#Radikalisierungsforscher: Tat von #Magdeburg in einer Reihe mit #Halle und #Hanau – #terror

Der mutmaßliche Täter von Magdeburg war vor allem im digitalen Raum vernetzt. Dem Radikalisierungsforscher Hans Goldenbaum zufolge stehen die Geschehnisse in einer Reihe mit den Taten von Halle und Hanau. Dass gerade die Akteure, denen der Tatverdächtige anhing, von einem migrantisch islamistischen Anschlag sprechen, sollte aus Sicht des Forschers nicht verwundern. Es zeige, wie abgedichtet der rechtsextreme Diskurs gegen die Realität sei. MDR AKTUELL: Durch Ihre Arbeit in der Fachstelle Gewalt- und Radikalisierungsprävention in Sachsen-Anhalt kannten Sie Taleb A. bereits. Warum? Hans Goldenbaum: Ja, bei uns hat’s geklingelt, als die Informationen zum Täter kamen und auch der Name letztlich rauskam. Der war uns als randständige Figur in dem, was wir Filterblase des digitalen globalen Rechtsextremismus nennen, ein Begriff. Wir kannten ihn aufgrund seiner Agitation insbesondere online in sozialen Medien im Bereich anti-islamischer und auch migrationsfeindlicher Diskurse der transnationalen Rechten. Er hat dort nicht nur Inhalte rezipiert, sondern auch aktiv Inhalte beigesteuert. Wir beobachten auch die Polarisierung zwischen militantem Rechtsextremismus und militantem Islamismus und in dem Kontext war er für uns am Rande relevant. Ist das für Sie ein besonderer Fall? Wie würden Sie das Weltbild des Mannes beschreiben? Ganz klassisch. Es gibt sicherlich einige besondere Elemente aufgrund der Biografie. Aber im Kern hat er Ideologeme dieser globalen digitalen Vergemeinschaftung im Bereich des Rechtsextremismus geteilt: der angebliche sogenannte große Austausch, die angebliche Islamisierung, andere Elemente der klassischen Verschwörungsideologie, und dass man annimmt, alles sei gesteuert. Presse sei gesteuert, politisches Handeln. Das sind so Chiffren in diesem Milieu. Und wir sehen bei ihm stark und über Jahre hinweg, wie er an diesem Diskurs, an dieser digitalen Vergemeinschaftung teilgenommen hat, wie er diese Inhalte übernommen hat, bei X, ehemals Twitter, retweetet, aber auch eigene Inhalte beigesteuert hat – insbesondere im Kontext antiislamischer Agitation.

via mdr: Radikalisierungsforscher: Tat von Magdeburg in einer Reihe mit Halle und Hanau

Debatte um Täter und seine Motive erinnert an Corona-Proteste. Tausende Straftaten wurden damals als politisch nicht zuordenbar registriert. Kritisiert wurde, Behörden verstünden neuen digitalen, individualisierten & von Verschwörungsdenken geprägten Rechtsextremismus offenbar nicht.

Daniel Mullis (@daenumullis.bsky.social) 2024-12-23T09:00:45.214Z

Einsatz in #Bremerhaven – 67-Jähriger nach #Weihnachtsmarkt-#Drohvideo festgenommen

Ein Mann drohte in einem Video »arabisch oder südländisch« aussehende Menschen auf dem Weihnachtsmarkt in Bremerhaven zu erstechen. Die Polizei hat den mutmaßlichen Urheber des Clips festgenommen. Die Polizei in Bremerhaven hat einen 67-Jährigen festgenommen, der in einem Video auf TikTok angedroht haben soll, schwere Straftaten auf dem Weihnachtsmarkt zu begehen. Nach Bekanntwerden des Videos sei der Verfasser am Sonntagabend »sehr schnell« ermittelt und im Stadtgebiet vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei mit . Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Mann hatte angekündigt, am 1. Weihnachtstag jeden abzustechen, der »arabisch oder südländisch« aussehe. »Jeden. Ich nehme genug Messer mit«, sagte er in dem Video. Das sei kein Scherz. Der Bremerhavener war laut Polizei zuvor nicht mit derartigen Aussagen aufgefallen. Auskunft zu möglichen Hintergründen gab die Polizei bislang nicht.

via spiegel: Einsatz in Bremerhaven 67-Jähriger nach Weihnachtsmarkt-Drohvideo festgenommen

Ein Mann drohte in einem Video »arabisch oder südländisch« aussehende Menschen auf dem Weihnachtsmarkt in Bremerhaven zu erstechen. Die Polizei hat den mutmaßlichen Urheber des Clips festgenommen.

