Hammerattacke auf Schulhof: Vier Jahre Haft für 15-Jährigen – #terror

Das Landgericht Augsburg hat im Prozess um den Hammerangriff an einer Schule in Friedberg das Urteil gefällt: Der zum Tatzeitpunkt 15-Jährige ist wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Von Barbara Leinfelder Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am 17.06.2026 um 15:30 Uhr. Der 15 Jahre alte Jugendliche, der im vergangenen Herbst an der Mittelschule in Friedberg zwei Mitschüler mit einem Hammer attackierte, ist heute vor dem Augsburger Landgericht zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt worden – wegen gefährlicher Körperverletzung. Zum Artikel: Hammerattacke von Friedberg: “Ich wusste, das ist kein Spaß!” Mordvorwurf wurde fallengelassen Das Gericht bliebt in seinem Urteil unter der Forderung der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft. Diese hatte sechs Jahre gefordert, wegen versuchten Mordes. Die Vorsitzende Richterin Martina Neuhierl geht davon aus, dass der 15-Jährige aus eigenem Entschluss von weiteren Schlägen abgesehen hat, daher das deutlich mildere Urteil. “Er hätte ohne Probleme weiter zuschlagen können”, habe es aber nicht getan, so Gerichtssprecher Michael Rauh. Gericht: Rassismus war kein Motiv Auch hinsichtlich der Motivlage setzte das Gericht einen anderen Akzent als die Generalstaatsanwaltschaft: Der 15-Jährige sei laut Gericht im Internet in extremistisches Gedankengut abgeglitten. Ein rein rassistisches Motiv, dass er nämlich Muslime töten wolle, sei aber nicht zu erkennen. Vielmehr habe er sich für eine frühere Beleidigung rächen wollen. Gerichtssprecher Michael Rauh schildert die Gemengelage: “Der Angeklagte wollte ein Zeichen gegen Mobbing setzen. Er wollte insgesamt mit der Tat im Internet Berühmtheit erlangen. Das war ein Stück seiner Motivlage.” Ziel sei es jetzt, so Rauh weiter, dass der Jugendliche in der Haft an sich arbeite und diesen “Schuss vor den Bug” nutze, um sein Problem aufzuarbeiten und aus dem extremistischen Gedankengut herauszukommen. Nach Informationen des BR hatte der Schüler bei der Tat einen Militäranzug sowie eine Art Wehrmachtshelm getragen. Mit Hammer, Messer und Softair-Pistole bewaffnet Der Jugendliche war im vergangenen Herbst auf dem Pausenhof seiner früheren Schule aufgetaucht – bewaffnet mit einem Hammer, einem Messer und einer Softair-Pistole. Dort attackierte er zwei ehemalige Mitschüler und verletzte sie erheblich. Einer der attackierten Jungen flüchtete zunächst, rannte dann aber zurück und stellte sich dem Täter entgegen, um seinen verletzten Freund aus der Gefahrenzone zu holen. Opfer kann Urteil akzeptieren Die Anwältin des Jugendlichen sagte dem BR, der Angeklagte wirke auf sie noch sehr kindlich und unreif. Sie hoffe, dass er in der Haft eine neue Struktur für sein weiteres Leben aufbauen könne. Ihr Mandant würde das Urteil akzeptieren, auch wenn er immer noch unter Angstzuständen und Flashbacks leide. “Ich denke aber, dass er das schaffen wird. Er hat tolle Eltern, gute Freunde, macht Sport. Auch das heutige Urteil trägt zu Verarbeitung bei.”

