Neonazi wegen Angriffen zu mehreren Jahren Haft verurteilt – #schauhin #Thüringen

Ein in der Szene bekannter Thüringer Neonazi ist vom Amtsgericht Rudolstadt zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Im Wesentlichen sei er wegen gefährlicher Körperverletzung in vier Fällen und einem Fall vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt worden, hieß es am Donnerstag nach der Entscheidung aus dem Gericht. Dabei soll es auch um Angriffe auf politische Gegner gegangen sein. Allerdings seien auch weitere Delikte in das Urteil eingeflossen, darunter Fälle von Nötigungen und Sachbeschädigungen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zudem sei Haftfortdauer angeordnet worden. Der aus Saalfeld stammende 23-Jährige sitzt seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft.

via rtl: Neonazi wegen Angriffen zu mehreren Jahren Haft verurteilt

#Seehofer: Zahl der gewaltbereiten #Rechtsextremisten weiter gestiegen – #terror #heimathorst #antisemitismus

Der Innenminister stellt den Verfassungsschutzbericht vor. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus seien “die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland”. Die Pressekonferenz im Livestream. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, stellen in Berlin den Verfassungsschutzbericht 2019 vor. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus nähmen weiter zu, sagte Seehofer. “Dieser Bereich ist die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland. Daran hat sich nichts geändert.” Wie der Innenminister weiter feststellte, ist die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten weiter gestiegen. Der Verfassungsschutz zählte 2019 mehr als 22 300 Taten, die aus einer rechten Motivation heraus begangen worden seien – das sind fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem Bericht hervorgeht. Zudem wurden mehr als 6400 Taten von Linken registriert, was sogar einem Plus von etwa 40 Prozent entspricht. Bei antisemitischen Vorfällen stünden mehr als 90 Prozent der Taten in Zusammenhang mit Rechtsextremismus. Dabei gehe es etwa um die Relativierung des Holocausts oder um antisemitische Verschwörungstheorien. “Das ist eine Schande für unser Land”, sagte Seehofer. “Antisemitismus, Fremden- und Islamfeindlichkeit bilden auch im Berichtsjahr 2019 Schwerpunkte rechtsextremistischer Agitation”, sagte er. “Wir müssen weiterhin wachsam und wehrhaft sein.”

via sz: Seehofer: Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten weiter gestiegen

