#POLIZEI-SKANDAL – #Caffier will rechtsextreme #SEK-Leute rausschmeißen – #terror

Eigentlich wollte der Innenminister das Eigenleben des SEK per Pressekonferenz für beendet erklären. Doch dann regte Lorenz Caffier eine vermeintliche Kleinigkeit mächtig auf – und dürfte noch großes Echo finden. Fakt ist, dass Lorenz Caffier das durch rechtsextremistische Umtriebe in die Negativschlagzeilen geratene Sondereinsatzkommando (SEK) straffer führen will und vom Landeskriminalamt zur Landesbereitschaftspolizei umsetzen wird. Fakt ist aber auch, dass der CDU-Innenminister mehrere SEK-Leute lieber heute als morgen rausschmeißen möchte. Doch das ist laut Innenminister gar nicht so einfach. Zur Erinnerung: In den Fokus geriet eine Einheit des SEK in MV, da einer ihrer ehemaligen Spitzenkräfte –- Marko G. – führender Kopf im rechtsextremen Prepper-Netzwerk „Nordkreuz“ war. Insgesamt laufen gegen acht aktive oder ehemalige Beamte Disziplinarverfahren, fünf sind suspendiert worden, gegen vier von ihnen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Dazu gehört auch weiter Marko G. Gegen die Bewährungsstrafe wegen unerlaubten Waffenbesitzes ist die Staatsanwaltschaft in Revision gegangen. Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen durch eine Razzia im Juni 2019, bei der bei Marko G. eine Maschinenpistole und mehr als 30 000 Schuss Munition gefunden worden waren. Dass die SEK-Männer trotz der laufenden Disziplinarverfahren und der Verfehlungen immer noch zur Polizei gehören, ärgert Caffier nach eigenen Worten „wahnsinnig“. Es könne doch nicht sein, dass sich diese Disziplinarverfahren so lange hinziehen würden, machte der Innenminister seinem großen Unmut Luft. „Wir bekommen die Leute nicht los“, wetterte der Christdemokrat bei der Pressekonferenz zur Umstrukturierung des SEK ungefragt in Richtung des langsam und gemächlich tickenden Öffentlichen Dienstes. Gleichzeitig lobte Caffier in dem Zusammenhang das Bundesland Baden-Württemberg. „Dort fliegen die erst mal raus – und dann können sie sich später wieder einklagen“, wünschte sich der MV-Innenminister auch hierzulande einen anderen Umgang in solchen Angelegenheiten.

via nordkurier: POLIZEI-SKANDAL – Caffier will rechtsextreme SEK-Leute rausschmeißen

Rechtsextremer #Rapper – #Youtube sperrt Konto von #ChrisAres

Youtube hat den Kanal des rechtsextremen Rappers Chris Ares gesperrt. Er habe dort Hassrede verbreitet, die gegen die Nutzungsrichtlinien verstoßen. Die Videoplattform Youtube hat das Konto des rechtsextremen Rappers Chris Ares gesperrt, weil er gegen die Hassrede-Richtlinien der Plattform verstoßen hat. Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Christoph Aljoscha Zloch heißt, steht der rechtsextremen Identitären Bewegung nahe und wurde mehrfach in den Berichten des bayerischen Verfassungsschutzes erwähnt. (…) Ares hatte knapp 80 000 Abonnenten auf Youtube und konnte auch Umsätze auf klassischen Online-Musik-Plattformen wie Spotify und iTunes generieren. So gelang es dem 1992 geborenen Ares kurzfristig, mit seiner Veröffentlichung „2014 – 2018“ auf iTunes die Hip-Hop-Charts anzuführen. „Damit zeigt sich einerseits die Bedeutung des Vertriebs von extremistischer Musik als Download im Internet und andererseits die gestiegene Reichweite von identitärer Rap-Musik“, heißt es Verfassungsschutzbericht Bayern 2019.

via stuttgarter nachrichten: Rechtsextremer Rapper Youtube sperrt Konto von Chris Ares