DER SPIEGEL (@spiegel.de) 2024-12-23T09:12:04.967Z

#Anschlag auf #Magdeburger #Weihnachtsmarkt – Vieles deutet auf radikal-islamfeindlichen Hintergrund hin – #terror

Die Zahl der Todesopfer in Magdeburg steigt auf mindestens fünf. Innenministerin Faeser kündigt Aufklärung an. Es gibt Hinweise auf ein rechtes Tatmotiv. Deutsche und internationale Po­li­ti­ke­r*in­nen haben bestürzt auf den mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert. Die Zahl der Toten stieg am Samstagvormittag auf fünf, über 200 teils schwer Verletzte werden weiter behandelt. Gleichzeitig werden immer mehr Details über den mutmaßlichen Täter bekannt, der ein Auto gezielt in die Menschenmenge in der Magdeburger Innenstadt gelenkt hatte. (…) Der mutmaßliche Täter scheint dem Islam ganz im Gegenteil feindlich gegenüberzustehen. Darauf weisen auch Äußerungen hin, die A. 2019 in einem Interview mit der FAZ getätigt hatte, in dem es um seine Hilfe für Personen ging, die vom saudischen Staat verfolgt werden. Er sprach über die Unterdrückung der Frauen in Saudi-Arabien sowie über die Gründe seines Asylantrags in Deutschland. Nachdem er als Facharzt nach Deutschland kam, beantragte er zehn Jahre später Asyl. Ihm sei mit dem Tod gedroht worden, weil er sich öffentlich gegen den Islam ausgesprochen habe, sagte er der FAZ und erklärte: „Ich bin der aggressivste Kritiker des Islams in der Geschichte.“ Diese Position als Ex-Muslim verbreitete er auch in zahlreichen Beiträgen auf auf X (damals Twitter). Auf seinem Profil lässt sich dabei eine Veränderung beobachten. Seine Kritik an deutschen Behörden, sie würden Ex-Muslime und islamkritische Migranten nicht ausreichend schützen, wurde radikaler. In jüngsten Postings gibt es Anzeichen eines Verfolgungswahns. Im Juni teilte er einen Beitrag der AfD-Chefin Alice Weidel zum Anschlag in Mannheim, bei dem ein Polizist ums Leben kam und kommentierte ihn mit den Worten: „Meiner Erfahrung nach, ist die deutsche Polizei der echte Treiber des Islamismus in Deutschland“ (sic!). Und er erklärte: „Wir brauchen die AFD um die Polizei vor sich zu schützen.“ (…) Erst am 15. Dezember veröffentlichte eine rechtsradikale und islamfeindliche US-Plattform ein rund 45-minütiges Interview mit Taleb A. Darin spricht er über eine angeblichen gezielten Agenda Deutschlands, aktiv Islamisten ins Land zu holen und dagegen „echte“ Flüchtlinge zu unterdrücken, die sich vom Islam abgewandt haben und vor der Sharia Schutz suchen.“ Und noch kurz vor der Tat veröffentlichte er auf „X“ vier kurze Videos. Darin kritisiert A. erneut, dass Deutschland Islamkritiker verfolgen würde. Auch wirft er einem „Agenten“ vor, dass sie einen USB-Stick aus seinem Briefkasten gestohlen hätten. Auf diesem will er Hinweise auf angeblich kriminelles Verhalten einer saudi-arabischen Frauenrechtlerin gesammelt haben, die 2015 nach Deutschland floh. Auch diese Videos wirken wirr. Zahlreiche AfD-Politiker*innen hatten indes bereits direkt nach der Tat begonnen, diese für ihre rassistische Agenda auszuschlachten. Der Bundestagsabgeordnete und Chef der Jungen Alternative, Hannes Gnauck, postete Magdeburg als Standort und dazu eine Kachel mit KI-Grafik, auf der steht: „Es reicht! Schiebt sie alle ab!“ Dazu kommentierte er: „Sie müssen weg. Dann hört es auf!“ Viele Abgeordnete und AfD-Politiker teilten unverpixelte Aufnahmen von dem Anschlag.

