Rechtsextreme Drohungen – Neue “NSU 2.0”-Mails bedrohen auch Journalistinnen – #terror

Ein neues “NSU 2.0”-Drohschreiben richtet sich nach hr-Informationen auch an zwei Journalistinnen. Sie werden ebenso wie die Linken-Politikerinnen Wissler, Renner und Helm mit dem Tod bedroht. Bereits 2017 gab es unzulässige Datenabfragen von hessischen Polizisten. In der Affäre um die mit “NSU 2.0” unterzeichneten Drohmails gibt es weitere Betroffene. Nach Informationen des hr richtet sich eine neue Drohmail von Dienstagabend auch gegen zwei Journalistinnen. Das Drohschreiben, das dem hr vorliegt, ist im Stil eines Zuschauerbriefs an die ZDF-Moderatorin Maybrit Illner adressiert. Darin wird vorgeschlagen, neben den Linkenpolitikerinnen Janine Wissler, Martina Renner und Anne Helm sowie der Kabarettistin Idil Baydar auch die taz-Journalistin Hengameh Yaghoobifarah in eine Sendung mit dem Thema “Wann wird Deutschland endlich abgeschafft?” einzuladen. Yaghoobifarah hatte vor einem Monat eine umstrittene Kolumne über die Polizei geschrieben. Allen sechs Frauen droht der Verfasser mit dem Tod. Der anonyme Verfasser wirft Illner vor, sich für die “Abschaffung der Scheißdeutschen, die Vernichtung der Kartoffelkultur und für den Bevölkerungsaustausch” zu engagieren. Unterzeichnet ist die Mail unter anderem mit “NSU 2.0”. Der Verfasser deutet an, selbst Polizist zu sein, schon mehrere rechtsextreme Mails verschickt zu haben und kündigt weitere Drohschreiben an. Der Absender nimmt am Ende seines Briefs auch Bezug auf die “Kameraden des Staatsstreichorchesters”. (…) Gemeinsam ist den bisherigen Adressatinnen der “NSU 2.0”-Drohmails, dass sie selbstbewusst, emanzipiert und meinungsstark auftreten – und damit ins Feindbild von Rechtsextremisten zu passen scheinen.

via hessenschau: Rechtsextreme Drohungen Neue “NSU 2.0”-Mails bedrohen auch Journalistinnen

#Deplatforming – #Identitären-Chef #Sellner nun auch auf #Tiktok gesperrt und von #Webhoster gekündigt – #noIB #eingesellnert

Rechtsextremer verliert weitere Möglichkeiten, mit seiner Anhängerschaft zu kommunizieren. Nach Twitter, Youtube und Tiktok ist Identitären-Gründer Martin Sellner nun auch von seinem eigenen Webhoster gekündigt worden. Dies gab der rechtsextreme Influencer auf Telegram bekannt, wo er rund 55.000 Follower aufweist. Sellner veröffentlichte eine Mail von Domain-Factory, in dem ihm die Kündigung ausgesprochen wurde. “Weiter geht’s! Soeben hat mir mein Webhoster gekündigt, das heißt, ich muss mit meiner Homepage umziehen”, kommentierte er den Beitrag. Sellner verbreitet in diesem Zusammenhang die Wahrheit, wie ein kurzer Blick auf Who.is zeigt. Auch dort ist nachzulesen, dass die Seite inaktiv ist und am 13. Juli bereits die Kündigung ausgesprochen wurde. Erst heute flog der Rechtsextreme von Tiktok, nachdem er dort mehrmals gegen die Community-Richtlinien verstoßen haben soll. Auch hier ist die Sperre dauerhaft. Sellner kann nun nur mehr auf Telegram und dem “Rechts außen”-Twitter Parler zu seiner Anhängerschaft sprechen.

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Dieses Glossar an Corona-Fakes solltest du teilen, um Verschwörungsgläubige zu überzeugen

