Kampagne gegen Nius und Frauenhass – Reichelt in die Falle gelockt

Das Edelweiß-Netzwerk entlarvt mit einer Aktion die Doppelmoral rechter Medienmacher und -kosumenten. Es ist der Start einer Kampagne gegen rechte Medienplattformen. Auf einem Laster mit einer Großbildleinwand, der am Donnerstag durchs Berliner Regierungsviertel fährt, ist Julian Reichelt zu sehen. Der Ex-Bild-Chefredakteur und heutige Macher des rechten Medienportals Nius guckt auf dem Bild freundlich-unschuldig, doch daneben steht in großen Lettern: „Herr Reichelt ist limitiert. Und das beweist er praktisch täglich. Es wäre gut, wenn intelligente Menschen in die Medien gehen würden.“ Abwechselnd sind weitere Schmäh-Zitate gegen Reichelt auf der LED-Wand zu sehen, etwa: „Das Kranke und Böse steht dem Ex-Bild-Chef schon ins Gesicht geschrieben.“ Nachdem ein erstes Bild der Aktion auf X vom Grünen-Europaabgeordneten Erik Marquardt gepostet wurde, ließen die empörten Kommentare nicht lange auf sich warten. Schnell erreichte die Aufregung die Nius-Redaktion selbst. Redakteur Bendikt Brechtken schrieb: „Würde man das mit einem Politiker machen, wäre eine Hausdurchsuchung unvermeidlich.“ Und Julian Reichelt verbreitete einen Post von Welt-Autor Frédéric Schwilden, in dem dieser „Umgang mit dem vermeintlichen ‘Gegner“ angeprangert wurde. Bei anderen Usern kochte der Zorn: „Ich hätte schwören können, Linke sind geistig zurückgebliebene Menschenfeinde.“ Was die Kommentatoren dabei nicht wussten: Ihre Empörung müsste eigentlich sich selbst gelten. Denn alle gezeigten Zitate stammen aus den Kommentarspalten von Nius, verfasst von einer durch die Berichterstattung des Portals aufgestachelten Leserschaft und ausschließlich gegen prominente Frauen gerichtet. Reichelt und Co. sind in eine Falle getappt und haben ihre Doppelmoral offenbart. In den Originalkommentaren auf Nius wurde Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) als „limitiert“ bezeichnet, das „Kranke und Böse“ der Ex-Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, zugeschrieben. Es sind Beleidigungen wie sie sich bei Nius zuhauf finden und von der Redaktion offensichtlich toleriert, durch den eigenen Kampagnen-Journalismus geradezu provoziert werden. Unter Beobachtung Die Aktion der falsch zugeordneten Zitate markiert den Startschuss für eine Kampagne, die sich Edelweiß-Netzwerk nennt und der „rechten Medienmacht“ um Nius, aber auch Portalen wie Apollo News entgegentreten will. In den kommenden Tagen will man „den Frauenhass in rechten Filterblasen sichtbar machen“, heißt es in einer Mitteilung.

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Mayor of Marseille opposes Kanye West concert over ‘unapologetic Nazism’

Benoît Payan said the rapper is “not welcome” to perform at his scheduled concert at the Velodrome stadium on 11 June. The mayor of the southern city of Marseille, France’s second-biggest city, does not want American rapper Kanye “Ye” West anywhere near his city. Mayor Benoît Payan has opposed West’s visit, after the controversial singer announced a concert at the Vélodrome stadium on 11 June – West’s only scheduled French gig. In a message posted on X, Payan said: “I refuse to let Marseille become a showcase for those who promote hatred and unapologetic Nazism. Kanye West is not welcome at the Vélodrome, our temple of living together and of all Marseillais.” Payan is not alone in wanting West to stay away. The CRIF (Representative Council of Jewish Institutions in France) believes that welcoming “someone who has professed his admiration for Hitler raises a real moral question”. Previously, West had his Australian visa cancelled and was threatened with immediate arrest in Brazil. In recent years, West has made numerous racist and anti-Semitic comments, going so far as he posting a picture of KKK robes, rescinding his previous apology to the Jewish community, declaring himself “a Nazi” and asserting that he has “dominion over his wife”. West also started selling swastika t-shirts, and released a song titled ‘Heil Hitler’, in which he praised the Nazi leader.