via taz: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt Vieles deutet auf radikal-islamfeindlichen Hintergrund hin

siehe auch: Magdeburg-Terrorist hasst den Islam, ist pro AfD und will Todesstrafe für Merkel. Terror-Anschlag auf Weihnachtsmarkt Magdeburg: Auto fährt in Menschenmenge Auf dem zentralen Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist es am Freitag (20. Dezember) zu einem Anschlag mit verheerenden Folgen gekommen. Nach dem grauenvollen Terroranschlag von Magdeburg wirft das Täterprofil Fragen auf. Der 50-jährige Taleb Al A. wirkt in seinen Beiträgen auf X teilweise wirr. Manches erinnert an den Terroristen Anders Behring Breivik, des islamfeindlichen Verschwörungstheoretikers, der im Jahr 2011 77 Menschen in Norwegen tötete. Auch der Mörder von Magdeburg hasst den Islam und wirft unter anderen Altkanzlerin Angela Merkel vor, die „Islamisierung Europas“ vorangetrieben zu haben. Was auch nicht ins Bild der ersten Spekulationen rund um einen mutmaßlichen islamistischen Anschlag passt: Der Mann arbeitete offenbar in einer Klinik als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, war also in Deutschland integriert (…) In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bezeichnete sich Taleb Al A. 2019 als „aggressivsten Kritiker des Islams in der Geschichte“. Der bekennende Atheist war auch aktiv im Netzwerk X und Fan des Trump-Vertrauten Elon Musk. Sein X-Account ist weiterhin online. Dort konnten seine Follower die zunehmende Radikalisierung des Mannes verfolgen (…) Im Jahr 2016 postete der Mann: „Ich und AfD bekämpfen den gleichen Feind um Deutschland zu schützen.“ Er wollte mit der Partei Kontakt aufnehmen und über die Gründung einer „Ex-Muslim-Academy“ zu beraten. Laut Recherchen des „Spiegel“ folgten mehrere bekannte AfD-Funktionäre sowie Mitglieder ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ dem Account.

He’s anti-democracy and pro-Trump: the obscure ‘dark enlightenment’ blogger influencing the next US administration

Key figures in the incoming administration follow Curtis Yarvin, who’s pushing for an autocratic takeover of the US. Curtis Yarvin is hardly a household name in US politics. But the “neoreactionary” thinker and far-right blogger is emerging as a serious intellectual influence on key figures in Donald Trump’s coming administration in particular over potential threats to US democracy. Yarvin, who considers liberal democracy as a decadent enemy to be dismantled, is intellectually influential on vice president-elect JD Vance and close to several proposed Trump appointees. The aftermath of Trump’s election victory has seen actions and rhetoric from Trump and his lieutenants that closely resemble Yarvin’s public proposals for taking autocratic power in America. Trump’s legal moves against critics in the media, Elon Musk’s promises to pare government spending to the bone, and the deployment of the Maga base against Republican lawmakers who have criticized controversial nominees like Pete Hegseth are among the measures that resemble elements of Yarvin’s strategy for displacing liberal democracy in the US. One of the venues in which Yarvin has articulated the strategy include a podcast hosted by Michael Anton, a writer and academic whom Trump last week appointed to work in a senior role under secretary of state nominee Marco Rubio. Although Yarvin once described Vance as a “random normie politician I’ve barely even met” in a July Substack post, in October the Verge reported that “no one online has shaped Vance’s thinking more”. The growing parallels between the incoming administration’s actions – especially Vance’s views – and Yarvin’s suggestions raise questions about his influence. Robert Evans, an extremism researcher and the host of the podcast Behind the Bastards, recorded a two-part series on Yarvin.

