In Düsseldorf gefilmt – „Ihr seid doch Spinner“: Rettungswagen-Durchsage sorgt für Aufsehen

Ein ungewöhnliches Video aus Düsseldorf sorgt im Internet für Aufsehen: In der kurzen Sequenz ist zu sehen, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn an einer Gruppe selbst ernannter „Corona-Rebellen“ vorbeifährt. Dabei ist zu hören, wie jemand – offenbar die Besatzung des Wagens durch den Lautsprecher – „Ihr seid doch Spinner“ sagt. Das Video wurde am Donnerstag in mehreren sozialen Medien geteilt. Die Düsseldorfer Feuerwehr bestätigte den Vorfall, das Video sei am vergangenen Sonntag entstanden. Der betreffende Rettungswagen habe sich auf dem Weg zu einer Intensivverlegung befunden. „Die Äußerung über die Lautsprecheranlage des Fahrzeugs ist unangemessen und spiegelt nicht die Professionalität wider, die wir von allen Mitarbeitenden erwarten“, teilte die Feuerwehr in einer Stellungnahme mit. Es habe sich wohl um eine Reaktion „aus einer sehr belastenden Situation heraus gehandelt“. Betroffener Mitarbeiter noch nicht ermittelt
Die Rettungsdienst-Mitarbeiter erlebten die Corona-Pandemie nun seit mehr als zwölf Monaten hautnah und erführen dabei, wie schlimm und gefährlich die Krankheit sei. Daher teilten sie die Auffassung der Demonstranten nicht. Der betreffende Mitarbeiter, der die Durchsage machte, konnte den Angaben zufolge noch nicht ermittelt werden.  

via focus: In Düsseldorf gefilmt – „Ihr seid doch Spinner“: Rettungswagen-Durchsage sorgt für Aufsehen

siehe auch: SO LUSTIG BEGRÜSST EIN RETTUNGSWAGEN EINE QUERDENKER-DEMO – NETZ FEIERT VIDEO. Ein Rettungswagen in Düsseldorf wird gefeiert. Pandemie-Leugner:innen schaffen tatsächlich das zu tun, was man am Anfang der Pandemie vor einem Jahr für nicht möglich gehalten hätte: Die besten Unterstützer:innen des Virus zu sein. Mit viel Wahn, Hass und jeder Menge Falschinformationen bestärken sie sich gegenseitig in wirren Thesen – und erwarten, dass der Rest der Welt sie ernst nimmt. Nicht umsonst sind die Verschwörungsideolog:innen bei Rettungskräften und Gesundheitspersonal extrem unbeliebt – tragen sie indirekt nämlich dazu bei, dass die Infektions- und Todeszahlen höher sind als nötig. Und sogar direkt, wie einige Analysen suggerieren:

European Parliament to name room after Greek WWII resistance fighter #ManolisGlezos #antifa

The European Parliament is planning to rename one of its meeting rooms Manolis Glezos after the Greek World War II resistance fighter and former MEP who died last year at the age of 97. Glezos was elected to the European Parliament on the leftist SYRIZA ticket at the age of 91 in 2014, receiving more votes than any other Greek MEP candidate. He had also served in the House from 1984 to 1985. In a press release on Tuesday, the European Parliament described Glezos as “a major figure in the national resistance against fascism.” He was best known for being one of two resistance fighters who took down the swastika from the Acropolis during the Nazi occupation of Athens, in May 1941.

via greekherald: European Parliament to name room after Greek WWII resistance fighter Manolis Glezos

https://twitter.com/spe1977/status/1369275182758641664

Brisantes TV-Interview – Herzogin Meghan beklagt Rassismus im britischen Königshaus

