Bei Twitter teilen E-Mail verschicken Print Feedback Um den Fall dreier Somalier ranken sich nach dem Gerichtsbeschluss zu Zurückweisungen viele Fragen. Behauptungen der Polizei, sie seien illegal nach Berlin gekommen, widerspricht nun die zuständige Behörde in Berlin. Die Aufregung um die verschärften Grenzkontrollen, über Recht und Unrecht ist groß: Erst weist die Bundespolizei drei Somalier an der Grenze nach Polen zurück. Dann erklärt das Verwaltungsgericht Berlin den Vorgang für rechtswidrig. Deutschland muss das Trio zwar nicht einreisen lassen, aber nach dem Dublin-Verfahren prüfen, welches EU-Land für das Schutzersuchen zuständig ist. Doch statt einer geordneten Übernahme aus Polen tauchen die Somalier dann plötzlich in Berlin auf, was für Kritik und wilde Spekulationen sorgt. Nach Recherchen von FOCUS online folgt der Aufenthalt in Berlin aber einem regulären Vorgang. Zwar bleibt unklar, wie die Somalier nach Deutschland gekommen sind. Doch ein Sprecher des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) erklärt auf Anfrage: “Das Trio ist aus medizinischen Gründen nach Berlin verlegt worden.” Auch weitere Aspekte hätten dafür gesprochen.
Mutmaßliches Mitglied von »#764«-Szene – Hamburger #Polizei nimmt #Telegram-Nutzer wegen #Mordverdachts fest – #terror
Der SPIEGEL hatte kürzlich über einen 20-Jährigen berichtet, der Teil einer gewaltverherrlichenden Onlineszene sein soll. Nun verkündete die Hamburger Polizei, ihn des Mordes an einem Kind zu beschuldigen. Hamburger Ermittler haben einen 20-Jährigen festgenommen, den sie des Mordes und des mehrfachen versuchten Mordes verdächtigen. Er soll einen 13-jährigen Jungen in den USA zum Suizid gedrängt haben und Kopf einer Gruppe sein, die zahlreiche Kinder virtuell sexuell missbraucht haben soll. Das teilten der Leiter des Hamburger Landeskriminalamts (LKA), der Polizeipräsident sowie der Generalstaatsanwalt der Hansestadt am Mittwochvormittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Nach SPIEGEL-Informationen geht man in Sicherheitskreisen davon aus, dass der Festgenommene online unter dem Pseudonym »White Tiger« aktiv gewesen ist. Auf der Plattform Telegram hatte »White Tiger« damit geprahlt, mehrere Terabyte Kinderpornografie zu besitzen und sich als »Pädophiler und Erpresser« beschrieben. Er hatte sich dort auch als jemand vorgestellt, der im Netz junge, labile Mädchen sucht, die er dazu bringt, ihm Nacktbilder zu schicken. So hatte es der SPIEGEL im vergangenen Jahr in mehreren Berichten enthüllt , in denen es um ein besonders gewaltverherrlichendes und sadistisches Onlinenetzwerk namens »COM« oder »Community« ging. Eine der extremsten Gruppen der Szene nennt sich »764«, angelehnt an die Postleitzahl eines Texaners, der sie im Alter von 15 Jahren gegründet hatte. Die Szene nutzt geschlossene Chatgruppen auf Telegram und in der bei Gamern beliebten App Discord. Ihre Mitglieder suchen gezielt psychisch labile Menschen und Minderjährige, um diese zu erniedrigen und zu erpressen. Besonders viel Anerkennung bekommen Täter etwa, wenn deren Opfer sich den Usernamen eines Peinigers auf ihren nackten Körper ritzen. Manchen gilt es gar als das ultimative Ziel, ihre Opfer in den Suizid zu treiben, am besten live gestreamt im Netz. Inzwischen warnen unter anderem das Bundeskriminalamt und Europol vor den Gefahren von »COM« und »764«.
