Local Alt-Right Troll Baked Alaska Had a Bad Week

It may not be the worst week Baked Alaska, real name Tim Gionet, has had. That might have been when he was pepper-sprayed while marching with white supremacists at Charlottesville and begged the people around him to keep streaming while he kneeled on ground, milk dripping down his face. First, he was banned from YouTube. Then, a video of him being detained by Flagstaff police after harassing workers at an outdoor goods store went viral. These were only the latest rungs he’s bounced down in his fall into self-debasement and bigotry. For the luckily unfamiliar, Gionet is a former BuzzFeed staffer who took a hard right turn, embraced the alt-right, started hanging out with Nazis, got banned from most social media platforms for harassment and hate speech, tried to recant his position when he realized it was bad for business and has since doubled-down after nobody believed his change of heart.
In some of his worst moments he’s tweeted about sending Jewish people to gas chambers, hung out with neo-Nazi blogger Andrew Anglin, chanted the white supremacist slogan “You will not replace us!” at the Charlottesville torchlight rally, and joked about groping a 13 year old. Last year he moved to Phoenix, and recent weeks found him prowling Mill Avenue in Tempe at night, doing what he calls an “IRL stream.” Similar to a gaming stream, it’s a live video where viewers are in a chat constantly streaming in front of the person running the stream and can pay to have his phone read out a custom message, but in this case, the video game character is Gionet himself, bugging drunk college students and following the whims of his toxic viewers.

via phoenixnewtimes: Local Alt-Right Troll Baked Alaska Had a Bad Week

https://twitter.com/VicBergerIV/status/1315704024675479554?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1315704024675479554%7Ctwgr%5Eshare_3%2Ccontainerclick_0&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.phoenixnewtimes.com%2Fnews%2Flocal-alt-right-troll-baked-alaska-had-a-bad-week-11503489

Mein Freund, der Neonazi: #Querdenken-Moderator pflegt seit Jahren Kontakt in die #rechtsextreme Szene – #schauhin #braunzone

Wie rechtsoffen ist die Querdenken-Bewegung? Eine Recherche von CORRECTIV zeigt: Ein Mitglied des Kernteams nimmt seit Jahren einen Podcast mit einem bekannten Rechtsextremen auf und traf 2019 den Vorsitzenden der NPD. Organisator Michael Ballweg schweigt dazu. Mit Holocaustleugnern will Michael Ballweg nichts zu tun haben. „Ich möchte dir mitteilen, dass du auf unseren Demonstrationen nicht mehr willkommen bist.“ Mit diesen Worten beendet der Initiator der Querdenken-Bewegung während eines Interviews die Zusammenarbeit mit Nikolai Nerling, der im Internet als „Der Volkslehrer“ bekannt ist, und laut Medienberichten in erster Instanz wegen Holocaustleugnung verurteilt wurde. Nach der Besetzung der Reichstagstreppen durch Rechtsextreme, Reichsbürger und Anhänger der QAnon-Bewegung im Zuge der Querdenken-Demonstration am 29. August musste Ballweg sich in Interviews und Talkrunden dazu positionieren, ob die Bewegung offen für Rechtsextremisten sei. Seine Standardantwort: Bei Demonstrationen gebe es keine Eintrittskarten, jeder könne sich ihnen anschließen. Man könne schließlich keine Eintrittskontrollen durchführen. Von Nikolai Nerling distanzierte Ballweg sich, weil Nerling in seiner Rede am 29. August Bezug auf die sechs Millionen Opfer des Holocaust genommen hatte. Das habe ihn „schockiert“, erklärt Ballweg in einem Video auf dem Youtube-Kanal von Querdenken 711. Nerling sei ab nun auch im Pressebereich „nicht mehr willkommen“. Auf die Rede hingewiesen hatte Ballweg zuvor das Politmagazin Monitor. Doch Nerlings Gesinnung ist spätestens seit dem Jahr 2018 durch mehrere Medienberichte öffentlich bekannt. Recherchen von CORRECTIV zeigen, dass der Organisator der Querdenken-Bewegung nicht nur die im Fall Nerling öffentlich leicht zugängliche Informationen offenbar nicht zur Kenntnis genommen hat: Ein Mitglied seines Kernteams, Nana Domena, Moderator und Anheizer bei den Querdenken-Demonstrationen, nimmt seit vier Jahren einen Podcast mit dem Rechtsextremen Frank Kraemer auf, 2019 traf er den Vorsitzenden der NPD. All das ist öffentlich auf Youtube zu finden.

via correctiv: Mein Freund, der Neonazi: Querdenken-Moderator pflegt seit Jahren Kontakt in die rechtsextreme Szene

screenshot yt – archive is kg1yw

Spreadshirt sperrt AfD, Identitäre und Co.