„Schäm dich“: Bäckerei antwortet auf rassistische Post

Eine Bäckerei in Hessen wollte Werbung für eine Rabatt-Aktion machen und hat deshalb Flyer mit Coupons verteilt. Einen der Flyer erhielt sie allerdings per Brief wieder zurück – inklusive einer rassistischen Botschaft. Die Bäckerei veröffentlichte den Vorfall daraufhin auf Facebook. „Zehnfacher Sommergenuss aus deiner Lieblingsbackstube“ – das steht auf dem Flyer von „Schäfers Backstuben“. Mit dabei sind Rabatt-Coupons, die sich abreißen lassen. Das Foto auf dem Flyer zeigt eine Mitarbeiterin mit kambodschanischen Wurzeln, die gerade von einem Stück Brot abbeißt. Die Flyer wurden an Haushalte in der Umgebung der Bäckerei verteilt. Kurze Zeit später erhielt die Bäckerei einen anonymen Brief. Darin steckte der Flyer – der oder die Absender*in hatte darauf außerdem eine Botschaft hinterlassen: „Verkauf deine Backwaren in China! Was soll diese blöde Werbung?“ Die Bäckerei veröffentlichte ein Foto des bekritzelten Flyers auf Facebook – und richtete selbst eine deutliche Botschaft an den bzw. die Verfasserin und Gleichgesinnte. Das Familienunternehmen sei stolz darauf, Mitarbeiterinnen aus 30 Nationen zu beschäftigen. In dem Team sei Platz für jede Nationalität und Herkunft, egal ob als Mitarbeiterinnen oder Kundinnen. „Was wir allerdings absolut nicht akzeptieren, sind feige Kund*innen, die uns solche Briefe schicken! Schäm dich dafür und denk über dein Verhalten nach“, schrieb Schäfers Backstuben außerdem auf Facebook. Ihre Forderung an die absendende Person: „Kauf deine Backwaren bitte nicht mehr in unseren Filialen! Rechtes Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben bei uns, bei Schäfers Backstuben, keine Chance und keinen Raum!“ Der Post wurde auf Facebook mehr als tausendmal geteilt und erhielt hunderte Kommentare. Für die Worte der Bäckerei gab es darin viel Lob.

via utopia: „Schäm dich“: Bäckerei antwortet auf rassistische Post

https://www.facebook.com/SchaefersBackstuben/posts/3517304588288865

#Asylbewerber mit #Hausmüll verglichen: #Ermittlungen gegen Solinger #AfD – #schauhin #hetzer

Wegen eines Beitrags der Solinger AfD auf ihrer Facebook-Seite ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung. Das hat ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigt. Zuerst hatte das “Solinger Tageblatt” berichtet. Dabei gehe es um einen Vergleich von abgelehnten Asylbewerbern mit Hausmüll. Die AfD hatte sich in dem Beitrag dafür ausgesprochen, zur Finanzierung eines Krankenhausbetriebs abgelehnte Asylbewerber abzuschieben. Dann folgt der Vergleich mit Müll, den man besser entsorge statt darüber zu diskutieren, wie man den Gestank besser ertrage. Es werde nun ermittelt, wer strafrechtlich für den Text verantwortlich sei, hieß es.

via tag24: Asylbewerber mit Hausmüll verglichen: Ermittlungen gegen Solinger AfD

siehe auch: Äußerungen auf Facebook – AfD Solingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung. Vergleich der Solinger Partei bei Facebook von Asylbewerbern mit Hausmüll mündet in Strafanzeige der Polizei. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert berichtet, dass die Wuppertaler Staatsanwaltschaft gegen Mitglieder des Solinger Kreisverbands der Alternative für Deutschland (AfD) wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Das gehe auf eine vom Polizeipräsidium Wuppertal verfasste Strafanzeige zurück. Das passt zur landesweiten Strategie der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden in NRW, die Initiative „Verfolgen statt nur Löschen“ umzusetzen. Wie Baumert erklärt, untersuche das zuständige Dezernat eine Äußerung auf der Facebook-Seite der Solinger AfD. Dabei gehe es um den sprachlich unmittelbaren Zusammenhang von abgelehnten Asylbewerbern mit zu entsorgendem Hausmüll. „Das überschreitet das Maß des Zulässigen“, erklärt der Oberstaatsanwalt in einer ersten Einschätzung. Die AfD hatte einen Artikel des Solinger Tageblatts über die Positionen der Parteien zur Kommunalwahl rund um die Zukunft des Solinger Klinikums zum Anlass für diese Aussagen genommen: Eine Klinik dürfe durchaus mit Defizit arbeiten. Um dieses zu decken, gebe es eine „einfache Lösung“: Man solle abgelehnte Asylbewerber abschieben. Im weiteren Verlauf argumentiert die AfD auf Facebook so: Man müsse das alles wie beim Hausmüll bewerten, wenn dieser stinke. Da schlagen die Autoren zwei Lösungen vor: „Bringen Sie den Müll raus“ oder „Schaffen Sie einen Stuhlkreis, der darüber diskutiert, wie man den Gestank besser ertragen kann“. Wähle man die AfD, bekomme man die erste Lösung.

#Espelkamper #Wahlkreisbewerber war wegen #Beleidigung vor #Gericht – #Hausverbot – #afd #schauhin #hetzer #frauenhass

