#Verlag stellt #LGBTIQ-Buch auf #Ungarisch online

Der Hamburger Verlag migo hat mehrere Kapitel des Buches „Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*? Dein Begleiter in die Welt von Gender und Diversität“ in ungarischer Übersetzung online gestellt. Der Text sei kostenlos im Internet verfügbar, teilte die Oetinger-Verlagsgruppe mit. In den übersetzten Kapiteln des vor wenigen Tagen erschienenen Buches wird LGBTIQ erklärt, was für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und Queere steht. Außerdem wird über die Rechte eines jeden Kindes aufgeklärt, wie es hieß. Der Verlag reagiere damit auf das vor kurzem in Ungarn verabschiedete Gesetz, das unter anderem Bücher und Filme für Kinder und Jugendliche verbietet, in denen Sexualität dargestellt wird, die von der heterosexuellen abweicht.

via deutschlandfunk kultur: Verlag stellt LGBTIQ-Buch auf Ungarisch online

siehe auch: Nach umstrittenem Gesetz in Ungarn – Migo stellt queere Texte in ungarischer Übersetzung frei ins Netz. Der zu Oetinger gehörende migo Verlag stellt mehrere Kapitel seines Buches „Was ist eigentlich LGBTIQ“ in ungarischer Übersetzung kostenfrei ins Netz. Der Verlag reagiert damit auf das in Ungarn verabschiedete Gesetz, das die Information zu Homosexualität und Transidentität zensiert. Nachdem in Ungarn das höchst umstrittene Gesetz verabschiedet wurde, das Medien verbietet, Kinder und Jugendliche über Sexualität und Geschlechtsidentitäten jenseits heteronormativer Gesellschaftsbilder aufzuklären, gibt es vielerorts laute Proteste. Erst kürzlich musste ein Verlag 250.000 Forint Strafe zahle, weil auf einem Kinderbuch kein Warnhinweis angebracht war, das Eltern und Leser davor warnt, dass eine Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern Teil der Geschichte ist. 
Wenige Tage später schredderte eine Abgeordnete öffentlich ein Märchenbuch, das auf die Notlage von Minderheiten in der ungarischen Gesellschaft aufmerksam macht, beispielsweise anhand eines schwulen Aschenputtels. Wir berichteten: Kinderbuch Lektor flüchtet aus Ungarn. Der zu Oetinger gehörende migo Verlag reagiert ebenfalls: Er stellt mehrere Kapitel seines Buches „Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*? Dein Begleiter in die Welt von Gender und Diversität“ (Linda Becker und Julian Wenzel) in ungarischer Übersetzung als Download kostenfrei ins Netz. In diesen Kapiteln wird erklärt, was LGTBQ ist. Es klärt auch über die Rechte auf, die jedes Kind hat: Laut Artikel 2 der UN-Kinderrechtskonvention darf jedes Kind diskriminierungsfrei leben.

Ungarische Übersetzung von einigen Kapiteln des Buches

unrecognizable african american guy with pride flag during parade
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#Halle-#Prozess: #Staatsanwaltschaft ermittelt wegen #Hasskommentaren – #kaltland #terror

Zwei Frauen sollen über soziale Netzwerke Hasskommentare an eine Überlebende des Anschlags auf die Synagoge von Halle am 9. Oktober 2019 versendet haben. Letztere war Nebenklägerin im Prozess gegen den Attentäter. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungen aufgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen zwei Frauen wegen der Verbreitung von antisemitischen Hasskommentaren im Netz. Bei der Durchsuchung von zwei Wohnungen im Landkreis Nordsachsen seien im Zusammenhang mit dem Fall Mitte Juli mehrere Datenträger sichergestellt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mit. Die fünf Mobiltelefone und drei Laptops müssten nun von der Zentralstelle Cybercrime Sachsen ausgelesen und die Daten ausgewertet werden. Die 34 und 40 Jahre alten Beschuldigten sollen über Instagram und Facebook Hasskommentare an eine Überlebende des Anschlags auf die Synagoge von Halle am 9. Oktober 2019 versendet haben. Zum Zeitpunkt der ersten Hassnachrichten im Oktober 2020 trat die Betroffene als Nebenklägerin in der Hauptverhandlung gegen den Attentäter vor dem Oberlandesgericht Naumburg auf.

via rnd: Halle-Prozess: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Hasskommentaren