T-Shirts für Junggesellenabschiede, Jutebeutel, Tassen für den Muttertag – all das kann man beim Leipziger Unternehmen Spreadshirt gestalten und bestellen. So entstehen täglich Tausende Kreationen, die allerdings auch hin und wieder Grenzen überschreiten: von Impfgegnern, Antisemiten oder Neonazis. Nun hat Spreadshirt seine sogenannten Community Standards angepasst. Eine der Folgen: Einschlägig bekannte Politiker oder Parteien wie die AfD dürfen bei Spreadshirt keine T-Shirts mehr bedrucken. (…) Spreadshirt werde auch keine Aufträge von anderen Parteien, Organisationen oder Personen annehmen, die allgemein für hetzerische Äußerungen bekannt sind, wie die Identitären, QAnon und die AfD, erklärt das Unternehmen.

via mdr: Spreadshirt sperrt AfD, Identitäre und Co.

Ermittlungen gegen #KSK-Soldaten – Die Kisten von Collm

Im Verfahren gegen einen KSK-Soldaten aus Sachsen, in dessen Garten illegale Waffen und Sprengstoff gefunden wurden, sind die Ermittlungen abgeschlossen. Der Fall hatte weitreichende Konsequenzen für die Spezialkräfte. Es kommt nicht oft vor, dass die Polizei bei einer Hausdurchsuchung mit einem Bagger anrückt. So geschehen Mitte Mai im kleinen Ort Collm in Nord-Sachsen. Hinter einer hohen Hecke grub dort das sächsische Landeskriminalamt (LKA) den gepflegten Garten eines Einfamilienhauses um. Die Ermittler waren auf der Suche nach weiteren Waffenverstecken. Tags zuvor waren sie bereits fündig geworden.. In dem kleinen Haus mit zwei Etagen wohnte Philipp S., 45 Jahre alt, Oberstabsfeldwebel der Bundeswehr, Angehöriger des Kommando Spezialkräfte (KSK). Am 13. Mai nahmen die Ermittler den Elitesoldaten fest. Auf seinem Grundstück in Collm hatten sie mehrere Kisten entdeckt. Darin befanden sich eine Kalaschnikow aus polnischer Fertigung, mehrere Tausend Schuss Munition und insgesamt zwei Kilogramm Plastiksprengstoff. MAD wies auf Verdacht hin. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hatte die sächsische Polizei im Februar auf Philipp S. aufmerksam gemacht. Es gebe den Verdacht, teilte der Bundeswehr-Geheimdienst der Polizei mit, dass der Soldat illegale Waffenlager angelegt habe. Zudem stehe S. im Verdacht, ein Rechtsextremist zu sein. (…) Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass S. über gefährliches Material verfügte, das größtenteils aus Bundeswehrbeständen stammte. Hinweise, wofür der Soldat das Rüstungsmaterial nutzen wollte, fanden sich nicht. Auch für eine rechtsterroristische Tatabsicht gibt es, so heißt es aus Ermittlerkreisen, keinerlei Anhaltspunkte. Sein mutmaßlich rechtsextremes Gedankengut spielte bei den Ermittlungen letztlich nur eine Nebenrolle. Die Anwältin von Philipp S. ließ eine Anfrage von NDR und WDR unbeantwortet. In Haus und Garten des Elitekämpfers entdeckten die sächsischen Ermittler nicht nur die Waffenkisten in mehreren Erdverstecken samt Sturmgewehr, Munition und zwei Kilogramm des hochexplosiven Sprengstoffs PETN, sondern auch weitere Waffen und Waffenteile. Gefunden wurden unter anderem das Griffstück und die Hülse einer verschossenen Panzerfaust, Nebel- und Übungsgranaten, ein Schalldämpfer, Messer und ein Teleskopschlagstock. Darüber hinaus wurden mehrere einschlägige Bücher, Hefte und Postkarten mit NS-Motiven sichergestellt, wie etwa ein SS-Liederbuch, vier Ausgaben der Zeitschrift “Nation und Europa”, vierzehn Ausgaben von “Der Freiwillige”, einer Zeitschrift für ehemalige Angehörige der Waffen-SS, und Shirts der in der rechtsextremen Szene beliebten Marke Thor Steinar. Mehrere Handys und Laptops von Philipp S. haben die Ermittler inzwischen ausgewertet und sind dabei nach Informationen von NDR und WDR auch auf Chatnachrichten gestoßen, die ebenfalls eine rechtsextreme Gesinnung des KSK-Soldaten vermuten lassen. So soll der 45-jährige Oberstabsfeldwebel in rechtsextremer Sprache mit anderen Elitesoldaten gechattet haben und etwa der Buchstabe “s” mehrfach mit den SS-Runen ersetzt worden sein. Philipp S. soll nach Erkenntnissen des MAD auch am 27. April 2017 bei der Abschiedsfeier für den KSK-Kompaniechef Pascal D. dabei gewesen sein, die aufgrund rechtsradikaler Umtriebe inzwischen im Fokus des Wehrdisziplinaranwalts bei der Bundeswehr und auch der Strafverfolgungsbehörden steht. Bei der Party soll Rechtsrock gespielt worden sein, es wurde angeblich mit Schweineköpfen geworfen und Hitlergrüße gezeigt. Der Verdacht, dass auch Philipp S. damals “rechtsextremistisches Verhalten an den Tag gelegt hat”, so die Erkenntnis des MAD, “hat sich verdichtet”.