Erneut: AfD-Kandidat verurteilt. Der AfD Espelkamp droht erneut Ärger mit einem ihrer Vertreter. Denn einer der Wahlkreiskandidaten in Espelkamp ist im vergangenen Jahr vom Amtsgericht Rahden zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt worden. Der 43-Jährige ist daraufhin vor das Landesgericht in Bielefeld gezogen, um Berufung einzulegen. Dies jedoch scheiterte, denn dort wurde das Urteil vom zuständigen Richter im Großen und Ganzen bestätigt, wie Oberstaatsanwalt Dr. Martin Temmen gegenüber dieser Zeitung sagte. Was aber ist eigentlich passiert? Bei einer AfD-Veranstaltung vor etwa zwei Jahren im Espelkamper Bürgerhaus hat es vor der Einrichtung eine Gegendemonstration gegeben. Dabei hat eine 25-jährige Espelkamperin auch ein paar Aufkleber dabei gehabt, die unter anderem die Schriftzüge „Kein Mensch ist illegal“ und „Fck AfD“ trugen. Damit ließ sie sich – mit anderen Demonstranten – fotografieren. Als der heutige AfD-Wahlkreiskandidat das Foto mit den Aufklebern in der Öffentlichkeit sah, hat der AfD-Sympathisant ein Statement auf der Social-Media-Plattform „Facebook“ hinterlassen, das dieser Zeitung auch als Screen-Shot vorliegt. Darin schreibt er wörtlich: „Ich würde mich sehr freuen, das diese Personen oben auf dem Bild (das angesprochene Foto mit der 25-jährigen Espelkamperin, Anm. d. Red.) von Flüchtlingen vergewaltigt werden. Wer so blind durch die Welt rumläuft, hat nichts anderes verdient.“ Die junge Frau ging daraufhin zur Polizei und erstattete Anzeige, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte. Vor etwa einem Jahr, im Juli 2019, wurde diese Anzeige öffentlich vor dem Amtsgericht Rahden verhandelt. Der Richter sah die Schuld des Angeklagten gegeben und verurteilte diesen zu 30 Tagessätzen zu je 40 Euro. Der Espelkamper wollte das Urteil jedoch nicht auf sich sitzen lassen und ging in Berufung. Diese wurde am 9. Juli dieses Jahres vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt, wie die Oberstaatsanwaltschaft gegenüber dieser Zeitung bestätigte.
Geldbuße Dazu teilte die Oberstaatsanwaltschaft mit, dass das Gericht dabei lediglich die Tagessatzhöhe – also die Geldbuße – „leicht reduziert hat“. Demnach müsse der Espelkamper nun eine Gesamtstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro zahlen, wie Oberstaatsanwalt Martin Temmen mitteilte. Die Verurteilung wegen Beleidigung wurde vom Landgericht bestätigt.

via westfalen blatt: Espelkamper Wahlkreisbewerber war wegen Beleidigung vor Gericht – Hausverbot

#Rassismus-Vorwüfe – #Bayern-Bosse kündigen Entscheidung an – #jugendtrainer #neuer

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Präsident Herbert Hainer, hier im November 2019 beim Bundesligaspiel des FC Bayern München bei Fortuna Düsseldorf, wollen die Rassismusvorwürfe gegen einen Jugendtrainer zügig aufklären. Bayern Münchens Klubchef Karl-Heinz Rummenigge (64) hat nach den Rassismus-Vorwürfen gegen einen verantwortlichen Mitarbeiter des vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrums „zeitnah“ Konsequenzen angekündigt. Die „internen Untersuchungen“ des Rekordmeisters seien schon bald beendet, sagte er dem Fernsehsender Sky am Donnerstagmittag vor seinem Anflug zum Final-8-Turnier der Champions League.

via express:Rassismus-Vorwüfe Bayern-Bosse kündigen Entscheidung an

Luisa #Neubauer kämpft gegen #Hatespeech in sozialen Medien – “Was über mich geschrieben wird, ist schon krass” – #schauhin #pirinci #hetzer

Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer hat vor Gericht einen Erfolg gegen den rechtspopulistischen Autor Akif Pirinçci errungen, der sie im Netz beleidigt hatte. Hier erklärt sie, warum das nicht reicht. Das Landgericht Frankfurt am Main hat gegen den rechtspopulistischen Autor Akif Pirinçci eine einstweilige Verfügung wegen eines Facebook-Posts erlassen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Pirinçci hatte ein Foto der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer, das ein rechter Politiker gepostet hatte, mit einer sexistischen Erniedrigung kommentiert. Für Neubauer ist es nur einer von unzähligen sexistischen und beleidigenden Kommentaren, die ihr in den sozialen Medien begegnen. Ihre Klage soll ein deutliches Zeichen gegen Hatespeech im Netz sein. SPIEGEL: Frau Neubauer, seit wann haben Sie mit sexistischen Kommentaren in den sozialen Medien zu kämpfen? Neubauer: Seit ich mich öffentlich politisch äußere, ist es ein Dauerphänomen. Sobald ich irgendwas auf Twitter oder Instagram poste, kommen nach wenigen Minuten die Hasskommentare. SPIEGEL: Was steht in diesen Kommentaren? Neubauer: Da ist alles dabei: Beleidigungen, sexualisierte Memes, Erniedrigungen. Manchmal ist der Kommentar nur ein Wort lang, manchmal schreiben Leute ganze Aufsätze über ein Oberteil von mir, aus dem sie dann irgendwie ableiten, dass ich “untervögelt” sei. Der sexualisierte Hass in den Kommentaren geht irritierend oft über zu Foren, in denen über meine Vergewaltigung fantasiert wird.

via spiegel: Luisa Neubauer kämpft gegen Hatespeech in sozialen Medien – “Was über mich geschrieben wird, ist schon krass”