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Zum #NSBM kurz über die Grenze

Stück für Stück kommen Rechtsrock-Live-Events zurück aus dem Corona-Dornröschenschlaf. Für alle Metal-Anhänger von Pagan bis Satanismus, von Gewaltverherrlichung hin zu Hassmusik und bis zum National-Sozialistischen Black Metal (NSBM) bot das traditionelle Eternal Hate Fest im tschechischen Nyrsko am vergangenen Wochenende eine internationale Performance, die einmal mehr auch deutsche Fans anlockte. Auch die 18. Auflage des im Vorjahr wegen Corona abgesagten Festivals gleich hinter der deutschen Grenze kokettierte wieder mit dem programmatisch stramm rechten NSBM-Stil. Dazu passte dann der Headliner-Auftritt von „Der Tod und die Landsknechte“, ein erstmals 2019 kreiertes Projekt von Ronald Wolf Möbus (zeitweise Mitglied der in der NSBM-Szene heroisierten Band „Absurd“) und dem im Raum Zwickau umtriebigen Paul M., besser bekannt als „Bile“, aktiv bei den rechtsextremen Bands „Leichenzug“, „Blitzkrieg“, „Halgadom“ und „Camulos“. Mit zum diesjährigen Eternal Hate-Line-Up gehörten auch „Infernal War“ aus Polen, die sich früher „Infernal SS“ nannten und 2014 beim Hot Shower-Festival in Norditalien zum NSBM-Programm gehörten. Und aus Polen in Nyrsko ebenfalls am Start: „Deus Mortem“. (…) Zu den deutschen Nyrsko-Stammbesuchern zählen auch die Mitglieder der selbst ernannten Germanitas Othala Schwarzmetall-Bruderschaft (GOSB), die es seit 2014 gibt und die ganz im Stile eines Rocker-Dresscodes Kutten mit diversen Patches tragen. Die kleine GOSB-Reisegruppe hat das Eternal Hate Fest dazu genutzt, das eigene mehrtägige Jahrestreffen damit zu verknüpfen. (…) Dazu wie selbstverständlich integriert ins Reiseprogramm von GOSB: Ein Besuch auf einem  Schießübungsplatz.

via bnr: Zum NSBM kurz über die Grenze

Kein Platz für rechte Propaganda in Frankfurt: „Gegenuni“ verliert Standort

Es gibt Gegenwind für die „Neuen Rechten“ in Frankfurt. Der Verfassungsschutz warnt vor der selbst ernannten rechten Hochschule. Seit kurzem betreiben Akteure aus der „Neuen Rechten“ ein Webportal mit Sitz in Frankfurt. Von seinem Vermieter wird dem Projekt nun gekündigt, die Stadt Frankfurt und der hessische Verfassungsschutz warnen vor rechter Hetze. Das rechtsextreme Propagandaprojekt „Gegenuni“ verliert seinen Standort in Frankfurt-Sachsenhausen. Wie der Bürodienstleister Regus der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mitteilte, habe man den Mietvertrag mit dem Projekt „nach Bekanntwerden der Hintergründe dieser Organisation“ umgehend gekündigt. Zudem werde man in Zukunft keine Mietverträge mehr „mit Parteien, parteiähnlichen Organisationen oder Parteien nahestehenden Unternehmen“ abschließen, teilte das Unternehmen mit, das Firmen Büros und Konferenzräume anbietet. (…) Rechtlich ist die „Gegenuni“ als haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft organisiert. Geschäftsführer ist Erik Ahrens aus Frankfurt, außerdem spielt Martin Sellner, der Kopf der „Identitären“ in Österreich, eine wichtige Rolle in dem Projekt. Ihren Sitz hatte die „GegenUni UG“ bisher in einem Bürogebäude von Regus in der Darmstädter Landstraße. Bereits nach dem ersten FR-Bericht hatte Regus sich von jeglichem Rechtsextremismus distanziert und angekündigt, Neukunden in Zukunft stärker überprüfen zu wollen. Im Impressum der Website der „Gegenuni“ war am Mittwoch noch die alte Adresse in der Darmstädter Landstraße angegeben. Auf eine Anfrage der FR reagierte die „Gegenuni“ nicht. Stadt Frankfurt will gegen „Gegenuni“ und ähnliche rechtsextreme Projekte vorgehen Unterdessen warnt auch die Frankfurter Stadtregierung mit deutlichen Worten vor dem neurechten Netzportal. In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hatte die Stadtverordnete Pearl Hahn (Die Linke) Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) gefragt, was der Magistrat gegen die „Gegenuni“ zu tun gedenke.

