Stolpersteine in der Gelsenkirchener Altstadt beschmiert

In der Gelsenkirchener Altstadt sind mehrere Stolpersteine beschmiert worden – deshalb ermittelt jetzt der Staatsschutz. Laut Polizei hat ein Gelsenkirchener, der sich um die Gedenksteine für deportierte Juden kümmert, den Fall gestern gemeldet – aufgefallen sei die Sachbeschädigung aber schon am Dienstag. Beschmiert wurden mehrere Stolpersteine an der Von-der-Recke-Straße in der Nähe der jüdischen Synagoge.

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FALL FÜR BUNDESGERICHTSHOF Neonazi-Verlag “Der Schelm”: Zwei Verurteilte und Bundesanwalt gehen in Revision

Nach dem Urteil im Prozess gegen den Neonaziverlag “Der Schelm” sind zwei der drei Angeklagten in Revision gegangen. Wie das Oberlandesgericht Dresden MDR SACHSEN mitteilte, focht zudem der Generalbundesanwalt das Urteil an. Rechtsmittel gegen das Urteil legten demnach die Verteidiger des ehemaligen NPD-Stadtrats in Leipzig, Enrico B., und der Mitangeklagten, Annemarie K., aus Brandenburg ein. Enrico B. war vor gut einer Woche zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnisstrafe verurteilt worden, Annemarie K. bekam eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Sie müssen zudem ihre Gehälter, die sie als Angestellte des Neonazi-Verlags bezogen hatten, an den Staat zurückzahlen. Bei Enrico B. sind das gut 42.000 Euro, bei Annemarie K. 5.000 Euro. Der dritte Angeklagte, Matthias B. war zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

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Sömmerda, Ettersburg, Weimar – NS-Zwangsarbeit fand quasi vor jeder Haustür statt

Bis 1945 schufteten 500.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa in Thüringen. Sie arbeiteten in der Rüstung, auf dem Bau, bei Handwerkern oder in der Landwirtschaft. Es waren nicht nur Frauen und Männer, auch Kinder wurden ausgebeutet oder sie starben wegen Mangelversorgung. Beispiele aus Ettersburg und Sömmerda zeigen, wie schwierig das Erinnern ist. Die Arbeit im Forst ist hart. Säge, Axt, Spalthammer, keine Technik, höchstens ein Rückepferd hilft den Frauen, die Baumstämme aus dem Wald zu holen. Polinnen im Alter von 17 bis 62 Jahren sind bis 1945 im Bereich des Forstamtes Ettersburg eingesetzt. Holz wird dringend für die Wehrmacht gebraucht. Wie hart sie arbeiten müssen, zeigt die Verpflegungskarte, die für Schwerarbeiter größere Rationen vorsieht. Das Forstamt beklagt gegenüber der zuständigen Behörde, dass die Frauen ungenügend gekleidet seien, vor allem das Schuhwerk eigne sich nicht, schreibt der Förster. Ein Weimarer Handwerker liefert daraufhin 15 Paar Holzgaloschen im Wert von 58 Reichsmark. Zum Aufklappen: Was ist Zwangsarbeit? Frauen zur Abtreibung gezwungen Am 30. Januar 1944 kommt Nadeshda Tschernewa im Ostarbeiterlager Ettersburg zur Welt. Viel Lebenszeit bleibt ihr nicht. Bereits am 23. September 1944 wird der Totenschein ausgestellt. In den erhalten gebliebenen Unterlagen ist die Lieferquittung für einen Kindersarg. Wo das Baby begraben wird, ist unbekannt. Mit zunehmendem Arbeitskräftemangel Ende 1943 wurden viele Frauen zur Abtreibung gezwungen. Wenn es doch zu Geburten kam, wurden den Frauen die Kinder weggenommen und in sogenannte Ausländerkinder-Pflegestätten gebracht, wo sie systematisch vernachlässigt wurden und starben. Prof. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald Nadeshdas Schicksal war kein Einzelschicksal. In diesem Ostarbeiterlager bei Weimar gab es viele Babys und auch größere Kinder, die offenbar mit ihren Müttern ins Lager gekommen sind. “Bis Ende 1943 wurden schwangere Polinnen nach Hause geschickt”, sagt Prof. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. “Mit zunehmendem Arbeitskräftemangel Ende 1943 wurden viele Frauen zur Abtreibung gezwungen. Wenn es doch zu Geburten kam, wurden den Frauen die Kinder weggenommen und in sogenannte Ausländerkinder-Pflegestätten gebracht, wo sie systematisch vernachlässigt wurden und starben.” Solche Heime gab es in Thüringen an fast jedem Krankenhausstandort, so auch in Weimar in der Eduard-Rosenthal-Straße, wo heute die Landespolizeiinspektion untergebracht ist.

