Lagebericht – Mehr antisemitische Straftaten

Eingang zum Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln Foto: imago
Verfassungsschutz: Deutliche Zunahme – Ressentiments bis in bürgerliche Kreise. Der Verfassungsschutz sieht eine neue Qualität des Antisemitismus in Deutschland. Bis hinein in bürgerliche Kreise reichten judenfeindliche Ressentiments, sagte der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, der »Süddeutschen Zeitung« (Wochenendausgabe). In den vergangenen Jahren hat der Verfassungsschutz eine deutliche Zunahme des Antisemitismus in Deutschland verzeichnet. Haldenwang erklärte: »Wir müssen feststellen, dass es bei den rechtsextremistisch motivierten antisemitischen Straftaten im Jahr 2018 einen Anstieg um 71 Prozent gab und im vergangenen Jahr noch einmal um weitere 17 Prozent. Im Alltag unserer jüdischen Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Sie sind häufig Beleidigungen, Bedrohungen, Attacken ausgesetzt.« Das Bundesamt für Verfassungsschutz will am Montag einen mehr als 100 Seiten starken Lagebericht zu Antisemitismus veröffentlichen. Haldenwang sagte nun, die Situation sei schlimm. »Wenn mir jüdische Bürgerinnen und Bürger sagen, dass sie sich fragen, wann der Zeitpunkt erreicht ist, Deutschland zu verlassen – dass sie überhaupt schon an diesem Punkt sind: Dann ist die Lage schlimm.« Dabei gebe es auch »Formen des Alltagsantisemitismus und antisemitische Ressentiments, die außerhalb unserer behördlichen Zuständigkeit liegen – mitunter bis hinein in bürgerliche Kreise«.

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Police launch murder probe after children’s book author who was shot dead by Nazi-fanatic neighbour – as mother mourns ‘beautiful, talented son’

James Nash, 42, a parish councillor who was shot in Upper Enham on Wednesday, has died in hospital. His mother, Gillian, posted a tribute on Facebook, praising him as ‘a beautiful, talented son and brother’. ‘Troubled’ Alex Sartain, 34, shot Mr Nash with a ‘homemade gun’ after believing he was spying on him. Sartain ‘liked’ Nazi pages on Facebook, including one dedicated to the leader of a Berlin stormtrooper group. A ‘beautiful and talented’ parish councillor has died today after he was shot by a a Nazi fanatic who thought he was a ‘government agent’ and hated the police. Police have launched a murder investigation following the death of James Nash, 42, who was shot by ‘troubled’ Alex Sartain, 34, with a ‘handmade gun’ in the front garden of his £600,000 thatched cottage in the Hampshire hamlet of Upper Enham, near Andover. (…) The gunman ‘liked’ various Nazi pages on his Facebook, including one dedicated to Horst Wessel, a leader of the stormtroopers in Berlin. Wessel was made Nazi martyr by propaganda minister Joseph Goebbels after he was killed in 1930. He also liked a page for Adolf Galland, a German Luftwaffe general, and another titled ‘I HATE POLICE’. Locals understand that Sartain’s family, did not have specific issues with Mr Nash personally. Mr Nash suffered serious head injuries in the attack, with his wife Dr Sarah Nash, a senior space scientist, sustaining minor injuries. One local claimed Mr Nash wanted an ideal country life as an artist ‘in his little cottage house’ after quitting the aerospace industry and had complained about work carried out by locals who owned businesses nearby.

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Er wird als rechtsextrem eingestuft – #Münchner #Pegida-Chef darf nicht mehr auf den #Jakobsplatz

Ein Pegida-Aktivist, der von Behörden als rechtsextrem eingestuft wird, darf den Jakobsplatz nicht mehr betreten. Ein Gericht könnte das noch kippen. Die Stadt hat dem Rechtsextremisten Heinz Meyer die Rote Karte gezeigt. Er darf den Jakobsplatz im Herzen der Stadt, wo die Synagoge und das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) stehen, nicht mehr betreten. Dagegen klagt er vor dem Verwaltungsgericht. Auslöser für das Betretungsverbot waren Meyers Auftritte im Frühsommer. Mit einem Plakat in der Hand wetterte er zu Gebetszeiten vor der Synagoge gegen die Beschneidung. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der IKG, spricht von einer nicht hinnehmbaren Provokation. “Es geht hier nicht um Religion”, sagte sie zur AZ, “es geht darum, dass viele Menschen, die in die Synagoge oder ins Gemeindezentrum kommen, einfach Angst vor ihm haben.” Die Erkenntnisse, die die Behörden im Lauf der vergangenen Jahre über Heinz Meyer gewonnen haben, machen den Angstfaktor nachvollziehbar. Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz etwa hat seine Einschätzung über ihn erst vor wenigen Monaten (Januar) kundgetan. “In der Gesamtschau ist festzustellen”, heißt es da, “dass Meyer ein maßgeblicher Aktivist der rechtsextremistischen Szene in München und Bayern ist.” Heinz Meyer taucht auch in der Liste des Bundesamts für Verfassungsschutz mit den Namen der 43 gefährlichsten Rechtsextremisten in Deutschland auf – und er wird als sogenannter Gefährder eingestuft.

