Niederbayern: Verlust mit Folgen – Pockinger Polizei stellt Blanko-Impfpässe sicher

Eine verlorene Handtasche, die am Montag, 22.11.2021, gegen 17.00 Uhr, bei der Pockinger Polizei abgegeben wurde, brachte u. a. mehrere Blanko-Impfnachweise zutage. Bei der Durchsicht der abgegebenen Handtasche fanden die Beamten neben Personaldokumenten der mutmaßlichen Verliererin auch einen Stempel des Impfzentrums des Landkreises Passau. Im Zuge der weiteren Ermittlungen haben die Pockinger Beamten gestern (23.11.2021) auf Anordnung des Ermittlungsrichters des Amtsgerichts Passau die Wohnung einer 19-Jährigen aus Pocking durchsucht. Dabei stellten die Ermittler drei Blanko-Impfausweise, 25 Ersatzformulare zur Impfdokumentation, sowie eine geringe Menge Marihuana sicher. Wie die Besitzerin der Handtasche an den Impfstempel gelangte, muss noch geklärt werden; ein möglicher Diebstahl oder eine Unterschlagung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Da sich im Rahmen der Durchsuchung Hinweise auf eine weitere Tatverdächte ergeben haben, wurde zudem die Wohnung einer 21-Jährigen, ebenfalls aus Pocking, durchsucht. Auch dort sind die Beamten fündig geworden und stellten neben einem Blanko-Impfpass, einen auf die 21-Jährigen ausgestellten Impfpass sicher. Es ist noch nicht bekannt, ob es sich hierbei um eine Fälschung handelt. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat die weiteren Ermittlungen, u. a. wegen Fälschung von Gesundheitszeugnissen und Urkundenfälschung übernommen.

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#Verdacht auf übermäßige Gewalt – Mehrere Kölner Polizisten suspendiert – #polizeiproblem #polizeigewalt

Mehrere Kölner Polizeibeamte sind wegen des Verdachts auf übermäßige Gewalt vom Dienst suspendiert worden. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Polizisten für den Tod eines Mannes veranwortlich sind. Der aus Italien stammende Mann soll sich laut Staatsanwaltschaft im Kölner Stadtteil Bickendorf bei einem Einsatz wegen Fahrerflucht eingemischt haben. Dabei sollen die Polizisten gegen den Mann gewaltsam vorgegangen sein. Er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.Im Juni sei der 59-Jährige nach einem zweiwöchigem Krankenhausaufenthalt gestorben. Die Polizei ermittelt jetzt, ob sein Tod in Zusammenhang zu dem Geschehen im April steht.Staatsanwaltschaft prüft weitere strafrechtliche ErmittlungenBei beteiligten Beamten wurden laut Staatsanwaltschaft Chats gefunden, in denen sie sich dazu verabredet haben sollen, bei Einsätzen mit übermäßiger Gewalt gegen Beschuldigte vorzugehen.Nach Angaben von Innenminister Herbert Reul sind die Chats schockierend. Es besteht der Verdacht, dass die Beamten bei Einsätzen Widerstand provoziert haben, um gezielt Gewalt anwenden zu können. Der Inhalt der Textnachrichten sei absolut inakzeptabel.

via tagesschau: Verdacht auf übermäßige Gewalt – Mehrere Kölner Polizisten suspendiert

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#Disziplinarverfahren gegen #Polizisten aus #Münster wegen rechtsextremer Äußerungen – #polizeiproblem

Wegen mutmaßlicher privat verschickter Nachrichten mit extremistischem Inhalt ist gegen einen Polizisten aus Münster ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Das Mitglied der Spezialeinheit wird verdächtigt, über einen Messengerdienst rechtsextremistische und gewaltverherrlichende Nachrichten verschickt zu haben oder diesen nicht entgegengetreten zu sein, wie die Polizei in Münster am Montag mitteilte. Die Textnachrichten habe der Beamte mit einem Bundeswehrangehörigen ausgetauscht.

