Konzentrationslager Stutthof – Ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist tot

Die frühere KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe war das Todesdatum bereits der 14. Januar 2025. Die frühere KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das haben das Landgericht Itzehoe und die Staatsanwaltschaft Itzehoe dem SPIEGEL bestätigt. Zuerst hatte der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet . Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe starb Furchner bereits am 14. Januar 2025. Furchner wurde Ende 2022 wegen Beihilfe zum Mord in 10.505 Fällen und wegen Beihilfe zum versuchten Mord in fünf Fällen verurteilt. Sie erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung. Furchner hatte zwischen Juni 1943 und April 1945 als Stenotypistin des Lagerkommandanten Paul Werner Hoppe gearbeitet – und damit nach Ansicht des Gerichts bei der systematischen Tötung Tausender Hilfe geleistet.  Furchner war zwar keine direkte Beteiligung an einer Massenvernichtung nachgewiesen worden. Aber sie habe mit ihrer Arbeit das Konzentrationslager am Laufen gehalten. Über ihren Schreibtisch  soll der Schriftverkehr zwischen verschiedenen Konzentrationslagern gegangen sein, sie soll Deportationslisten für Züge nach Auschwitz aufgegeben und Material zur Herstellung des Giftgases Zyklon B bestellt haben.

via spiegel: Konzentrationslager Stutthof Ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard Furchner ist tot

siehe auch: Former Nazi Concentration Camp Secretary Irmgard Furchner Dies at 99. Irmgard Furchner, a former secretary at the Stutthof concentration camp during the Nazi era, has died at age 99. Furchner made international headlines in 2022 when she was convicted by a German court for her role in the systematic murder of more than 10,000 people during World War II. As a teenager, she worked as a civilian stenographer and typist in the camp commandant’s office, aiding in the administration of the camp’s daily operations. Her trial was seen as one of the last of its kind, as Germany continued to pursue justice for Holocaust crimes, decades after the war. About 110,000 people from 28 countries were imprisoned in the Stutthof concentration camp, and almost 65,000 did not survive.

Wulff kritisiert AfD bei Gedenken an Buchenwald-Befreiung

Jene, die glaubten, man könne die AfD entzaubern durch Einbindung, lägen falsch, betonte der Bundespräsident a.D. Beim Gedenkakt in Weimar hat der frühere Bundespräsident Christian Wulff den Bogen vom Nationalsozialismus bis zu heute geschlagen. »Aufgrund der Verrohung und der Radikalisierung und eines weltweiten Rechtsrucks kann ich mir inzwischen – und das macht mich beklommen – deutlicher vorstellen, wie das damals geschehen konnte«, sagte Wulff mit Blick auf den Nazi-Terror und die Entwicklung dahin. Er forderte zum aktiven Engagement für die Demokratie auf und dazu, sich Menschlichkeit zu bewahren. Mit Blick auf die NS-Zeit sagte Wulf: »Wir tragen hieraus eine dauernde, fortwährende, ewige Verantwortung, denn das Böse darf niemals wieder siegen.« Deutliche Kritik übte er an der in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD. »Die Verharmloser der AfD ignorieren, dass die AfD mit ihrer Ideologie den Nährboden bereitet, dass sich Menschen in Deutschland unwohl fühlen und tatsächlich konkret gefährdet sind.« Jene, die glaubten, man könne die AfD entzaubern durch Einbindung, lägen falsch.

via jüdische allgemeine: Wulff kritisiert AfD bei Gedenken an Buchenwald-Befreiung

Detailansicht Denkmal KL Buchenwald
Von me – Eigenes Werk, Gemeinfrei, Link

RASSISMUS-EKLAT IN BERGEN-BELSEN – Gymnasiasten singen in KZ-Gedenkstätte „Ausländer raus!“