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Neuer AfD-Generalsekretär: Seiferts Geschäfte mit Parteifreunden

Der neue Generalsekretär der Landes-AfD, Seifert, hat von fragwürdigen Geschäften mit der AfD-Kreistagsfraktion in seinem Kreisverband Vorpommern-Rügen profitiert. Der Stralsunder kassierte 2023 für Aufträge der AfD-Fraktion rund 6.000 Euro. Der Landkreis moniert die Ausgaben dafür als zweckwidrig. Am vergangenen Wochenende erlebte Dario Seifert den bisherigen Höhepunkt seiner parteiinternen Karriere. Der 32-jährige Bundestagsabgeordnete wurde beim Parteitag in Grimmen mit knapp 92 Prozent zum neuen Generalsekretär der Landes-AfD gewählt. Der Stralsunder sitzt damit an entscheidenden Hebeln: Er soll Wahlkämpfe organisieren, den Nachwuchs in der in Teilen rechtsextremen Jugendorganisation “Generation Deutschland” fördern und allgemein die Schlagkraft der Partei erhöhen. Lob vom Vorsitzenden Seifert gilt schon seit langem als mächtiger parteiinternen Strippenzieher, an dem niemand vorbeikommt. Seine Vergangenheit als Neonazi, über die zuletzt auch bundesweit berichtet wurde, hinderte ihn nicht am Aufstieg. Sein langjähriger Gegner und Widersacher, der Co-Vorsitzende Leif-Erik Holm, lobte in Grimmen Seiferts “ungeheures Organisations- und Kommunikationstalent”. Er habe seinen Kreisverband Vorpommern-Rügen in den vergangenen Jahren so “hochgepusht” wie keinen anderen, mit einer Mitgliederzahl, “die deutschlandweit ihresgleichen sucht”, so Holm. 6.000 Euro für Werbemittel Sein oft gelobtes Talent hat Seifert in der Vergangenheit offenbar auch einen eigenen Vorteil gebracht. Nach NDR Informationen machte er 2023 Geschäfte mit der AfD-Kreistagsfraktion in Vorpommern-Rügen. Seifert lieferte der Kreistags-Fraktion über seine Stralsunder Firma Strela Medien Zollstöcke und Mützen, Kugelschreiber und Tassen, außerdem entwarf er ein Logo für die Fraktion. Im Mai und im September stellte er die Leistungen für die Werbemittel der Fraktion in Rechnung. Es ging um 3.502,27 Euro und 2.395,12 Euro – zusammen knapp 6.000 Euro. Die Fraktion überwies die Summe unverzüglich auf Seiferts Konto bei der Ostseesparkasse. Die Belege liegen dem NDR vor. Seiferts Geschäfte mit seinen Parteifreunden im Kreistag auf Kosten des Steuerzahlers sind allerdings fragwürdig. Denn in einem Prüfbericht kommt die Kreisverwaltung zu dem Schluss, dass das Geld zweckwidrig ausgezahlt wurde. Die Anschaffung des Werbematerials gehöre nicht zur Öffentlichkeitsarbeit einer Fraktion, heißt es in dem Prüfbericht, der dem NDR vorliegt. Dort sind die beiden Rechnungen Seiferts aufgeführt, ohne allerdings den Urheber zu nennen. Der Kreis bemängelt damit nicht die Auftragsvergabe an Seifert. Insgesamt kommen die Prüfer zu dem Schluss, dass die AfD-Kreistagsfraktion bis 2024 rund 8.500 Euro zweckwidrig ausgegeben hat. Der Großteil ging an Seiferts Firma.

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Hass-Drohschreiben voller Neonazi-Fantasien in Thüringen aufgetaucht – #terror

In Thüringen sind Drohbriefe voller Neonazi-Parolen, Hass, Hetze und Mordfantasien aufgetaucht. Sie seien im letzten Monat an Bildungseinrichtungen, Polizeistationen, Sportvereine, kommunale Verwaltungen, politische Einrichtungen und Privatpersonen verschickt worden, schreibt die “taz” und beruft sich unter anderem auf Polizeiangaben. Von mindestens 19 Briefen ist die Rede – hauptsächlich im Raum Eisenach. Teils enthalten sie demnach die Bezeichnung “NSU 2.0”. Dies ist eine Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) ist, die zehn Morde verübte. Die Linksfraktion im Thüringer Landtag bestätigt, solch einen Drohbrief mit dem Begriff “NSU 2.0” erhalten zu haben. “In erschütternder Offenheit enthält das Schreiben nationalsozialistische Vernichtungsfantasien und Mordaufrufe, antisemitische und antimuslimische Hetze sowie rassistische Entmenschlichung, Symboliken aus der Neonazi-Szene und das Kürzel ‘AFD’ neben der Androhung des Einsatzes von chemischen Mordmitteln”, sagt die Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuss.

