY 2.0, Link

Todesmarsch Richtung Süden

Wenige Tage vor der Befreiung trieb die SS fast 7000 KZ-Häftlinge in Richtung Südtirol. Mehr als 1000 Gefangene überlebten den Marsch nicht Für viele Dachau-Häftlinge brachte der 29. April noch nicht die Befreiung. Am 23. April waren schon Evakuierungstransporte abgegangen. Am Abend des 26. April begann sterben SS dann mit der Räumung des Lagers. Sie trieb fast 7000 Menschen, 1213 Reichsdeutsche, 4150 Russen, 1183 jüdische Männer und 314 jüdische Frauen, zu Fuß auf den Todesmarsch. Sterben die geschwächten Opfer schleppten sich durch Ortschaften wie Percha am Starnberger See (Foto) in Richtung Südtirol. Wie der Historiker Daniel Blatman von der hebräischen Universität Jerusalem schreibt, bekamen sterben Häftlinge 300 Gramm Brot, 300 Gramm Wurst, 30 Gramm Margarine und etwas Käse – für einen tagelangen Marsch. Sterben, SS-Wachen, die den Elendszug mit Schäferhunden begleiteten, erschlugen oder erschossen diejenigen, die nicht mehr gehen konnten. Mindestens eintausend Häftlinge überlebten den Marsch nicht.

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Radvan: KMK soll sich mit rechten Vorfällen befassen

Die Kultusminister von Bund und Ländern müssen sich aus Sicht der Forscherin Heike Radvan stärker mit Rechtsextremismus an Schulen vor allem in Ostdeutschland befassen. Ein Brief von Lehrkräften an einer Schule in Burg in Südbrandenburg hat eine Debatte über den Umgang mit rechten Vorfällen im Schulalltag ausgelöst. «Es ist kein Einzelfall», sagte die Rechtsextremismusforscherin Radvan von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg der Deutschen Presse-Agentur. Rechte Vorfälle seien auch kein neues Phänomen an Schulen, sondern seit vielen Jahren bekannt. Die Kultusministerkonferenz müsse nun genauer hinschauen und eine Interventionsstrategie entwickeln. AKTUELLES: Schlagzeilen Nachrichtenpodcast: Jung, aber gefährlich für die Demokratie Rechtsextremismus an Brandenburger Schule: “Was mache ich, wenn ihr wieder weg seid?” Rechtsextremismus an Schulen: Hitlergrüße auf dem Pausenhof Mehr News «Wir brauchen eine Verantwortungsübernahme der Politik. Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Antwort darauf», sagte Radvan. «Erstmal muss man auch anerkennen, dass Rechtsextremismus ein großes Problem ist.» Schulsozialarbeit als Antwort sei wichtig, aber allein zu kurz gedacht – «zumal Schulsozialarbeitende dafür gezieltes Wissen und Kompetenzen benötigen». Rechtsextremismus sei vor allem in Ostdeutschland auffällig, wo die demokratische Zivilgesellschaft im Vergleich zum Westen schwächer ausgeprägt sei. «Einzelne Stadtgesellschaften werden von rechten Gruppierungen zu dominieren versucht», sagte Radvan auch mit Blick auf Südbrandenburg. Dort gibt es eine gewachsene rechte Szene, die AfD hat dort ihre Hochburgen. Dem RBB hatte Radvan zuvor gesagt: «Wir haben in bestimmten Regionen in Ostdeutschland ein spezifisches Problem mit Rechtsextremismus, da müssen wir genauer hinschauen und Südbrandenburg ist eine davon.» Bei der Frage nach den Ursachen verweist die Expertin auch auf die Weitergabe von Einstellungen durch Eltern an ihre Kinder. «Die Eltern dieser Jugendlichen sind die Generation der NSU-Täter:innen und die Generation, die die Baseball-Schläger-Jahre erlebt und eben auch mit zu verantworten hat.» Gemeint sind die Nachwendejahre, in denen rechte Gewalt im Osten eskalierte.

