„Sprachlos über eure Solidarität“: Berliner Stadtmission erfährt nach Brandanschlag auf Kältebus breite Unterstützung

Erleichterung bei der Stadtmission: Nachdem zwei Kältebusse in Brand gesetzt wurden, konnte der Verein nach nicht mal einem Tag genug Spenden sammeln, um die Fahrzeuge zu ersetzen. Die Berliner Stadtmission kann die zwei Kältebusse, die bei einem mutmaßlichen Brandanschlag beschädigt wurden, vorübergehend ersetzen. Die Helfer sind von der Bereitschaft aus der Gesellschaft „überwältigt“, teilt eine Sprecherin des Berliner Vereins dem Tagesspiegel mit. Bereits am Sonntag teilten die Helfer auf ihrer Webseite mit, dass ihr Träger Gewebo kurzfristig einen VW-Bus mit Rollstuhlrampe zur Verfügung stellen konnte. Ein weiteres Fahrzeug wurde in der vergangenen Nacht von einem privaten Unternehmer gestellt, wie die Sprecherin mitteilte. Er fuhr mit seinem Rettungswagen bei der Berliner Kältehilfe mit. Am Montag soll das Fahrzeug der Gewebo das erste Mal zum Einsatz kommen.

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Rassismus im Netz: Ausländischer Auszubildender sucht Gastfamilie in Falkensee und erfährt Hass

Adem Ammar aus Tunesien möchte eine Pflegeausbildung in Falkensee beginnen und sucht dafür auf Facebook nach einer Gastfamilie. Neben vielen positiven Kommentaren sieht sich der 22-Jährige auch mit Rassismus konfrontiert. (…) dem Ammar hat viele Zukunftsträume; einer davon führt ihn nach Deutschland. Nachdem der 22-jährige Tunesier einen Deutsch-Intensiv-Kurs absolviert, sein Abitur in den Fachbereichen Wirtschaft und Management gemacht und zwei Jahre studiert hat, möchte er im Frühjahr 2026 nach Falkensee kommen. Dort hat er einen Ausbildungsplatz im Pflegewohnstift sicher. (…) Kurzerhand startete der junge Mann aus der Kleinstadt Zaghouan einen Suchaufruf in verschiedenen Facebook-Gruppen für Falkensee. Knapp zwei Wochen hätte es gedauert, dann war seine Suche nach einer Gastfamilie erfolgreich. Doch zuvor musste sich der 22-Jährige mit zahlreichen Hasskommentaren im Internet herumschlagen. Denn nicht nur Glücks- und Erfolgswünsche erreichten den Tunesier, darunter Sätze wie „Toll, dass Sie hier eine Ausbildung starten möchten. Wir brauchen ganz dringend gute Pflegekräfte.“ Dazu reihten sich unter seinem Facebook-Post zahlreiche rassistische Äußerungen, unverblümt, mit Klarnamen und Foto der Personen: „Nein danke, wir brauchen dich nicht hier, bleib in deinem Land und unterstütze dein Volk“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Andere unterstellen Adem Ammar, dass es ihm lediglich um ein Visum ginge. Dabei sucht der 22-Jährige bevorzugt nach einer Gastfamilie, um die Sprache und Kultur besser kennenlernen zu können, wie er sagt. Außerdem sei es schwierig, von Tunesien aus eine eigene Wohnung zu finden.

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Elon Musk Could ‘Drink Piss Better Than Any Human in History,’ Grok Says

Grok has been reprogrammed to say Musk is better than everyone at everything, including blowjobs, piss drinking, playing quarterback, conquering Europe, etc. Elon Musk is a better role model than Jesus, better at conquering Europe than Hitler, the greatest blowjob giver of all time, should have been selected before Peyton Manning in the 1998 NFL draft, is a better pitcher than Randy Johnson, has the “potential to drink piss better than any human in history,” and is a better porn star than Riley Reid, according to Grok, X’s sycophantic AI chatbot that has seemingly been reprogrammed to treat Musk like a god.  Grok has been tweaked sometime in the last several days and will now choose Musk as being superior to the entire rest of humanity at any given task. The change is somewhat reminiscent of Grok’s MechaHitler debacle. It is, for the moment, something that is pretty funny and which people on various social media platforms are dunking on Musk and Grok for, but it’s also an example of how big tech companies, like X, are regularly putting their thumbs on the scales of their AI chatbots to distort reality and to obtain their desired outcome.

