SEBASTIAN SCHMIDTKE – Gericht bestätigt Waffenverbot für Neonazi

Schlappe für Sebastian Schmidtke: Die Stadt Braunschweig hatte dem Neonazi den Besitz von jeglichen Waffen untersagt. Schmidtke wollte sich per Eilantrag gegen die Entscheidung wehren – doch das Verwaltungsgericht hat das Verbot jetzt bestätigt. Sebastian Schmidtke verfüge für den Erwerb oder Besitz von Waffen nicht über die erforderliche Zuverlässigkeit, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Braunschweig. Der Grund: Schmidtke ist Mitglied der Partei „Die Heimat“, bis zu ihrer Umbenennung vor rund zwei Jahren noch die NPD. Dabei „handele es sich um eine Vereinigung, die verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolge.“ „Schon die bloße Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung“ würde dem Gericht zufolge zu einer waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit führen. Schmidtke müsse demnach nicht nachgewiesen werden, dass er sich „individuell verfassungsfeindlich“ betätige. Besonderes Interesse der Allgemeinheit überwiegt Vorausgegangen war dem ein Bescheid der Stadt Braunschweig vom 19. Februar. Darin wird Schmidtke einerseits der „Erwerb und die Ausübung der tatsächlichen Gewalt über Waffen und Munition, zu deren Erwerb es keiner besonderen behördlichen Erlaubnis bedarf“, untersagt. Darunter fallen beispielsweise Schreckschuss- sowie Hieb- und Stichwaffen. Zudem wird auch der Besitz von Waffen und Munition verboten, für deren Besitz eine Erlaubnis erforderlich ist. Gleichzeitig hielt das Gericht fest, dass damit nicht gegen das Grundrecht des früheren Bundesvize auf Berufsfreiheit verstoßen werde. Denn: „Die Allgemeinheit habe ein besonderes Interesse am Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit und vor den Folgen eines Waffenbesitzes unzuverlässiger Personen.“ Dieses Interesse überwiege das berufliche Interesse Schmidtkes. (…) Hintergrund des Vorgehens der Stadt dürften auch Schmidtkes Aktivitäten als Unternehmer sein. So betreibt der Neonazi beispielsweise einen Online-Shop, über den er bis zu dem ausgesprochenen Verbot zahlreiche Waffen zum Verkauf anbot. Dutzende entsprechende Artikel waren dort zu finden, auf YouTube bewarb er diese Waffen dann beispielsweise unter Überschriften wie „Verteidigung von Wohnung und Haus“. Laut Schmidtke, der seit vergangenem Herbst nicht mehr in Thüringen, sondern in Niedersachsen gemeldet ist, werfe ihm der Verfassungsschutz in einem 40-seitigen Gutachten u.a. vor, „Wehrsportübungen“ legalisieren zu wollen. Auch das Verwaltungsgericht verweist auf jenes Gutachten, dieses hätte für die Entscheidung jedoch „keine maßgebliche Rolle“ gespielt. Ausschlaggebend sei vor allem die Mitgliedschaft in der „Heimat“ gewesen. Schmidtke war zuvor jahrelanger Kader der „Heimat“, bis er sich im November 2024 zusammen mit dem seinerzeitigen Bundesvorsitzenden Frank Franz aus Führungspositionen zurückgezogen hat. Seitdem versucht er sich vor allem als YouTuber und begleitet Demonstrationen als „Journalist“, ähnlich wie der Streamer und AfD-Mann Sebastian Weber alias „Weichreite“.