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Bedauern zurückgenommen – #Stenzel würde an #Identitären-Kundgebung wieder teilnehmen – #noIB

Ursula Stenzel (FPÖ) nahm in der “ZiB Nacht” ihr Bedauern über die Teilnahme an einer Kundgebung der Identitären Bewegung im September 2019 zurück: “Ich würde dieses Gedenken wieder machen.” Vor einem Jahr hatte sich Stenzel für ihren Auftritt noch entschuldigt. Die nicht amtsführende FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel ist am Freitag nicht nur von ihrem Rücktritt als FPÖ-Kandidatin für die Wien-Wahl zurückgetreten, sie hat auch ihr Bedauern über die Teilnahme an einer Kundgebung der Identitären Bewegung im September 2019 zurückgenommen. “Ich bedaure es nicht. Ich würde dieses Gedenken wieder machen”, sagte sie in der “ZiB Nacht” am Freitag. Sie sei vom Akademikerbund zu der Kundgebung eingeladen worden und nicht von den Identitären. Stenzel ist der Meinung, dass nicht alle Identitären rechtsextrem sind: “Ich halte Rechtsextremismus für falsch. Ich gestehe Identitären zu, dass sie Identitäre sind, aber nicht unbedingt Rechtsextreme. Rechtsextremismus ist ein bisschen etwas anderes.”

via kleinezeitung: Bedauern zurückgenommenStenzel würde an Identitären-Kundgebung wieder teilnehmen

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Von I, Michael Kranewitter, CC BY 2.5, Link

‘I’m Not Scared’: She Faces Life in Prison After Allegedly Buying Red Protest Paint – #policestate

“I realized that in the eyes of the state, I had become an enemy for exercising what is supposed to be a protected right.” Madalena McNeil is accused of buying red paint before a protest. Under aggressive new criminal charges, it could mean she spends the rest of her life in prison. McNeil, 28, was among four people charged Tuesday for their alleged actions at a July Salt Lake City, Utah, protest over a district attorney’s decision that the fatal police shooting of a young man was justified. Protesters allegedly splashed red paint on the DA’s office, broke windows, and hung signs calling for justice for the slain man. But instead of merely charging the protesters with vandalism or even rioting, that same DA used a charging enhancement to claim they operated as a gang. Under the new charges, the demonstrators face up to life in prison. It’s the latest in a pattern of harsh measures that ratchet up potential penalties by treating protesters like a criminal conspiracy. “I’m not scared because I think that I did anything wrong, because I know that I didn’t,” McNeil told The Daily Beast. “But it would be very foolish of me to look at the potential for life in prison and not be scared. When I heard about that [the charges] I realized that in the eyes of the state, I had become an enemy for exercising what is supposed to be a protected right.” McNeil and a crowd that she estimated to contain 40 to 50 people gathered outside the DA’s office on July 9 to protest the lack of charges against a pair of officers who shot and killed 22-year-old Bernardo Palacios-Carbajal. Palacios-Carbajal was accused of making threats with a gun in May. He fled when officers arrived on the scene, and officers gave chase. He stumbled to the ground three times, the third time appearing to point his gun at officers, who shot him 34 times.

via daily beast: ‘I’m Not Scared’: She Faces Life in Prison After Allegedly Buying Red Protest Paint