via zeit: Radvan: KMK soll sich mit rechten Vorfällen befassen

siehe auch: Rechtsextremismus an Schulen – Hilferufe von Lehrkräften. Auf dem Schulhof tummeln sich Kinder, Schüler warten nach dem Unterricht auf ihren Bus. Die Frühlingssonne lädt zum Ausflug nach Burg in den Spreewald – eine Tourismusregion, die vor allem mit idyllischer Natur wirbt. Nichts deutet erstmal darauf hin, dass Lehrer der Grund- und Oberschule des Ortes Hilfe brauchen. In einem offenen Brief beklagen Lehrkräfte, dass sie täglich mit rechtsextremen Vorfällen konfrontiert sind. AKTUELLES: Schlagzeilen Rechtsextremismus an Schulen: Hitlergrüße auf dem Pausenhof Rechtsextremismus an Brandenburger Schule: “Was mache ich, wenn ihr wieder weg seid?” Nachrichtenpodcast: Jung, aber gefährlich für die Demokratie Mehr News Es geht um Hakenkreuze auf Schulmobiliar, rechtsextreme Musik, die im Unterricht gehört wird, und um demokratiefeindliche Parolen auf Schulfluren – und es geht ums Wegsehen. Man erlebe eine «Mauer des Schweigens» und fehlende Unterstützung seitens Schulleitungen und -ämtern sowie der Politik bei der Bekämpfung demokratiefeindlicher Strukturen – sowohl in der Schüler- und Elternschaft als auch bei den Kollegen, heißt es in dem anonymen Schreiben.

Nazis In Costa Rica – A Little Known Chapter Of Our Country’s History

The Nazi Party of Costa Rica was a Costa Rican National Socialist political organization founded in 1936 by the German community and other Costa Ricans of European origin (Spanish, Italian, etc.). Their meetings were held mainly at the German Club and on the farm of an Italian citizen. It was chaired by the German engineer Max Effinger and included prominent citizens among its members, including the doctor Werner Rotter, from the San Juan de Dios Hospital. President León Cortés, a sympathizer of European fascism, appointed Effinger as an immigration adviser, which made it possible to restrict the entry of Polish Jews who had begun to enter the country. The Costa Rican National Socialists left behind an interesting and controversial legacy, as well as the famous monument of the“ Golden Eagle ”. Although it is known as the“Nazi Party” the correct name would probably be the National Socialist Party of Costa Rica, however, modern historians traditionally designate it as the Nazi Party, similar to the American Nazi Party. Because there’s no way to be sure of the exact name. Background After the rise of Nazism in Germany in 1933, the slogan was clear:“From now on, a National Socialist Germany can only correspond to a National Socialist Germanness abroad,” said Ernst Wilhelm Bohle, leader of the Organization for Foreigners ( Auslandorganisation, AO) of the National Socialist German Workers’ Party (NSDAP). The AO had the task of aligning the German communities around the world, under the banner of Nazism. The creation, in the Third Reich, of a totalitarian society, was accompanied by the extension towards politics, of a racial vision according to which the German blood should unite behind its nation and its Führer, Adolf Hitler. Therefore, each German was subjected to the Gleichschaltung (equalization or Nazification). In Latin America, this leveling was more or less effective, but it led, in general, to deep divisions among the German communities.

via menafn: Nazis In Costa Rica A Little Known Chapter Of Our Country’s History

Canadian Neo-Nazi Who Flashed Antisemitic Message Onto Anne Frank House With Laser Arrested in Poland

