In Dresden haben rund 250 Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Der mutmaßliche Polizei-Einsatzleiter geriet dabei mit der Antifa aneinander. Bei einer Demonstrationen für die Aufnahme von Flüchtlingen ist es am Sonntagnachmittag in Dresden zu turbulenten Szenen gekommen. Vermummte Mitglieder einer Antifa-Gruppe liefen mit einem großen Banner auf den Pirnaischen Platz im Zentrum Dresdens und blockierten dort die Straßenbahn-Gleise. (…) Während die Gruppe Rauchbomben zündet, steht der Polizist im Nebel vor den Demonstranten, die laut grölen. Inmitten der Szene ist kurz „Du fängst dir ne Kugel“ zu hören. Offenbar hatte der Polizist die Worte in Richtung der Gruppe mit dem Banner gesagt. Als Reaktion schreien die Demonstranten. Der Polizist geht ein paar Schritte zurück, die Hand am Holster seiner Waffe. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll der vollständige Satz „Schubs mich und du fängst dir ne Kugel“ gewesen sein. Der Polizist soll dem Bericht zufolge wenige Minuten später dann erneut zu der Antifa-Gruppe gegangen sein und „Sie verlassen…“ gesagt haben. Als er erneut weggegangen sein soll, seien weitere Einsatzkräfte hinzugekommen und die Lage habe sich beruhigt.
»Dabei legte er seine Hand über die Waffe, um vorsorglich eine Wegnahme seiner Dienstwaffe zu verhindern« – @PolizeiSachsen zu #DD2009 & #Polizeiproblem
Nach Satiriker Jan Böhmerann erhalten nun auch Carolin Kebekus und Christian Ehring Drohbriefe vom „NSU 2.0“. Carolin Kebekus und Christian Ehring sind die neusten Betroffenen rechtsextremer Drohschreiben. Schon zuvor hatte die Frankfurter Rundschau exklusiv berichtet, dass Jan Böhmermann betroffen war. Die Drohmails des sogenannten „NSU 2.0“ stehen in Verbindung mit illegalen Abrufen von Polizei-Computern. Rechtsextremistische Täter haben noch mehr Prominente ausgespäht als bisher bekannt. Auch die Comedians Carolin Kebekus und Christian Ehring sind nach Informationen der Frankfurter Rundschau (Samstagsausgabe) in den Fokus der Absender von rechtsextremen Drohbriefen geraten, die unter dem Kürzel „NSU 2.0“ firmieren. (…) In der gleichen E-Mail, die an mehrere Empfänger ging, wurden nach Angaben der Frankfurter Rundschau auch Kebekus und Ehring mit dem Tode bedroht. Darin nenne der Absender ihre Geburtsdaten, Geburtsorte und angeblichen Wohnanschriften. Er beschimpfe die Comedians als „Volksschädling“ und „Ungeziefer“ und kündige an, dass Blut fließen werde, schreibt die Zeitung.
Vor dem Anschlag in Charleston 2015 konnte der Attentäter eine Waffe legal nur kaufen, weil sich seine Überprüfung länger als drei Tage hingezogen hatte. Seit Beginn der Corona-Pandemie wird dieser „Fehler“ zur Regel. Der Anschlag auf die Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston zählt in den Vereinigten Staaten zu den erschütterndsten Verbrechen der vergangenen Jahrzehnte. Dylann Roof, Sohn einer weißen Südstaatenfamilie, nahm im Juni 2015 an einer Bibelstunde der afroamerikanischen Kirche teil und las mit den Gemeindemitgliedern aus der Heiligen Schrift. Als sie die Hände zum Gebet falteten, stand der damals Einundzwanzigjährige auf und eröffnete das Feuer. Neun Menschen kamen ums Leben, unter ihnen der Pastor. Der Angriff war einer der schlimmsten Anschläge auf eine religiöse Einrichtung in Amerika – und nach den Waffengesetzen des Landes eigentlich unmöglich. Roof war drei Monate vor den Schüssen wegen Drogenbesitzes verhaftet worden. Polizisten hatten bei ihm das Medikament Suboxone gefunden, für das er kein Rezept vorlegen konnte. Der Kauf der halbautomatischen Pistole, mit der Roof später in Charleston um sich schoss, wäre ihm daher verwehrt worden – wenn die Polizisten seinen Namen innerhalb von drei Tagen mit einem Warnhinweis in der Datenbank Criminal Background Check System (NICS) versehen hätten. Wie der damalige Chef der amerikanischen Bundespolizei, James Comey, zugeben musste, war den Behörden in der Causa Roof aber ein „Fehler“ unterlaufen. Da sich Roofs Überprüfung länger als drei Tage hinzog, konnte er legal eine Pistole kaufen. Seit Beginn der Corona-Pandemie wird der „Fehler“ zur Regel. Da die Zahl von Waffenkäufen in den vergangenen Monaten drastisch nach oben schnellte, hinkt das FBI bei der Überprüfung potentieller Schützen hinterher. Wie jetzt veröffentlichte Daten zeigen, wurden von März bis Juli etwa fünf Prozent aller vorgeschriebenen Background Checks nicht wie verlangt innerhalb von drei Tagen bearbeitet. Da das FBI zwischen März und Juli fast 5,9 Millionen Anfragen erreichten, fast doppelt so viele wie in den fünf Monaten des Vorjahres, gingen wegen des „Charleston-Schlupflochs“ möglicherweise bis zu 300.000 Waffen ohne Hintergrundprüfung des Schützen über den Ladentisch.