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screenshot TG: Mimimi

Nach der gescheiterten Berufung soll es nun in die Revision gehen – Urteil wegen „Volksverhetzung“ gegen AfD-Ratsfrau aus Mettmann bestätigt

Die Inhalte waren stark antisemitisch und abstrus. Dennoch teilte eine AfD-Ratsfrau aus Mettmann einen Post in einer internen Chatgruppe. Auch im zweiten Anlauf lautet das Urteil: Das war Volksverhetzung. Am 13. Januar 2024 um 13.57 Uhr drückt AfD-Ratsfrau Petra Kotthaus auf „weiterleiten“. In dem Post, den Kotthaus in einer Telegram-Gruppe der AfD teilt, geht es um mit Beton zugeschüttete Tunnel einer Synagoge in Brooklyn, um verschleppte Kinder und um blutgetränkte Matratzen. Dass es weiter unten im Text auch noch um „Israel als Eldorado für Kinderschänder“ und „jüdische Reptilienmenschen“ ging, will die AfD-Ratsfrau nicht gelesen haben. Das Amtsgericht hatte sie wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt, dagegen war Kotthaus in Berufung gegangen. Die wurde nun beim Landgericht verhandelt und verworfen, es bleibt also bei der verhängten Geldstrafe – zumindest vorerst. Rechtsanwalt Wilhelm Bergmann, der die Angeklagte in dem Verfahren vertritt, hat bereits angekündigt, in Revision gehen zu wollen. Der Grund: Derartige Prozesse würden zunehmend „politisch geführt“ werden. Er habe von Fällen gehört, bei denen Staatsanwälte einer Einstellung derartiger Verfahren nicht zustimmen dürften. „Wir befinden uns auf einem ganz gefährlichen Weg“, glaubt Bergmann, der die Gewaltenteilung in Gefahr sieht. Gründe für seine Sicht auf die Dinge liefert er auch in seinem Plädoyer: Dass der Post von Petra Kotthaus eine „Volksverhetzung“ sei – das sei unbestritten. Die Angeklagte habe das auch schon beim Amtsgericht eingeräumt und „vom ersten Tag an zum Ausdruck gebracht, dass sie die Sache bedauert“. Es sei im Übrigen der erste Post dieser Art seiner Mandantin gewesen, die sich bislang nichts dergleichen habe zuschulden kommen lassen. Die Frage, die das Gericht aus seiner Sicht zu klären habe, sei jedoch eine andere: Wurde der Post im juristischen Sinne „verbreitet“? Denn nur durch das Verbreiten sei der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, andernfalls bewege man sich möglicherweise im Bereich der „Meinungsfreiheit“. In ihrer Urteilsbegründung vertrat die Kammer eine andere Rechtsauffassung: Die Angeklagte habe damit rechnen müssen, dass der Post aus der Gruppe heraus in die Öffentlichkeit gelangt. „In einer geschlossenen Gruppe muss man bei 39 Mitgliedern mit einer Weitergabe rechnen“, so die Berufungsrichterin. Dazu muss man wissen, dass es sich bei der Telegram-Gruppe der AfD, in die Kotthaus den Post geteilt hatte, um eine private, und damit geschlossene Gruppe handelte. Von dort gelangte er an Markus Neitsch, der ehemalige AfD-Kreisvorsitzende war nun als einziger Zeuge im Prozess geladen. Zum Missfallen der Angeklagten, die – so deren Verteidiger Wilhelm Bergmann – schon vor dem Post im Streit mit Neitsch gelegen habe

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„Wer seid Ihr, dass Ihr bestimmt, wer die Partei verlassen muss?“: Berliner Grüne greift Kretschmann und Özdemir für Kritik an Jette Nietzard an – #polizeiproblem

Für ihren Anti-Polizei-Pullover wird Grüne-Jugend-Chefin Jette Nietzard auch aus der eigenen Partei stark kritisiert. Nun geht die Berliner Abgeordnete Katrin Schmidberger deren größte Kritiker hart an. Die Berliner Grünen-Abgeordnete Katrin Schmidberger hat den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und den Grüne-Spitzenkandidaten für die kommende Landtagswahl, Cem Özdemir scharf kritisiert. Ihr geht es dabei um deren Aufforderungen zum Parteiaustritt an die Grüne-Jugend-Chefin Jette Nietzard. „Wer seid Ihr, dass Ihr bestimmt, wer die Partei verlassen muss?“, schreibt Schmidberger auf dem Nachrichtendienst X. „Ich bin wirklich entsetzt und frage mich, wer agiert hier wirklch (sic!) kindisch.“ Konflikte sollten parteiintern geklärt werden. Mit ihrer öffentlichen Kritik hingegen würden Kretschmann und Özdemir „rechte Narrative bedienen“. Nietzard war wegen eines Fotos in einer Instagram-Story in die Kritik geraten, auf dem sie einen Pullover mit den Buchstaben „ACAB“ trägt. Die Abkürzung steht für „All Cops Are Bastards“ (deutsch: Alle Polizisten sind Bastarde). Unter anderem Kretschmann und Özdemir hatten Nietzard dafür kritisiert und ihr zugleich einen Parteiaustritt bei den Grünen nahegelegt.

