Schlag gegen die Szene Verein »Laut gegen Nazis« sichert sich Markenrechte an rechtsextremem Shop

Der Hamburger Verein »Laut gegen Nazis« hat sich den Namen des bekannten rechtsextremen Onlineshops »Druck18« markenrechtlich gesichert. Damit entzieht er einem der wichtigsten Vertriebskanäle der Szene die gewerbliche Nutzung. Der Betreiber des Shops darf den Namen fortan nicht länger verwenden. Tut er es doch, drohen Unterlassungsklagen und Schadensersatzforderungen. Über den Shop verkaufte die Szene Kleidung, Aufkleber, Bettwäsche und Schmuck. Der Geschäftsführer von »Druck18« ist laut Impressum Tommy Frenck, ein bundesweit bekannter Rechtsextremist. Er hatte 2024 in Thüringen für das Amt des Landrats kandidiert und zuvor große Neonazikonzerte organisiert, zu denen auch internationale Rechtsextreme kamen. Der Gründer von »Laut gegen Nazis«, Jörn Menge, betonte, der Verein habe schon mehrfach rechtsextreme Codes als Marken blockiert. »Wir haben ja bereits (…) bewiesen, dass wir Nazis dort treffen, wo es am meisten wehtut: ihren Geldbeuteln. Mit ›Druck18‹ gehen wir noch einen Schritt weiter«, sagte er. »Wer mit rechtem Hass Geld verdient, muss mit Gegenwind rechnen.« Der Verein besitzt inzwischen auch die Rechte an den Marken »Döp dö dö döp«, »VTR LND« und »enness«.

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siehe auch: No Nazi merchandise from Druck18: Laut gegen Nazis e.V. secures trademark rights to Germany’s largest online Nazi shop. The initiative is part of the award-winning “Rights Against the Right“ campaign by Laut gegen Nazis e.V. and the advertising agency Jung von Matt. Together with Jung von Matt, the association has trademarked the name of Germany’s largest right-wing extremist online shop, “Druck 18.” Druck18 is considered Germany’s largest Nazi merchandise shop, run by neo-Nazi Tommy Frenck, who is regarded as one of the central figures in the right-wing extremist scene. His online shop offers hundreds of items with racist, anti-Semitic, and historical revisionist content. “We have already proven with the trademark registration of individual codes that we hit Nazis where it hurts them most: their wallets. With ‘Druck18’, we are going one step further,“ says Jörn Menge, founder of Laut gegen Nazis e.V. ”To keep the rights to druck18 and all our secured codes, we need to sell merch bearing them. That’s what we do now under: www.druck18.com“ As part of the Rights against the Right campaign, the association has trademarked the name of the online shop “Druck18” with the aim of preventing the commercial use of the name by the far-right scene. The operator is no longer allowed to continue running the shop under this name. Further use will result in legal consequences, including injunctions and claims for damages.

Veranstaltung abgesagt – Restaurant lädt AfD kurzfristig aus

In Krefeld setzt das Restaurant „Haus Pieper“ Zeichen: Nach Protesten sagt es eine AfD-Veranstaltung ab. Unterstützer loben den Schritt als Erfolg für Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Oppumer Restaurant „Haus Pieper“ hat am Freitag kurzfristig die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD ausgeladen. In einer Stellungnahme erklärten die Inhaber: „Das Haus Pieper steht für Gastfreundschaft, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Wir sind ein familiengeführtes Lokal mit langer Tradition – und wir möchten, dass sich bei uns alle Menschen wohl und willkommen fühlen.“ Das Restaurant sei und bleibe ein politisch neutraler Ort, der nicht für parteipolitische Zwecke – gleich welcher Richtung – genutzt werden dürfe. „Daher finden im Haus Pieper keine politischen Veranstaltungen jeglicher Art statt.“ Vor dem geplanten AfD-Stammtisch, bei der ein Parteimitglied aus Wuppertal über „Kitas und Grundschulen im Ideologiewahn“ sprechen wollte, hatten zahlreiche E-Mails die Betreiber von „Haus Pieper“ erreicht.

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Wirbel um Kopftuch-Kommentar – AfD-Politiker fliegt bei Fortuna-Spiel aus VIP-Bereich – #KickHimOut

