Update: Schock über Angriff auf Moschee in Finnentrop – Staatsschutz ermittelt – #kaltland #terror

Schockiert zeigt sich Ramazan Olmaz, Vorsitzender des Moscheevereins, auch fast zwei Tage nach dem Angriff auf das Moschee- und Kulturzentrum in Finnentrop. In der Nacht zum Samstag, 11. Januar, hatten mehrere Täter das Gebäude angegriffen. Die Überwachungskamera zeigt vier Personen, die Steine auf das Gebäude werfen und anschließend weglaufen. 26 Steine wurden vor dem Gebäude gefunden. Drei zweifach verglaste Fenster der Einrichtung wurden eingeschlagen und die Fassade beschädigt. Die Fenster in der ersten Etage, die laut Ramazan Olmaz etwa fünf bis sechs Meter hoch sind, waren offenbar das Ziel der Täter. Zum Zeitpunkt des Angriffs, kurz vor Mitternacht, befand sich niemand in der Moschee. Durch den Einbruch einer ersten Scheibe wurden Nachbarn aufmerksam und meldeten sich bei der Polizei. Die Polizei erschien umgehend mit acht Streifenwagen. Der Staatsschutz beim Polizeipräsidium Hagen, der für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständig ist, war noch in der Tatnacht vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen.

via lokalplus nrw: Update: Schock über Angriff auf Moschee in Finnentrop – Staatsschutz ermittelt

https://twitter.com/AlertaSiegen/status/1216773225562148864

G20-Foto kostet »Bild« 50.000 Euro

Die Boulevardzeitung zeigte wiederholt das Bild einer Frau, die sich angeblich an Plünderungen im Zuge der G20-Proteste in Hamburg beteiligte. Die »Bild« ist beim Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, ein Ordnungsgeld wegen ihrer G20-Berichterstattung 2017 anzugreifen. Die Karlsruher Richter nahmen die Beschwerde des Medienkonzerns Axel Springer gegen einen Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt nicht zur Entscheidung an, wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss vom 18. Dezember hervorgeht. Das Oberlandesgericht hatte »Bild« zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt, weil die Boulevardzeitung ein Foto erneut veröffentlicht hatte, dessen Abdruck ihr untersagt worden war. »Bild« hatte im Zusammenhang mit Plünderungen am Rande des G20-Gipfels am 10. August 2017 in Hamburg Fotos aus einem Drogeriemarkt veröffentlicht und dabei einen Bildausschnitt mit einer Frau vergrößert. Unter der Überschrift »Zeugen gesucht! Bitte wenden Sie sich an die Polizei« schrieb das Blatt zu dem Foto: »Der Wochenend-Einklau? Wasser, Süßigkeiten und Kaugummis erbeutet die Frau im pinkfarbenen T-Shirt im geplünderten Drogeriemarkt«. Dagegen klagte die Frau vor dem Frankfurter Landgericht und ließ »Bild« verbieten, sie durch die Veröffentlichung des Fotos erkennbar zu machen. Unter der Überschrift »Bild zeigt die Fotos trotzdem« wiederholte das Blatt am 12. Januar 2018 das Foto, allerdings ohne die Frau herauszuvergrößern. Auf deren Klage verhängte das Landgericht ein Ordnungsgeld von 50.000 Euro, eine Beschwerde des Verlags wies das Oberlandesgericht 2019 ab. Die Zeitung habe »bewusst und gewollt versucht (…), die Entscheidung des Landgerichts zu umgehen«, hieß es in dem Beschluss des Oberlandesgerichts. Es handele sich unstreitig um das gleiche Bild wie in der Ausgangsberichterstattung. Dass nun das komplette Foto und nicht nur ein vergrößerter Teilausschnitt abgedruckt worden sei, ändere nichts an der Identität der beiden Fotos. Diese hätten in beiden Fällen als Beleg für die Behauptung gedient, dass die Frau an der Plünderung des Drogeriemarktes beteiligt gewesen sei. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte nun diese Rechtsprechung.

via nd: G20-Foto kostet »Bild« 50.000 Euro

https://twitter.com/KanzleiHoenig/status/1216736298087714817

Attacken auf österreichische Ministerin – Hass? Rassismus!