via guardian: He’s anti-democracy and pro-Trump: the obscure ‘dark enlightenment’ blogger influencing the next US administration

siehe auch: Curtis Yarvin: Silicon Machiavelli Der Blogger Curtis Yarvin fordert offen ein Ende der Demokratie. Zu seinen Lesern gehören nicht nur einflussreiche Techmilliardäre, sondern auch Trump-Vize J. D. Vance. Wer eine gesunde Beziehung zum Internet besitzt, hat den Namen Curtis Yarvin vermutlich noch nie gehört. Er ist eine obskure Figur, ein radikaler Provokateur und bekennender Antidemokrat. Und doch ist er mit seinem Blog Unqualified Reservations im Silicon Valley zu einem wichtigen Intellektuellen avanciert. Um Yarvins Theorien versammelt sich dort schon länger eine kleine, aber einflussreiche politische Bewegung, die Trump nicht nur einige Ideen, sondern auch seinen Vizekandidaten J. D. Vance zugespielt hat. Yarvin schreibt häufig kryptisch, er mischt philosophischen Jargon mit der obskuren Sprache von Internettrolls. Referenzen und Insiderjokes schichten sich übereinander, bis ein Uneingeweihter nur noch mit Mühe Ironie von Ernsthaftigkeit unterscheiden kann. So ist es offenbar als Witz gemeint, wenn er vorschlägt, unproduktive Mitglieder der Gesellschaft zu “Biodiesel zu verarbeiten”. Doch scherzt er auch noch, wenn er im nächsten Absatz schreibt, dass es für diese Menschen dennoch eine “humane Alternative zum Genozid” benötige? “Die ideale Lösung”, so fährt er fort, “erreicht dasselbe Ergebnis wie Massenmord (die Entfernung unerwünschter Elemente aus der Gesellschaft), jedoch ohne das moralische Stigma.” Ob er scherzt oder es ernst meint, kann man selten endgültig sagen. Bei einer Sache legt er sich jedoch fest: Demokratie muss abgeschafft werden. “Wollen Amerikaner ihre Regierung ändern”, so meint Yarvin, “müssen sie ihre Phobie vor Diktatoren überwinden.”

What we know about the deadly Christmas market attack in Germany – #terror #magdeburg

At least five people have been killed, and 200 injured, after a car plowed into a busy outdoor Christmas market in the eastern German city of Magdeburg on Friday in what authorities called a deliberate attack. Four women and a 9-year-old boy were killed and 200 people were injured when a man drove into a Christmas market teeming with holiday shoppers in the German city of Magdeburg — an attack that has left Germans mourning the victims and with a shaken sense of security. How did the attack unfold? At first, Thi Linh Chi Nguyen thought the loud bangs were fireworks. The 34-year-old manicurist from Vietnam, whose salon is near the Christmas market, was on the phone during a break when she heard the noise just after 7 p.m. on Friday. Then she saw a car drive through the market at high speed. People screamed and a child was thrown into the air by the car. (…) Police say the dead are four women, aged 45, 52, 67 and 75, and a boy, aged 9. He was named as André Gleissner by fire department officials in the Elm-Asse region west of Magdeburg, where he was a member of the children’s fire brigade. Authorities said 200 people were injured, including 41 in serious condition. They were being treated in multiple hospitals in Magdeburg, which is about 130 kilometers (80 miles) west of Berlin, and beyond. Who is the suspect in the attack? Prosecutors said the suspect, a 50-year-old Saudi doctor, is under investigation on suspicion of murder, attempted murder and bodily harm. In a closed-door hearing on Saturday evening, a judge ordered that he be kept in custody pending a possible indictment. (…) Prosecutors said the motive may have been “dissatisfaction with the treatment of Saudi refugees in Germany.” Intelligence agencies say that increasingly they are seeing attackers with a confusing mix of beliefs and motivations. The head of Britain’s domestic intelligence agency MI5, Ken McCallum, said in October that “straightforward labels like ‘Islamist terrorism’ or ‘extreme right-wing’ don’t fully reflect the dizzying range of beliefs and ideologies we see.”