Ein Düsseldorfer AfD-Ratsherr wurde beim Fortuna-Spiel gegen Hannover des Stadions verwiesen. Er soll eine Frau aufgefordert haben, ihr Kopftuch abzunehmen. Was war passiert? Sie hatte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit nur kurz am Geländer des VIP-Bereichs der Fortuna aufgehalten, sagt Gehad Naheel-Ghouzi. Da hätte ihr der Mann schon gestikulierend zugerufen: „Hey, Sie da, machen Sie mal Platz.“ Naheel-Ghouzi antwortete: „Entspannen Sie sich, ich gehe gleich weg.“ Als sie ging, soll der Mann erneut gerufen haben: „Zieh mal lieber dein Kopftuch aus, Mädchen.“ Der Vorfall soll sich beim Heimspiel von Fortuna Düsseldorf am Samstag gegen Hannover 96 ereignet haben. Bei dem Mann, der ihr das zugerufen haben soll, handelt es sich um den AfD-Ratsherrn Wolf-Rüdiger Jörres. Wegen des Vorfalls wurde er zu Beginn der zweiten Hälfte des Stadions verwiesen. (…) Ein Sprecher von Fortuna Düsseldorf bestätigte den Vorgang unserer Redaktion ebenfalls. Dieser werde nun überprüft und über entsprechende Maßnahmen beraten. Gehad Naheel-Ghouzi und ihr Mann Ammar Ghouzi, der ebenfalls anwesend war, sagen, der AfD-Politiker habe auch im Stadion schon bestritten, das Vorgeworfene gesagt zu haben, nachdem Naheel-Ghouzi ihn konfrontiert hatte. Sein Begleiter sei außerdem sehr aggressiv aufgetreten – und schließlich auch aus dem Block geflogen. Das bestätigt auch der Ratsherr Thorsten Graeßner (Grüne), der Zeuge wurde, das Gesagte aber nicht genau hören konnte.

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Spenden für „Mission Lifeline“ gesammelt – Rechtsextremist Max Schreiber scheitert mit Provokation in der Dresdner Neustadt

Anhören Der rechtsextreme Aktivist Max Schreiber wollte am Freitagabend durch die Dresdner Neustadt marschieren. Doch Anwohner reagierten sofort – und machten die Aktion zunichte. Eine Spendenaktion für die Seenotrettung kehrte den Auftritt ins Gegenteil. Franziska Anders 08.08.2025, 19:59 Uhr   Dresden. Der rechtsextreme Aktivist Max Schreiber von der Kleinstpartei „Freie Sachsen“ hat mit seinem Auftritt in der Dresdner Neustadt am Freitagabend nur wenige Meter zurücklegen können. Hunderte Anwohner versammelten sich binnen Minuten, woraufhin die Polizei ihn stoppte und mit einem Platzverweis belegte. Zuvor hatte Schreiber angekündigt, ab 17 Uhr auf der Louisenstraße, der Alaunstraße und im Alaunpark „unbequeme Fragen“ stellen zu wollen. Sein Auftritt galt als gezielte Provokation im als links geltenden Szeneviertel. Die Polizei war mit starker Präsenz vor Ort. Spendenaktion kehrt rechte Provokation um Gegen den Aufmarsch formierte sich auch kreativer Protest. Unter dem Motto „Max pro Asyl“ hatten Stadträtin Anne Herpertz (Piraten) und die Aktivistin Rita Kunert (Die Linke) zu einer Spendenaktion aufgerufen. Für jeden Meter, den Schreiber zurücklegt, sollten fünf Euro an die Seenotrettungsorganisation „Mission Lifeline“ gespendet werden. Aktivisten waren mit Sammelbüchsen unterwegs, zusätzlich gab es die Möglichkeit, online zu spenden. Die Aktion stieß auf breite Unterstützung – und drehte die Provokation ins Gegenteil. Die Polizei musste laut einem Fotoreporter nicht nur Schreiber stoppen, sondern auch seinen Rückzug absichern. Polizeiketten wurden von Gegendemonstranten umströmt. Zudem nahm die Polizei Schreiber wegen mutmaßlich verfassungsfeindlicher Tattoos in eine polizeiliche Maßnahme.

via sächsicher: Spenden für „Mission Lifeline“ gesammelt Rechtsextremist Max Schreiber scheitert mit Provokation in der Dresdner Neustadt

DATENKLAU – Ukrainische Hacker erbeuteten Geheimdokumente über das neueste russische Atom-U-Boot

Die erbeuteten Daten umfassen Besatzungslisten, Einsatzdaten und Baupläne. Laut dem ukrainischen Geheimdienst wurden auch die Schwächen des U-Boots offengelegt. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei einer kürzlich durchgeführten Operation umfangreiche geheime Informationen über Russlands neuestes Atom-U-Boot gestohlen. Die erbeuteten Daten zeigen die Schwachstellen des Schiffes auf. Laut Angaben des ukrainischen Militärgeheimdiensts ist es Hackern gelungen, sich Zugang zu den Systemen der russischen Marine zu verschaffen. Dabei konnten sie interne Dokumente über das neue U-Boot K-555 Knjas Poscharski erbeuten. Dabei handelt es sich um den jüngsten Vertreter der Projekt-955/955A-Klasse. Das U-Boot war erst vor weniger als zwei Wochen im Beisein von Machthaber Wladimir Putin in Dienst gestellt worden. Die ukrainischen Hacker im Auftrag des Geheimdiensts konnten eine Liste der U-Boot-Besatzung erbeuten. Diese gibt nicht nur die Dienstränge und Positionen der Besatzungsmitglieder an, sie enthält auch Informationen über deren körperliche Fitness. Darüber hinaus enthalten die Dokumente detaillierte Kampfanweisungen. Zusätzlich erbeuteten sie Daten zum Aufbau des U-Boots und Diagramme der Lebenserhaltungssysteme, wie Business Insider berichtet.