Spekulationen über die Hautfarbe ihres Kindes, »Rufmord« und Suizidgedanken: In einem TV-Interview hat Herzogin Meghan über ihr Verhältnis zu den Royals gesprochen. Ehemann Harry wurde ebenfalls deutlich. Der Hype im Vorfeld war erheblich gewesen. Nun hat der US-Sender CBS das Gespräch von Moderatorin Oprah Winfrey mit Prinz Harry und Herzogin Meghan ausgestrahlt. Und tatsächlich verriet das Paar einige bemerkenswerte Details aus seiner Zeit im britischen Königshaus – und über seine Entscheidung, die royalen Pflichten aufzugeben. (…) Ferner schilderte Meghan, deren Mutter Afroamerikanerin ist, dass sich die britische Königsfamilie vor der Geburt ihres ersten Sohns Archie Sorgen wegen dessen Hautfarbe gemacht habe. So habe sie während der Schwangerschaft Gespräche darüber führen müssen, wie dunkel seine Haut wohl sein würde. Deswegen habe man ihm, wie aus Gesprächen von Harry mit der »Familie« hervorging, auch nicht den Prinzentitel verleihen wollen. Wer konkret diese rassistischen Bedenken aufgebracht habe, verriet die frühere Schauspielerin aber nicht.

via spiegel: Brisantes TV-Interview – Herzogin Meghan beklagt Rassismus im britischen Königshaus

siehe auch: Heftige Vorwürfe im TV-Interview – Meghan und Harry klagen Rassismus im Königshaus an. Enormer Druck, der Palast als goldener Käfig und Rassismusvorwürfe gegen die Royals. Das Interview von Meghan und Harry ist auch politisch brisant. Mit deutlichen Worten haben Herzogin Meghan und Prinz Harry ein erschütterndes Bild des britischen Königshauses gezeichnet. Politisch brisant sind die Aussagen im Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey vor allem bei einem Thema: Immer wieder kam die Sprache auf Rassismus – und Meghan berichtete ausführlich von Selbstmordgedanken. (…) Von der königlichen Familie fühlten sich der Enkel von Queen Elizabeth II. und seine Frau im Stich gelassen – gerade beim Thema Rassismus. In den Jahren, die Meghan im Palast verbrachte, sei nie ein Familienmitglied gegen rassistische Angriffe und „koloniale Untertöne“ in der Berichterstattung aufgestanden, kritisierte Harry. „Das hat weh getan.“ Im Gegenteil: Rassismus hat das Paar nach eigenen Worten auch von der engeren Familie erfahren. Als sie mit Söhnchen Archie schwanger war, habe es Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, sagte Meghan.

Jeder Tag ist #Frauenkampftag – #8M2021 #FrauenTag

Nicht in Freiburg, nicht an der Ostsee, nicht in Berlin im Keller: Attila #Hildmann wurde erneut getrackt … in der #Türkei – Attila Hildmann klickt auf Tracking Link. Schooon wiiiiieder! – #medienkompetenzmachtschule

Nicht in Freiburg, nicht an der Ostsee, nicht in Berlin im Keller: Attila Hildmann wurde erneut getrackt … in der Türkei
Attila Hildmann befindet sich offenbar tatsächlich in der Türkei. Durch einen von ihm angeklickten Trackinglink konnten Anonymous Aktivisten seinen Aufenthaltsort auf die Umgebung von Izmir eingrenzen. (…) Der Link wurde Attila an einen seiner älteren Telegram-Accounts geschickt, den er nicht mehr öffentlich nutzt. Die Annahme, dass er Nachrichten auf diesem alten Account weniger argwöhnisch gegenübersteht, hat sich bestätigt. Er klickt ja dann auf jeden Link. Das haben Anonymous Aktivisten schon öfter ausgenutzt … und Drohnenbilder draus gebastelt… Durch das „Find da nix“ bestätigte Attila nur, dass er auf den Trackinglink geklickt hatte. (…) IOS Safari, Vodafone Turkey, Ortsmarkierung Izmir, am heutigen 06. März um 18:17 Uhr. Gotcha! (…) Bei der genutzten IP-Adresse handelt es sich nicht um eine per VPN verschleierte IP, sondern eine von Vodafone Turkey. Es ist bekannt, dass Attila bevorzugt iPhones nutzt. Wir gehen also mit großer Sicherheit von über 90% davon aus, dass sich Attila Hildmann im Raum Izmir in der Türkei aufhält. (…) Lieben Gruss an die Berliner Staatsanwaltschaft, mit der IP und Uhrzeit solltet ihr keine Probleme haben, ihn von den türkischen Behörden einsacken zu lassen

via anonleaks: Nicht in Freiburg, nicht an der Ostsee, nicht in Berlin im Keller: Attila Hildmann wurde erneut getrackt … in der Türkei Attila Hildmann klickt auf Tracking Link. Schooon wiiiiieder!