siehe auch: Extremisten auf dem Vormarsch – Demokratie unter Druck. Rechte, Linke, Salafisten – die Zahl der Extremisten steigt, ihre Neigung zu Gewalt wächst. Der Verfassungsschutzbericht zeigt beunruhigende Entwicklungen. (…) Schon seit Längerem sieht der Verfassungsschutz im Rechtsextremismus die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland. „Insbesondere die Detektion von Kleingruppen und Einzeltätern stellt die Sicherheitsbehörden vor besondere Herausforderungen“, heißt es im Bericht. Bestätigt sieht das Bundesamt die Einschätzung durch zwei einschneidende Ereignisse: Einerseits die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses im Juni 2019, andererseits den versuchten Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 mit zwei Todesopfern. Aufgeführt wird im Verfassungsschutzbericht auch das Attentat in Wächtersbach. Im Juni 2019 hatte ein mutmaßlicher Rechtsextremist aus seinem Auto heraus auf einen Eritreer geschossen, der aber überlebte. Der Täter nahm sich während eines Telefonats mit der Polizei das Leben. Insgesamt ist trotz dieser erschreckenden Taten die Zahl rechtsextremer Gewalttaten im vergangenen Jahr um 15 Prozent zurückgegangen. Aus Sicht des Verfassungsschutzes zeigen Anschläge mit Schusswaffen aber deutlich das Gefährdungspotenzial von Waffenbesitz bei Rechtsextremisten oder bei Reichsbürgern. 2019 verfügten knapp 900 Rechtsextremisten über so eine waffenrechtliche Erlaubnis. Eine weitere Entwicklung, die die Verfassungsschützer beobachten, ist der Versand von Drohmails. So gingen 2019 E-Mails mit Bombendrohungen bei Gerichten und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie bei diversen Landespolitikern in ganz Deutschland ein. Die Absender nannten sich „Staatsstreichorchester“ und „Cyber Reichswehr“. Dazu kommt, dass in den vergangenen Jahren auch immer wieder sogenannte „Todeslisten“ oder „Feindeslisten“ von Rechtsextremisten bekannt wurden, die zum Teil auf Webseiten veröffentlicht wurden. Sie sollen aus Sicht des Bundesamtes zur Einschüchterung der betroffenen Personen dienen; Seehofer nennt Rechtsextremismus “eine Schande für Deutschland!”. Die Zahl der Rechtsextremisten in Deutschland, die zur Gewalt bereit sind, steigt sprunghaft. Auch, weil der Verfassungsschutzbericht jetzt Mitglieder extremer AfD-Gruppen mitzählt. Welche Bedeutung Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) mittlerweile der Bedrohung durch Rechtsextreme zumisst, wird schon an der Zahl der Minuten deutlich, die er ihnen bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2019 widmet. Mehr als zehn Minuten geht der Minister im Saal der Bundespressekonferenz in Berlin auf die Straftaten und Einschüchterungen von Rechtsaußen ein. Ganze drei Minuten verwendet er danach auf die Gefahren von links und auf die Bedrohung durch den Islamismus. Dabei hatte gerade der letztgenannte Bereich lange Jahre im Fokus der Sicherheitsbehörden gestanden. Jetzt sagt Seehofer über die rund 22.300 Straftaten im rechtsextremen Milieu im vergangenen Jahr, einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber 2018: “Dieser Bereich ist die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil. Die Zahl der Delikte, die Zahl der Angehörigen in diesem Kreis und die Gewaltbereitschaft ist weiter gestiegen.” Rechtsextreme sind vor allem fast immer eines: Antisemiten: “Über 90 Prozent der Straftaten im Zusammenhang mit Antisemitismus sind auf den Rechtsextremismus zurückzuführen.” Kurze Pause, und dann: “Das ist eine Schande für unser Land.” Ausdrücklich warnt der Minister dann vor Gruppen wie etwa den Reichsbürgern, die den gewaltbereiten Rand mit ihren kruden Ideologien befeuerten und in den letzten Monaten einen ganz neuen Ansatz für ihre Ablehnung aller Staatlichkeit gefunden hätten: “Die nutzen die Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Maßnahmen für die Verbreitung ihrer Verschwörungserzählungen.” Seehofer vergisst dabei nicht, den mittlerweile offiziell aufgelösten “Flügel” der Rechtspopulisten von der “Alternative für Deutschland” (AfD) zu erwähnen, die extremistische Gruppe also um den Fraktionschef in Thüringen, Björn Höcke. 2018 waren der AfD-Flügel und eine Jugendorganisation der AfD im Verfassungsschutzbericht noch nicht erwähnt worden, jetzt schätzt Seehofer die Zahl der Anhänger dieser Gruppen auf rund 7000, ein nicht kleiner Anteil des gesamten rechtsextremen Potenzials in Deutschland von mehr als 32.000 Sympathisanten. 13.000 davon gelten als gewaltbereit.

Paratrooper pleads not guilty to charges he plotted with satanic Neo-Nazis to ambush his unit – #terror

An Italy-based paratrooper pleaded not guilty this week to charges he conspired with a satanic neo-Nazi group to help plot an ambush on his own unit during a planned deployment to Turkey. Ethan Melzer, 22, entered the plea Monday before U.S. Magistrate Judge Sarah Netburn in Manhattan at a virtual hearing, court records show. The six charges he faces include conspiracy to kill U.S. nationals and conspiring and attempting to murder U.S. service members, which each carry a maximum sentence of life in prison. He is also charged with providing support to terrorists. Prosecutors accused Melzer, a private serving with the Vicenza-based 173rd Airborne Brigade, of using an encrypted app to send sensitive details about his unit’s locations, movements and security to members of the extremist groups the Order of the Nine Angles, or O9A, and the “RapeWaffen Division.” He was motivated by hatred to orchestrate “this ultimate act of betrayal,” Audrey Strauss, acting U.S. attorney for the Southern District of New York, said in a statement announcing Melzer’s indictment last month. (…) O9A, formed decades ago in the United Kingdom, has espoused violent, white supremacist, anti-Semitic and satanist beliefs. The group has also expressed support for Osama bin Laden and other radical Islamic jihadis, and hopes to “usher in a new imperial aeon (age) ruled by a race of Satanic supermen,” the London-based advocacy group Hope Not Hate has said. In one message to unnamed group members, Melzer wrote that a lack of heavy weapons and machine guns at the base in Turkey meant “every fire-team is essentially crippled,” a federal complaint said. An attack from nearby mountains could “panic the s— outta” the troops, another chat participant said, according to the filing.