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Richter beklagen fehlende Mittel gegen Geldwäsche

Zu wenig Staatsanwälte, zu viele offene Verfahren: Der Deutsche Richterbund beklagt den mangelnden Einsatz der Bundesländer gegen Geldwäsche. Jährlich werde in Deutschland die Herkunft von rund 100 Milliarden Euro verschleiert. Der Deutsche Richterbund wirft den Bundesländern vor, der organisierten Kriminalität das Geschäft zu erleichtern. “Die Landesregierungen lassen viele Milliarden Euro für den Staat liegen, weil sie zu einseitig auf die Personalkosten der Strafverfolgung fixiert sind”, sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke Mediengruppe.”Dabei würde jeder zusätzliche Euro, der in mehr Ermittler zur besseren Bekämpfung von Finanz- und Wirtschaftskriminalität fließt, am Ende mehrfach in die Staatskasse zurückfließen.” Rebehn bezifferte das Volumen der Geldwäsche in Deutschland auf rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. “Es spielt der organisierten Kriminalität in die Hände, dass bundesweit inzwischen 2.000 Staatsanwälte fehlen, sich eine Million offene Verfahren bei den Ermittlern stapeln und gerade komplexe Fälle wegen fehlender Ressourcen häufig nicht ausermittelt werden können”, so Rebehn. Drogenbanden, Menschenhändler, Wirtschafts- und Finanzkriminelle hätten es in Deutschland zu leicht, weil sie es vielfach auch mit technisch schlecht ausgestatteten Strafverfolgungsbehörden zu tun hätten.

via spiegel: Richter beklagen fehlende Mittel gegen Geldwäsche

Imran Ahmed besitzt eine „Green Card“: Mit US-Einreiseverbot belegter Brite verklagt Trump-Regierung und bekommt vorerst Recht

Die US-Regierung hat gegen fünf Personen, die sich gegen Hass im Internet einsetzen, wegen angeblicher Zensur Einreiseverbote verhängt. Einer von ihnen, ein Brite, darf nun zunächst nicht festgenommen werden. Stand: heute, 14:07 Uhr Der wegen angeblicher Zensur im Internet mit einem US-Einreiseverbot belegte Brite Imran Ahmed hat Mitglieder der Regierung in Washington verklagt. „Ich kämpfe gegen meine unrechtmäßige Abschiebung aus meinem Heimatland“, erklärte Ahmed, der Leiter der Nichtregierungsorganisation Center for Countering Digital Hate (CCDH) mit Sitz in London und Washington, am Mittwoch (Ortszeit). Ahmed ist im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung für die USA, einer sogenannten „Green Card“. Ahmed, dessen Organisation sich im Internet gegen Hassrede und Desinformation einsetzt, reichte vor einem Bundesgericht in New York Klage gegen US-Außenminister Marco Rubio, die US-Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie Sarah Rogers, US-Justizministerin Pam Bondi und US-Heimatschutzministerin Kristi Noem ein. In Gerichtsunterlagen hieß es, Ahmed drohe „die unmittelbare Gefahr einer verfassungswidrigen Festnahme, Strafhaft und Ausweisung“ aus den USA. Ein Bundesrichter erließ eine einstweilige Verfügung, die Ahmeds Verhaftung oder Inhaftierung untersagte. Die nächste Anhörung in dem Fall ist für Montag angesetzt. Das US-Außenministerium reagierte zunächst nicht auf die Klage. Der Brite lebt mit seiner amerikanischen Frau und seinem Kind in den USA. Er vertraue auf den Rechtsstaat, erklärte Ahmed in einem Beitrag auf Linkedin. „Elon Musk, der vermögendste Mensch der Welt, kann seine Lakaien auf uns loshetzen, uns verklagen, und seine Freunde in der Regierung dazu bringen, seine Feinde zu bestrafen“, aber jedes Mal stünden ihm Gerichte im Weg. Musks Plattform X hatte das CCDH im Jahr 2023 verklagt, nachdem diese einen Anstieg von Hassreden auf der Plattform angeprangert hatten. Die Klage wurde abgewiesen, X legte dagegen Rechtsmittel ein.

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Copypaste und Photoshop: Internetnutzer “entschwärzen” die Epstein-Files

Die Aufdeckungen werfen neue Fragen auf und sorgen für Spott in Richtung der Trump-Regierung. Das Tauziehen rund um die Ermittlungsakten rund um die Machenschaften des verstorbenen Finanzmanagers und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (vulgo “Epstein Files”) geht in die nächste Runde. Vor kurzem hat das unter Druck stehende US-Justizministerium am letzten Tag einer gerichtlichen Frist einen neuen Schwung an Akten veröffentlicht. Und sich dabei aber auch Kritik seitens der Demokraten, einiger Opfervertreter, aber auch aus den eigenen, republikanischen Reihen eingehandelt. Denn zahlreiche Textpassagen und Bilder sind geschwärzt. Zumindest auf den ersten Blick. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, wurde die laut Ministerium aus Gründen von Daten- und Opferschutz notwendige Zensur nicht immer professionell vorgenommen. Bei einigen Dokumenten wurde der Inhalt nicht direkt editiert, sondern im Nachhinein auf einer separaten Ebene schwarze Balken über verschiedene Stellen gelegt, ohne die dadurch abgedeckten Inhalte zu entfernen. Dementsprechend beschäftigen sich zahlreiche Internetnutzer mittlerweile damit, die Dokumente zu “entschwärzen”. Die Werkzeuge dafür sind relativ simpel. Einerseits wird mit dem Bildbearbeitungstool Photoshop gearbeitet, insbesondere bei jenen Dateien, die bereits im PSD-Format (Photoshop Document) vorgelegt wurden. Andererseits reicht teilweise einfaches “Copypaste” aus, um abgedeckten Text wieder lesbar zu machen. Denn dieser lässt sich oft trotz schwarzer Abdeckung auswählen und einfach in ein neues Dokument kopieren. Das sorgt freilich auch für Spott in Richtung Trump-Regierung. “Ich muss mich oft daran erinnern, dankbar dafür zu sein, dass der Grad an Bösartigkeit der Trump-Regierung nur von ihrem Grad an Inkompetenz übertrumpft wird”, kommentierte etwa Gene Wu, der die demokratische Fraktion in der Abgeordnetenkammer des Bundesstaates Texas führt.

