„Das ist eine Petitesse“: Reinhold Würth warnte vor der AfD – jetzt verrät der Milliardär, wie viel Umsatz es ihn gekostet hat

Reinhold Würth, Multi-Milliardär und Gründer des gleichnamigen Schrauben-Handels, warnt seine Mitarbeiter vor der rechtspopulistischen AfD. In einem Interview mit „NTV“ spricht er über die Auswirkungen seiner Warnung auf sein Geschäft. Würth ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands mit einem geschätzten Vermögen von 33,5 Milliarden Euro. Der Schrauben-Milliardär Reinhold Würth macht aus einer Sache keinen Hehl: Er ist kein Fan der rechtspopulistischen AfD. Vor einigen Monaten hatte der 89-Jährige seine mehr als 86.000 Mitarbeiter in einem Brief davor gewarnt, die Partei zu wählen. Er sehe die Gefahr einer „Demokratur oder gar einer Diktatur“, sollte die AfD an die Macht kommen, schrieb er damals. Jetzt spricht der Unternehmer erstmals in einem Interview mit dem Sender „NTV“ darüber, wie sich seine Warnung über die AfD auf sein Schrauben-Geschäft ausgewirkt hat. Auf die Frage, ob es ihn Aufträge gekostet hätte, antwortete Würth: „Das können Sie vergessen“. Nach seinem Appell habe er nur „wenige Briefe“ von Kunden bekommen, vor allem aus Ostdeutschland, die sich darüber aufregten. Daraufhin habe er zusammengezählt, wie viel Umsatz diese Kunden insgesamt bei Würth machten. Würth habe nur 1,5 Millionen Euro verloren Das Ergebnis: Insgesamt hätten sie für 1,5 Millionen Euro Material bezogen. „Wir haben Jahresumsätze von 20 Milliarden, 20.000 Millionen Euro“, rechnet er vor. Da könne man den Verlust von 1,5 Millionen Euro kaum in Promille ausdrücken. „Das ist eine Petitesse“, schiebt der Milliardär hinterher.

via business insider: „Das ist eine Petitesse“: Reinhold Würth warnte vor der AfD – jetzt verrät der Milliardär, wie viel Umsatz es ihn gekostet hat

Cards Against Humanity Sues Elon Musk’s SpaceX for Trespassing

The lawsuit alleges Musk’s aerospace company took over land the game maker bought in 2017 to interfere with then-President Trump’s border wall. The maker of Cards Against Humanity, the party game that delights in shocking its players, has filed a $15 million lawsuit against SpaceX, alleging that Elon Musk’s company trespassed and damaged land the games company owns in Texas.  The suit, filed Thursday in Texas District Court, says that SpaceX has used the land owned by Cards Against Humanity for construction materials and other debris. The $15 million is to cover damages, including what Cards Against Humanity says is the destruction of natural vegetation.  “SpaceX has treated the Property as its own for at least six months without regard for CAH’s property rights nor the safety of anyone entering what has become a worksite,” the suit alleges. The intrusion began when SpaceX began building a project of some kind near the land, according to CAH.  Musk’s aerospace company “never asked for permission to conduct these activities and has never reached out to CAH to explain or apologize for the damage caused,” the court documents say.  SpaceX didn’t immediately respond to a request for comment Saturday.