via stripes: Paratrooper pleads not guilty to charges he plotted with satanic Neo-Nazis to ambush his unit

Two accused of painting over #BlackLivesMatter mural charged with hate crime in #California

Two San Francisco-area residents accused of painting over a “Black Lives Matter” mural are facing hate crime charges. Nicole Anderson, 42, and David Nelson, 53, both of Martinez, were charged Tuesday with three misdemeanor counts, including a hate crime violation, the Contra Costa County District Attorney’s Office said in a statement. The July 4 incident was captured on video that shows a woman splattering black paint on the yellow block letters on a downtown Martinez street and then using a roller to cover some of the letters in the mural, which was city approved. In the video, which had previously been shared on social media and by the Martinez Police Department, a man can be heard saying, “the narrative of police brutality, the narrative of oppression, the narrative of racism, it’s a lie.” The woman painting says “keep this [expletive] in New York. This is not happening in my town.” Both are white, and the man is wearing what appears to be a “Make America Great Again” hat and a shirt with the words Trump and “Four More Years.” Police confirmed that the two people seen in that video are Anderson and Nelson, a spokesman for the district attorney’s office said. Anderson painted over part of the mural, and Nelson “directly aided in the alleged criminal conduct,” the district attorney’s office said. Both are charged with violation of civil rights; vandalism under $400; and possession of tools to commit vandalism or graffiti; which are all misdemeanors, according to the district attorney’s office.

via nbcnews: Two accused of painting over Black Lives Matter mural charged with hate crime in California

Wurde Oury Jalloh ermordet? Ministerium blockiert Aufklärung

Juristen sollen Ermittlungsfehler im Fall Oury Jalloh prüfen. Jetzt wurde bekannt: Das Justizministerium Sachsen Anhalt behindert die Experten dabei. Das CDU-geführte Justizministerium von Sachsen-Anhalt blockiert die Aufarbeitung des Falles Oury Jalloh. Staatssekretär Josef Molkenbur lehnt es ab, dass Staatsanwälte frei und unbeaufsichtigt mit zwei Sachverständigen sprechen, die der Landtag von Sachsen-Anhalt eingesetzt hatte, um die Ermittlungen in dem Fall zu überprüfen. Der Spiegel hatte zuerst darüber berichtet. Die beiden Juristen sollen klären, ob bei den Ermittlungen in dem Fall des 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Sierra Leoners Oury Jalloh Fehler gemacht worden sind. Obwohl alle Indizien auf eine Tötung Jallohs hindeuten, waren die Mordermittlungen eingestellt worden. (…) Das Justizministerium erklärte nun, es habe „nicht die geringsten Vorbehalte“ gegen die beabsichtigten Befragungen der StaatsanwältInnen – allerdings nur in Sitzungen des Rechtsausschusses und somit im Beisein von Mitgliedern der Landesregierung. Fragen sollten vorab geschickt werden. Alles andere sei nicht mit der Landesverfassung vereinbar. Montag lehnt dies ab: Die JustizbeamtInnen nur in einem solchen Setting befragen zu können sei „eine schwere Beeinträchtigung unserer Arbeit für das Parlament“ schrieb er in einer Mail an Molkenbur. Er bitte „dringlich“ darum, die Entscheidung zu überdenken. Es geht insgesamt um Gespräche mit sieben JustizbeamtInnen, darunter wohl mindestens drei StaatsanwältInnen: Neben Sachsen-Anhalts Noch-Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad dürfte dies der langjährige Leitende Oberstaatsanwalt in Dessau, Folker Bittmann sein. Der hatte, nach 12 Jahre währenden Ermittlungen, im April 2017 erklärt, er gehe von einer Tötung Jallohs aus. Bittmann hatte dabei einzelne Beamte aus dem Dessauer Revier als Tatverdächtige benannt.