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Lauter Protest gegen Neonazi-Mahnwache in Worms

Nicht mehr als 20 Rechtsextreme versammeln sich am Bahnhof – ihnen gegenüber über 200 Menschen. Der 21. Februar sorgt in Worms erneut für deutliche Zeichen. Es ist ein Termin, der sich in Worms seit Jahren wiederholt: Am 21. Februar, dem Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, versammeln sich am Hauptbahnhof Rechtsextreme zu einer Mahnwache – und stoßen auf deutlichen Protest. Auch am 81. Jahrestag standen sich auf dem St.-Albans-Platz in Worms zwei Gruppen gegenüber. Nicht mehr als 20 Personen aus dem rechtsextremen Spektrum hielten unter dem Motto „Gedenken Worms. Gegen das Vergessen.“ eine Kundgebung ab. Ihnen gegenüber versammelten sich über 200 Menschen, die ein Zeichen gegen die Aktion setzen wollten. Absperrgitter trennten beide Seiten. Der Bereich der Rechtsextremen war klar eingegrenzt, während sich der Gegenprotest auf dem übrigen Platz verteilte. Es war kalt und regnerisch, viele Demonstrierende standen mit bunten Schirmen dicht gedrängt beieinander. Über dem Barber Shop „Alan’s“ hing ein Banner mit der Aufschrift „Unsere Stadt bleibt bunt, wir pfeifen auf Nazis“. Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel und Bürgermeisterin Stephanie Lohr waren vor Ort. Zu der Mahnwache hatten die „Kameradschaft Rheinhessen“ und die NPD aufgerufen. Die 1964 gegründete Nationaldemokratische Partei Deutschlands hatte sich im Juni 2023 in „Die Heimat“ umbenannt; nach einer Abspaltung führen einzelne Regionalverbände weiterhin den Namen NPD. In sozialen Netzwerken wird häufig behauptet, die NPD existiere nicht mehr – tatsächlich tritt sie in Teilen weiterhin unter diesem Namen auf, erläuterte der städtische Pressesprecher Carsten Schneider-Wiederkehr in einer Mitteilung.

via wormser zeitung: Lauter Protest gegen Neonazi-Mahnwache in Worms

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Gegen AfD-Veranstaltung: Rund 1000 Menschen gehen in Aalen auf die Straße

Rund 1000 Personen haben am Freitagabend gegen die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle demonstriert. (Foto: Carle) Rund 1000 Menschen demonstrierten in Aalen friedlich gegen eine AfD-Veranstaltung mit Spitzenkandidat Markus Frohnmaier.Rund 1000 Menschen haben am Freitagabend gegen die AfD-Wahlkampfveranstaltung mit dem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Markus Frohnmaier, in der Aalener Stadthalle demonstriert. Zur Demonstration hatte das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Aalen“ gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis. Demozug startete am Bohlschulplatz Der Start der Demonstration war am Bohlschulplatz. Menschen jeglichen Alters sammelten sich dort, mit Transparenten und Plakaten, um ihre Meinung gegen die AfD kundzutun. „Braune Flaschen gehören ins Altglas“, „Bitte Nachhilfe in Geschichte“ oder „Menschenrechte statt rechte Menschen“ war auf einigen der Plakate zu lesen.

via schwäbische: Gegen AfD-Veranstaltung: Rund 1000 Menschen gehen in Aalen auf die Straße

U2 Drops Surprise Song to Honor ICE Victim

U2 just pulled a Bruce Springsteen. The band has released its first collection of new songs in nearly a decade, the six-song EP Days of Ash. The songs include a tribute to Renée Good called “American Obituary,” and are a reflection of the somber political times in the nation, as Bono hits ICE, Putin, Netanyahu, and more. “Renée Good born to die free / American mother of three / Seventh day / January / A bullet for each child, you see,” Bono sings of Good, the 33-year-old mother and American citizen gunned down by ICE last month. The scathing rebuke continues, “To desecrate domestic bliss / Three bullets blast, three babies kissed / Renee the domestic terrorist? / What you can’t kill can’t die / America will rise / Against the people of the lie.” “American Obituary” comes a few weeks after Springsteen’s “Streets of Minneapolis,” a song that also memorializes the “two dead left to die on snow-filled streets / Alex Pretti and Renée Good,” while blasting Donald Trump and his administration. Springsteen also released an anti-Trump EP “Land of Hope and Dreams,” which includes two of his onstage speeches calling the administration “corrupt, incompetent, and treasonous.” At the height of Trump’s beef with Springsteen last spring, he declared that the music icon “ought to KEEP HIS MOUTH SHUT.” Bono defended Springsteen at the time, telling Jimmy Kimmel, “There’s only one boss in America.”