via spiegel: Mutmaßliches Mitglied von »764«-Szene Hamburger Polizei nimmt Telegram-Nutzer wegen Mordverdachts fest
siehe auch: Verdacht auf Mord im Internet: 20-jähriger Hamburger festgenommen Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel hat bei einer Pressekonferenz am Mittwoch die Festnahme eines 20-jährigen Hamburgers bekanntgegeben. Vorgeworfen werden ihm unter anderem Mord, versuchter Mord und sexueller Missbrauch von Kindern. Der Mann, der im Netz unter dem Namen “White Tiger” agiert haben soll, ist offenbar führendes Mitglied einer extremistischen, international vernetzten Online-Community. Die Gruppe tritt in Erscheinung mit satanistischen, sadistischen und pädokriminellen Inhalten. Zentrales Motiv sei die gezielte Suche nach psychisch labilen Kindern in Chatforen oder Online-Games, um sie systematisch zu manipulieren, teilten Polizei, LKA und Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. Laut Generalstaatsanwalt Jörg Fröhlich umfasst der Haftbefehl 123 Straftaten zwischen 2021 und 2023. Dem 20-jährigen deutsch-iranischen Staatsbürger werden besonders schwere Gewalttaten vorgeworfen – darunter Mord in mittelbarer Täterschaft, sexueller Missbrauch von Kindern, Cybervergewaltigungen und die Anstiftung zu Suizidhandlungen Minderjähriger. Der Beschuldigte soll gezielt psychisch labile Kinder in Foren angesprochen, sie zu schweren Selbstverletzungen und sexuellen Handlungen in Live-Chats gebracht und die Aufnahmen als Druckmittel verwendet haben. Besonders perfide: Die Taten wurden dokumentiert, in sogenannten “Lawbooks” archiviert und als Trophäen geteilt. “Nur schwer auszuhaltende Abgründe” Der Hinweis auf den Beschuldigten kam 2023 vom FBI, nachdem ein 13-jähriges Kind in den USA Suizid begangen hatte – offenbar wurde der Junge durch psychische Manipulation und Drohungen von dem Hamburger in den Selbstmord getrieben. Dabei habe er sich sogar eines weiteren, schuldunfähigen Kindes als “Werkzeug” bedient, teilte die Polizei mit. Das LKA Hamburg richtete daraufhin die Sonderkommission “Manticore” ein. “Das sind Abgründe, die nur schwer auszuhalten sind”, sagte Polizeipräsident Schnabel. Die Taten zeigten ein unvorstellbares Maß an Verrohung und Unmenschlichkeit. Die Beamtinnen und Beamten hätten unzählige Videos mit Folterungen von Kleinkindern und getöteten Tieren gesichtet. “Wir hoffen, dass sich die Festnahme in der Szene herumsprechen und es dann eine interne Abschreckung geben wird”, sagte Generalstaatsanwalt Fröhlich; POL-HH: 250618-3. Cybergrooming: Soko Mantacore vollstreckt Haftbefehl wegen Verdachts des vollendeten und versuchten Mordes Bild-Infos Download Hamburg (ots) Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg haben Einsatzkräfte der Soko Mantacore unter Beteiligung von Hamburger Spezialeinheiten am 17.06.2025 einen 20-jährigen Deutsch-Iraner verhaftet und seine in Hamburg gelegene Wohnanschrift durchsucht. Die Maßnahmen erfolgten anlässlich eines komplexen, mit internationalen Bezügen geführten Cybergrooming-Verfahrens der Abteilung 74 der Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, im Alter von 16 bis 19 Jahren mehr als 120 Straftaten, insbesondere solche, die sich gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung richten, über das Internet zum Nachteil von insgesamt acht kindlichen bzw. jugendlichen Geschädigten begangen zu haben. Zwischen 2021 und 2023 soll er als relevantes Mitglied einer weltweit agierenden Internetcommunity namens “764” besonders vulnerable Geschädigte in sozialen Medien emotional von sich abhängig gemacht haben, um die von ihm initiierte starke Verbundenheit für strafrelevante Zwecke, so u.a. für die Erstellung kinder- und jugendpornografischer Aufnahmen, auszunutzen. Um den Ansinnen des Beschuldigten nach immer heftiger werdenden Inhalten nachzukommen, verletzten sich die Geschädigten in Livechats unter den Augen der Community massiv selbst, übten sexuelle Handlungen an sich aus und fügten sich stark blutende sog. Cutsigns am eigenen Körper zu. Hiervon soll der Beschuldigte Aufzeichnungen gefertigt haben, um den Geschädigten anschließend mit deren Veröffentlichung zu drohen, sollten diese sich nicht noch massivere Selbstverletzungen vor laufender Kamera zufügen. In einem Fall soll der Beschuldigte über eine kindliche Geschädigte auf einen psychisch labilen 13-jährigen Jungen dergestalt eingewirkt haben, dass dieser sich aufforderungsgemäß erhängte und seinen “Suizid” hierbei live im Internet streamte.