Schüler sorgen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen für einen Eklat. Der Schulleiter reagiert entschlossen. Gymnasiasten aus Bielefeld haben in der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen (Niedersachsen) für einen Rassismus-Eklat gesorgt. Wie die Tageszeitung „Neue Westfälische“ auf ihrem Nachrichtenportal nw.de berichtet, hätten einzelne Jugendliche einer neunten Klasse nach einer Führung auf dem zentralen Platz „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ gesungen – die fremdenfeindlich umgedichtete Version des Gigi-d’Agostino-Hits „L’amour Toujours“. Die Lehrkräfte seien in diesem Moment an einer Ticketkasse beschäftigt gewesen. Aufsichtspersonal der Gedenkstätte habe daraufhin eingegriffen und die Schüler gemaßregelt. Eine Sprecherin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die Trägerin der Einrichtung ist, bestätigte den Vorfall. Dieser habe sich demnach bereits Anfang Juli 2024 ereignet. „Wie in anderen Fällen ist die Gedenkstätte daraufhin mit der Schule in Kontakt gegangen, die offenbar die weiteren Maßnahmen ergriffen hat“, sagte die Sprecherin weiter. Der Schulleiter hat dem Bericht zufolge entschlossen reagiert. Er habe den Vorfall zur Anzeige gebracht und innerschulische Disziplinierungsmaßnahmen angeordnet.

via abendblatt: RASSISMUS-EKLAT IN BERGEN-BELSEN Gymnasiasten singen in KZ-Gedenkstätte „Ausländer raus!“

Argentina’s president to declassify Nazi files, expose how war criminals fled to Argentina

The newly released archives could provide deeper insight into the extent of local support that enabled arrival of the fleeing Nazis. Argentinian President Javier Milei announced that Argentina would be declassifying government archives related to Nazi activity in an effort to expose how war criminals escaped to the country following World War II. The decision was made during a meeting with representatives from the Simon Wiesenthal Center, an international human rights organization that combats antisemitism. The move will grant researchers, along with the public, access to historical documents that may shed new light on the escape networks that helped Nazis evade arrest and resettle in South America. According to The Jewish Chronicle, historians estimate that Argentina offered refuge to roughly 5,000 Nazi war criminals, including notorious Nazi figures,  Adolf Eichmann and Josef Mengele. The newly released archives could also provide deeper insight into the extent of local support that enabled arrival of the fleeing Nazis and their protection. The escape routes allowed thousands of Nazis to flee Europe to countries like Switzerland, Argentina, and Mexico. Some of the documents may also reveal how the US used these networks to secretly relocate Nazi scientists across the Atlantic, enlisting them in major military, medical, and space research programs.

via jpost: Argentina’s president to declassify Nazi files, expose how war criminals fled to Argentina

siehe auch: Government to declassify files on Nazis who sought refuge in Argentina post-World War II Cabinet Chief Guillermo Francos confirms that President Javier Milei has ordered the declassification of all official records concerning Nazis who sought refuge in Argentina after World War II, following a request from US Republican Senator Steve Daines back in February. Argentina’s government will declassify all government-held files on Nazi fugitives who settled in Argentina after World War II, a top official has confirmed. Cabinet Chief Guillermo Francos announced Tuesday that President Javier Milei had ordered the release and declassification of the archives.  The files will concern “Nazis who sought refuge in Argentina and were protected for many years,” Francos explained in an exclusive interview with journalist Alfredo Leuco for the DNEWS media outlet.

Eichmann documento identità.jpg
Von Mercedes Benz Argentina – https://ilmanifesto.it/prima-di-gerusalemme-eichmann-a-buenos-aires-o-la-mondanita-del-male/, Gemeinfrei, Link

‘Budapest is ours’: Annual neo-Nazi holiday celebration commences in Hungary

Thousands of individuals—many of whom wore far-right insignia and Nazi uniforms—participated in a ‘memorial hike’ from Buda Castle. Thousands gathered in Budapest for the “Day of Honor” in early February to glorify those who fought alongside the Nazis during World War II, according to Légió Hungária, the organizers of the annual event. The event honored Waffen-SS collaborators, paying tribute to a failed operation in which Nazi and Hungarian troops attempted to break out of the city during the Soviet Army’s siege in 1945. The Siege of Budapest was one of the most brutal in modern history, lasting 100 days and resulting in the total destruction of the city.  Thousands of individuals—many of whom wore far-right insignia and Nazi uniforms—participated in a “memorial hike” from Buda Castle, according to images publicized by Getty. “Budapest is ours,” Outlaw Army said on their website, another organization that participated in planning the event. “This date is important because our Hungarian and German comrades defended Europe from communism and its materialistic, evil ideas,” Francesco, a member of the neo-fascist movement CasaPound Italia, remarked in a speech published on the Légió Hungária website.