via tagesschau: Ermittlungen gegen KSK-Soldaten Die Kisten von Collm

Neo-Nazi #Terror Group #theBase Discussed Training Pipeline to #Ukraine War

VICE News obtained a leaked phone call in which the leader, Rinaldo Nazzaro, discussing how the conflict in Ukraine could benefit the group. The leader of the Base, a U.S.-based neo-Nazi terror group, once discussed using the war in Ukraine as a training ground for his organization. The leader of the Base, a U.S.-based neo-Nazi terror group, once discussed using the war in Ukraine as a training ground for his organization. He thought the conflict could serve members of the Base who wanted first-hand experiences at war, who would then return stateside, battle-hardened and ready to share their knowledge with others. VICE News obtained a leaked phone call with the head of the Base, revealed to be 47-year old New Jersey native Rinaldo Nazzaro by the Guardian in January, and other leaders of the terror group, discussing how the conflict in Donbas, Ukraine could aid them in professionalizing the organization and its military tradecraft. “The best way to make use of Ukraine,” said Nazzaro in a fall 2019 phone call, referring to the ongoing war that has lasted more than six years and claimed more than 13,000 lives, “is use it as a resource for our guys who have the ability to travel out there for training, to do it, because they can come back and they can bring that knowledge back to us.” The Base’s discussion of the war in Ukraine as a training platform and part of their ultimate goal of “race war” in the U.S. is evidence of what many terrorism analysts have long feared about the conflict, which already has elements of far-right militants fighting on the frontlines: That it is becoming an insurgent hotbed for neo-Nazism in much the same way past jihadist groups like ISIS and al-Qaeda have exploited wars in Syria, Iraq, and Afghanistan to transform their extremist movements into violent, global organizations capable of terror attacks. In February, VICE News revealed that 20-year old Virginia native and member of the Base Ryan Burchfield had gone to Ukraine in search of war. After the report, an assistant district attorney in Georgia, in the midst of prosecuting other arrested members of the Base who allegedly plotted the assassination of an antifascist activist, asserted in open court that Birchfield fought for the Right Sector, an ultranationalist militia (with neo-Nazi ties) on the frontline in Donbas. (Burchfield denies this.) The war continues to pit the fledgling government, only just free in 2014 from Russian control, against Kremlin-backed separatists in the east of the country, which are widely accepted to be at least mostly Russian regulars.

via vice: Neo-Nazi Terror Group the Base Discussed Training Pipeline to Ukraine War

Lysychansk 16.jpg
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:%D0%9B%D1%96%D0%BE%D0%BD%D0%BA%D1%96%D0%BD%D0%B3″ title=”User:Ліонкінг”>Ліонкінг</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link – symbolbild

US-Neonazis suchen Fronterfahrung – #AtomwaffenDivision #AWD #Azov #wotanjugend #terror