via ap: What we know about the deadly Christmas market attack in Germany

siehe auch: Saudi doctor who plowed through Christmas market peddled anti-German, anti-Islam rhetoric for years. Saudi Arabia warned Germany three times about the Saudi doctor who allegedly killed five and injured more than 200 when he plowed through a busy Christmas market — and repeatedly promised he would die justice in the “Islamic war waged by Germany” months before carrying out Friday’s terror attack. The first warning came in 2007, just one year after psychologist Taleb al-Abdulmohsen, 50, fled to the European country, sources told CNN. The alleged terrorist had a history of expressing radical views of varying kinds. Saudi Arabia considers him a fugitive and had requested his extradition between 2007 and 2008 — but German authorities refused over concerns for al-Abdulmohsen’s safety upon his return. In spite of this, al-Abdulmohsen spewed anti-German and anti-Muslim rhetoric on social media for years and urged fellow asylum seekers to avoid living in Germany. “The corrupt organization @atheistrefugees is part of the leftist agenda to hijack and poison any anti-islamic activism,” al-Abdulmohsen posted on X in May, referring to a group that says it aims to help “atheist and secular refugees.” “Since January 2019, we have reported to the German police dozens of times with conclusive evidence. But the whole organization is a product of the corrupt German authorities.. so I consider it an Islamic war waged by Germany against the irreligious Saudis,” he wrote; Magdeburg Christmas market attack: authorities received warnings about suspect German government to investigate whether more could have been done to prevent car-ramming that killed five. The German government has vowed to investigate whether a Christmas market car attack that killed five people and injured 200 could have been prevented after it emerged that authorities had received multiple warnings about the suspect. Amid mounting criticism of Germany’s security apparatus, the interior minister, Nancy Faeser, said on Sunday the heads of the domestic and foreign intelligence services would be questioned by two parliamentary committees next week The man arrested at the scene of Friday’s attack in Magdeburg, a Saudi-born psychiatrist named by German media as Taleb al-Abdulmohsen, 50, had made online threats to kill German citizens and had a history of disputes with state authorities. A self-described “Saudi atheist” who helped women flee Gulf countries, he had also been strongly critical of Berlin for allowing in too many Muslim refugees and had repeatedly backed far-right conspiracy theories about the “Islamisation” of Europe. Abdulmohsen voiced support on social media platform X for the far-right Alternative für Deutschland party and for X’s owner, the US billionaire Elon Musk, who has publicly backed AfD, saying only the anti-immigration party “can save Germany”.

#Attentat in #Magdeburg: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist – #terror

Nachdem ein Mann auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast ist, sind viele Fragen noch offen – etwa die nach dem Motiv des mutmaßlichen Täters. Was seit Samstag ans Licht kommt, wirft weitere Fragen auf. Was aktuell über den 50-Jährigen bekannt ist. (…) Allerdings erklärte der Leiter der Magdeburger Staatsanwaltschaft, Horst-Walter Nopens, am Samstagnachmittag, “Unzufriedenheit mit dem Umgang mit saudiarabischen Flüchtlingen” könne der Auslöser der Tat gewesen sein. Der 50 Jahre alte mutmaßliche Täter wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Samstagnachmittag aber noch vernommen. (…) Wie MDR-Recherchen zeigen, ist der mutmaßliche Täter offenbar Unterstützer der AfD. Das zeigen mehrere Posts im sozialen Netzwerk “X”, deren Echtheit dem MDR bestätigt wurde und über die am Samstagmorgen auch der “Spiegel” berichtet. Im Sommer teilte er einen Tweet von AfD-Chefin Alice Weidel und schrieb dazu: “Die Linken sind Verrückt. Wir brauchen AFD, um die Polizei vor sich zu schützen.” Viele der Posts sind inzwischen gelöscht.