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The 200 Greeks Executed by Nazis on May Day – #otd

On May 1, 1944, 200 Greek communists were executed by the German Nazi forces occupying Greece during the Second World War. The executions were initiated as a reprisal for the killing of a high-ranking German officer by Greek resistance fighters just a few days before. The prisoners were taken by truck to the Kaisariani firing range, a suburb of Athens, and executed by firing squad. The Kaisariani massacre continues to be commemorated in Greece, having taken on renewed political meaning under shifting contexts. The execution was dramatized in 2017 in the film The Last Note, directed by Pantelis Voulgaris. Greek communists executed during the Second World War On April 27, 1944, Major General Franz Krech, commander of the 41st Fortress Division of the Wehrmacht, was ambushed and killed by Greek resistance fighters at Molaoi in Laconia. The resistance fighters were members of the Greek People’s Liberation Army (ELAS), the military arm of the left-wing National Liberation Front (EAM). The partisans were led by 2nd Lieutenant Manolis Stathakis. Three other German military officers were also killed in the ambush. The German reprisals were brutal and quickly enacted. On April 30, orders for executions were made known by the press, which was controlled by the occupying forces. In total, 200 Greek communists were rounded up by German forces and executed at the firing range in Kaisariani. They executed them in batches of 20 at the firing range.

via greekreporter The 200 Greeks Executed by Nazis on May Day

Ehemaliges Nazi-Hauptquartier Wolfsschanze – Forscher finden Skelette in Görings Haus

Ein deutsch-polnisches Team hat bei Ausgrabungen im Haus des ehemaligen Reichsmarschalls Hermann Göring die Überreste mehrerer Menschen entdeckt, darunter ein Neugeborenes. Allen Leichen fehlten Hände und Füße. Das ehemalige Nazi-Hauptquartier Wolfsschanze im Nordosten Polens ist noch immer ein furchterregender, düsterer Ort. Es liegt mitten in einem bewaldeten Moorgebiet und besteht aus riesigen, mittlerweile bemoosten Bunker- und Gebäuden-Resten, die jedes Jahr weit über 200.000 Touristen anlocken. Genau wie Hitler besaß auch Reichsmarschall Hermann Göring ein eigens Haus auf dem Gelände im ehemaligen Ostpreußen. In dessen Ruine haben Heimatforscher und Hobby-Archäologen nun die Skelette mehrerer Menschen entdeckt, darunter ein Neugeborenes (…) Das Haus Görings galt eigentlich als gründlich erforscht, doch dann fielen einem der Teammitglieder Hinweise auf einen alten Holzfußboden auf. Weil er Nägel und andere Überreste suchen wollte, begann er zu graben. Später stieß die Gruppe dann auf Wasserrohre – und etwa zehn Zentimeter unter der Erde auf das Fragment eines menschlichen Schädels. Das Team stellte die Arbeit ein und benachrichtigte die Polizei. Die Beamten fanden keine Hinweise auf ein erst kürzlich verübtes Verbrechen. Als es weiter grub, fand das polnische Team die Überreste von insgesamt fünf Menschen auf. Laut Gerichtsmedizin drei Erwachsene, ein Teenager und ein Baby. Womöglich war es eine Familie, die im Untergrund des Göring-Hauses vergraben wurde. (…) Die Ausgräber fanden keine Metall-Rückstände von Kleidung oder Schmuck. Womöglich wurden die Leichen unbekleidet vergraben. Auffällig sei es auch, dass bei allen Skeletten die Hände und Füße fehlten. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass sich diese feineren Knochen über die Jahrzehnte aufgelöst haben. Womöglich wurden den Toten die Extremitäten aber amputiert. Die schaurige Entdeckung passt gut zur Wolfsschanze, diesem düsteren Schauplatz der deutschen Geschichte, der während der Nazizeit aus etwa 200 Gebäuden bestand

via spiegel: Ehemaliges Nazi-Hauptquartier Wolfsschanze Forscher finden Skelette in Görings Haus

Wilczy Szaniec 40.jpg
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Alfista33″ title=”User:Alfista33″>Alfista33</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0 pl, Link