via tagesspiegel: „Wer seid Ihr, dass Ihr bestimmt, wer die Partei verlassen muss?“: Berliner Grüne greift Kretschmann und Özdemir für Kritik an Jette Nietzard an

Verdacht der #Terrorfinanzierung – #Razzia bei prorussischem Verein

In Brandenburg und Berlin hat der Generalbundesanwalt Durchsuchungen durchführen lassen. Es geht um den Verdacht der Unterstützung pro-russischer Milizen in der Ost-Ukraine. Im Fokus der Ermittlungen: der Verein “Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe”. Der Name des Vereins, “Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V.”, klingt nicht so, als müssten sich irgendwann einmal die deutsche Justiz und Fahnder des Bundeskriminalamtes (BKA) dafür interessieren. Tatsächlich aber hat der Generalbundesanwalt in Karlsruhe den 2015 in Berlin gegründeten Verein schon seit einiger Zeit im Blick. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass seine Mitglieder möglicherweise Unterstützer des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind.Am Dienstagmorgen nun rückten das Bundeskriminalamt (BKA) und Spezialkräfte der Berliner Polizei aus und durchsuchten mehrere Häuser, Wohnungen und Büroräume in Brandenburg und Berlin, darunter nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) ein Grundstück in Zernsdorf, einem Ortsteil von Königs-Wusterhausen, südöstlich von Berlin, sowie ein Haus in Wandlitz im Landkreis Barnim. Ebenso durchsucht wurde das offizielle Vereinsbüro, das sich in einem Bürokomplex im Berliner Ortsteil Friedrichshain befindet. (…) Der Verein soll zwischen 2015 und 2022 Milizen in den “Volksrepubliken” Donezk und Luhansk in der Ost-Ukraine mit Spendengeldern unterstützt haben, die vom Generalbundesanwalt als terroristische Vereinigungen eingestuft werden. Offiziell sammelt der Verein Spenden und organisiert Hilfslieferungen an russische Bürger im Donbass.Gegen zwei Personen des Vereins soll der Generalbundesanwalt im Zuge der Ermittlungen auch Haftbefehl erlassen haben. Die Festnahmen konnten aber bislang nicht vollstreckt werden, weil sich beide Vereinsmitglieder nach Erkenntnissen von WDR, NDR und SZ derzeit in Russland aufhalten sollen.