via jpost: ‘Budapest is ours’: Annual neo-Nazi holiday celebration commences in Hungary

Paramilitärische Uniformen, Fackeln, Parolen: Trotz Verbots Neonazi-Gedenkmarsch in Sofia

Am Samstag nahmen 300 Personen an einem Gedenkevent für Christo Lukow in der bulgarischen Hauptstadt teil. Der NS-Kollaborateur gilt als “wichtigster bulgarischer Förderer des Holocausts”. Es sind gespenstische Szenen, die an faschistische Aufmärsche der 1930er-Jahre erinnern. Die Organisatoren tragen paramilitärische Uniformen, hunderte Rechtsextreme stehen mit Fackeln in Reih und Glied und skandieren den Namen des wohl bekanntesten Antisemiten Bulgariens: Christo Lukow. Der von den Organisatoren selbst so bezeichnete Lukow-Marsch zog in der Hochphase tausende Teilnehmer an und galt als eines der zentralen Vernetzungstreffen der europäischen Neonaziszene. In den vergangenen Jahren stagnierte die Teilnehmerzahl jedoch: Eine starke Polizeipräsenz, behördliche Auflagen, internationale Kritik sowie antifaschistischer Gegenprotest brachten die Organisatoren unter Druck und schwächten das Mobilisierungspotenzial. Der faschistische Charakter der Veranstaltung und die offene NS-Glorifizierung wirken trotz Auflagen und Verbotsversuchen anziehend für Neonazis aus ganz Europa. Dieses Jahr beteiligten sich Beobachtungen zufolge Rechtsextreme unter anderem aus Italien, Frankreich, Ungarn, Spanien, Rumänien, Tschechien und Deutschland. Drahtzieher des Holocausts in Bulgarien Christo Lukow (1878–1943), General und Kriegsminister im zaristischen Bulgarien, kollaborierte schon früh mit den Nationalsozialisten. Er führte in den 1940ern die faschistische Union der Bulgarischen Nationallegionen (UBNL) an, deren Jugendorganisation das Hakenkreuz im Emblem hatte. (…) Der diesjährige Lukow-Marsch hätte eigentlich schon am 15. Februar stattfinden sollen, wurde aber von den Organisatoren um eine Woche verschoben, um eine Überschneidung mit einem geschichtsrevisionistischen Neonazi-Gedenken in Dresden zu vermeiden. Die Koordinierung mit Rechtsextremen außerhalb Bulgariens zeigt die internationale Rolle und Relevanz der Veranstaltung. Am 15. Februar hielten bulgarische Neonazis trotz der Verschiebung eine kleine “Generalprobe” ab. Eine geplante Demonstration wurde beim Kulturpalast untersagt, die Gedenkveranstaltung mit Fackeln und Reden vor Lukows Wohnhaus durfte aber unter polizeilicher Aufsicht stattfinden. An der Veranstaltung beteiligten sich die rechtsextreme Gruppe Jugend für Bulgarien, die faschistische BNU und deren Jugendorganisation Junge Garde. Nur drei Tage später demonstrierten abermals Neonazis im Zentrum Sofias, anlässlich der Hinrichtung des Nationalhelden Wassil Lewski am 18. Februar 1873. Hinter dem Transparent: Neonazi-Aktivisten der Gruppe Nationaler Widerstand, die sich auch am Lukow-Marsch beteiligte.

via standard: Paramilitärische Uniformen, Fackeln, Parolen: Trotz Verbots Neonazi-Gedenkmarsch in Sofia

Castle Hill: Man charged over alleged nazi swastika display at war memorial

A man who allegedly displayed a nazi swastika drawn on his chest while standing beside a war memorial has been arrested and charged. At around 7pm on Monday, police responded to reports of a man displaying a displaying a nazi symbol. Officers arrived at the Wrights Road memorial in Castle Hill, finding a 31-year-old man with a nazi swastika drawn on his chest. He was arrested and taken to Castel Hill Police Station where he was charged with knowingly display by public act nazi symbol without excuse. Offenders can face up to one year in jail or an $11,000 fine or both under the Crimes Amendment (Prohibition on Display of nazi symbols) passed three years ago in NSW.

via thenightly: Castle Hill: Man charged over alleged nazi swastika display at war memorial