ICE Prosecutor Accused of Running Racist X Account Returns to Work

An ICE prosecutor tied to a white supremacist X account is back arguing deportation cases in Dallas, even after lawmakers said his racist, violent posts made him unfit to represent the government. An attorney working for the U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) who allegedly made racist, harmful remarks on social media is now back at work.  The Texas Observer reports the ICE prosecutor, James Rodden, was previously identified as the operator of “GlomarResponder” — an X account that posted white supremacist, anti-immigrant statements and content — while he was serving as assistant chief counsel in Dallas. The social media account shared messages to its thousands of active followers describing America as a “white country,” painted migrants as criminals, and referred to Black people as “foreign to my people.” Xenophobic, bigoted, and anti-semetic statements have also been repeatedly shared. ​After the account was exposed in 2025 by The Observer, members of Congress and civil rights lawyers demanded an investigation, declaring Rodden unfit to represent the government in immigration court.  “When the representative of the United States in our immigration courts is motivated by bigotry, racism, xenophobia, anti-immigrant bias and hatred of immigrants, this seriously interferes with the administration of justice and undermines the integrity of our legal system,” read a formal complaint shared by CBS News.

via bet: ICE Prosecutor Accused of Running Racist X Account Returns to Work

siehe auch: ICE PROSECUTOR WHO RUNS RACIST X ACCOUNT RETURNS TO DALLAS IMMIGRATION COURT  James Rodden, identified by the Observer last year as the operator of an account that routinely posted hateful statements, appeared to be back at work Tuesday. n February of last year, the Texas Observer reported that James “Jim” Joseph Rodden—an Immigration and Customs Enforcement (ICE) assistant chief counsel who acts as a prosecutor for ICE in immigration court in Dallas—operates a white supremacist X account named GlomarResponder, based on an overwhelming number of biographical details that the Observer matched through publicly available documents, other social media activity, and courtroom observation. The account has over 17,000 followers and has routinely posted hateful statements, including that “America is a White nation,” that “‘Migrants’ are all criminals,” and that “All blacks are foreign to my people,” in addition to posts with apparent praise of Adolf Hitler. After the Observer’s initial story was published, Rodden was apparently pulled from federal immigration court schedules. Three members of Congress sent letters to ICE and the Department of Homeland Security demanding an investigation into Rodden. ICE responded in a letter last March to Congressman Marc Veasey, who represents part of Dallas, stating that the ICE Office of Professional Responsibility (OPR) “understands the seriousness of the allegations and will ensure the allegations are addressed appropriately, fairly, and expeditiously” and that typically “OPR administrative investigations are completed within 120 days.” ICE has not provided any further information since. Upon receiving a tip from an attorney who represents immigrants in removal proceedings at the Dallas Immigration Court, the Observer arrived at the courtroom of Judge Deitrich H. Sims Tuesday afternoon ahead of the day’s merits hearings for federal immigration cases. When the Observer opened the door to the courtroom, Rodden was sitting at the prosecutors’ desk. A court clerk said the Observer was not allowed to sit in on the hearings. The Observer also obtained a photo of Rodden exiting the courtroom Tuesday wearing his staff badge.

Stromausfall in Berlin: Geflüchtete wurden nicht in Luxushotels untergebracht

Während des Stromausfalls kochte die Stimmung gegen eine angebliche Maßnahme der Berliner Regierung hoch: Sie soll Geflüchtete in Luxushotels, unter anderem am Ku’damm, untergebracht haben. Verbreitet wird die Behauptung von bekannten AfD-Politikern. Doch sie ist falsch. BEHAUPTUNG Während des Stromausfalls in Berlin seien Geflüchtete in Luxushotels, unter anderem am Ku’damm, untergebracht worden. Aufgestellt von: AfD-Politiker Dennis Hohloch und Marc Bernhard, Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum: 05.01.2026 BEWERTUNG FALSCH Über diese Bewertung Falsch. In dem Hotel am Ku’damm wurden nach dem Stromausfall laut der zuständigen Senatsverwaltung und dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und dem Hotel keine Geflüchteten untergebracht. Entsprechende Medienberichte sind aus dem November 2023. Auch in andere Hotels wurden demnach nach dem Stromausfall keine Geflüchteten verlegt.