Die Ukraine hat Mitglieder der rechtsterroristischen amerikanischen „Atomwaffen-Division“ des Landes verwiesen. Sie sollen versucht haben, sich „Azov“-Gruppen anzuschließen. Zwei amerikanische Neonazis der rechtsterroristischen „Atomwaffen-Division“ (AWD) wurden aus der Ukraine ausgewiesen. Sie hatten versucht, sich den Verbänden aus dem „Azov“-Umfeld anzuschließen, um „Kampferfahrung“ zu sammeln. Beide erhielten zudem ein dreijähriges Einreiseverbot. Unklar ist bislang, wohin sie abgeschoben wurden oder ausreisten und wie lange sie sich zuvor in der Ukraine aufhielten. Laut den ukrainischen Sicherheitsbehörden erfolgte die Ausweisung, da beide versucht hätten, Zellen der AWD in der Ukraine aufzubauen und für Anschläge zu motivieren. Genannt wurde in diesem Zusammenhang auch ein über soziale Netzwerke verbreitetes Video von 2019, das Männer in Masken und Kampfanzügen und mit Sturmgewehren zeigen und zu Terrorakten in der Ukraine aufrufen soll. Vor der Ausweisung waren die beiden Neonazis offiziellen Angaben zufolge in Kiew, Lwiw und Charkiw aktiv, bevor sie versuchten, sich Gruppen aus dem „Azov“-Umfeld anzuschließen.
Aus dem rechtsextremen Freiwilligen-Batallion „Azov“ ist mittlerweile eine mit offiziellen Stellen verzahnte politische Bewegung geworden, die auch über eng mit der Polizei zusammenarbeitende Bürgerwehreinheiten und diverse NGOs verfügt. Das rechtsextreme Regiment ist Teil der ukrainischen Nationalgarde. Auch die offen Rechtsterror verherrlichenden Neonazis der „Wotanjugend“ zählen zu „Azov“. Auf Online-Kanälen der „Wotanjugend“ werden Videos der „Atomwaffen-Division“ verbreitet. Noch im März dieses Jahres wurde darüber auch zur Unterstützung mit „jungem Blut und neuen Mitstreitern“ aufgerufen – das aber scheint den beiden amerikanischen Neonazis letztlich misslungen zu sein. Bereits in der Vergangenheit sind Verbindungen zwischen „Azov“ und der „Atomwaffen-Division“ bekannt geworden. Unter anderem wurde 2016 in einem „Azov“-Podcast das US-amerikanische AWD-Mitglied Andrew Oneschuk ermutigt, Mitglied der „Azov“-Brigaden zu werden, was der 16-Jährige Pressemeldungen zufolge noch im gleichen Jahr versucht haben soll. Ein Jahr später wurde er von einem weiteren AWD-Anhänger ermordet. Zu diesem Zeitpunkt soll er einen Sprengstoffanschlag auf ein Kernkraftwerk geplant haben.

via bnr: US-Neonazis suchen Fronterfahrung

r.kleinschmidt. Jv93i

siehe auch: Ukraine Deported Two American Members Of A Neo-Nazi Group Who Tried To Join A Far-Right Military Unit For “#Combat Experience” – #schauhin #azov #atomwaffendivision #awd #terror. The two men were members of the US-based Atomwaffen Division who tried to join Ukraine’s far-right Azov Regiment, Ukrainian security officials said. Ukraine has deported two men from a notoriously violent American neo-Nazi group who tried to set up a local branch and join a far-right military unit to gain combat experience in the war-torn country, according to two Ukrainian security service officials. The men, both US citizens, are members of the neo-Nazi group known as Atomwaffen Division (AWD), one of the Ukrainian officials confirmed to BuzzFeed News. Both officials declined to provide the men’s names and other personal information. It was not immediately clear whether the men were being deported back to the US.; Ukraine Deports Americans Encouraging Neo-Nazi Terror Attacks. Both Men Were Members Of U.S. White Supremacist Group Atomwaffen Division. Ukraine has deported two American citizens who had belonged to the neo-Nazi group Atomwaffen Division (AWD) for attempting to establish a local AWD branch and trying to join a far-right Ukrainian military unit to “gain combat experience.” The AWD reportedly disbanded earlier this year, though former members have since reorganized as National Socialist Order (NSO) in order to “build an Aryan, National Socialist world by any means necessary.” According to the Security Service of Ukraine, the two unnamed men disseminated a video online that encouraged neo-Nazi-style terrorist attacks in Ukraine. The men also reportedly participated in “illegal activities” in Kyiv, Lviv, and Kharkiv.