Wir sind in den letzten Tagen von unzähligen Menschen beleidigt und bedroht worden. Uns wurde vorgeworfen, dass wir unkritisch seien, “regierungshörig”, dumm, dass wir unsere Mitmenschen “versklaven” wollen. Und das nur, weil wir hier konsequent den breiten wissenschaftlichen Konsens zur Corona-Krise vertreten. Weil wir der Gefährlichkeit der Pandemie realistisch ins Auge blicken. Weil wir Risikogruppen UND die Wirtschaft schützen wollen und was dagegen haben, wenn die Pandemie durch Nazis und andere Betrüger*innen instrumentalisiert wird. Dieser ganze Hass kann einem unter die Haut gehen und teilweise mehr Angst machen als das Virus selbst. Aber, liebe Maßnahmen-Gegnerinnen, wir geben euch trotzdem nicht auf. Wir können euch nicht aufgeben, denn ihr seid unsere Mitmenschen, unsere Mitbürgerinnen. Wir glauben immer noch daran, dass wir eine Diskussion auf der Grundlage von Fakten führen können. Deshalb hier nochmal die wichtigsten Fakten zur COVID-Krise zusammengefasst. Alles ist mit Quellen belegt, alles sachlich erklärt. Es liegt an euch, “aufzuwachen”. (…)
Mit Corona gestorben Viele Leute behaupten, dass Corona total harmlos sei, weil der Pathologe Klaus Püschel angeblich festgestellt habe, dass die meisten Mit und nicht An Corona gestorben seien. Aber das stimmt gar nicht. Bei Correctiv distanziert er sich von solchen Aussagen (Quelle). Zwar hatten viele Patienten Vorerkrankungen, doch Datenanalysen der Uni Glasgow (Quelle) und des NDR (Quelle) zeigen, dass die Toten noch circa eine Dekade zu leben gehabt hätten. Im Gegensatz dazu zeigen viele Analysen, dass die Todeszahlen sogar zu niedrig angesetzt sind. Übersterblichkeit für die USA (Quelle) und viele andere Länder (Quelle Rohdaten auf Github). An der Übersterblichkeit sieht man, dass Covid trotz massiver Gegenmaßnahmen in vielen Ländern deutlich schlimmer war als die Grippe

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Swatting is no joke — White supremacist pleads guilty to multiple “swatting” incidents. #AtomwaffenDivision “preaches hatred of minorities, gays, and Jews.” – #terror

John Cameron Denton, a founding member of the neo-Nazi group the Atomwaffen Division, has pled guilty to participating in several “swatting” incidents that occurred in 2018 and 2019, the US government announced on Tuesday. Swatting is a dangerous hoax that involves calling the police in an effort to get a SWAT team dispatched to a victim’s home. Pro Publica first unmasked Denton as a leader of the Atomwaffen Division in a 2018 story linking the group to the murder of a gay Jewish college student. Pro Publica described the group as “a white supremacist group that celebrates both Hitler and Charles Manson.” The group “embraces Third Reich ideology and preaches hatred of minorities, gays, and Jews.” Pro Publica says that the group has conducted in-person weapons training in several locations around the US, and people associated with the group have been charged in five murders. According to the FBI, Denton was furious about Pro Publica’s story and arranged the swatting of both Pro Publica’s offices and the home of a Pro Publica reporter in retaliation. Denton and his co-conspirators coordinated using IRC, Discord, and other online tools. They would use these tools to discuss potential targets for “swatting”—including journalists, government officials, churches, and universities. Once a target was selected, someone would place a call to the target’s local police force using the VoIP service Mumble. Others could listen in on the call. In January, we reported on the arrest of John William Kirby Kelley, who was allegedly part of the same online community. Police identified Kelley after he called in a hoax bomb threat to his own college, Old Dominion University, and took inadequate measures to conceal his own identity. That initial breakthrough helped law enforcement identify others in Kelley’s orbit.

via arstechnica: Swatting is no joke — White supremacist pleads guilty to multiple “swatting” incidents. Atomwaffen Division “preaches hatred of minorities, gays, and Jews.”

#AfD-Politikerin kritisiert #Ermittlungen durch #Staatsschutz – #versammlungsgesetz

Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nach der Verhüllung eines Karl-Marx-Denkmals in Berlin gegen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch und andere Beteiligte. Es bestehe der Verdacht des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Aktion sei nicht angemeldet gewesen. Von Storch, Partei-Vize auf Bundesebene, kommentierte die Ermittlungen so: “Dass Kritik an Karl Marx als mögliche “Staatsgefährdung” wahrgenommen wird, zeigt den wachsenden Einfluss der SED-Nachfolgepartei und linksradikaler Gruppen auf Politik und Behörden.” Die AfD-Politikerin und einige Mitglieder der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hatten die Marx-Büste am Strausberger Platz am Dienstagmorgen zeitweise verhüllt. Sie stülpten einen dunklen Plastiksack über die Bronzebüste und fixierten ihn mit Klebeband, wie ein Internetvideo der AfD zeigt

via sz: AfD-Politikerin kritisiert Ermittlungen durch Staatsschutz.