Die neue Justizministerin Alma Zadić ist widerlichen Angriffen im Netz ausgesetzt. Und Kanzler Kurz reagiert mit einem wenig hilfreichen Statement. Österreich zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite. Diesmal geht es um die neue Justizministerin Alma Zadić, die seit rund zwei Wochen rassistisch und sexistisch angegangen wird. Das lief verkürzt so: Zuerst wurde auf Facebook gehetzt. Neben tiefsten Beschimpfungen wurde da diskutiert, ob Zadić überhaupt Ministerin sein könne, weil sie wegen übler Nachrede verurteilt worden sei. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um kein Strafverfahren, sondern um ein laufendes medienrechtliches Verfahren, sie hatte Berufung eingelegt. Das Ganze ist vor allem deshalb lächerlich, weil, hätte man in Österreich wirklich ein Problem mit bescholtenen Personen in der Regierung, dem Land einiges erspart geblieben wäre – etwa ein Ibiza-Fan als Vizekanzler. Eigentlich geht hier aber darum, dass Zadić nicht in Österreich geboren wurde. Sie ist als 10-Jährige mit ihren Eltern aus Bosnien geflüchtet. Deshalb wurde auch leidenschaftlich diskutiert, wie sehr sie als Ministerin den islamischen Glauben ausleben werde. Die Antwort ist: Gar nicht, sie ist nämlich keine Muslimin, und selbst wenn, gilt auch in Österreich Religionsfreiheit. Das hindert die Hetzer aber nicht, ihr eine Verbindung zu Islamisten zu unterstellen. Zadić steht inzwischen wegen Morddrohungen unter Polizeischutz. Der neue, alte Bundeskanzler Sebastian Kurz, der bekannt ist für sein Rückgrat aus Spaghettinudeln, ist selbstverständlich keine Hilfe. Von ihm kommt nur ein halbherziges, Trump’sches Statement gegen „Hass im Netz“ von allen Seiten. Nur ist das hier kein Hass, sondern Rassismus. Und würde er den einmal richtig benennen, müsste er auch nicht lange überlegen, woher der kommt (…) Natürlich muss Zadić das nicht aushalten. Niemand muss Rassismus und Sexismus aushalten, niemand muss systematische Diskriminierung, begründet durch die reine Existenz eines Menschen, aushalten. Politiker_innen dagegen müssen es aushalten, wenn sie für ihr politisches Handeln kritisiert werden. Im Gegensatz zu Zadić wurde Kurz übrigens in dem Tweet von Mission Lifeline deshalb mit dem Hashtag „BabyHitler“ bedacht, weil er zuvor in einem Interview private Seenotrettung für mehr Tote verantwortlich gemacht hatte.

via taz: Attacken auf österreichische Ministerin – Hass? Rassismus!

Neue homophobe Entgleisung von Israels Erziehungsminister

Seine eigenen Kinder könnten nicht homosexuell sein, da sie “auf natürliche und gesunde Weise aufgewachsen” seien, meinte Rafi Peretz von der Siedlungspartei. Mehrere israelische Schulen haben am Sonntag gegen Äußerungen des nationalreligiösen Erziehungsministers protestiert, der Homosexualität indirekt als unnatürlich eingestuft hatte. Einige Einrichtungen hielten am ersten Werktag der Woche Unterrichtsstunden zum Thema Toleranz ab, teilweise in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadtverwaltungen und queeren Organisationen. Auch schwule und lesbische Lehrer*innen hätten laut Medienberichten protestiert. Erziehungsminister Rafi Peretz, ein orthodoxer Rabbiner, hatte in einem am Freitag veröffentlichten Interview auf die Frage geantwortet, was er tun würde, wenn eines seiner Kinder eine “andere sexuelle Ausrichtung” hätte: “Gott sei Dank sind meine Kinder auf natürliche und gesunde Weise aufgewachsen. Sie bauen ihre Häuser auf der Basis jüdischer Werte.” Als normale Familie definierte er eine “mit Mann und Frau”.

via queer: Neue homophobe Entgleisung von Israels Erziehungsminister

Involuntary Celibates are an ‘emerging domestic terrorism threat’: Texas warns of an ‘Incel Rebellion’

Misogynistic men who identify as part of the “Involuntary Celibate” movement are domestic terrorism threats, according to a new report. The Texas Department of Public Safety included the warning in their 2020, “Texas Domestic Terrorism Threat Assessment” (PDF). “Although not a new movement, Involuntary Celibates (Incels) are an emerging domestic terrorism threat as current adherents demonstrate marked acts or threats of violence in furtherance of their social grievance,” the report noted. “Once viewed as a criminal threat by many law enforcement authorities, Incels are now seen as a growing domestic terrorism concern due to the ideological nature of recent Incel attacks internationally, nationwide, and in Texas.” (…) “The violence demonstrated by Incels in the past decade, coupled with extremely violent online rhetoric, suggests this particular threat could soon match, or potentially eclipse, the level of lethalness demonstrated by other domestic terrorism types,” the report warned.

via raw story: Involuntary Celibates are an ‘emerging domestic terrorism threat’: Texas warns of an ‘Incel Rebellion’

#Charlottesville rally organizer released, but may face criminal contempt charges

White nationalist Elliott Kline jailed after he was accused of failing repeatedly to turn over records demanded by plaintiffs in civil lawsuit. An organizer of a 2017 white nationalist rally in the US state of Virginia has been released from jail after being held in civil contempt for failing to comply with court orders in a federal lawsuit, but a judge said he could face criminal contempt charges. Elliott Kline was jailed Monday after US District Judge Norman Moon found he had repeatedly failed to turn over records requested by plaintiffs in the lawsuit against him and other participants in the rally. On Wednesday, Moon ordered Kline to be released, but also said he would consider whether Kline should be referred to the US Attorney’s Office for potential criminal contempt charges “as a result of his contemptuous conduct to date.” Kline served as leader of a white nationalist group called Identity Evropa, which was known for its campaigns to post white supremacist propaganda on college campuses. Kline stepped back from a public role in the white nationalist movement after The New York Times investigated and debunked his claims about his military service. A lawsuit funded by the nonprofit Integrity First for America was brought by Virginia residents who were injured during two days of violence in August 2017. It accuses the white nationalists of violating civil rights laws and seeks a court order prohibiting further violations as well as financial judgments.

via timesofisrael: Charlottesville rally organizer released, but may face criminal contempt charges