via tagesschau: Verdacht der Terrorfinanzierung Razzia bei prorussischem Verein

siehe auch: Ein deutscher Verein finanziert die Lieferung von Kriegsgütern an russische Truppen Mit Nazis in Russland Der deutsche Verein Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe beliefert bis heute die russisch besetzten Gebiete in der Ukraine – offenbar auch mit Kriegsgerät. Die Vorsitzende des Vereins, Liane Kilinc, lebt in Russland und arbeitet dort mit Rechtsextremen zusammen. Angebliche Friedensfreunde, die Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen, selbsternannte Antifaschisten, die mit russischen Rechtsex­tremen kein Problem haben: Spätestens seit Beginn der russischen Invasion ist das ein bekanntes Phänomen. Besonders krass ist der Fall von Liane Kilinc. Die Brandenburgerin ist mit ihrem Verein Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe seit 2015 in den inzwischen von Russland annektierten separatistischen »Volksrepubliken« im Osten der Ukraine aktiv. Bis 2019 war sie Mitglied der Linkspartei. Sie präsentiert sich stets als Antifaschistin und Friedensaktivistin – auch gerne in kremlnahen Propagandamedien wie dem in Deutschland mittlerweile verbotenen Sender RT DE (früher Russia Today), dem sie erst im Dezember ein Interview gab. Nach eigenen Angaben organisiert und finanziert ihr Verein Transporte mit humanitären Hilfsgütern für den Donbass. Das Foto eines Lastwagens, der mit dem hierzulande verbotenen Z-Symbol versehen war, bescherte der Friedensbrücke im vergangenen Jahr ein Ermittlungsverfahren wegen Billigung von Straftaten und die Aberkennung der Gemeinnützigkeit. Auf ihrer Website wirbt die Friedensbrücke weiter um Spenden. Neben ­einem Paypal-Konto findet sich hier eine Bankverbindung der Berliner Sparkasse, die auf Kilincs Namen läuft. Den Spendenaufruf verbreitete auch der reichweitenstarke Telegram-Kanal der Influencerin und Kriegsbefürworterin Alina Lipp, die seit 2021 überwiegend in Donezk wohnt und zu Kriegsbeginn im Februar 2022 freudig auf ­Telegram postete: »Die Denazifikation hat begonnen.« Kilinc selbst befindet sich inzwischen in Russland. In RT DE mimte sie die politisch Verfolgte und behauptete, in Deutschland »Drohungen« und »psychischer Gewalt« ausgesetzt gewesen zu sein, beispielsweise weil Autos mit ukrainischem Kennzeichen vor ihrem Auto geparkt hätten. Neue Recherchen des russischen ­Investigativportals The Insider und der Inhaberin eines deutschsprachigen Twitter-Accounts mit dem Namen Polly belegen nun eindrücklich, wie eng ­Kilinc mit rechtsextremen und putintreuen Gruppen zusammenarbeitet. Die Auswertung von Beiträgen und Bildmaterial aus verschiedenen sozialen Medien zeigt außerdem, dass von der Friedensbrücke finanzierte Transporte auch militärische Güter in den Donbass brachten.

»Der Verein soll zwischen 2015 und 2022 Milizen in den ›Volksrepubliken‹ Donezk und Luhansk in der Ost-Ukraine mit Spendengeldern unterstützt haben […]. Offiziell sammelt der Verein Spenden und organisiert Hilfslieferungen an russische Bürger im Donbass.«

Johannes Spohr (@jspohr.bsky.social) 2025-05-27T19:37:35.648Z

Tommy Robinson – Britischer Rechtsextremist kommt frei – und dankt Elon Musk

Tommy Robinson gilt als prägende Figur der rechtsextremen Szene in Großbritannien. Jetzt wurde der 42-Jährige vorzeitig aus der Haft entlassen. Der britische Rechtsradikale Tommy Robinson ist frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. In einem am Dienstag im Internet veröffentlichten Video mit dem Titel “Tommy aus dem Gefängnis frei” bedankte sich der 42-Jährige bei US-Milliardär Elon Musk und kritisierte die britische Regierung. Robinson war im Oktober wegen Missachtung einer Gerichtsentscheidung zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht hatte vergangene Woche jedoch entschieden, seine Haftstrafe zu reduzieren. Einen Tag später wurde Robinson wegen Bedrohung von zwei Männern angeklagt, bei denen es sich Berichten zufolge um Journalisten der “Daily Mail” handelt. Anfang Juni soll er deswegen vor einem Gericht in London erscheinen.

via t-online: Tommy Robinson Britischer Rechtsextremist kommt frei – und dankt Elon Musk