via correctiv: Stromausfall in Berlin: Geflüchtete wurden nicht in Luxushotels untergebracht

LKA-Studie – Wenn Teenager zu Terroristen werden – #Terror #Terrorgram

Immer früher radikalisieren sich Jugendliche mit dem Ziel, schwere Gewalttaten zu begehen. Eine neue Studie zeigt, warum Teenager zu Terroristen werden und welche Rolle soziale Medien dabei spielen. Mai 2025: Bei Razzien in mehreren Bundesländern werden fünf Jugendliche als mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen. Neben den Taten selbst sorgt vor allem eines für Entsetzen: das junge Alter der Tatverdächtigen. Zwischen 14 und 18 Jahren alt waren die festgenommenen Jugendlichen.Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, Mitglieder in der Gruppe “Letzte Verteidigungs Welle” (L.V.W) zu sein. Sie soll hinter Brandanschlägen auf ein Kulturhaus in Brandenburg und ein Asylbewerberheim stecken. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen die Mitglieder der Gruppe erhoben.Sehr junge Täter, wie im Fall der “Letzten Verteidigungs Welle” – Jugendliche, die sich radikalisieren. Das kommt immer häufiger vor, zeigt eine aktuell veröffentlichte Studie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, die sich mit dem Phänomen “Teenage Terrorists” in Deutschland beschäftigt. (…) Alle untersuchten Fälle haben eines gemeinsam: Die Jugendlichen gehören oder gehörten der sogenannten Terrorgram-Szene an. Der Begriff “Terrorgram” setzt sich aus dem Wort Terrorismus und aus dem Namen der Chat-App Telegram zusammen.Die “Terrorgram”-Szene ist überwiegend rechtsextrem. Teilweise gibt es allerdings auch Untergruppen, die dem Satanismus zuzuordnen sind oder dem Dschihadismus. Die Szene ist zwar auch auf anderen Chatplattformen aktiv, aber traditionell stark auf dem Messenger Telegram beheimatet.

via tagesschau: LKA-Studie Wenn Teenager zu Terroristen werden

siehe auch: Minderjährige mit Gewaltfantasien: Rechtsextreme „Terrorgram“-Szene radikalisiert sich. Einige sind unter 14 Jahre alt – und doch befassen sie sich mit Gewalt, wollen Angst schüren. Und das sehr konkret. Eine Studie gibt Einblicke in die sogenannte “Terrorgram”-Szene. Fälle gibt es auch in Baden-Württemberg. Hakenkreuzfahnen über dem Kinderbett, nachgebaute Klassenzimmer, um Amoktaten vorzubereiten, Austausch zur Waffenbeschaffung: Auf der Messenger-Plattform Telegram hat sich unter Jugendlichen eine gewaltbereite Online-Szene formiert, die Gräuel nicht nur verherrlicht, sondern explizit dazu aufruft. Ziel der Szene ist es, Chaos zu stiften und die gesellschaftliche Ordnung zum Einsturz bringen. Teenager als Terroristen. Für eine aktuelle Studie wurden mehrere Fälle, unter anderem aus Baden-Württemberg, ausgewertet, um Erkenntnisse über die Szene zu erlangen. Innenminister Thomas Strobl spricht von einer „ernstzunehmenden Gefahr“.  Minderjährige radikalisieren sich: Was über die „Terrorgram“-Szene bekannt ist In einer Pressekonferenz am Dienstag, 13. Januar, wurde beim LKA in Stuttgart die erste kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgram“-Szene vorgestellt. Bei jener radikalen Online-Szene handele es sich vor allem um Jungen deutscher Staatsangehörigkeit unter 16 Jahren, die aus vernachlässigten Familien stammen, keine Freunde hätten und Anerkennung im Netz suchen würden. Mehr als die Hälfte der zugehörigen Teenager, 68 Prozent, würden an psychischen Krankheiten leiden; Rechtsextreme “Terrorgram”-Szene wächst in Baden-Württemberg rasant Staatsschützer warnen vor der Radikalisierung sehr junger Menschen im Netz. Für besonders gefährlich halten sie Chatgruppen der “Terrorgram”-Szene, die rechtsextremistische Attentäter verherrlicht. Sie werden immer jünger, immer radikaler und immer brutaler: Vor allem Rechtsextremisten verbreiten in einem losen Netzwerk aus Chatgruppen und Messenger-Kanälen Anschlagsfantasien, Propaganda und Gewaltaufrufe. Einer neuen Studie zufolge sind Hunderte junger Deutscher in dieser sogenannten “Terrorgram”-Szene online miteinander vernetzt, etwa über den Dienst Telegram. “Es handelt sich um eine jugendlich geprägte, gewaltbereite neofaschistische und rechtsextremistische Szene”, teilten das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg sowie die Generalstaatsanwaltschaften Stuttgart und München nach der Auswertung von mehr als drei Dutzend Fällen auch aus anderen Teilen Deutschlands mit. Die gewaltverherrlichende Online-Struktur wachse seit Jahren dynamisch. Chaos als Ziel Ihr Ziel: Sie will mit Gewalt Chaos auslösen und die gesellschaftliche Ordnung zum Einsturz bringen, heißt es in der Untersuchung. Die ausschließlich männliche und sehr junge Szene radikalisiere sich rasch und sei “äußerst gewalt- und terrorbereit”. Die Anhänger seien im Schnitt knapp über 16, einige sogar unter 14 Jahre alt – eine Altersgruppe, die noch keine festen Wertvorstellungen habe und daher besonders anfällig für extremistische Propaganda sei. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach von “Blitzradikalisierungen”, die in jedem zweiten Fall weniger als ein Jahr dauerten.