via fr: Kein Platz für rechte Propaganda in Frankfurt: „Gegenuni“ verliert Standort

#Nazi-Affäre der #AfD: #NRW-Landesvize zitierte “#Führer” und prahlte mit Kontakten in #Dortmunder Neonazi-Szene

Der AfD-Politiker Matthias Helferich steht unter Druck, am Montag soll er sich im Bundesvorstand zu Chat-Aussagen äußern. Dem WDR liegt nun eine Erklärung seines damaligen Chat-Partners vor – die Helferich nicht gefallen dürfte. Es sind Vorwürfe, die auch Parteifreunde aufregen: Der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Matthias Helferich soll 2017 ein Foto von sich selbst im Facebook-Messenger eingestellt und darunter “das freundliche gesicht des ns” geschrieben haben. Die Abkürzung “ns” steht für Nationalsozialismus. Auf WDR-Anfrage bestritt Helferich nicht, dass die Chat-Einträge von ihm stammen, wollte das aber auch nicht bestätigen. Neue Recherchen des WDR zeigen nun, mit wem Helferich damals kommunizierte. Der Parteifreund heißt Markus Mohr. Das geht aus einem Dokument hervor, das Mohr diese Woche an ein Mitglied des AfD-Bundesvorstands richtete und das dem WDR vorliegt. Die siebenseitige Erklärung kursiert bereits unter hochrangigen AfD-Politikern. Mohr, 37, trat der AfD bereits 2013 bei und ist einer ihrer erfahrensten Kommunalpolitiker in Nordrhein-Westfalen. Seit 2014 sitzt er im Rat der Stadt Aachen. In der Affäre Helferich ist Mohr eine Art interner Ankläger und zugleich wichtiger Zeuge. In seiner Erklärung an den Bundesvorstand zitiert er einzelne Aussagen, die er Helferich zuschreibt und als Screenshot zeigt – und bezeichnet sie als “gerichtsfest dokumentiert”. Er selbst, schreibt Mohr weiter, habe sich die “Gesinnungsäußerungen von Herrn Helferich nie zu eigen gemacht”. Eine “Bagatellisierung” der Aussagen “als bloße Witzelei” lehne er ab. (…) An einer anderen Stelle des Chats äußerte Mohr – so zeigen es die Screenshots in seiner Erklärung –, Helferich verkörpere ein “bürgerliches Image”. Dem widersprach Helferich. “ne, ist ja nur schein”, schrieb er. Helferich kündigte an, sein bürgerliches Image zu nutzen, um andere “anzugreifen”. Dann nahm er Bezug auf den “Führer”. Helferich wörtlich: “markus, der führer schreibt: ‚Jahrelang mussten mir den Frieden predigen, um den Krieg vorzubereiten‘”. Als Führer ließ sich Adolf Hitler bezeichnen. Zu der Feststellung, sein bürgerliches Image sei “nur schein”, passt, dass Matthias Helferich in dem Chat laut Screenshots von seinen Kontakten in die rechtsextreme Szene im Dortmund Stadtteil Dorstfeld berichtete. Mit Blick auf ein Internet-Portal der Neonazis dort, das “Dortmunder Echo”, äußerte Helferich demnach im Sommer 2017: “sie werden wohl, falls die npd in dortmund nicht antritt, dazu aufrufen mich zu wählen”, und schrieb: “kenne die jungs ja aus dorstfeld”. 

via wdr: Nazi-Affäre der AfD: NRW-Landesvize zitierte “Führer” und prahlte mit Kontakten in Dortmunder Neonazi-Szene