#Waffen aus #3D-Drucker – #Polizei verhindert rechtsextreme #Anschläge auf #Parlament in #Portugal – #terror #MovimentoArmilarLusitano #MAL
Die portugiesische Polizei hat sechs mutmaßliche Mitglieder einer rechtsextremen Terrorzelle festgenommen. Die Beamten stellten außerdem Sprengstoff und Waffen besonderer »Qualität und Vielfalt« sicher. In Portugal ist eine mutmaßliche rechtsextreme Terrorzelle zerschlagen worden, die unter anderem Anschläge auf das Parlament in Lissabon geplant haben soll. Bei 15 Durchsuchungen in der Hauptstadt und im Großraum Lissabon habe man sechs Personen festgenommen und Sprengstoff, Schuss- und weitere Waffen, Munition, IT-Ausrüstung und auch 3D-Drucker zur Waffenherstellung sichergestellt, teilte die Kriminalpolizei in Lissabon mit. Die Festgenommenen würden dringend verdächtigt, an der Bildung und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein, hieß es. Zudem werde ihnen unter anderem die Verbreitung von Hassbotschaften, Aufruf zu Gewalt sowie unerlaubter Waffenbesitz zur Last gelegt. »Es hat uns überrascht, welche Qualität und Vielfalt das sichergestellte Material hat«, sagte die Chefin der Antiterroreinheit (UNCT) der Kriminalpolizei, Manuela Santos. Unter den Festgenommenen sei ein hochrangiger Polizeibeamter. Santos schloss nicht aus, dass weitere Angehörige von Polizei oder Militär in die Gruppe verwickelt sein könnten. Verstärkte Aktivitäten von Antisystemgruppen seit der Pandemie Die Organisation namens »Movimento Armilar Lusitano« (MAL) habe sich bewaffnet, Mitglieder rekrutiert und »gezielte Aktionen geplant«, darunter »Anschläge auf Institutionen« wie das Parlament, betonte die Antiterrorchefin.
via spiegel: Waffen aus 3D-Drucker Polizei verhindert rechtsextreme Anschläge auf Parlament in Portugal
siehe auch: Chefe da PSP era um dos líderes de grupo neonazi desmantelado pela PJ e é suspeito de recrutamento para o terrorismo Suspeito criou formulários online preenchidos por centenas de pessoas e entrevistou pessoalmente recrutas para o Movimento Armilar Lusitano. Dava preferência a quem trabalhasse na segurança privada, nas forças policiais e militares. E queria sobretudo pessoas que soubessem usar armas de fogo; Movimento da extrema direita acusado de Terrorismo tem vários policias subscritores no Telegram: “Isto só vai com uma guerra civil”. O Movimento Armilar Lusitano, grupo da extrema direita, que teve hoje 6 membros detidos acusados de Terrorismo pela Polícia Judiciária, onde se inclui um chefe da Polícia de Segurança Pública (PSP) colocado na Polícia Municipal de Lisboa, tem uma página no Telegram, com 951 subscritores, entre eles “vários elementos das forças policiais”, conforme avançou hoje Tânia Laranjo no Manhã CM da Correio da Manhã TV. A PJ apreendeu um verdadeiro arsenal de armas em 3 habitações de 3 detidos e esclareceu que o grupo estava de facto a armar-se, a recrutar pessoas, para fazerem uma ação, mas não sabiam qual. A página do Telegram do Movimento Armilar Lusitano defende as mesmas bandeiras que a extrema direita defende no parlamento pelas mãos do Chega e de André Ventura, a luta contra a imigração, a Islamofobia, a Revogação da Lei que Permite o Reagrupamento Familiar em Portugal, a luta contra a interrupção voluntária da gravidez, … mas também se encontram mensagens que apelam à violência.