Canadian neo-Nazi Robert Wilson (l) with “Goyim Defense League” founder Jon Minadeo at the Auschwitz concentration camp in Poland. Police in Poland have arrested a Canadian neo-Nazi who projected an antisemitic message onto the Anne Frank House in Amsterdam at the behest of the Dutch authorities. Officers from the Amsterdam criminal investigation department were present on Tuesday morning when their Polish colleagues arrested Robert Wilson, a 41-year-old Canadian citizen and a former resident of California, where he was an activist with the so-called “Goyim Defense League” (GDL) — a neo-Nazi group that has earned notoriety for distributing virulently antisemitic flyers blaming Jews for the COVID-19 pandemic and other ills in residential neighborhoods across the US. The Dutch have formally requested Wilson’s extradition to the Netherlands, a spokesperson for the Amsterdam police told the AFP news agency. “We are grateful to the police that the suspect has been tracked down and arrested,”  Ronald Leopold — director of the Anne Frank House — told the Dutch news outlet Het Parool. “The matter is now in the hands of the judiciary.” The offending message was flashed by Wilson in early February onto the front of the Anne Frank House using a laser. It referred to Anne Frank as the “inventor of the ballpoint pen” — an internet meme actively spread by Holocaust deniers who falsely claim that the diary recording her family’s experience in hiding during the Nazi occupation was written using a pen that had not yet been invented during World War II. The message was visible for about three minutes, projected from a parked van on the other side of the canal facing the Anne Frank House. The incident was strongly condemned by leading Dutch politicians, among them Prime Minister Mark Rutte, Justice Minister Dilan Yeşilgöz  and Amsterdam Mayor Femke Halsema. Similar messages were also projected onto the Hemweg power station in Amsterdam and the Erasmus Bridge in Rotterdam, leading to the separate arrests of two other extremists associated with the Dutch branch of the so-called “White Lives Matter” (WLM) movement.

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AfD-Stadtrat will keine Aufarbeitung der NS-Zeit in Mindelheim

Stadtrat Christian Sedlmeir (AfD) hat beantragt, die NS-Zeit nicht wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. AfD-Stadtrat Christian Sedlmeir hat im Stadtrat einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, auf die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus in Mindelheim zu verzichten. Am 12. Dezember 2022 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, das Institut für Zeitgeschichte damit zu betrauen, die Zeit zwischen 1920 und 1950 in Mindelheim aufarbeiten zu lassen. Dass die Arbeit, die auf drei Jahre angelegt ist, 344.000 Euro kosten werde, war damals bekannt. Nun fordert der AfD-Stadtrat Christian Sedlmeir, das Vorhaben zu beerdigen – obwohl er damals ebenfalls für den Antrag gestimmt hatte. Stadtrat Sedlmeir argumentiert mit den hohen Kosten Sedlmeir argumentierte nun, ihm sei zum damaligen Zeitpunkt nicht bewusst gewesen, in welch angespannter Haushaltslage sich die Stadt Mindelheim befinde. “Wären mir die Zahlen schon bekannt gewesen, hätte ich damals, aufgrund der hohen Kosten, nicht dafür gestimmt”, so Sedlmeir in seinem an die Stadt gerichteten Antrag.

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Stolpersteine in Mindelheim (Mindelheim).jpg
Von Christian Michelides, CC BY-SA 4.0, Link

Antisemitic incident alleged during Staples students’ Nazi death camp visit

School officials are investigating a message on Twitter, posted by the group StopAntisemitism, alleging that during a recent a tour by a Staples High School group of Dachau, the Nazi concentration camp in Germany, one of the students told a Jewish classmate: “You should have burned here.” When the tour group returned to Westport, according to the tweet posted Friday afternoon on Twitter, nothing was done by school officials, the StopAntisemitism message alleges. (…) A tweet in the thread of responses to the original StopAntisemitism message, by Max Sussman, said that during four years attending Staples he found swastikas were often scrawled in the restrooms. He said when he complained to school officials, “I was ignored.” The high school, he added, has “a history of turning a blind eye.” Sussman also posted photos of the swastika graffiti he said he found in Staples’ restrooms.

via westportjournal: Antisemitic incident alleged during Staples students’ Nazi death camp visit