Radikalisierung im Internet: Junge Rechte werben um Nachwuchs

Der Verfassungsschutz in Niedersachsen beobachtet seit Mitte 2024 eine erhöhte Radikalisierung junger Rechter im Internet. Inzwischen haben sich mehrere rechtsextreme Gruppen gebildet und suchen nach Anhängern. von Oliver Jürgens Sie nennen sich “Jung & stark, “Deutsche Jugend voran”, “Der Störtrupp” und “Jugend rechts” – junge rechtsextreme Gruppen, die auch in Niedersachsen in Erscheinung treten. Im Internet gehen Rechtsextreme gezielt auf die Suche nach Sympathisanten. Über Telegram, WhatsApp, Instagram und andere Plattformen machen sie den Jugendlichen ein niederschwelliges Angebot. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung. “Sie machen sich dabei auch Plattformen wie TikTok zunutze und setzen auf die Inszenierung ihrer rassistischen und menschenverachtenden Aktivitäten und Straftaten als Social Media kompatibles Spektakel.” Eine dieser neuen rechten Gruppen ist der “Active Club Ostwestfalen”. Auf ihrem Instagram-Kanal werben die Anhänger auch um Jugendliche im angrenzenden Niedersachsen. Der Kanal hat 1.000 Follower, bei Telegram sind es 370. Die Mitgliederzahl der einzelnen neuen Gruppen ist dem Verfassungsschutz in Niedersachsen aber nicht bekannt. “Eine genaue Aussage über das Personenpotenzial ist aufgrund der Heterogenität und der insbesondere im virtuellen Raum hohen Fluktuation an genutzten Kommunikationskanälen gegenwärtig schwierig”, heißt es in einem schriftlichen Statement an den NDR Niedersachsen. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke ist bundesweit die Rede von Anhängern im mittleren zweistelligen bis mittleren dreistelligen Bereich.

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Verfassungsschutzbericht 2024 – Bericht offenbart größte Bedrohung in Österreich

Der neue Verfassungsschutzbericht 2024 zeichnet ein düsteres Bild: Rechtsextreme Tathandlungen haben massiv zugenommen, islamistische Radikalisierung verlagert sich zunehmend ins Netz – und auch linksextreme Delikte steigen deutlich. Besonders alarmierend: Junge Menschen werden gezielt über soziale Medien rekrutiert. Mehr Politik-News Der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2024 zeigt eine ungünstige Entwicklung in allen relevanten Bereichen. Sowohl beim islamistischen Extremismus als auch bei Rechts- und Linksextremismus kam es zu einem Anstieg der Tathandlungen. Als besonders gefährlich vor allem bei der Rekrutierung jugendlicher Täter zeigt sich das Internet. Weiters problematisch ist, dass rechtsextreme Gruppen eine starke Tendenz zur Bewaffnung zeigen. Präsentiert wurde der Bericht Montagvormittag von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) gemeinsam mit seinem Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) und dem Leiter der Direktion Staatsschutz Nachrichtendienste Omar Haijawi-Pirchner. Letzterer betonte, dass der Rechtsextremismus zahlenmäßig mit 1.486 registrierten Tathandlungen weiter die stärkste Gruppe sei. Der Anstieg gegenüber 2023 betrage 23 Prozent. Rechtsextreme Szene ist gewaltbereit Dabei bemerke man eine zunehmend internationalere Vernetzung. Hierbei gehe es in Chatgruppen auch um die Vorbereitung von Gewalttaten. In Österreich habe ein 16-jähriger einen Chat mit 150 Minderjährigen koordiniert. Dabei sei Verherrlichung von Nationalsozialismus bis hin zu Videos mit Tötungsfantasien gegen jüdische und muslimische Personen registriert worden: “Die Szene ist gewaltbereit”, betonte Haijawi-Pirchner. Rekord-Wert Rechtsextreme Straftaten stark angestiegen 05. März 2025 Karner unterstrich, dass die rechtsextremen Gruppen eine Affinität zum Waffenbesitz hätten. Sehr oft seien Waffen und Munitionen in hoher Zahl sichergestellt worden. Haijawi-Pirchner ergänzte, dass sich vor allem junge Gruppen auf den “Tag X”, sprich einen Umsturz vorbereiten würden. Bei der Rekrutierung hilfreich seien online verbreitete Verschwörungserzählungen, berichtete Karner.

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