Kritik an Asylpolitik des Bundes – Wegen Zurückweisungen an Grenzen: Konstanzer Anwalt zeigt Innenminister Dobrindt an
Nach Ansicht von Andreas Hennemann ist die Zurückweisung von Schutzsuchenden an den Grenzen rechtswidrig. Deshalb will der Anwalt juristisch gegen Bundesinnenminister Dobrindt vorgehen. Der Anwalt und SPD-Politiker Andreas Hennemann aus Konstanz hat Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Staatsanwaltschaft Berlin erstattet. Hintergrund sind die Zurückweisung von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. “Diese Zurückweisungen verletzen geltendes Recht”, schreibt Hennemann in einem Beitrag auf der Plattform Instagram. Zuerst hatte der “Südkurier” darüber berichtet. Andreas Hennemann ist Fachanwalt für Strafrecht und sitzt für die SPD im Konstanzer Gemeinderat. Seine Anzeige richtet sich nicht nur gegen Dobrindt, sondern auch gegen Dieter Romann, Präsident des Bundespolizeipräsidiums. Die Zurückweisung von Schutzsuchenden an der deutschen Grenze stelle eine “faktische Zurückweisung des sogenannten Dublin-Verfahrens der EU” dar, so Hennemann. (…) Nach Ansicht von Andreas Hennemann stehen Dobrindt und Bundespolizeichef Romann damit im Verdacht, Untergebene zu Straftaten verleitet zu haben. “Wer wissentlich rechtswidriges Verhalten anordnet, muss dafür rechtlich zur Verantwortung gezogen werden”, schreibt Hennemann.
Armed man arrested at Nashville’s ‘No Kings’ protest had long fascination with Nazis, mass murder
Police visited Elijah Millar’s home in April following tip from FBI’s Joint Terrorism Task Force about his online activities, Murfreesboro police spokesperson says. An armed man arrested Saturday during Nashville’s “No Kings” protest has a long history of fascination with Nazis and mass murderers, and he was already on the FBI’s radar, NewsChannel 5 Investigates has learned. Elijah Millar, 19, of Murfreesboro, was arrested Saturday after he “brandished” a handgun while clashing with a few of the thousands of protesters who attended the peaceful rally in downtown Nashville, according to the arrest warrant taken out by Metro Nashville police. Millar was later released on bond. Video obtained by NewsChannel 5 Investigates shows that the counter-protester was dressed in all black with his face covered, carrying a yellow “don’t tread on me” flag and a handgun on his hip. “No one was directly pointed at, but he was spitting at people,” one witness was quoted as telling police. “People started yelling at him, and he pulled it out and stated he had a gun.” Submitted Elijah Millar, 19, arrested by Metro Nashville police at Nashville’s “No Kings” protest. For much of his time wandering around the protest at the Bicentennial Mall, Millar was livestreaming, declaring on X that he was going to be “counter-protesting these commies.” He shouted at protesters, “Commie scum! No fing commie, commie scum in America, motherfer.” Soon, he was involved in a sharp exchange with a “No Kings” protester who challenged him to show his face. “You are such a coward, such a coward. Take your mask off, you little man,” the woman called out. “No, I’m not,” Millar responded. “Little dictator.” “No, I’m not. Seig f***ing heil.” Millar delivered a stiff-arm salute. The woman mockingly whooped, “I’m so scared.” So, who is Elijah Millar? Metro Nashville Police Department Elijah Millar mugshot In 2023, a post from Murfreesboro police shows he had been reported missing by his family. At the time, he was described as “autistic but high functioning.” A photo shared by a friend on X shows the moment Millar was taken into custody in Ohio. According to an online record, he was charged with possessing a weapon while under disability. Yet, there he was among the “No Kings” protest carrying what police describe as a semi-automatic handgun in a holster on his right side. On his cap, he wore a “Dark Enlightenment” patch linked to a neo-reactionary theory that calls for ending democracy. Screen capture from X Elijah Millar shows off his new Dark Enlightenment patch in post on X. A review of Millar’s social media by NewsChannel 5 Investigates shows a fascination with a horrific mass murder in 2011 in Norway that left 77 people dead, including children at a youth camp. Millar expressed admiration for the neo-Nazi who carried out the killings. The 77 victims, he said, were “77 race traitors.” Screen capture from X Post on Elijah Millar’s X account He also expressed admiration for the killer behind a 2022 mass shooting at a grocery store in Buffalo, New York, that left 10 African Americans dead. Another person posted that “he was just trying to help the blacks get their numbers up and help them get a food desert,” — which he said made the killer a “hero.” Millar responded with an image of an anime character standing in front of the story in camo with an assault weapon.