Studie LKA (PDF)

Verdacht auf Volksverhetzung – Staatsanwalt beantragt Strafbefehl gegen AfD-Politiker

Unter anderem wegen Volksverhetzung und Billigung von Straftaten droht einem AfD-Politiker in Baden-Württemberg juristischer Ärger. Miguel Klauß werden mehrere Beiträge in verschiedenen sozialen Medien angelastet, er erreicht dort teils bis zu einer halben Million Menschen. ie Staatsanwaltschaft Tübingen hat für den baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Miguel Klauß einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung und weiterer Taten beantragt. Über den bereits Ende Juni eingereichten Antrag habe das zuständige Amtsgericht Nagold aber bislang nicht entschieden, teilten die Ermittler am Montag mit. Angelastet werden dem Abgeordneten drei Beiträge aus unterschiedlichen sozialen Medien, die er in den Jahren 2023 und 2024 veröffentlichte. Der Landtag hob im Mai vergangenen Jahres die Immunität des AfD-Politikers auf und ermöglichte so die Strafverfolgung, einen Monat später folgte der Antrag auf einen Strafbefehl.

via welt: Verdacht auf Volksverhetzung – Staatsanwalt beantragt Strafbefehl gegen AfD-Politiker

Eschweiler AfD reagiert auf antisemitischen Post von Manuel Krauthausen

Es „wäre mehr Sorgfalt angebracht gewesen“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion unter anderem, Antisemitismus habe in der Gesellschaft keinen Platz. Derweil gibt es ein Mitglied, das in der Vergangenheit selbst mehrere judenfeindliche Beiträge veröffentlicht hat. Die Eschweiler AfD-Fraktion hat auf das vom Bundestagsabgeordneten Manuel Krauthausen im Internet geteilte antisemitische Video reagiert. Auch auf die Empörung, die der Beitrag ausgelöst hatte, nahm die Fraktion Bezug. Krauthausen stammt selbst aus Eschweiler und sitzt seit vergangenem Jahr für die Partei im Bundestag. Es „wäre hier mehr Sorgfalt angebracht gewesen“, heißt es in der am Samstag vom Fraktionsvorsitzenden und Stadtverbandssprecher Michael Winterich veröffentlichten Pressemitteilung unter anderem. „In der heutigen Medienlage ist entscheidend, wie Inhalte wirken und welche Codes sie bedienen. Narrative rund um den Namen ,Rothschild‘ werden seit Langem als antisemitische Chiffre benutzt und entsprechend verstanden.“ Wer Judenfeindlichkeit schürt oder relativiert, stelle sich gegen „alles, was ein friedliches Miteinander und die AfD“ ausmache. „Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“ LESEN SIE AUCH: Eschweiler AfD-Abgeordneter Krauthausen teilt und verteidigt antisemitisches Video LESEN SIE AUCH: Macht mit Schattenseiten: Aachens AfD zwischen Wachstum und Widerstand Manuel Krauthausen, der am Freitag bekannt gab, für den NRW-Sprecherposten der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ zu kandidieren, hatte besagtes Video am 30. Dezember 2025 über sein öffentliches Instagram-Profil verbreitet. Das Video, ursprünglich von einem Account mit dem Namen „rotepyramidenwahrheit“ verbreitet, zeigt eine animierte Darstellung eines Passagierschiffes, das mit einem Eisberg kollidiert und sinkt; offensichtlich angelehnt an den Untergang der Titanic im Jahr 1912. Im eingeblendeten Text wird eine Verbindung zwischen der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild, der Forderung nach einer Zentralbank und dem Schiffsunglück hergestellt. So legt das Video nahe, besagte Familie hätte den Untergang der Titanic herbeigeführt. Unterlegt ist das Video mit dem jüdischen Volkslied „Hava Nagila“. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) stuft den Beitrag als klar antisemitisch ein. (…) Auch andere Mitglieder und Funktionäre des AfD-Kreisverbandes Aachen und der Eschweiler AfD-Fraktion sind in der Vergangenheit mehrfach mit im Internet veröffentlichten Beiträgen mit antisemitischem Inhalt aufgefallen, darunter auch „Rothschild-Verschwörungserzählungen“. So veröffentlichte Lothar Upadek, ausweislich der offiziellen Internetseite stellvertretender Sprecher des Eschweiler AfD-Kreisverbandes und seit der vergangenen Kommunalwahl Mitglied des Eschweiler Rates, am 1. August 2022 über das Soziale Medium Facebook einen Beitrag, in dem er den Vereinten Nationen (UN) vorwarf, verbieten zu wollen, „das auszusprechen, was allgemein bekannt ist und was man in Zeitungen nachlesen kann“. Die UN warne nämlich, „dass George Soros, die Rothschilds und der Staat Israel nicht mit ‚angeblichen Verschwörungen‘ in Verbindung gebracht werden dürfen“. Michael Winterich markierte den Beitrag mit „Gefällt mir“. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels waren Beitrag und „Gefällt mir“-Angabe noch abrufbar.

via aachener zeitung: Eschweiler AfD reagiert auf antisemitischen Post von Manuel Krauthausen

Grok: Nur noch zahlende Kunden dürfen andere auf X sexuell belästigen

Angesichts von Sperren und Millionenstrafen setzt X Scheinmaßnahmen gegen Missbrauchsdarstellungen. Warum die App nicht längst aus den Stores geflogen ist, bleibt rätselhaft. Es ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten: Der MAGA-Sphäre zuordenbare Accounts verspotten jene am Mittwoch von ICE-Schützen ermordete Frau, indem sie Grok anwiesen, ihren Körper in einen Bikini zu kleiden. Als Basis dient das Foto der blutigen Leiche von Renee G. Grok apportiert brav. Es ist die Spitze einer Eskalation der KI-gesteuerten sexuellen Erniedrigung auf X. Grok, dessen Entwickler xAI und Eigentümer Elon Musk stehen seit dem Jahreswechsel unter massiver Kritik. Der Bildgenerator des Chatbots erlaubt es, jedes Foto einer Person auf der Plattform in Missbrauchsmaterial zu verwandeln. Auf Wunsch stellt Grok die Person im durchsichtigen Bikini dar, vergrößert Brüste oder lässt sie gar auf die Knie gehen und ein Halsband tragen. Auch Minderjährige wurden derart dargestellt. Die jüngste Person auf einem manipulierten Foto ist eine Fünfjährige. Nach massiver weltweiter Kritik gibt X nun nach. Zumindest tut die Plattform so: Die Bildbearbeitungsfunktion von Grok wurde deaktiviert. Das klingt zuerst wie eine große Einschränkung, bis man das Kleingedruckte liest: Zahlende Premium-Abonnenten können das Bildbearbeitungstool weiterhin nutzen. Oder anders formuliert: Wer die monatliche Gebühr entrichtet, darf weiterhin Personen digital ausziehen und demütigen. Die Hürde ist auch nicht allzu hoch. Ein monatliches Abonnement kostet in Österreich laut Preisliste 8 Euro. (…) Offen bleibt die Frage, warum Grok und X immer noch immer in den App-Stores von Google und Apple zu finden sind. Schließlich wurden ähnliche “Nackstscanner” und “Nudify Apps” in der Vergangenheit verbannt. Im Fall von Grok blieben ähnliche Sanktionen jedoch aus. Eine offizielle Begründung für diese Ungleichbehandlung gibt es bislang nicht; wie Wired berichtet, reagierten weder Apple noch Google auf entsprechende Anfragen zu ihrer Untätigkeit.