via wsj: Cards Against Humanity Sues Elon Musk’s SpaceX for Trespassing

Bodenroboter der Ukraine feiert ersten Sieg in Gefecht

Sechs Monate nach seiner Enthüllung erobert “Fury” erstmals in einem Scharmützel Boden für die Ukraine. Im Mai präsentierte die Ukrainische Armee ihre neueste technische Errungenschaft: Fury, einen der ersten bewaffneten Bodenroboter der Welt. Am Donnerstag soll dieser laut Militärs erstmals ein Gefecht für sich entschieden haben. Das einkaufswagengroße Gefährt attackierte einen russischen Schützengraben und besiegte die dort versteckten russischen Soldaten. “Das Ergebnis: Ein Teil des Feindes wurde vernichtet, der Rest floh”, verkündete das zuständige ukrainische Regiment auf Social Media. Obwohl Fury mehrere Treffer durch Panzerfäuste und Drohnen einstecken musste, hielt der Roboter laut den Verantwortlichen durch und beendete die Mission wie geplant. Roboter Offensive Seit Kriegsbeginn, vor mehr als zwei Jahren, arbeiten ukrainische Ingenieure an mehreren bewaffneten, unbemannten Bodenfahrzeugen. Fury ist einer der ersten seiner Art, der in Missionen mit schwierigem Terrain vom Militär eingesetzt wird. Fury hat vier Räder, ein Funkgerät für den Empfang von Befehlen des Einsatzleiters, Videokameras und ein ferngesteuertes Maschinengewehr. Er ist dick gepanzert, um auch stärkerem Beschuss standzuhalten. (…) Auch Russland setzt bereits Kampfroboter dieser Art im Krieg ein, doch war der Erfolg von Fury bisher einmalig. Vor allem die zahlreichen Hindernisse am Boden, angefangen bei Schlaglöchern und Kratern, bis hin zu herabgefallenen Äste und steilen Hängen machen es Bodenfahrzeugen schwer, im Kampf erfolgreich zu sein.

via standard: Bodenroboter der Ukraine feiert ersten Sieg in Gefecht

siehe dazu auch: Ground Drones: The Next Frontier Of Unmanned Combat In Ukraine The modern battlefield has been transformed by drones in the air and on the high seas, and now both Russia and Kyiv appear to be on the cusp of deploying large numbers of ground drones onto Ukrainian soil. A recent video captures the degree to which unmanned vehicles are transforming the modern battlefield. The clip shows two tracked Russian ground drones armed with grenade launchers being destroyed by Ukrainian aerial drones, all of which is captured by a reconnaissance drone hovering nearby. The drone-on-drone destruction is one of several visuals released in recent weeks featuring unmanned ground vehicles (UGVs). Other clips feature a ground drone firing volleys of tracer bullets at a Russian position, and a wheeled kamikaze drone trundling a massive explosive device across open ground before detonating under a bridge in Russian-held territory.

Rechtsextremist soll #Buttersäure auf #CSD-Route in #Döbeln versprüht haben – #FreieSachsen

Wenige Stunden vor Beginn des CSD in Döbeln hat es offenbar einen Zwischenfall gegeben. Laut Polizei gibt es den Verdacht, dass ein Stadtrat der “Freien Sachsen” entlang der Demoroute Buttersäure versprüht hat. Aus seinem Fahrzeug sei in der Nacht zu Sonnabend ein entsprechender Geruch zu vernehmen gewesen. Es seien jedoch keine Substanzen gefunden worden. Er habe mit aufs Revier kommen müssen und sei von den Kundgebungen ausgeschlossen worden. Wegen des Straftatverdachts musste den Angaben zufolge ein anderer Versammlungsleiter für die Gegendemo bestimmt werden. Wie die Döbelner Allgemeine berichtete, hatte es bereits 2023 einen Buttersäure-Attacke im Vorfeld des Christopher Street Days gegeben. (…) Es sei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung in Verbindung mit gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden. Zudem werde geprüft, ob es einen Zusammenhang mit mit dem Zwischenfall in der Nacht zuvor gibt, teilte die Polizei mit.

via mdr: Rechtsextremist soll Buttersäure auf CSD-Route in Döbeln versprüht haben