via nachrichten-heute: Disziplinarverfahren gegen Polizisten aus Münster wegen rechtsextremer Äußerungen

Neues #BKA-System – Mit #RADAR gegen #Rechtsterroristen? – #terror

Das BKA hat ein System entwickelt, das Polizisten helfen soll, besonders gefährliche Rechtsextremisten frühzeitig zu erkennen. Bei Islamisten wird ein ähnliches Instrument bereits seit Jahren eingesetzt. (…) Die Sicherheitsbehörden müssen angesichts dieser Zahlen eine Priorisierung vornehmen – etwa bei der Überwachung von als besonders gefährlich geltenden Rechtsextremisten. 75 Personen gelten derzeit bundesweit als rechtsextreme “Gefährder”, denen jederzeit ein Anschlag zugetraut wird. Davon befinden sich aktuell 34 Extremisten in Haft. Weitere zusätzliche 182 Rechtsextremisten werden als “relevante Personen” eingestuft, etwa als wichtige Akteure der Szene oder Unterstützer von mutmaßlichen Terroristen. Wie aber stellt man fest, ob es sich bei einer Person um einen möglichen zukünftigen Terroristen handelt? Um potenzielle Attentäter frühzeitig zu identifizieren, hat das Bundeskriminalamt (BKA) ein neues Risikoanalysebewertungsinstrument entwickelt und testet es nun. Es heißt “Regelbasierte Analyse potentiell destruktiver Täter zur Einschätzung des akuten Risikos – rechts”, oder abgekürzt: RADAR-rechts. Dieses Werkzeug soll Polizisten dabei helfen, das Risiko, das von einem bekannten Rechtsextremisten ausgeht, besser einschätzen können. Bundesweit soll damit für die Staatschutzabteilungen der Polizeien ein standardisiertes Verfahren bei der Analyse von rechtsextremen Gefährdern implementiert werden. (…) Den Kern des RADAR-Systems bildet ein Risikobewertungsbogen, der Hinweise darauf liefern soll, ob die Staatsschützer der Polizei es mit einem besonders gefährlichen Rechtsextremisten zu tun haben. Dabei werden unterschiedliche Bereiche abgefragt, beispielsweise ob bereits Straftaten der Person bekannt sind, ob die Person eine Ausbildung an Schusswaffen durchlaufen hat oder sogar Zugang zu Waffen hat. Auch, ob die Person sich hauptsächlich in der Szene bewegt oder auch soziale Kontakte außerhalb des rechtsextremen Milieus hat. Ebenso ist von Interesse, ob es Erkenntnisse über psychische Erkrankungen gibt.Die Antworten auf diese Fragen stellen risikoerhöhende oder risikosenkende Merkmale dar. Mittels eines Verrechnungsmodells wird die Person dann einer zweistufigen Skala zugeordnet: moderates oder hohes Risiko. Eine solche Analyse kann dann als Grundlage dafür verwendet werden, bestimmte Rechtsextremisten mit Priorität zu bearbeiten – beispielsweise sie zu überwachen oder gezielt aufzusuchen und sogenannte “Gefährder-Ansprachen” durchzuführen.

via tagesschau: Neues BKA-System – Mit RADAR gegen Rechtsterroristen?