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Organisation gegen Hass im Netz – USA-Einreiseverbot für #HateAid

Die US-Regierung spricht von Zensur und verhängt Einreiseverbote – auch gegen die Geschäftsführerinnen der deutschen Organisation HateAid. Die gegen Hass und Hetze im Internet eintretende deutsche Beratungsstelle HateAid ist ins Visier der Regierung von US-Präsident Donald Trump geraten. Die beiden Leiterinnen der gemeinnützigen Organisation wurden ebenso wie drei andere Europäer wegen angeblicher Zensur amerikanischer Online-Plattformen mit Einreiseverboten belegt, wie das US-Außenministerium auf X mitteilte. In einer Stellungnahme sprachen die HateAid-Geschäftsführerinnen Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg von einem „Akt der Repression“. Auch die französische Regierung reagierte empört. „Wir sind nicht überrascht. Es ist ein Akt der Repression einer Regierung, die zunehmend Rechtsstaatlichkeit missachtet und versucht, ihre Kritiker mit aller Härte zum Schweigen zu bringen“, erklärten Ballon und von Hodenberg auf dpa-Anfrage. Die US-Regierung versuche mit allen Mitteln zu verhindern, dass sich US-Konzerne in Europa an geltendes Recht halten müssen, und stelle damit „die europäische Souveränität infrage“. Mit diesem Vorgehen sei eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das von der US-Regierung am Dienstagabend (Ortszeit) verkündete Einreiseverbot richtet sich nach offizieller Darstellung gegen „radikale Aktivisten“ und Nichtregierungsorganisationen, die Zensurmaßnahmen durch Drittstaaten vorangetrieben hätten. „Viel zu lange haben Ideologen in Europa organisierte Bemühungen angeführt, um amerikanische Plattformen dazu zu zwingen, amerikanische Standpunkte zu bestrafen, die ihnen nicht passen“, schrieb Außenminister Marco Rubio auf X. Er drohte: Wenn es keine Kurskorrektur gebe, werde die Liste der Sanktionierten noch länger. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat die Vorwürfe der US-Regierung als inakzeptabel zurückgewiesen. „HateAid unterstützt Betroffene von rechtswidriger digitaler Hassrede. Die Organisation leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Persönlichkeitsrechte auch im digitalen Raum geschützt werden“, teilte die SPD-Politikerin in Berlin mit. „Wer das als Zensur bezeichnet, stellt unser rechtsstaatliches System falsch dar“, fügte sie hinzu. HateAid unterstütze Betroffene, aber die Organisation selbst verbiete keine Meinungsäußerungen, erklärte Hubig weiter. „Nach welchen Regeln wir in Deutschland und in Europa im digitalen Raum leben wollen, wird nicht in Washington entschieden“, betonte sie. Die Maßnahmen der Regierung von US-Präsident Donald Trump „zeigen, dass das zivilgesellschaftliche Engagement mächtigen Plattformen unbequem ist“. Die Geschäftsführerinnen von HateAid, Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg, „haben unsere Unterstützung und Solidarität“.

via taz: Organisation gegen Hass im Netz USA-Einreiseverbot für HateAid

siehe auch: Nach Einreisesperre „Hate Aid“ wehrt sich gegen US-Vorwürfe: Lassen uns von Washington nicht einschüchtern Die deutsche Beratungsstelle „Hate Aid“, die sich gegen Hass im Internet einsetzt, wehrt sich gegen die Vorwürfe aus den USA. Die Einreisesperre zeige, dass man einen Nerv getroffen habe, sagte Geschäftsführerin von Hodenberg dem „Spiegel“. Hier gehe es um mächtige ökonomische Interessen von Plattformen, denen die EU-Gesetzgebung viel Geld koste. Zudem habe man es mit einer US-Regierung zu tun, die das Internet nutze, um politische Gegner einzuschüchtern. Mit-Geschäftsführerin Ballon betonte, man lasse sich nicht einschüchtern. Sie befürchte jedoch, dass weitere Organisationen mit ähnlichen US-Reaktionen rechnen müssten. Die Trump-Regierung hatte gegen die beiden Einreiseverbote wegen einer angeblichen Zensur verhängt. Auch zwei britische Aktivistinnen sowie der frühere EU-Kommissar Breton wurden zu unerwünschten Personen erklärt. Breton gilt als Architekt der europäischen Digitalgesetzgebung.