In Heidelberg soll ein Mann auf der Feier einer Burschenschaft geschlagen und beschimpft worden sein, weil er jüdische Vorfahren hat. Was wissen wir über den Vorfall? Und wie groß ist das Problem mit Rechtsextremismus bei Burschenschaften? Eine Einordnung. (..) Was in der Nacht passiert, schildern Staatsanwaltschaft und Polizei in einer Mitteilung so: 28 Menschen sind bei der Feier in der Villa, mindestens. Mitglieder mehrerer Studentenverbindungen sind da. Einer der Gäste ist ein 25-jähriger Mann. Er gehört einer anderen Studentenverbindung an, der Afrania, ihr Sitz ist einen Katzensprung von der Villa entfernt. Gegen 1 Uhr in dieser Nacht sagt der 25-Jährige anderen Gästen, dass er jüdische Vorfahren hat. Danach schlagen einige von ihnen den Mann mit Gürteln gegen Arme und Beine und bewerfen ihn mit Münzen. Die Männer, heißt es weiter, beleidigen den Mann auch verbal antisemitisch. Sie nennen ihn “Jude”, schreibt die “Antifaschistische Initiative Heidelberg” auf ihrem Blog, in anderen Antifa-Quellen werden weitere antisemitische Schmähungen genannt. Acht Menschen werden beschuldigt, den Mann angegriffen zu haben. Er erstattet nach dem Vorfall Anzeige. Gegen die Beschuldigten ermittelt der Staatsschutz der Kriminalpolizei. (…) Einiges ist merkwürdig an den Reaktionen auf den Vorfall: Erstens gab es laut Medienberichten schon am 2.9. Hausdurchsuchungen wegen des Angriffs, die Polizei gab dazu aber tagelang nichts bekannt. Am 8.9. schrieben dann Polizei und Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung: “Es zeichnet sich ab, dass es sich bei dem Schlagen mit den Gürteln, der sogenannten ,Gürtelung’, um ein gängiges Ritual der tatverdächtigen Personen handeln soll.” Diese Meinung scheinen die Ermittler relativ exklusiv zu haben. Zur “Gürtelung” im Zusammenhang mit Burschenschaften oder Studentenverbindungen gibt es auf Google keinerlei Treffer aus der Zeit vor dem Vorfall. (…) Es wird noch kurioser. Zwischen 8. und 9. September erscheint im Online-Lexikon Wikipedia plötzlich ein Eintrag zur “Gürtelung”. Er wird wenige Stunden später von einem Wikipedia-Editor wieder gelöscht – mit der Begründung, der Beitrag solle wohl den antisemitischen Vorfall in Heidelberg “kaschieren”. Vor der Löschung hatte den Beitrag Norbert Weidner auf Twitter verbreitet, jahrelang Mitglied im Verbandsrat der Deutschen Burschenschaft, eines Verbands von Burschenschaften. Weidner war in den 1990er Jahren Mitglied in mehreren Neonazi-Organisationen und verunglimpfte 2011 Dietrich Bonhoeffer, einen der prominentesten Widerstandskämpfer gegen die Nazis, als “Landesverräter”. Auf seinem Twitter-Account retweetet Weidner heute regelmäßig Inhalte von AfD-Accounts. (…) Für Michael Blume, Antisemitismus-Beauftragte des Landes Baden-Württemberg, ist die Normannia “eindeutig rechtsradikal”. Blume spricht gegenüber watson außerdem von “Personen in Polizeigewerkschaften, Justiz und Politik”, die zu den “Alten Herren” der Normannia gehörten. Er habe die Liste mit diesen Namen an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet. Blume weiter: “Ich frage mich ernsthaft, warum diese Burschenschaft und ihr Dachverband nicht seit Jahren Beobachtungsobjekte des Verfassungsschutzes sind.” In den vergangenen Monaten wurde laut RNZ (die sich auf Informationen der Staatsanwaltschaft beruft) gegen mehrere Normannia-Mitglieder ermittelt: Ein Mitglied wurde (bisher noch nicht rechtskräftig) verurteilt, weil es ein Mitglied einer anderen Verbindung 2019 antisemitisch beleidigt und dann geschlagen haben soll, gegen ein anderes Mitglied wurde wegen Zeigens des Hitlergrußes ermittelt. Die Ermittlungen wurden aber eingestellt.