#Halle-#Attentäter – #Briefe an Gleichgesinnte – #terror #polizeiproblem

Der Attentäter von Halle pflegt aus seinem Gefängnis heraus mehr Kontakte zu anderen Rechtsextremen als bislang bekannt. Der 29-jährige Rechtsextreme, der vor zwei Jahren einen Anschlag auf die Synagoge von Halle verübte, schreibt im Gefängnis viele Briefe. Dabei hatte er nicht nur monatelang unbemerkt einen Kontakt zu einer Polizistin aufgebaut, Lara G., wie die Süddeutsche Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung kürzlich aufdeckten. Daneben hält er offenbar auch zu bekannten Rechtsextremen Kontakt. Nach Recherchen der SZ soll der Attentäter von Halle, Stephan B., der vor Gericht keinerlei Reue gezeigt hatte, sich brieflich mit einer Szenegröße aus Brandenburg sowie mit einer bekannten Rechtsextremistin aus Sachsen-Anhalt ausgetauscht haben. Lediglich ein Brief, den Stephan B. an den in Hessen in Haft sitzenden rechtsextremen Mörder des Kasseler CDU-Politikers Walter Lübcke schrieb, Stephan E., wurde demnach von der Justizvollzugsanstalt abgefangen und gestoppt. Wegen dieses Briefes hat die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um den Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Denn der Halle-Attentäter soll in seinem Brief über Anleitungen zum Waffenbau informiert haben. Bei seinem Anschlag am 9. Oktober 2019 hatte er selbstgebaute Waffen verwendet. Allerdings ist unklar, ob der Mörder Walter Lübckes wusste, dass er einen solchen Brief erhalten sollte.
Polizeikommissarin als Brieffreundin. Es geht um Briefe voller ideologischer Ermunterung und gegenseitiger Sympathie. Die Justizvollzugsanstalt Burg in der Nähe von Magdeburg liest all diese Briefe mit, so hat es die Landesregierung Sachsen-Anhalts jetzt auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Eva von Angern hin bestätigt. “Es liegt in der Natur der Sache”, dass der Rechtsextreme Stephan B. versuchen könnte, Nachahmer zu motivieren, heißt es. Dennoch war den Beamten lange nicht aufgefallen, dass sich hinter einer Brieffreundin von Stephan B. die junge Polizeikommissarin Lara G. verbarg, die im Bereich der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau arbeitete. In mehr als zehn Briefen, die die Polizistin im Laufe mehrerer Monate schrieb, soll sie ihr Verständnis für die Tat ausgedrückt haben – ohne dass die Anstalt dazwischenging. “Art und Umfang” der Post von Stephan B. seien “regelmäßig thematisiert” worden, schreibt jetzt die Landesregierung. Es habe da “Auffälligkeiten” gegeben. Aber die Briefe der Polizistin kamen unter einem Tarnnamen und von einer Tarnadresse.