Augsburg: Polizei verhindert Vortrag von Holocaustleugner

Für den Samstag hatte der „Freundeskreis Alfred Schaefer“ zu einem Vortrag mit dem in der Szene bekannten deutsch-kanadischen Holocaustleugner geladen. Ursprünglich sollte an dem Tag ein 99-Jähriger über seine Zeit bei der SS-Division berichten. Das eine verhinderte die Polizei, das andere wohl ein Sturz. Vor Ort provozierte Schaefer wohl gleich wieder ein Ermittlungsverfahren. Keine Handys, keine Presse, keine Antifa, keine Posts in den Sozialen Medien. Mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen lud die Szene für Samstagnachmittag zu einer Vortragsveranstaltung „in den Raum Augsburg“. Eintrittspreis: 15 Euro. Laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Nord hatten die dortigen Einsatzkräfte sehr wohl eine Ahnung, wo sich die Gruppe treffen wollte und kontrollierte gegen 15 Uhr eine entsprechende Gruppe in einer Gaststätte im Augsburger Stadtteil Lechhausen. Die Gruppe soll etwa 30 Personen, jung und alt, umfasst haben. Aufgelöst wurde die Veranstaltung nicht. Eine Handhabe bot sich trotzdem: Ein 69-jähriger, sehr wahrscheinlich Referent Alfred Schaefer, habe durch seine Teilnahme gegen eine gerichtliche Weisung verstoßen, so die Polizei. Er erhielt deshalb einen Platzverweis, ebenso wie eine 41-Jährige, die einen nach Waffengesetz verbotenen Gegenstand mit sich führte. Alle anderen Personen wurden nach der Kontrolle wieder entlassen. (…) Am Samstag nun provozierte ein 69-jähriger laut Polizei durch seine Äußerungen vor Ort wieder ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Es dürfte sich wieder um den mitteilungsbedürftigen wie unbelehrbaren Holocaustleugner Schaefer handeln. Zweite Referentin war Sylvia Stolz, die wegen entsprechender Äußerungen ebenfalls schon eine Haftstrafe verbüßten musste und zeitweise ihre Rechtsanwaltszulassung verloren hatte. Vor etwa einem Jahr stand sie zuletzt vor Gericht, weil sie in Schreiben an ihr Finanzamt ebenfalls den Holocaust geleugnet hatte. Das Verfahren endete mit Freispruch, weil die für eine Verurteilung wegen Volksverhetzung nötige öffentliche Verbreitung fehlte. Autogrammkarten im Angebot Der geplante Vortrag von Stolz und Schaefer war seinerseits eine Ersatzveranstaltung für einen eigentlich für den Tag und Ort geplantes Treffen mit einem Angehörigen der NS-Erlebnisgeneration. Am selben Tag, selbe Uhrzeit und wieder „Raum Augsburg“ sollte zunächst ein 99-Jähriger über seine Zeit bei der SS-Division „Das Reich“ berichten. Der Untersturmbannführer sei wegen seiner „guten Leistungen in einer NAPOLA-Schule“ aufgenommen worden und habe sowohl an der West- als auch der Ostfront gekämpft, hieß es in der Ankündigung geschichtsklitternd. Vor Ort sollten Bücher und Autogrammkarten zum Verkauf angeboten werden, so die mit „H.N.M Pongratz“ unterschriebene Einladung. Zuvor sollte der Eintritt auf ein Schweizer Konto überwiesen werden. Die Beschreibung war nahezu identisch mit dem Klappentext des Buches von Gerhard Femppel. Auch das Alter stimmt überein

via endstation rechts: Augsburg: Polizei verhindert Vortrag von Holocaustleugner

siehe auch: Szene genau im Blick – Einsatz der Kriminalpolizei Augsburg Am Samstag (27.04.2024) fand im Augsburger Stadtteil Lechhausen ein Treffen mehrerer Personen statt, welche offenbar der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. Die Polizei kontrollierte die Teilnehmer des Treffens. Gegen 15.30 Uhr suchten Beamte der Kriminalpolizei das Treffen, welches in einer Lechhauser Gaststätte stattfand, auf und kontrollierten die Teilnehmer vor Ort. Dabei wurde die Kriminalpolizei auch durch Einsatzkräfte des PP Mittelfranken unterstützt. Die Beamten stellten die Personalien der Teilnehmer fest und führten entsprechende Überprüfungen durch. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass ein 69-jähriger Mann durch seine Teilnahme gegen eine gerichtliche Auflage verstieß. Er erhielt einen Platzverweis. Zudem wird gegen ihn auf Grund seiner Äußerungen vor Ort wegen Volksverhetzung ermittelt. Gegen eine 41-jährige Frau wird wegen Verstoßes nach dem Waffengesetz ermittelt, nachdem bei ihr ein verbotener Gegenstand aufgefunden wurde. Auch die Frau erhielt einen Platzverweis und musste das Treffen verlassen. Insgesamt nahmen ca. 30 Personen im Alter zwischen 18 und 71 Jahren teil. Sie stammten aus dem bayerischen Raum und aus weiteren Bundesländern.

#otd1945.04.21 – Der Todeszug aus Buchenwald – #AlleHabenEsGewusst

Über 50 Güterwaggons standen am 21. April 1945 im Bahnhof von Nammering in Niederbayern. Zwei Tage zuvor waren sie dort zum Stehen gekommen. Zerstörte Gleise verhinderten die Weiterfahrt. In den Waggons drängten sich über 4 000 Häftlinge aus Buchenwald. Seit zwei Wochen waren sie unterwegs. Bei der Abfahrt in Weimar hatten die Häftlinge Verpflegung für nur einen Tag erhalten. Es folgte eine endlos erscheinende Irrfahrt durch Sachsen, Tschechien und Bayern mit dem Ziel Dachau. Die Lage der Häftlinge war katastrophal. Hunderte waren während der Fahrt verhungert. Mithäftlinge mussten ihre Leichen in Nammering ausladen und auf einer Wiese verscharren oder verbrennen. Ohne Hemmungen ermordeten SS-Männer vor Ort weitere Häftlinge.

via liberation buchenwald: #otd1945.04.21 – Der Todeszug aus Buchenwald

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