via mdr: Attentat in Magdeburg: Was über den mutmaßlichen Täter bekannt ist

siehe auch: „Rache“-Ankündigung, AfD-Fan, wirre Deutschland-Theorien: Neue Details zum Täter. (…) Er gilt als „prominente Figur innerhalb der saudischen Exil-Community“. In den sozialen Medien warnte er vor der „Islamisierung Deutschlands“. So beklagte er laut „Welt“: „Deutschland will Europa islamisieren“ und „die deutsche Polizei ist der echte Treiber des Islamismus in Deutschland.“ Deswegen habe er mehrfach „Rache“ angedroht, berichtet die „Welt“ weiter. Er kündigte für den „Moment der Rache“ einen Post an. Ein entsprechender Post ging auf seinem X-Profil um 19.07 Uhr live. In gelöschten Posts kündigte er laut „Welt“ an: „Deutschland wird den Preis zahlen müssen.“ Trotz seiner „Rache“-Ankündigung war er den Behörden nicht bekannt. Nur wenige Tage vor der Tat gab er einem Verschwörungstheorie-Blog aus den USA ein Interview, in dem er von einer „verdeckten Geheimoperation“ deutscher Behörden gegen Ex-Muslime sprach und weitere wirre Theorien über Deutschland aufstellte (…) Der Täter soll zudem Anhänger der AfD gewesen sein, ein entsprechender Beitrag bei X kursierte bereits in der Nacht zum Samstag. Darin schreibt er unter anderem: „Die Linken sind verrückt. Wir brauchen AfD, um die Polizei vor sich zu schützen.“; Tatverdächtiger von Magdeburg war in Berlin justizbekannt. Tatverdächtige des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt war bereits vorher der Berliner Justiz aufgefallen. So sollte Taleb A. einen Tag vor der Tat vor dem Amtsgericht Tiergarten erscheinen. Saudi-Arabien warnte vor ihm. Der Tatverdächtige des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg, Taleb A., war der Berliner Justiz bereits vor seiner Tat aufgefallen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin dem rbb am Samstag auf Nachfrage. Zuvor hatte der “Spiegel” berichtet. Demnach soll A. im Februar 2024 in Berlin auf einer Polizeiwache erschienen sein um eine Anzeige zu erstatten. Dabei machte er laut “Spiegel” wirre Angaben und war mit dem Verhalten der diensthabenden Beamten unzufrieden. Gegen ihn wurde Strafbefehl erlassen, wegen des “Missbrauchs von Notrufen”. Dagegen legte A. Einspruch ein. Über jenen Einspruch sollte am Donnerstag, dem Tag vor der Todesfahrt in Magdeburg, vor dem Amtsgericht Tiergarten verhandelt werden. Der Angeklagte erschien aber nicht zu seinem Termin, wie die Amtsanwaltschaft bestätigte. Der Einspruch wurde dem “Spiegel” zu Folge verworfen. (…) In sozialen Medien und Interviews erhob er zuletzt teils wirr formulierte Vorwürfe gegen deutsche Behörden. Er hielt ihnen unter anderem vor, nicht genügend gegen Islamismus zu unternehmen. Unter den öffentlich einsehbaren Äußerungen des Tatverdächtigen in den sozialen Medien finden sich auch explizite Gewaltandrohungen. Das berichtet unter anderem die Tagesschau [tagesschau.de]. Als Gefährder wurde der mutmaßliche Täter jedoch nicht eingestuft, auch als Extremist war er den Behörden nach Informationen aus Sicherheitskreisen nicht bekannt. Bei der Polizei sollen sich allerdings nach Informationen von WDR, NDR und SZ mehrfach Menschen wegen dieser Gewaltdrohungen gemeldet haben, auch in Magdeburg. Auf einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag erklärte der Direktor der Polizei Magdeburg, Tom-Oliver-Langhans, in der Vergangenheit sei eine Strafanzeige gegen den Tatverdächtigen aufgenommen worden. Es sei beabsichtigt gewesen, eine Gefährderansprache vorzunehmen.

siehe dazu auch: Saudischer Islamkritiker, Fan von AfD und Elon Musk: Verstörende Details zum Täter von #Magdeburg – #terror. Der Todesfahrer von Magdeburg, Taleb Jawad Al Abdulmohsen, kam 2006 nach Deutschland. Doch ein Islamist ist er nicht – im Gegenteil. Deutschland warf er vor, Europa zu islamisieren. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt deutet bislang wenig auf ein islamistisches Motiv hin. Bei dem Fahrer des Wagens handelt es sich um Taleb Jawad Al Abdulmohsen. Er war erstmals 2006 nach Deutschland eingereist und fiel den Sicherheitsbehörden nicht als Islamist auf. Tatsächlich war er offenbar alles andere als ein religiöser Fanatiker. Im Gegenteil: Er war offenbar ein radikaler Islamkritiker, sympathisierte mit der AfD – und Elon Musk. (

#Falschmeldungen und #Hetze – Wie Rechte die #Todesfahrt von #Magdeburg instrumentalisieren – #terror