via newschannel5: Armed man arrested at Nashville’s ‘No Kings’ protest had long fascination with Nazis, mass murder
Antimuslimischer Rassismus: Zahl antimuslimischer Vorfälle steigt auf Höchststand
Mehr als 3.000 antimuslimische Vorfälle hat die Organisation Claim vergangenes Jahr erfasst. Bei Gewalttaten sei “zunehmende Enthemmung und Brutalität” zu verzeichnen. Die Zahl antimuslimischer Vorfälle in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Das ist das Ergebnis einer Erfassung der Organisation Claim. Demnach ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf 3.080 Fälle angestiegen. Zunahmen gab es auch bei Gewaltdelikten, häufig betroffen waren Frauen. Der Großteil der erfassten Vorfälle fällt mit mehr als 55 Prozent demnach unter verbale Angriffe. 1.558 solcher Fälle registrierte Claim. Weiter wurden 659 Fälle von Diskriminierungen und 585 dokumentierte Gewaltfälle erfasst. In 278 Fällen gab es keine Angaben zu der Art des Vorfalls. “Die Jahresbilanz 2024 zeigt, dass antimuslimischer Rassismus in Deutschland in allen gesellschaftlichen Bereichen weit verbreitet und für viele Menschen in Deutschland Alltag ist” (…) Die tatsächliche Religionszugehörigkeit der Opfer spielt Claim zufolge bei antimuslimischem Rassismus oft nur eine untergeordnete Rolle. “Die Fälle zeigen, dass Menschen antimuslimischen Rassismus aufgrund des Namens, des Aussehens oder der Sprache erfahren – unabhängig davon, ob eine Religionszugehörigkeit besteht”, schreiben die Autoren.
via zeit: Antimuslimischer Rassismus: Zahl antimuslimischer Vorfälle steigt auf Höchststand
siehe auch: Antimuslimischer Rassismus trifft Frauen besonders stark. Seit dem Angriff der Hamas auf Israel ist die Zahl der antimuslimischen Vorfälle in Deutschland in die Höhe geschnellt. In rund 70 Prozent der Vorfälle waren Frauen die Zielscheibe. Islamfeindlichkeit werde zu einer alltäglichen Erfahrung. Die Zahl antimuslimischer Vorfälle in Deutschland hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus dem “zivilgesellschaftlichen Lagebild antimuslimischer Rassismus” der Organisation Claim hervor, die vom Bildungs- und Familienministerium sowie vom Innenministerium gefördert wird. So wurden im vergangenen Jahr 3.080 Übergriffe und Diskriminierungen dokumentiert – ein deutlicher Anstieg um 60 Prozent im Vergleich zu 2023. Damals waren 1.926 Fälle gezählt worden. Im vergangenen Jahr gab es damit den Angaben zufolge im Durchschnitt mehr als acht Vorfälle pro Tag. Zwar stieg auch die Zahl der teilnehmenden Beratungsstellen von 17 auf 26. Doch die Dunkelziffer sei hoch: “Aufgrund fehlender Beratungs- und Meldestrukturen, fehlenden Vertrauens von Betroffenen oder auch fehlender Expertise, antimuslimischen Rassismus zu erkennen, ist insgesamt von einer gravierenden Dunkelziffer antimuslimischer Vorfälle auszugehen”, schreiben die Autoren der Studie. Es würden also nicht alle antimuslimischen Straftaten als solche erkannt und gar nicht erst zur Anzeige gebracht, “weil Betroffene kein Vertrauen in Behörden haben und Angst haben, nicht ernst genommen werden zu werden”, so die Studie. “Erleben eine neuen Eskalationsstufe” – zunehmende Brutalität und Enthemmung Verbale Angriffe machten mit knapp 56 Prozent den größten Anteil der dokumentierten Fälle aus. Etwa jede zweite muslimische Person berichtet bundesweit von rassistischer Diskriminierung bei Behördengängen. 39 Prozent der muslimischen Männer erleben rassistische Diskriminierung bei der Polizei. “Wir erleben in Deutschland eine neue Eskalationsstufe antimuslimischer Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung”, erklärte Claim-Ko-Geschäftsführerin Rima Hanano. Es gebe “nicht nur einen massiven Anstieg, sondern auch eine neue Qualität von antimuslimischem Rassismus in Form einer zunehmenden Normalisierung, Enthemmung und Brutalität”.