A man charged with the “random” killing of a Toronto man has several online connections to Order of Nine Angles, a group an expert described to VICE News as a “neo-Nazi death cult.” A man who has been arrested and charged with the seemingly random killing of a Muslim man in Toronto appears to have ties to a neo-Nazi occult group. Mohamed-Aslim Zafis, a 58-year-old Muslim man, was sitting outside a Toronto mosque when he attacked and stabbed to death on September 12. He was the second person of colour to be stabbed to death in Toronto over just several days. On Friday police arrested and charged 34-year-old Guilherme (William) Von Neutegem with first-degree murder in connection to Zafis’s death. In a press conference announcing the arrest, Toronto Police Inspector Hank Idsinga said Von Neutegem “simply walked up to (Zafis) and stabbed him.” Police said it is too early to exclude Von Neutegem from the investigation into the killing of Rampreet Singh who was stabbed to death just days earlier. Advertisement “There does not appear to be any motive and there does not appear to be any known relationship between the accused and the victim,” said Idsinga. However, as first reported by the Canadian Anti-Hate Network (CAHN), social media pages connected to Von Neutegem point to a connection to the Nazi-affiliated group known as the Order of Nine Angles or O9A/ONA. Evan Balgord, the Executive Director of the CAHN, described O9A to VICE News as “a neo-Nazi death cult.” “It is kind of concerning that the Toronto Police didn’t draw any connection here,” said Balgord. “Putting aside O9A is not something a lot of people know about, there were other examples of neo-Nazi imagery on his Instagram account. This includes the black sun, which is about as unmistakable (of an) neo-Nazi identifier as a swastika is.” CAHN put out an article of their findings on Friday night. A Toronto Police spokesperson told VICE News they will “not be commenting” on if they’re investigating the connections between Von Neutegem and the neo-Nazi group or if they are planning on investigating the murder as a hate crime. The social media profiles all link back to each other and use both names that police used for Von Neutegem (William and Guilherme.) The age, location, and unique name match up and are all cross-linked. Von Neutegem, at times, uses both William or Guilherme to identify himself on the same social media page. Balgord said to ensure CANH didn’t misidentify someone they checked through databases for multiple William and Guilherme Von Neutegem’s in Toronto to “demonstrate to our to our satisfaction, that that this was the same person.” VICE News followed similar steps to verify.
Newly released body camera video from protests in Los Angeles this summer shows L.A. police officers yank a large protest sign from the hands of a man in a Hollywood intersection, shove him backward as he puts his hands up, then shoot him in the groin with a projectile at close range. Ben Montemayor, a 28-year-old filmmaker, suffered serious injuries to his testicles as a result and was rushed into emergency surgery, he told The Times in the days that followed. The video raises new questions about the LAPD’s tactics during the summer’s tumultuous protests, particularly in regard to their use of 40-millimeter projectiles — which, by policy, are not meant to be used on individuals for “mere noncompliance.” “In some ways, it’s even worse than we thought,” said Dan Stormer, one of Montemayor’s attorneys. “It’s not often you see something like this that is so cut and dried, but it’s pretty brutal.” The LAPD launched an investigation last month into Montemayor’s shooting, citing a June 11 article in The Times about Montemayor and other protesters who were injured by police during several days of demonstrations and unrest in late May and early June. They released the video Friday. Montemayor was injured as groups of officers in riot gear moved to establish skirmish lines and take control of the intersection of Hollywood Boulevard and Ivar Avenue about 2:40 p.m. June 2.
Breaking: Newly released body-camera video shows L.A. police officers yank a large protest sign from the hands of a man in a Hollywood intersection, shove him backward as he puts his hands up, then shoot him in the groin with a projectile at close range.https://t.co/OC9sr2J1qK
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, hat an den Verfassungsschutz appelliert, die sogenannte „QAnon-Bewegung“ genauer zu beobachten. Sie zeichne sich durch ihre Anschlussfähigkeit an verschiedenste Verästelungen von Verschwörungsmythen aus, sagte er dem „Spiegel“. Antisemitismus wirke dabei wie ein „unheilvolles Bindemittel“. Vielfach würden solche Mythen über Messengerdienste verbreitet. Diese sollten die gleichen Auflagen bekommen wie Twitter oder Facebook. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums teilte mit, das Bundesamt für Verfassungsschutz verfolge gesellschaftliche Entwicklungen fortlaufend aufmerksam. Hierzu zählten auch neu aufkommende Bewegungen wie QAnon.