Schon kurz nach der tödlichen Amokfahrt von Magdeburg verbreiten Rechte und Rechtsextreme Falschmeldungen und instrumentalisieren die Tat. Nachdem bekannt wurde, dass der Tatverdächtige ein Islamfeind und AfD-Unterstützer war, kommen neue Behauptungen und Verschwörungs­erzählungen dazu. Auch Elon Musk mischt mit. In rechten und rechtsextremen Kreisen ist man nach der Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt um Schadensbegrenzung bemüht. In der Nacht zu Samstag wurde bekannt, dass der Tatverdächtige Taleb A., ein Arzt und Psychiater aus Saudi-Arabien, der seit 2006 in Deutschland lebt, offenbar ein Islamfeind ist, der Angela Merkel den Tod wünschte und schon seit 2016 öffentlich seine Unterstützung für die AfD bekundete. „Das ist die Wahrheit über den saudi-arabischen Terroristen, der heute ein Auto in den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gesteuert hat“, beginnt Naomi Seibt noch in der Nacht ein Video auf der Plattform X (ehemals Twitter), das bis zum Samstagmorgen schon mehr als 1500‑mal verbreitet wurde. Die 24‑Jährige aus Münster hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur in Deutschland einen Namen als rechtsextreme Influencerin gemacht. (…) „Dieser Mann war ein Migrant, der nach Saudi-Arabien ausgeliefert werden sollte, aufgrund eines Antrags der saudi-arabischen Regierung selbst. Die deutsche Regierung hat das aber verweigert“, sagt Seibt. Dabei bezieht sie sich auf unbestätigte Angaben saudi-arabischer Twitter-Nutzer und Influencer. Seibt betont: „Das wäre nicht passiert, wenn die AfD an der Macht wäre.“ Grenzschließungen und Abschiebungen, wie von der AfD gefordert, hätten die Tat verhindert, behauptet sie. Dabei kam Taleb A. gar nicht als Asylbewerber nach Deutschland, überquerte auch nicht unerlaubt die deutsche Grenze. Aus Interviews, die A. vor einigen Jahren der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Frankfurter Rundschau“ gegeben hat, geht hervor, dass er im Jahr 2006 im Rahmen seiner Facharztausbildung nach Deutschland kam, anschließend als Arzt in Deutschland arbeitete und erst 2016 einen Asylantrag stellte, weil ihm im Falle einer Rückkehr nach Saudi-Arabien eine Tötung wegen seiner Abkehr vom Islam drohe. Aufgrund seiner Beschäftigung als Facharzt hätte A. jedoch wohl auch ohne den Asylantrag weiter in Deutschland leben können. Seibt verbreitet auch das Gerücht, A. könne insgeheim ein saudischer Agent gewesen sein, mit dem Auftrag, abtrünnige Saudis und Ex‑Muslime in Deutschland auszuspionieren. Ob das stimme, sei am Ende gar nicht relevant, erklärt die rechtsextreme Influencerin. Für sie ist klar: „Dieser Mann war ein Migrant, der nicht hier sein sollte. Das ist alles, was zählt.“ (…) Schon kurz nach der Tat – und lange bevor der Hintergrund des Tatverdächtigen bekannt wurde – hatten Rechte und Rechtsextreme am Freitagabend begonnen, Falschmeldungen über die Todesfahrt von Magdeburg zu verbreiten und sie für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren. (…) Auch der ehemalige Polizist Sven Kleuckling, der seit 2016 zunächst vom Polizeidienst in Sachsen-Anhalt suspendiert und 2021 entlassen wurde, beteiligte sich auf der Kurzvideo­plattform Tiktok an der Verbreitung von Falschmeldungen. Es gebe fünf Täter, von denen drei auf der Flucht seien, behauptete er in einem Video – er habe das von Polizisten erfahren. Auch Kleuckling verbreitete die Falschmeldung von Schüssen im Einkaufszentrum. Sein Tiktok-Account mit mehr als 45.000 Followern wurde mittlerweile gesperrt

via rnd: Falschmeldungen und Hetze Wie Rechte die Todesfahrt von Magdeburg instrumentalisieren