CSDS IM FADENKREUZ: „Wir stehen für alles, was Rechtsextreme hassen“
Im Harz soll ein Mann angekündigt haben, einen CSD mit Schusswaffen anzugreifen. In Gelsenkirchen wurde ein Regenbogenmarsch wegen einer Drohung abgesagt. Die Gewalt gegen queere Menschen nimmt zu. Anhören Merken Teilen Drucken Gewalt und Hetze gegen queere Menschen nehmen zu. Die jüngst vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Zahlen zeichnen ein beunruhigendes Bild: 2024 wurden demnach 1765 Straftaten im Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung der Opfer registriert – ein Anstieg um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 1152 Fällen richtete sich die Tat gegen Trans- oder nicht binäre Personen, ein Plus von 35 Prozent. Die Dunkelziffer queerfeindlicher Übergriffe, die unter politisch motivierte Kriminalität fallen, dürfte weitaus höher liegen. Am Rande von Christopher-Street-Day-Veranstaltungen (CSD) kommt es ebenfalls vermehrt zu Gegendemonstrationen und Übergriffen. Im Jahr 2024 meldeten Rechtsextreme 27 Gegenproteste an. „Wir stehen für alles, was Rechtsextreme hassen“, sagt Kai Bölle, Vorstandsmitglied des Vereins CSD Deutschland. Bölle organisiert seit rund zwei Jahrzehnten CSD-Demonstrationen in ganz Deutschland. Homosexuelle und Transmenschen waren seit jeher Feindbilder für Neonazis, aber die Bedrohung hat für Bölle eine neue Stufe erreicht. „Seit ein paar Jahren nehmen Hetze und Gewalt zu“, sagt er. „Die Bilanz des vergangenen Pfingstwochenendes ist da besser als befürchtet.“ Auch weil die Polizei nach 2024 sensibilisiert sei und die Veranstaltungen mit mehr Personal beschütze sowie Gefährder schon im Vorfeld beobachte. „Ich habe noch 70 Schuss zu Hause“ Doch wie am Dienstag bekannt wurde, hatte ein zwanzigjähriger Mann offenbar gedroht, einen Anschlag auf den CSD in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) zu verüben. Vor der Veranstaltung soll der Tatverdächtige in einem Lokal geprahlt haben: „Ich habe noch 70 Schuss zu Hause. Es soll ja auch wehtun.“ Zeugen, unter ihnen jemand aus dem Organisationsteam des CSD, meldeten die Aussagen der Polizei. Die Ermittler fanden bei dem Mann aus dem Landkreis Harz zwei Schreckschusswaffen, eine Softairwaffe und Munition in einem Tresor. Dennoch kam er nicht in Gewahrsam, da laut den Behörden kein ausreichender Tatverdacht vorlag. Die zuständige Staatsanwaltschaft Halberstadt bezweifelt die Ernsthaftigkeit der Drohung. Sie ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz sowie wegen des Vorwurfs der Störung des öffentlichen Friedens und des Vortäuschens von Straftaten.
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