Bildquelle: https://anonleaks.net/2021/optinfoil/nicht-in-freiburg-nicht-an-der-ostsee-nicht-in-berlin-im-keller-attila-hildmann-wurde-erneut-getrackt-in-der-tuerkei/
https://twitter.com/AnonNewsDE/status/1368314128746614784

„#Querdenken“-Demo in #Leipzig: Polizei nennt Details – #le0603 #covidioten #dankeantifa

In Leipzig fanden am Samstag (06.03.2021) sogenannte „Querdenken“-Proteste statt. Die Polizei gab am Abend Auskunft über die Demonstrationen Der Umgang mit der Corona-Pandemie rief zahlreiche Protestierende in Leipzig auf den Plan. Organisiert wurden die Demonstrationen von der sogenannten „Querdenken“-Bewegung. An Gegenaktionen unter dem Motto „Querdenken ausbremsen“ beteiligten sich nach ersten Schätzungen der Polizei mehr als 1000 Menschen. +++ 18.30 Uhr:  Nach rund sechs Stunden ziehen die ersten Autokorsos aus Leipzig ab. Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig weit weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag in einer ersten Schätzung von etwa 350 Fahrzeugen bei den verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg in die Messestadt gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge. Die Teilnehmer hatten Plakate an die Autoscheiben geheftet und dabei die Corona-Impfungen kritisiert. (..) An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei ersten Schätzungen zufolge mehr als 1000 Menschen in der Stadt. Sie machten sich unter dem Motto „Querdenken ausbremsen“ per Fahrrad und Motorrad aus verschiedenen Stadtteilen auf den Weg zum Augustusplatz im Zentrum. Dort gab es am Nachmittag eine Kundgebung.

via fr: „Querdenken“-Demo in Leipzig: Polizei nennt Details

siehe auch: Gegendemonstranten blockieren Autokorso: Leipziger Querdenker-Demo kleiner als gedacht. Zahlreiche Fahrzeuge stehen vor Beginn eines Autokorsos auf einem Parkplatz an der Autobahn 4. Seit den Mittagsstunden sind Kritiker der Corona-Maßnahmen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt in Autokorsos auf dem Weg nach Leipzig. Doch eine blockierte Demo aus Halle lässt die Teilnehmerzahl sinken – in Halle wurde der Korso abgebrochen. In Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) startete der Autokorso gegen 11.15 Uhr, wie die Polizei informierte. Die Rede war von etwa 60 Fahrzeugen. Eine geplante Autokolonne aus Halle wurde dagegen kurz nach dem Start von Gegendemonstranten blockiert und die Fahrt wurde schließlich abgebrochen; Demonstranten bremsen “Querdenker”-Autokorsos aus. Die Gegner der Corona-Politik hatten sich erneut Leipzig ausgesucht, um ihrem Unmut Luft zu machen. Doch die Autokolonnen fielen kleiner aus als erwartet. Und es gab radelnde Gegendemonstranten. Der Protest von Gegnern der Corona-Politik ist in Leipzig viel kleiner ausgefallen als angekündigt. Zugleich stießen die Autokolonnen aus mehreren Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts am Samstag auf breiten Widerstand. Hunderte Demonstranten waren auf Fahrrädern in der Stadt unterwegs, um sich auf und entlang der Routen zu postieren. Die Polizei schätzte die Teilnehmer der verschiedenen Aktionen unter dem Motto “Querdenken ausbremsen” auf mehr als 1000. Nach Blockaden auf einer der Routen musste einer der Autokorsos mit etwa 160 Fahrzeugen umgeleitet werden – er war erst mit mehr als zweistündiger Verspätung im Stadtteil Grünau gestartet.