Digitale Selbstverteidigung:  Biometrische Gesichtserkennung abwehren

Wer Kameras entgehen will, hat es zunehmend schwer. Dabei genügt ein Schnappschuss, um einen Menschen zu identifizieren. Wir erkunden die faszinierende Welt des Widerstands gegen biometrische Erkennung. Wenn Menschen in Deutschland feiern, werden sie vielleicht bald genau beobachtet. Kameras sollen aufzeichnen, wer wo tanzt, quatscht, knutscht oder kotzt. Laut der SPD-Bundestagsfraktion „brauchen wir Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten und bei großen Menschenansammlungen wie Volksfesten oder Konzerten.“ Dazu soll der Einsatz von Biometrie geprüft werden. Mit ihren Koalitionspartnern hat die Fraktion des Kanzlers bereits den Plan formuliert, dass Polizei und Ausländerbehörden künftig auch Inhalte aus dem Netz mittels biometrischer Gesichtserkennung durchsuchen sollen. In mehreren Bundesländern nutzt die Polizei bereits automatisierte Gesichtserkennung mit mobilen Kameras, Fachleuten zufolge ohne rechtliche Grundlage. Das Gesichtserkennungssystem des Bundeskriminalamts arbeitet mit polizeilich erstellten Bildern von rund fünf Millionen Menschen, vergangenes Jahr wurden damit etwa 3.800 Personen identifiziert. (…) Wer angesichts der vielen Linsen und Erkennungssysteme im öffentlichen Raum seine Privatsphäre schützen will, kann etwa sein Gesicht für die Geräte unkenntlich machen. Denn: „Jedes Gesicht ist einmalig. Und wie ein Auto das Nummernschild tragen wir es zur ständigen Identifizierung offen mit uns herum“, sagt der Bildwissenschaftler Roland Meyer, der ein Buch über Gesichtserkennung und Gegenmaßnahmen geschrieben hat, das 2021 veröffentlicht wurde. (…) Einen gewissen Schutz vor automatisierter Identifizierung biete, so Meyer, das Tragen einer FFP2-Maske. Eine Studie des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) von Juli 2020 zeigte, dass die getesteten Gesichtserkennungssysteme anhand von Mund-Nase-Bedeckungen Fehlerraten von bis zu 50 Prozent auf­wiesen. Schwarze Masken verhinderten dabei die Gesichtserkennung noch gründlicher als hellblaue. Eine weitere NIST-Studie aus dem November 2020 zeigte allerdings, dass die Programme zur Gesichtserkennung zunehmend besser im Erkennen von maskierten Gesichtern wurden. (…) Es gibt auch ohne Vermummung Wege, das eigene Gesicht für automatisierte Gesichtserkennung unkenntlich zu machen. Man muss nur die Form ausreichend verändern. Idealerweise so, dass die Veränderung anderen Menschen gar nicht auffällt. Florian Berkowsky, Geschäftsführer der Maskenbildnerschule Hasso von Hugo in Berlin, sagt: „Eine simple Lösung bieten Beauty Stripes, eine Art Klebestreifen mit Gummizug. Damit werden normalerweise Falten glattgezogen, aber man könnte sie auch verwenden, um zum Beispiel Augenbrauen zu heben oder die Mund- oder Augenform zu verändern. Zusätzlich könnte man Nase und Wangen mit Wattebäuschen, wie man sie vom Zahnarzt kennt, ausstopfen.“ (…) Es gibt auch Kleidung gegen Gesichtserkennung, doch auch hier passen Anbieter ihre Erkennungssysteme beständig auf neue Abwehrmaßnahmen an. Die Firma capable.design hat beispielsweise eine Kollektion entwickelt, die mit psychedelischen Mustern oder repetitiven Tierdrucken Gesichtserkennungssysteme davon ablenken möchte, dass sich oberhalb der Kleidung noch ein Gesicht befindet. Einen anderen Ansatz fahren verschiedene Gadgets, die versprechen, durch Abstrahlung oder Reflektion Kameras zu überfordern. Die Brillen von Reflectacles beispielsweise sind speziell dazu konzipiert, Gesichtserkennung zu verhindern, die mit Infrarot-Licht und -Sensoren arbeitet. Die Schals von ISHU reflektieren Licht so stark, dass Kameras mit Blitzlicht angeblich keine zuverlässigen Aufnahmen mehr machen können. Die Infrarot-LEDs der Privacy Visor-Brillen blenden, wenn eingeschaltet, Überwachungskameras. Diese Projekte sind allerdings schon älter und eventuell ebenfalls von der Gesichtserkennungstechnologie überholt worden. Der „handfeste“ Zugang Demonstrant*innen in Hongkong versteckten sich 2019 hinter Schirmen, verwendeten Laserpointer zum Blenden von Kameras und setzten auch Farbspray gegen sie ein. Teils brachten sie sogar mit Sägen und Seilen Straßenlaternen zu Fall, in denen sie Kameras vermuteten. Roland Meyer sagt: „Das ist natürlich ein sehr, sehr handfester Zugang.“

via netzpolitik: Digitale Selbstverteidigung:  Biometrische Gesichtserkennung abwehren

File:Security camera, September 2018.jpg
By © Cody Logan / Wikimedia Commons / “Security camera, September 2018”, CC BY-SA 4.0, Link

FAKTENCHECK – Dieses Video zeigt keinen Abschuss eines russischen Kampfjets sondern ein Computerspiel