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Verfassungsschutzbericht Deutlich mehr Rechtsextremisten in Niedersachsen

Innenministerin Daniela Behrens sieht im Rechtsextremismus die größte Bedrohung für Gesellschaft und Demokratie. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Als wichtigsten Treiber sieht der Verfassungsschutz die AfD. Die Partei spricht dagegen von „Diffamierung und Dämonisierung“. Von dpa Freitag, 12.06.2026, 07:00 Uhr Hannover. Der niedersächsische Verfassungsschutz sieht den Rechtsextremismus weiter auf dem Vormarsch. Das rechtsextremistische Personenpotenzial stieg binnen eines Jahres von 1.970 auf 2.710 Menschen, wie aus dem Verfassungsschutzbericht 2025 hervorgeht. Grund dafür sei vor allem die AfD, einschließlich ihrer neuen Jugendorganisation „Generation Deutschland“. Das der Partei zugerechnete Personenpotenzial wuchs von 850 auf 1.600 Personen. Die AfD Niedersachsen wurde vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. In einem Eilrechtsschutzverfahren bestätigte das Verwaltungsgericht Hannover am 1. Juni diese Einschätzung vorläufig. Die Partei bleibt damit zunächst ein „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus.  Für Innenministerin Daniela Behrens ist die Bewertung eindeutig. „Die größte Gefahr für unsere Gesellschaft geht vom Rechtsextremismus aus und die AfD Niedersachsen ist diesem Phänomenbereich zuzuordnen“, sagte die SPD-Politikerin bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts. Diese Ideologie ziele darauf ab, demokratische Grundwerte und Institutionen zu unterwandern. „Es geht um nichts weniger als die Destabilisierung unseres politischen Systems und des gesellschaftlichen Miteinanders.“ „Diffamierung und Dämonisierung der AfD“ Die AfD wies diese Einschätzung zurück. Der stellvertretende Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stephan Bothe sprach von einer „Diffamierung und Dämonisierung der AfD“. Seine Partei stehe auf dem Boden des Grundgesetzes, die Gerichte würden dies am Ende bestätigen. Zudem warf er dem Verfassungsschutz vor, bei der Beobachtung politischer Ränder mit zweierlei Maß zu messen und linksextremistische Bestrebungen weniger stark in den Blick zu nehmen. Der Verfassungsschutz schütze nicht die Verfassung, sondern die Regierung vor der Opposition.

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Verfassungschutz-Bericht MV: Rechtsextreme Radikalisierung nimmt zu

Innenminister Christian Pegel (SPD) hat heute den Verfassungsschutzbericht für 2025 vorgestellt. Dabei zeigt sich, dass hybride Bedrohungen und die Radikalisierung junger Leute im Internet weiter zunehmen. Die Bedrohungslage in Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin angespannt und vielfältig. Das geht aus dem heute vorgestellten Jahresbericht für 2025 des Verfassungsschutzes im Land hervor. So ist die rechtsextreme Szene im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Erstmals zählten die Sicherheitsbehörden mehr als 2.000 Rechtsextremisten im Land, wie Innenminister Pegel bei der Vorstellung des Berichtes sagte. Genau seien es 2.030. Im Jahr zuvor wurden der Szene den Angaben zufolge 1.950 und noch ein Jahr davor 1.855 Personen zugerechnet. Politisch motivierte Kriminalität (PMK) – das zeigen auch die am Donnerstag vorgestellten Zahlen – nimmt in den meisten Teilbereichen leicht zu.