siehe auch: Wirre Vorwürfe in Videos – Mutmaßlicher Attentäter von Magdeburg hatte Kontakt zu Kölner Staatsanwaltschaft. Der mutmaßliche Täter von Magdeburg veröffentlichte nach der tödlichen Fahrt über den Weihnachtsmarkt einige Videos bei X. Merken Schrift Drucken Teilen Am Tag nach dem tödlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg am Freitagabend werden immer mehr Details über den Täter bekannt. Taleb A. trat in den sozialen Netzwerken als radikaler Islam-Kritiker auf und veröffentlichte noch kurz nach seiner Todesfahrt über den Alten Markt in Magdeburg mehrere Videos auf seinem X-Account. Dort erhebt der saudische Arzt, der in Bernburg zwischen Magdeburg und Leipzig gearbeitet hat, schwere Vorwürfe gegen deutsche Behörden, darunter auch die Staatsanwaltschaft in Köln. Mehrmals ist in den Videos ein Schriftstück der Kölner Behörde zu sehen. Taleb A. erhebt dort auch Vorwürfe gegen einen in Köln ansässigen Verein, der in der Flüchtlingshilfe aktiv sein soll. Mutmaßlicher Attentäter hatte Kontakt zur Staatsanwaltschaft in Köln Der mutmaßliche Attentäter hatte nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ tatsächlich im vergangenen Jahr schriftlichen Kontakt mit der Staatsanwaltschaft in Köln. Im Februar 2023 soll Taleb A. demnach eine Kölnerin wegen Untreue angezeigt haben. (…) Am Freitag behauptete Taleb A. dann in seinen jüngsten Videos, der USB-Stick sei ihm von deutschen Behörden gestohlen worden und warf der Bundesrepublik vor, er dürfe keine Kamera an seinem Briefkasten installieren oder eine Waffe tragen. Von Sozialismus in Deutschland war in den wirren Videos aus dem X-Profil mitunter die Sprache. Fünf Täter, eine angeblich auf dem Weihnachtsmarkt deponierte Bombe, und vermeintlich 34 Tote: All diese Behauptungen wurden bereits kurz nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg in den sozialen Netzwerken verbreitet. Und alle sind nach jetzigem Stand der Ermittlungen falsch.Allen voran von rechtsextremen Kreisen aus wurde schnell versucht, die Tat politisch zu nutzen und die Stimmung durch Falschbehauptungen zu befeuern. Ganz vorne mit dabei der rechtsextreme Österreicher Martin Sellner, der unter anderem in seinem Telegramkanal zahlreiche Posts zu Magdeburg verfasste, noch bevor überhaupt Informationen von offiziellen Stellen veröffentlicht worden sind.Falsche Angaben zur Herkunft des TätersSellner und auch viele weitere Akteure aus dem rechten Spektrum behaupteten beispielsweise direkt nach der Tat, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Syrer gehandelt habe. Von einigen Accounts wurde dabei das Bild gezeichnet, dass es sich um einen Geflüchteten gehandelt habe, der im Zuge der Asylkrise 2015/16 nach Deutschland gekommen sei. Auch reichweitenstarke Kanäle aus dem Ausland mit rechter Agenda übernahmen dieses falsche Narrativ, um gegen den Islam und die Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel zu hetzen.Dabei gab die Polizei gestern Abend bekannt, dass es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen 50-jährigen Mann handelt, der aus Saudi-Arabien stammt und 2006 nach Deutschland kam. In Sachsen-Anhalt soll er zuletzt als Arzt im Fachbereich der Psychotherapie gearbeitet haben.Nach bisherigen Erkenntnissen sei er den Behörden nicht als Islamist bekannt gewesen. Seit 2016 hat er den Asylstatus als politischer Flüchtling. Nach eigenen Angaben soll er sich bereits Ende der 1990er-Jahre vom Islam losgesagt haben und gilt als Oppositioneller zum saudi-arabischen Königshaus.Auf dem mutmaßlichen X-Account des Tatverdächtigen sind sowohl islamfeindliche Inhalte zu finden als auch Posts, die sich explizit gegen Merkel und ihre Asylpolitik wenden. “Merkel müsste den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen als Bestrafung für ihr kriminelles Geheimprojekt, Europa zu islamisieren”, heißt es in einem Post von ihm.