Ein Video auf Youtube soll zeigen, wie ein russischer Jet abgeschossen wird. Doch die Szene ist nicht echt, sondern aus dem Videospiel Arma 3. BEHAUPTUNG: Ein Video zeige, wie ein russisches SU-25-Kampfflugzeug von einer US-Flugabwehr abgeschossen wird. FALSCHER KONTEXT: Die Szene im Video ist nicht real, es handelt sich um eine Aufnahme aus dem Videospiel Arma 3. „Schockmoment!“, heißt es Anfang August auf Youtube zu einem Video, „Russlands bester SU-25-Jet von US-Flugabwehr abgeschossen“. In der 40-sekündigen Aufnahme sieht man mehrere Schüsse auf zwei Flugzeuge, eines davon explodiert in der Luft, das andere stürzt ab und geht am Boden in Flammen auf.  Der Youtube-Account, der das Video verbreitet, hat knapp eine halbe Million Follower, das Video vom angeblichen Abschuss mehr als vier Millionen Aufrufe. Was auf den ersten Blick nicht erkennbar ist: In der ausklappbaren Videobeschreibung steht, dass die Aufnahme aus dem Videospiel Arma 3 stammt und der Hinweis: „​​Dieses Video ist eine virtuelle Spielsimulation, keine echten Nachrichten!“ Darauf weisen auch einige Nutzerinnen und Nutzer in den Kommentaren hin. Doch manche halten die Aufnahme für echt und sie verbreitet sich auch ohne den Hinweis, dass es eine Sequenz aus einem Videospiel ist, weiter. In den Kommentaren fordern einige Nutzerinnen und Nutzer, dass der Youtube-Kanal den Hinweis auf die Simulation besser sichtbar machen soll. Tatsächlich scheint der Kanal regelmäßig mit Nachrichten-ähnlichen Titeln Klicks generieren zu wollen: Mal heißt es „Vor neun Minuten! Ukrainische F-16 versenkt russisches Frachtschiff mit 1000 Tonnen Munition“ oder „Heute! Ukrainischer F-16-Pilot schießt russischen Kampfjet in Kursk ab“. Immer ist der Hinweis auf das Arma 3 Videospiel nur nach Ausklappen der Beschreibung sichtbar

via corrctiv: FAKTENCHECK Dieses Video zeigt keinen Abschuss eines russischen Kampfjets sondern ein Computerspiel

Europäische Union – Ursula von der Leyen will EU-weit “Konversions­therapien” verbieten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weist die designierte Gleichbehandlungskommissarin an, ein Verbot von queerfeindlichen “Konversionstherapien” zu erarbeiten. In einem sogenannten “Mission Letter”, einer Art Regierungsprogramm für die Arbeit der neuen Kommission, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) diese Woche das Ziel einer neuen LGBTIQ-Strategie ausgegeben, mit der unter anderem “Konversionstherapien” EU-weit verboten werden sollen (PDF). Der Brief richtete sich an die liberale belgische Politikerin Hadja Lahbib, die designierte EU-Gleichstellungskommissarin. Wörtlich schrieb von der Leyen an Lahbib: “Sie werden außerdem eine neue LGBTIQ-Gleichbehandlungsstrategie für die Zeit nach 2025 vorschlagen. Diese sollte sich vor allem auf die anhaltende hassmotivierte Belästigung und Gewalt, auch im Online-Bereich, und das Verbot der Praxis von Konversionstherapien konzentrieren.” Die LGBTIQ-Gleichbehandlungsstrategie war 2020 von der Von-der-Leyen-Kommission ins Leben gerufen worden (queer.de berichtete). “Mehr als überfällig” Der deutsche Europaabgeordnete Rasmus Andresen (Grüne) begrüßte das Papier der Europa-Präsidentin: “Der Auftrag an die designierte Kommissarin ist klar: Sie soll in der EU die schreckliche Praxis der Konversionstherapien beenden. Dafür haben wir Grüne im EU-Parlament lange gekämpft”, sagte Andresen, der Mitglied der Parlamentariergruppe LGBTI Intergroup ist, die sich für queere Rechte im Parlament engagiert.

via queer: Europäische Union Ursula von der Leyen will EU-weit “Konversions­therapien” verbieten

EPP Congress Bucharest - Day 1 (53579725407) (cropped).jpg
Von European People’s Party – EPP Congress Bucharest – Day 1, CC BY 2.0, Link