#Halle-#Attentat – Reportage zum siebzehnten Prozesstag – Offenbar weitere Ermittlungslücken beim #BKA – #terror

Erneut haben Ermittlerinnen des BKA im Prozess ausgesagt. Die Nebenklage sieht die vorgestellten Ermittlungsergebnisse durch Lücken als “entwertet” an. Es ging unter anderem um die Musiktitel, die der Angeklagte während des Terroranschlags abgespielt hat – und die auch den Verlauf des Anschlages beeinflusst haben können. Zunächst macht die BKA-Sachbearbeiterin im Zeugenstand einen kompetenten Eindruck. Sie hatte die Titel analysiert, die der Halle-Attentäter während seiner Tat abgespielt hatte. Die Musik spielt für das Verständnis der Tat eine wichtige Rolle: Sie war dem Attentäter so wichtig, dass er an seiner Weste einen MP3-Player samt Lautsprecher befestigt hatte, über den zwölf von ihm ausgesuchte Titel abgespielt worden sind. Die Zeugin führt aus, dass drei der Titel klar antisemitische und rassistische Hasspropaganda beinhalten. Die Songs sind mit wenigen Klicks im Internet zu finden, im Zuschauerraum des Saals sind sofort einige Besucher und Journalisten – auch wir selbst – simultan dabei, die Titel zu suchen – und werden fündig. Auf dem Cover eines Interpreten sind Bilder von Adolf Hitler zu sehen. Die Texte sind menschenverachtend. Die Zeugin sagt zeitgleich aus, sie habe im Internet die Songtexte der Interpreten nicht auffinden können und habe die Lieder daher transkribieren lassen. Einer der Interpreten hatte als “Künstlernamen” den Namen des Attentäters gewählt, der 2018 in Toronto mit einem Auto in eine Menge gerast und zehn Menschen getötet sowie 15 weitere verletzt hatte. Von diesem Attentat handelt auch der Song, den der Attentäter in Halle abgespielt hatte. Dieses Detail ist deswegen wichtig, weil auch der Angeklagte auf seiner Fluchtfahrt aus Halle versucht haben soll, einen Menschen zu überfahren: Einen Somalier, der auf der Magdeburger Straße an einer Straßenbahnhaltestelle gerade die Fahrbahn überquerte. Als die BKA-Mitarbeiterin diesen Titel im November 2019 analysierte, kannte sie diesen Zusammenhang nicht.
Alexander Hoffmann, der Rechtsanwalt und Vertreter der Nebenklage, erklärte, das BKA habe die Arbeit seiner eigenen Sachbearbeiterin “entwertet”, indem man ihr diesen Tatzusammenhang nicht mitteilte. BKA: Untereinander kein Austausch? Ein weiterer Umstand wiegt noch schwerer: Die Ermittlerin hatte zwar, offenbar durch eigenes Engagement und recht detaillierte Recherche, die rassistischen Inhalte der Musik mit Sprachformen der amerikanischen rechtsextremen Alt-Right-Bewegung in Verbindung gesetzt – aber sie hatte dazu keinen Zugang zu Informationen aus anderen BKA-Fachbereichen. Das wurde bei einem Wortwechsel zwischen dem Vertreter der Nebenklage, David Benjamin Herrmann, und der Zeugin deutlich: “Ich habe den Titel [eines Musikstückes aus der Playlist des Attentäters, in dem die Ermittlerin keinen ideologischen Tatbezug finden konnte] gerade eingegeben und hinterher ‘Nazi’. Ich bekomme direkt Hitler-Musicals vorgeschlagen. Es gibt doch beim BKA Abteilungen, die sich in besonderen Milieus besonders auskennen?” “Ja” Herrmann: “Auch mit Internet-Phänomenen?” “Ja” Herrmann: “Ist diese Abteilung mit ihrer Auswertung befasst gewesen?” “Dazu kann ich keine Aussage treffen. Das weiß ich nicht.”
Der Anwalt schließt seine Befragung der Zeugin mit einer Bemerkung an das Gericht: “Wenn wir hier einen internetkompetenten 18-Jährigen hingesetzt hätten, hätte der uns mehr sagen können, als alle Zeugen des BKA.” Ermittlungslücken im Gamingverhalten Dass das BKA bei Internet-Ermittlungen offenbar schlecht aufgestellt ist, war bereits zu Beginn des Verfahrens deutlich geworden: Internetkontakte des Angeklagten waren nicht ermittelt worden, Forenbeiträge auf Imageboards über das Halle-Attentat waren nicht gesichert worden. Insgesamt hatten 175 Ermittlerinnen und Ermittler an dem Fall gearbeitet – aber die Zeuginnen und Zeugen der Behörde hatten im Prozess oft nicht sagen können, wer welchen Teil der Ermittlungen geleitet hatte und was die Ergebnisse ihrer Kollegen und Kolleginnen waren. Einige Vertreter der Nebenkläger kritisieren das BKA scharf:

via mdr: Halle-Attentat – Reportage zum siebzehnten Prozesstag Offenbar weitere Ermittlungslücken beim BKA