Verdacht auf Rechtsextremismus Neue Ermittlungen gegen KSK-Ausbilder

Wieder ein rechtsextremer Verdachtsfall in der Bundeswehr, wieder betrifft er das KSK: Nach SPIEGEL-Informationen hat die Truppe einen Ausbilder der Eliteeinheit beurlaubt. Die Affäre um rechtsextreme Tendenzen in der geheimen Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) weitet sich aus. Nach SPIEGEL-Informationen ermittelt der Militärische Abschirmdienst (MAD) nach konkreten Hinweisen aus der Einheit seit Mitte Juni gegen einen weiteren KSK-Offizier wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus. Den Aussagen von Kameraden zufolge soll sich Oberstleutnant W., der für die Ausbildung der Kommandosoldaten zuständig war, bei einer Mission der Einheit in Afghanistan im Jahr 2019 mehr als zweifelhaft eingelassen haben. Demnach sagte W. bei einer Besprechung mit anderen Soldaten, die Lage am Hindukusch sei ja “wie der Holocaust”. Als es später in der Besprechung um eine Milchpreiserhöhung in dem Bürgerkriegsland ging, habe der KSK-Ausbilder gefragt, welche “Judensau” das denn wohl organisiert habe.

via spiegel: Verdacht auf Rechtsextremismus Neue Ermittlungen gegen KSK-Ausbilder

„#Reichsbürger“, Rassisten und #Antisemiten Hunderte Extremismus-Verdachtsfälle bei #Polizei und #Bundeswehr – #schauhin #strukturellerRassismus

Zahlen zu rechtsextremen Umtrieben bei Polizei und Bundeswehr bringen die Behörden in Bedrängnis. Die Bundeswehr will nun eine Studie unter Soldaten erheben. Neuste Zahlen zu rechtsextremen Verdachtsfällen bei der Polizei und Bundeswehr bringen die deutschen Sicherheitsbehörden in Erklärungsnot. Innenminister Horst Seehofer behauptete Anfang Juli noch, die deutsche Polizei habe kein Problem mit strukturellem Rassismus. Doch eine aktuelle Umfrage seiner Behörde und der Innenministerien der Länder lässt auf das Gegenteil schließen: In den vergangenen Jahren sind mindestens 400 Verdachtsfälle von rechtsextremen Umtrieben bei der Polizei bekannt geworden. Das berichtete der „Spiegel“ am Freitag. Die Fälle bezögen sich auf rechtsextreme, rassistische oder antisemitische Aktivitäten von Polizisten und Polizeianwärtern. Seit 2014 zählten die Bundesländer demnach rund 340 Fälle von Rechtsextremismus in der Polizei, bei der Bundespolizei waren es dem Bundesinnenministerium zufolge 36 rechtsextreme und 25 rassistische Verdachtsfälle seit 2012. In zwölf Fällen standen die Beamten der sogenannten „Reichsbürger“-Szene nah. Bayern registrierte 18 mutmaßliche „Reichsbürger” in Uniform. Kleine Länder wie Bremen und das Saarland gaben dem „Spiegel” zufolge nur ein oder zwei Rechtsextremismus-Verdachtsfälle an, die sich zudem nicht erhärtet hätten. Andere Länder wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen-Anhalt zählten bis zu zwei Dutzend Vorkommnisse. Hessen verzeichnete mit 70 Verdachtsfällen die mit Abstand höchste Zahl. Die Polizei steht jedoch nicht als einzige Sicherheitsbehörde mit ihren rechtsextremen Verdachtsfällen da. Nach Informationen des „Spiegels“ prüft der Militärische Abschirmdienst (MAD) zurzeit 638 rechtsextreme Verdachtsfälle bei der Bundeswehr. Von den bis zu 25.000 Rekruten, die jedes Jahr bei der Bundeswehr anfangen, wurden in den vergangenen drei Jahren 38 bei Sicherheitsüberprüfungen wegen rechtsextremer Einstellungen aussortiert. 78 Bewerber wurden in den vergangenen neun Monaten schon im Bewerbungsprozess ausgeschlossen.
Ermittlungen gegen KSK-Ausbilder wegen antisemitischer Aussagen. Am Freitag wurde zudem bekannt, dass gegen einen weiteren Offizier der Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus ermittelt wird. Das berichtete ebenfalls der „Spiegel“. Zuletzt hatten sich Berichte über rechtsextreme Bundeswehrsoldaten bei der KSK gehäuft. Der Präsident des MAD, Christof Gramm, sagte Ende Juni, er sehe eine „neue Dimension“ des Rechtsextremismus bei der Bundeswehr.

via tagesspiegel: „Reichsbürger“, Rassisten und Antisemiten Hunderte Extremismus-Verdachtsfälle bei Polizei und Bundeswehr