via daily beast: U2 Drops Surprise Song to Honor ICE Victim

siehe auch: U2’s new music honors Renee Good and draws inspiration from world events. U2 is returning with its first collection of new songs in nearly a decade, opening with a tribute to Renee Good, the Minnesota mom fatally shot by a federal agent during this winter’s massive immigration crackdown. The Irish rock band released the six-song EP “U2 – Days of Ash” on Wednesday. Its first track, “American Obituary,” is dedicated to Good, who died Jan. 7 in Minneapolis during an encounter with a Immigration and Customs Enforcement agent. The song is a call for peace and a dedication to Good’s life. “Renee didn’t just believe in kindness; she lived it, fully and fiercely,” said Becca Good, her partner, in a statement released with the project. “She believed every person deserved the same compassion, care and dignity regardless of who they were.”

“Renee Good, born to die free / American mother of three / seventh day January / a bullet for each child, as you can see,” Bono sings on the hard rock song, after a forthright, pealing riff from the Edge. “Renee, the ‘domestic terrorist’? / What you can’t kill can’t die / America will rise against the people of the lie.”

Demo in Stuttgart: Mehrere tausend Menschen fordern Überprüfung rechtsextremer Parteien durch Bundesverfassungsgericht

Unter dem Motto “Prüfung Rettet Übrigens Freiheit” sind am Samstag in Stuttgart mehrere tausend Menschen zusammengekommen, um für eine Überprüfung rechtsextremer Parteien zu demonstrieren. Von Joachim Thiel, Ruben Moratz Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Stuttgart bei einer Demo eine Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht gefordert. Veranstalter war ein Bündnis gegen Rechts, das aus Kleinkunstvereinen und freischaffenden Künstlern besteht. Nach Angaben der Organisatoren kamen rund 7.000 Menschen. Die Demonstration verlief nach Polizeiangaben friedlich. Neben Reden und Diskussionen zu Themen wie Demokratie und Menschenrechte gab es ein buntes Musikprogramm. Die Protestaktion in Stuttgart richtete sich nach der Idee der Initiative “PRÜF”. Als Vorbild diente die erste Demo dieser Art im November in Hamburg. Die Initiative “PRÜF” um den Komiker Nico Semsrott will, dass der Bundesrat ein AfD-Verbot beantragt. Dieses Verbot würde dann vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden. Damit lässt sich auch der Name der Initiative “PRÜF” erklären. Es ist eine Abkürzung für “Prüfung Rettet Übrigens Freiheit”. Jeden zweiten Samstag im Monat sind Proteste in allen Landeshauptstädten geplant. Die PRÜF-Demos sind bisher stark von künstlerischen Aktionen wie Musik oder Comedy geprägt, das Anliegen ist aber ein ernstes. Ihre Forderung formuliert die Initiative so: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“

via tagesschau: Demo in Stuttgart: Mehrere tausend Menschen fordern Überprüfung rechtsextremer Parteien durch Bundesverfassungsgericht

„Rassistisch, frauenfeindlich, feindselig“ – Tennis-Profi rechnet heftig mit ihrem Sport ab

Tennisspielerin Destanee Aiava verkündet in den sozialen Medien ihr Karriereende. Die 25-jährige Australierin nutzt die Aufmerksamkeit für eine bemerkenswerte Abrechnung. Tennis sei über Jahre ihr „toxischer Partner“ gewesen. Destanee Aiava gehört eigentlich maximal zur zweiten Reihe im Damen-Tennis. Ihre größten Erfolge feierte sie auf der kleineren ITF-Tour, bei Grand Slams kam sie nie weiter als Runde drei. Nun aber hat sich die Australierin mit einem Social-Media-Posting auf die ganz große Bildfläche ihres Sports gespielt. Darin verkündet Aiava ihr Karriereende zum Ende des Jahres – und rechnet beispiellos mit ihrem Sport ab. „Fuck you an einen Sport, der sich hinter sogenannten vornehmen und gentlemanartigen Werten versteckt“, schrieb die 25-Jährige auf Instagram. „Hinter den weißen Outfits (die in Wimbledon traditionell getragen werden, d. Red.) und den Traditionen findet sich eine Kultur, die rassistisch, frauenfeindlich, homophob und feindselig gegenüber allen ist, die nicht in das Schema passen.“ Auch an Hater in den sozialen Medien, und all jene, die „mir das Gefühl gaben, weniger wert zu sein“, sendete Aiava ein „Fuck you“.

via welt: „Rassistisch, frauenfeindlich, feindselig“ – Tennis-Profi rechnet heftig mit ihrem Sport ab