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Höchstwert bei antimuslimischen Vorfällen

Antimuslimischer Rassismus erreicht laut dem 11. Antimuslimischen Rassismus Report ein besorgniserregendes Ausmaß in Österreich. Mit 1.684 im Vorjahr registrierten Fällen sei ein Höchstwert erreicht worden. Von der Politik fordert die Stelle unter anderem einen Aktionsplan gegen Rassismus. Es handle sich bei dem Report um eine Momentaufnahme, die Dunkelziffer sei wohl deutlich höher, schickte Dunia Khalil, Leiterin der Rechtsberatung der Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit & antimuslimischer Rassismus (Dokustelle Österreich) voraus. Zu beobachten sei ein Zusammenhang zwischen politischen Debatten und gemeldeten Fällen, verwies sie auf die Debatte um das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Diese habe zum Jahresende für eine Häufung von gemeldeten Fällen gesorgt. Betont wurde auch, dass Betroffene von antimuslimischem Rassismus Opfer von Mehrfachdiskriminierung seien, besonders was Frauen betreffe. Es habe etwa Fälle gegeben, wo das Lehrpersonal Schülerinnen noch vor dem Inkrafttreten des Kopftuchverbots dazu aufgefordert hätten, das Kopftuch abzunehmen. Diese institutionelle Diskriminierung würde auch durch zwei Studien in den Bereichen Gesundheit und Justiz belegt. Zwei Fälle besonders besorgniserregend Beinahe zwei Drittel aller Fälle fanden laut dem Report online statt. Bei den Offline-Fällen hätte „Verbreitung von Hass“ 63 Prozent der Fälle ausgemacht, gefolgt von Beleidigungen mit elf Prozent. Mit elf Prozent habe sich die Zahl physischer Übergriffe deutlich verringert, hieß es weiter. Sendungshinweis „Wien heute“, 19.00 Uhr, ORF 2 Als besonders besorgniserregend eingestuft wurden zwei Vorfälle: In einem Fall in Niederösterreich wurden Schüsse auf eine Moschee abgefeuert. Im zweiten Fall liege laut dem Report im Zusammenhang mit einem Mord in der Donaustadt ein antimuslimischer Tatverdacht vor. Im Oktober 2025 erschoss ein 50-Jähriger in der Donaustadt seinen Nachbarn – „Ich habe die iranische Sau umgeschossen“ – und wurde Monate später wegen Mordes zu 19 Jahren Haft verurteilt.

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Nazis Can Read, Apparently

The Futurist State and Other Works of Historical Fiction The Nazi TMZ, otherwise known as FashFront, has announced recently that it is publishing a book. FashFront launched as a neo-Nazi forum attempting to recreate the infamous Iron March, but has since evolved into something closer to a celebrity gossip site for fascists—complete with the same commitment to drama and the same absence of self-awareness. So what remains to be written by people whose worldview mostly boils down to “it’s the Jews, stupid”? The answer, apparently, is an 89-page pamphlet called The Futurist State. FashFront publishes through something called the Thousand Year Publication — named after a Reich that lasted twelve years. Excellent branding. To understand why this is worth examining at all, one first has to understand how thin the fascist literary tradition actually is. Competing political traditions such as communism and anarchism generated hundreds of thinkers and vast libraries of literature. Fascism, by contrast, has a much narrower canon—which helps explain why neo-Nazis remain fixated on texts like Siege and The Turner Diaries: not because they are good, but because the shelf is nearly empty. This is what happens when a movement effectively bans political theory and literature produced by radicals, Jews, feminists, LGBTQ people, people of color, or anyone else who deviates from its narrow worldview. The available reading list fits comfortably on a nightstand—a very small nightstand. So when someone on the far right produces something even marginally coherent, it becomes analytically worth noting in the same way a dog walking on its hind legs is worth noting. You are not impressed by the quality; you are impressed that it is happening at all.

via red pill reversal: Nazis Can Read, Apparently