via taz: Wurde Oury Jalloh ermordet?: Ministerium blockiert Aufklärung

Sensible Daten von #Polizei-Computer abgerufen – #Linken-Politikerin #Wissler erhält weitere “#NSU 2.0”-#Drohschreiben – #schauhin #strukturelleGewalt #terror

Die Chefin der Linksfraktion im Hessischen Landtag ist erneut mit dem Tod bedroht worden. Nach hr-Informationen bekam Janine Wissler zwei weitere offenbar rechtsextremistische Schreiben. Wie schon im Fall Basay-Yildiz könnten Informationen darin von der Polizei stammen. Linken-Fraktionschefin Janine Wissler hat erneut zwei Droh-E-Mails erhalten. Nach Informationen des hr erhielt Wissler die Schreiben in den vergangenen vier Tagen. Ihre Fraktion bestätigte am Mittwochabend den Eingang neuer Drohungen. Die Mails stammen offenbar vom selben Absender wie die Drohmails vom Februar. Sie sind ebenfalls mit der Unterschrift “NSU 2.0” versehen und enthalten private Daten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Nach hr-Informationen wurden im vergangenen Februar private Daten der Politikerin von einem Polizei-Computer in Wiesbaden abgerufen. Das weckt Erinnerungen an den Fall der Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz. Sie hatte im Jahr 2018 erstmals “NSU 2.0”-Drohbriefe erhalten, zuvor waren ihre Daten von einem PC auf einem Frankfurter Polizeirevier abgerufen worden.

via hessenschau: Sensible Daten von Polizei-Computer abgerufen Linken-Politikerin Wissler erhält weitere “NSU 2.0”-Drohschreiben

siehe auch: Linken-Politikerin Janine Wissler erhält erneut Morddrohungen – Die Spur führt wieder zur Polizei. Die hessische Linken-Politikerin Janine Wissler hat ein weiteres rechtsextremes Drohschreiben erhalten, das mit „NSU 2.0“ unterzeichnet wurde. Ermittlungen deuten daraufhin, dass der hessische Polizeiskandal sich ausweitet. Die Linken-Politikerin Janine Wissler hat erneut eine rechtsextreme Drohungen erhalten. Das Drohschreiben wurde erneut mit „NSU 2.0″ unterschrieben. Der Absender könnte Teil der hessischen Polizei sein. (…) Derweil weitet sich die Geschichte um die Drohmails gegen Wissler zu einem ausgemachten hessischen Polizeiskandal aus. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau aus sind die Todesdrohungen gegen Wissler vermutlich durch Abfragen von einem Dienstcomputer der Polizei vorbereitet worden. Das berichtet die FR in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse. Danach wurden im Februar von einem Polizeicomputer in Wiesbaden private Daten der Linken-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag abgefragt. Kurz darauf erhielt Wissler die zwei „NSU 2.0“-Schreiben* mit Beschimpfungen und Drohungen, die eben solche persönlichen Daten enthielten, die nicht öffentlich zugänglich sind

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Russian activist faces third set of ‘gay propaganda’ charges for the simple crime of drawing happy queer families

A Russian LGBT+ activist and artist is facing “gay propaganda” charges for the third time in less than a year after posting a picture of happy queer families. Yulia Tsvetkova has revealed that she is facing “gay propaganda” charges for a third time for sharing materials to support rainbow families in response to pro-Putin viral campaign ads denouncing the LGBT+ community. (…) According to Meduza, authorities in the city of Komsomolsk-on-Amur are investigating Tsvetkova after she posted a drawing which included the phrase: “A family is where there is love. Support LGBT+ families!” She later posted another picture, which showed various queer families raising children.

via pinknews: Russian activist faces third set of ‘gay propaganda’ charges for the simple crime of drawing happy queer families