Nach der Verhüllung eines Karl-Marx-Denkmals in Berlin ermittelt der polizeiliche Staatsschutz gegen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch und andere Beteiligte. Es bestehe der Verdacht des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Die Aktion sei nicht angemeldet gewesen.

Doof – erst das Video eingestellt, dann deswegen gegen mich ermittelt. Voll gemein!

#Rechtsextreme auf #Leipziger Plattform: Cartoonist Ralph #Ruthe macht Laden bei “#Spreadshirt” dicht – #schauhin

Das Leipziger Unternehmen “Spreadshirt” kommt nicht zur Ruhe: Wegen Kleidung mit Designs von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern geriet der Online-Händler ins Visier der Polizei und bekam Gegenwind seitens der Kundschaft (TAG24 berichtete). Nun aber verabschiedete sich mit Cartoonist Ralph Ruthe (48) ein Promi-Kunde samt seines Shops von den Leipzigern. (…) in die Kritik geriet vor allem ein Motiv mit Judenstern und der Aufschrift “Impfgegner”. (…) Nach den Rassismus-Vorwürfen hätte er sich ein klares Statement seitens “Spreadshirt” gewünscht: “Ein klares ‘Nazis raus’ oder ‘Wir geben Rassismus keine Plattform’ auf der Startseite findet man nicht. Ich bekomme dadurch den Eindruck, das Unternehmen möchte sich nicht klar positionieren”, so Cartoonist Ruthe.

via tag24: Rechtsextreme auf Leipziger Plattform: Cartoonist Ralph Ruthe macht Laden bei “Spreadshirt” dicht

screenshot https://www.facebook.com/ruthe.de/posts/10158411146114417

„#NSU 2.0.“ – #Frauenfeindliche Motive in rechtsradikaler und rassistischer #Drohserie treten immer stärker hervor – #schauhin #terror

Die Linken-Fraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, Anne Helm, prangert den Aspekt der Frauenfeindlichkeit in der jüngeren Welle von rechtsradikalen und rassistischen Bedrohungen an. Helm sagte dem Deutschlandfunk, die E-Mails an sie enthielten „etliche sexistische Beleidigungen, die letzte auch Vergewaltigungsphantasien“. Frauenfeindlichkeit gehöre eindeutig zu den Motiven des oder der Täter. Das werde nicht nur durch die Auswahl der Opfer deutlich. Sie schienen sich sehr sicher zu sein. Es sei zu befürchten, dass auch weiterhin die Quellen zu sensiblen Daten genutzt würden, um gezielt Frauen des öffentlichen Lebens zu terrorisieren. Die öffentliche Aufmerksamkeit scheint nach Einschätzung Helms dabei motivierend zu wirken. Auch in der hessischen Affäre um NSU-2.0-Drohmails treten frauenfeindliche Motive immer stärker hervor, wie unser Hessen-Korrespondenten Ludger Fittkau berichtet. Er sagt, es gehe in mehreren Fällen um Frauen, die als öffentliche Personen und für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus bekannt seien. Damit bezog er sich auf die Anwältin Seda Basay-Yildiz, die seit 2018 Drohmails mit dem Kürzel „NSU 2.0“ erhielt. Hinzu kamen ab Februar die hessische Linken-Fraktionschefin Janine Wissler und zuletzt die Kabarettistin Idil Baydar. In allen drei Fällen gab es unberechtigte Datenabfragen über die Frauen – jeweils von hessischen Polizeicomputern.
Auch Wissler ist Opfer sexistischer Beleidigungen

Nach Informationen, die dem Deutschlandfunk vorliegen, beinhalten auch die Drohschreiben an die Linken-Politikerin Wissler sexistische Beleidigungen. Sie selbst will sich zu diesem Aspekt nicht äußern. Derweil betont Fittkau mit Blick auf die aktuelle Sachlage: „Immer deutlicher wird damit auch, dass die Täter, die Zugang zu hessischen Polizeicomputer haben, neben rassistischen auch stark misogyne Tatmotive haben.“ Auch bei der Linken-Politikerin Helm wurden persönliche Daten genutzt. Sie sieht eine indirekte Verbindung zu den Vorkommnissen bei der hessischen Polizei, wie sie in der „Frankfurter Rundschau“ erläuterte.

via deutschlandfunk: „NSU 2.0.“Frauenfeindliche Motive in rechtsradikaler und rassistischer Drohserie treten immer stärker hervor