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CC BY-SA 3.0, Link

#FAKTENCHECK – Herkunft von #Covid-Patienten wird in #Deutschland nicht erfasst – „#Bild“ reißt laut #RKI und #Bethanien-Klinik Aussagen aus dem Kontext

In einem Artikel der „Bild“ werden angebliche Aussagen von Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, und eines Chefarztes zitiert: Demnach hätten bis zu 90 Prozent der Covid-Intensivpatienten einen Migrationshintergrund. Diese Aussagen haben keine statistische Grundlage – und wurden laut dem RKI und der Klinik aus dem Kontext gerissen. BEHAUPTUNG Einem Chefarzt der Bethanien-Klinik, Thomas Voshaar, zufolge hätten 90 Prozent der Covid-Intensivpatienten einen Migrationshintergrund, und laut RKI-Chef Lothar Wieler lägen „deutlich über 50 Prozent“ Menschen muslimischen Glaubens auf den Intensivstationen. Aufgestellt von: Bild. BEWERTUNG: UNBELEGT
Zur Herkunft oder Religion von Covid-19-Patienten gibt es keine statistische Grundlage. Laut RKI und der Klinik wurden die Aussagen der zitierten Personen von der Bild aus dem Kontext gerissen. In einem aktuellen Bild-Artikel (kostenpflichtig) liest es sich wie ein Fakt: Mindestens die Hälfte, womöglich sogar 90 Prozent der Covid-Intensivpatienten habe einen Migrationshintergrund. Das ergebe sich aus den Aussagen von Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), und Thomas Voshaar, Chefarzt am Bethanien-Krankenhaus in Moers. Wieler und Voshaar sollen die Behauptungen in einer Schaltkonferenz mit mehreren Ärzten am 14. Januar geäußert haben. (…) Wieler sagte außerdem laut Bild, man müsse über Moscheen an diese Menschen herangehen – daraus wird deutlich, dass hier Menschen mit muslimischem Glauben gemeint sind. Der RKI-Chef wird zitiert mit den Worten: „Auf den Intensivstationen liegen deutlich über 50 Prozent aus dieser Gruppe.“ (…) Das Gespräch, auf das sich der Bild-Artikel beziehe, habe in „einem persönlichen, inoffiziellen Austausch“ unter anderem mit Wieler stattgefunden. „Nach den Erinnerungen von Dr. Thomas Voshaar sind nicht alle Inhalte dieses Gesprächs korrekt wiedergegeben worden.“  Die Sprecherin schreibt weiter: „Insbesondere hat Dr. Thomas Voshaar keine systematischen Abfragen in Kliniken vorgenommen, die repräsentative Ergebnisse zur o. g. Korrelation liefern. Vielmehr hat er über einzelne Gespräche mit befreundeten Intensivmedizinern und Lungenfachärzten berichtet sowie über eigenen Beobachtungen.“ DIVI distanziert sich von den Aussagen
Auch die „Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin“ (DIVI) distanzierte sich über Twitter von den Aussagen in der Bild: Es gebe deutschlandweit „keine Datenquelle“ zur Covid-Pandemie, in der Merkmale wie „Sprachbarriere“ oder „Migrationshintergrund“ erfasst würde. Fazit Die Aussagen von Thomas Voshaar und Lothar Wieler wurden laut der Klinik in Moers und des RKI in einigen Teilen nicht korrekt wiedergegeben: Die Zahl der 90 beziehungsweise 50 Prozent Covid-Intensivpatienten mit „Migrationshintergrund“ oder mit muslimischen Glauben habe sich auf persönliche Erfahrungsberichte aus Gesprächen bezogen und spiegelten nicht die Situation in ganz Deutschland wieder. Eine „telefonische Umfrage“ oder „Erhebungen“ dazu, wie in der Bild behauptet, habe es nicht gegeben. Eine statistisch begründete Aussage zu Nationalitäten oder Religionen von Covid-Patienten in deutschen Krankenhäusern lässt sich laut des Bundesgesundheitsministeriums, des RKI und des DIVI nicht treffen – weil solche Daten nicht erfasst werden. Das geht auch aus einer aktuellen Recherche von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung hervor.

via correctiv: FAKTENCHECK – Herkunft von Covid-Patienten wird in Deutschland nicht erfasst – „Bild“ reißt laut RKI und Bethanien-Klinik Aussagen aus dem Kontext