via standard: Grok: Nur noch zahlende Kunden dürfen andere auf X sexuell belästigen

Angeklagter »#WhiteTiger« offenbar kurz vor Prozessstart in U-Haft verprügelt – #764 #Terror

Als Kopf eines internationalen Netzwerks soll er unter anderem einen Jungen in den Suizid gedrängt haben. In einer Haftanstalt sollen nun andere Insassen auf ihn eingeschlagen und »White Tiger, White Tiger« gerufen haben. Zwischenfall kurz vor Prozessstart in Hamburg: Wenige Stunden vor Beginn des Gerichtsverfahrens im Hamburger Landgericht ist der als »White Tiger«  bekannte Angeklagte offenbar von anderen Häftlingen verprügelt worden. Der 21-jährige Deutsch-Iraner sei am Donnerstag gemeinsam mit anderen Insassen aus der Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand nach Hamburg in eine Sammelzelle der Untersuchungshaftanstalt gebracht worden, sagte seine Anwältin der Nachrichtenagentur dpa. Dort hätten einige der Insassen erst seine Uhr verlangt und dann auf ihn eingeschlagen. Dabei hätten sie nach Angaben ihres Mandanten »White Tiger, White Tiger« gerufen. Eine Gesichtshälfte des Angeklagten, der Shahriar J. heißt, sei stark geschwollen und er soll nun zahnmedizinisch und allgemeinmedizinisch untersucht werden. Zunächst hatte die Anwältin gesagt, sie habe ihren Mandanten noch nicht gesehen und wolle bei einem Treffen erst prüfen, ob ihr Mandant verhandlungsfähig ist. (…) Die Staatsanwaltschaft wirft S. mehr als 200 Straftaten vor, darunter einen vollendeten und fünf versuchte Morde – mittelbar begangen im Internet. Insgesamt sind für die Verhandlung bis Dezember 82 Verhandlungstermine anberaumt. Der Angeklagte soll der Kopf einer internationalen Gruppe von Cyberkriminellen gewesen sein, die Taten zwischen Januar 2021 und September 2023 begangen haben . Als Opfer werden mehr als 30 Kinder und Jugendliche unter anderem aus Deutschland, England, Kanada und den USA benannt. Eine junge Finnin wurde als Nebenklägerin zugelassen.

via spiegel: Angeklagter »White Tiger« offenbar kurz vor Prozessstart in U-Haft verprügelt

siehe auch: “White Tiger”: So lief der Prozessstart in Hamburg. Er nannte sich “White Tiger”: Unter großem Medieninteresse ist am Freitagmittag vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gegen einen 21-jährigen Angeklagten gestartet. Er soll Kinder und Jugendliche zu sexuellen und selbstverletzenden Handlungen getrieben haben – ihm wird nach dem Suizid eines 13-Jährigen sogar Mord vorgeworfen. (…) Die Anwältin kündigte an, im Prozess das gesellschaftliche Problem eines nahezu unkontrollierten Internets zu thematisieren. Darüber zeigte sich der Opferanwalt Steffen Hörning empört. Er vertritt eine junge Finnin, die Opfer des Angeklagten geworden sein soll und Nebenklägerin im Prozess ist. Hörning sagte, er werde dem Versuch entgegentreten, den Opfern eine Mitschuld zu geben. Es seien alles psychisch labile Kinder und Jugendliche gewesen, die im Netz Hilfe gesucht hätten und dort gequält wurden. Angeklagter wurde vor Prozessbeginn verprügelt Wenige Stunden vor Beginn des Prozesses war der Angeklagte laut seiner Anwältin von anderen Häftlingen verprügelt worden. (…) Sollte der 21-Jährige tatsächlich am Ende wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft – er war bei den meisten Taten noch minderjährig. Seine Verteidigerin hatte vor Prozessbeginn angekündigt, dass sich der Angeklagte schweigend verteidigen werde.