Trotz Demo-Verbots – KLEINERE QUERDENKER-GRUPPEN IN KASSEL

Trotz des Verbots einer Veranstaltung sind in Kassel kleinere Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Kassel zusammengekommen. Laut Angaben der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen von Samstagmittag lag deren Anzahl im unteren dreistelligen Bereich. Sie wurden nach Möglichkeit kontrolliert und des Platzes verwiesen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Anzahl der eingesetzten Beamten lag laut Polizeisprecher im unteren vierstelligen Bereich. Zwei Festnahmen – Gegenveranstaltung ruhig
Zwei Personen wurden den Angaben zufolge wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsverbot und des Platzverweises festgenommen. An einer erlaubten Gegenveranstaltung nahmen laut Polizei etwa 90 Menschen teil. Die Demonstration sei ruhig angelaufen. Verbot im Vorhinein Im Vorfeld hatte die Stadt eine geplante Veranstaltung von Gegnern der Corona-Politik mit etwa 3.000 angekündigten Teilnehmern verboten. Sowohl der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) als auch das Verwaltungsgericht in Kassel hatten das Verbot bestätigt. Sie begründeten ihre Entscheidungen vor allem mit den Erfahrungen vorheriger “Querdenker”-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel.

via ffh: Trotz Demo-Verbots – KLEINERE QUERDENKER-GRUPPEN IN KASSEL

https://twitter.com/pm_cheung/status/1418941713910013962

#Rechtsextremismus-Verdachtsfall im #Bundeswehr-#Wachbataillon – @akk

Wie sorgsam prüfen Bundeswehr und Militärischer Abschirmdienst Rechtsextremismus-Verdachtsfälle in der Truppe? Erst am vergangenen Montag ist ein Soldat des Wachbataillons in direkter Nähe zur Verteidigungsministerin aufgetreten, gegen den bereits 2017 ein Verdacht aufkam. Die Aktivitäten des Soldaten in den sozialen Medien legen eine Nähe zur rechtsextremen Identitären Bewegung nahe. (…) Ausgerechnet ein Foto mit der Verteidigungsministerin wirft nun neue Fragen auf. Dabei geht es auch darum, wie sorgfältig der Militärische Abschirmdienst, der Nachrichtendienst der Bundeswehr, bekannt gewordene Rechtsextremismus-Verdachtsfälle aufarbeitet. Es ist der Fall des Mannschaftssoldaten C., der im Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung seinen Dienst leistet. So sichtbar wie die in Berlin stationierten Soldaten des Bataillons ist kaum ein anderer Teil der Truppe. In ihren grauen Dienstanzügen und mit grünem Barett laufen sie zu feierlichen Gelöbnissen auf und erbieten Staatsgästen die militärische Ehre. Dabei kommen sie nicht nur ausländischen Staats- und Regierungschefs und Ministern besonders nahe, sondern auch ihrer eigenen Dienstherrin, Annegret Kramp-Karrenbauer.
So auch am vergangenen Montag, den 19. Juli, als die Ministerin ihren estnischen Amtskollegen Kalle Laanet im Bendlerblock in Berlin zu dessen Antrittsbesuch in Deutschland empfängt. Ein Foto zeigt den Soldaten C., strammstehend mit dem traditionellen Karabiner des Wachbataillons in den Händen. Nur wenige Meter trennen C. von Kramp-Karrenbauer und Laanet, die gerade einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr niedergelegt haben. C. hat das Foto selbst auf Instagram hochgeladen, zusammen mit dem Kommentar „Berlin kann auch schneidig sein“ und Emojis einer deutschen Nationalflagge und zweier gekreuzter Schwerter. Das C. nicht nur Soldat ist, sondern auch so öffentlich eingesetzt wird, ist bemerkenswert. Denn bereits 2017 meldete ein damaliger Unteroffizier dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) einen Verdacht: C. stehe der rechtsextremen Identitären Bewegung nahe. Dieser Verdacht stützt sich vor allem auf Veröffentlichungen des Soldaten bei Instagram. Auf seinem Profil veröffentlichte er in den vergangenen Jahren mehrere Beiträge, die ihn in die Nähe der rechtsextremen und vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung rücken. 2016 postete er dort ein Foto, das ihn mit einer preußischen Kriegsflagge in der Hand vor grüner Natur zeigt. Darunter schrieb er unter anderem die Hashtags #Identität, #Patriot und #Ibster. „Ibster“, so nannten sich Mitglieder der Identitären Bewegung zeitweise selbst. Die „Ibster“ geben sich einerseits modisch und hip, andererseits konservativ und traditionsbewusst. Hinter der instagramtauglichen Fassade steckt jedoch knallharter Rassismus und Rechtsextremismus.

via rnd: Rechtsextremismus-Verdachtsfall im Bundeswehr-Wachbataillon