via sz: Halle-Attentäter – Briefe an Gleichgesinnte

ANGRIFFE AUF ZIVILGESELLSCHAFT: Von Hassern und Hetzern

Angriffe auf Polizisten, übelste Drohungen gegen Politiker: Der Landtag hat „viele Geschichten und Erfahrungen von Menschen gehört, die man nicht glauben möchte“. Und es gibt Kritik an den Staatsanwälten. Hass, Hetze und Gewalt: Immer häufiger müssen Ehrenamtliche, Rettungskräfte, Lokalpolitiker, Feuerwehrleute und auch Polizisten verbale und körperliche Attacken ertragen. Schon im Sommer 2020 hatte der hessische Landtag während einer Anhörung Betroffener das Ausmaß der Angriffe auf die Zivilgesellschaft und den öffentlichen Dienst vernommen. Am Mittwoch sprachen sich die Abgeordneten fraktionsübergreifend dafür aus, Ursachen und Symptome stärker zu bekämpfen. Keine Einigkeit herrschte bei der Frage nach der Schuld und den geeigneten Schritten. „Wir haben im Rahmen der Anhörung viele Geschichten und Erfahrungen von Menschen gehört, die man nicht glauben möchte“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Dies müsse den Landtag zum Handeln animieren. Die Landesregierung habe schon manches auf den Weg gebracht und investiere seit Jahren in die Schutzausstattung der Einsatzkräfte. Noch in dieser Woche wolle man eine Angriffsentschädigung in Höhe von 2000 Euro für Beschäftigte, die im Dienst als Vertreter des Staats angegriffen werden, beschließen, kündigte Beuth an und ergänzte, dass dies auch für freiwillige Feuerwehrleute und kommunale Mandatsträger gelte. „Das ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für diejenigen, die den Kopf für uns alle hinhalten“, sagte der Innenminister. Er plädierte zudem für eine weitere Verschärfung der Strafen. „Wer unsere Einsatzkräfte angreift, greift unseren Rechtsstaat an. Das muss ordentlich bestraft werden“, sagte Beuth.
Ermittlungen abgelehnt. Exakt diese Konsequenz ist nach Einschätzung von Günter Rudolph, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, offenbar nicht immer gegeben. Rudolph nannte erschreckende Beispiele, in denen die SPD Strafanzeige gestellt hatte. In einer E-Mail sei zur Vernichtung der SPD aufgerufen worden. „Verlogenes Sozen-Pack, 1933 sind die Hälfte der Sozen zur NSDAP übergelaufen, zugekiffte Sozialdemokraten“, habe laut Rudolph unter anderem in der Mail gestanden. Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wurde trotz Strafanzeige mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit abgelehnt. „Ich erwarte einen etwas anderen Umgang der Justiz. Auch hier ist Sensibilisierung nötig, weil das stärkt nicht das Vertrauen in den Rechtsstaat“, ärgerte sich der Sozialdemokrat. „Die Getöteten in Hanau waren selbst die auslösende Ursache für diese Gewalttat, was ja die Staatsanwaltschaft auch bestätigt hat. Mitleid nicht im Geringsten“, las er aus einer weiteren Hass-Mail vor. Auch in diesem Fall sei nach der Strafanzeige die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens von der Wiesbadener Staatsanwaltschaft abgelehnt worden. „Ich habe dafür kein Verständnis“, sagte er. „Hass und Hetze sowie Verschwörungstheoretiker betreiben weiter ihr Unwesen“, monierte Rudolph. Die SPD fordert daher den Ausbau der politischen Bildung, Demokratieerziehung und Schulsozialarbeit sowie ein hessisches Demokratiefördergesetz. In den Haushaltsberatungen werde die SPD einen Lehrstuhl für Rassismus fordern, kündigte Rudolph an. Ursachen benennen Die zunehmende Gewalt gegen die Zivilgesellschaft sei ein Angriff auf die Demokratie selbst, sagte Lukas Schauder von den Grünen. Die Linke forderte, die Ursachen zu benennen. „Wer behauptet, dass von Hetze, Drohungen und Gewalt vor allem Vertreter des Staats betroffen seien und dabei nicht einmal die radikale und militante politische Rechte als Hauptverursacher adressiert, der hat die Probleme immer noch nicht verstanden oder will sie nicht verstehen“, zeigte sich der innenpolitische Sprecher Torsten Felstehausen überzeugt.

via faz: ANGRIFFE AUF ZIVILGESELLSCHAFT: Von Hassern und Hetzern

#Urteil gegen #Staatsschützer bestätigt – #polizeiproblem

Traunsteiner Kriminalbeamter erhält zehn Monate Haft auf Bewährung, weil er einen Kollegen wegen einer volksverhetzenden Chat-Nachricht gedeckt hat. Das Bayerische Oberste Landesgericht hat ein Urteil des Landgerichts Traunstein gegen einen Kriminalpolizisten wegen Strafvereitelung im Amt betätigt. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft verwarf das Gericht die Revision des Beamten, den das Landgericht im Frühjahr zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt hatte, weil er einen Rosenheimer Polizisten als Urheber einer volksverhetzenden Chatnachricht gedeckt hat. Anlass waren 2018 Einträge in einer Chatgruppe mehrerer Polizisten, in denen Muslime übel beschimpft worden waren. Der ermittelnde Beamte aus der Staatsschutz-Abteilung der Traunsteiner Kripo hatte den Kollegen aus Rosenheim wider besseren Wissens nicht als den Urheber der Chat-Nachricht genannt.

via sz: Urteil gegen Staatsschützer bestätigt