via standard: DATENKLAU Ukrainische Hacker erbeuteten Geheimdokumente über das neueste russische Atom-U-Boot

siehe auch: Ukraine says it stole intel from the Russian Navy and found weak points in its newest nuclear missile submarine. Ukraine said it obtained secret data on a new Russian nuclear missile submarine. The classified data includes information about the submarine’s survivability systems. The Project 955A-class vessel Knyaz Pozharsky entered service less than two weeks ago. Ukraine said that it stole troves of classified information on Russia’s newest nuclear missile submarine during a recent operation, including data that points to the vessel’s vulnerabilities. Specialists working for Ukraine’s military intelligence agency, the HUR, breached the Russian Navy and obtained internal documents concerning the new Project 955A Borei-class submarine Knyaz Pozharsky, which entered service less than two weeks ago. The HUR specialists got their hands on a list of the submarine’s crew, including information about positions, fitness levels, and combat instructions, as well as data regarding the boat’s layout, such as diagrams of its survivability systems, the intelligence agency said in a statement over the weekend. The HUR published several documents that appeared to have been obtained from the breach. It said that its intelligence agents also obtained access to the crew regulations, instructions for transferring wounded sailors and cargo, engineering documents, towing procedures, and details about the submarine’s schedule.

Elon Musk is the least popular public figure in America

A new poll found that out of a list of 14 prominent figures, the tech billionaire came dead last, ranked just below Marco Rubio and Benjamin Netanyahu. Elon Musk is the least popular public figure in America, according to a new study. Pollster Gallup found that out of a list of 14 prominent figures, the tech billionaire came dead last, ranked just below Israeli prime minister Benjamin Netanyahu, who has been accused of crimes against humanity by the International Criminal Court. Gallup asked 1,000 random American adults between July 7 and July 21 what they thought of the figures, with 61 percent of respondents having an unfavorable opinion of the Tesla boss. Others on the list included Ukrainian president Volodymyr Zelensky, Joe Biden and Pope Leo XIV. Though the overwhelming majority had negative reactions towards him, 33 percent of respondents to the survey said they liked Musk, and six percent said they had no opinion on him at all.

via independent: Elon Musk is the least popular public figure in America

Verfassungstreue wird angezweifelt – Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen: AfD-Kandidat darf nicht antreten – #KickHimOut

Der Wahlausschuss der Stadt Ludwigshafen für die Oberbürgermeisterwahl im September hat die Bewerbung des AfD-Kandidaten Joachim Paul zurückgewiesen. Es gebe Zweifel an seiner Verfassungstreue. Nach SWR-Informationen fiel die Entscheidung im Wahlausschuss Ludwigshafen mit 6 zu 1 Stimmen gegen Joachim Paul. Es gebe Zweifel an seiner Verfassungstreue. Deshalb sei er als Oberbürgermeisterkandidat nicht geeignet. (…) Das Ministerium zählte daraufhin verschiedene Auftritte und Äußerungen Pauls auf; von Treffen mit Martin Sellner von der Identitären Bewegung in Österreich bis hin zu Äußerungen bei einem AfD-Forum in Ludwigshafen, wo er vor einem “Bevölkerungstausch” im Stadtteil Hemshof warnte. Diese Sammlung hat die Ausschussmitglieder offenbar in ihren Zweifeln bestärkt, dass der AfD-Politiker sich nicht zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennt.

via swr: Verfassungstreue wird angezweifelt Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen: AfD-Kandidat darf nicht antreten

siehe auch: OB-Wahl in Ludwigshafen: Warum wurde AfD-Kandidat Joachim Paul abgelehnt? Paukenschlag vor der OB-Wahl in Ludwigshafen: Der Wahlausschuss lässt den AfD-Kandidaten Joachim Paul nicht zu. Die wichtigsten Fragen und Antworten. (…) „Hintergrund sind Zweifel daran, dass der Bewerber die gesetzlich vorgegebenen Anforderungen erfüllt“, schrieb eine Sprecherin der Stadt Ludwigshafen. „Konkret geht es dabei um die Frage, ob der Bewerber die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt.“ Dazu hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck als Wahlausschussvorsitzende ein seitenlanges Papier aus dem Innenministerium vorgelesen, das die verfassungsgefährdenden Aktivitäten Pauls in den letzten fünf Jahren eindrücklich dargelegt habe, so Wegner. Wie diese Redaktion am Dienstag berichtet hat, pflegt Joachim Paul seit Jahren Kontakte zu rechtsextremen Netzwerken – zum Teil über Deutschland hinaus. Auch im Gutachten des Bundesverfassungsschutzes, das die AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ einstuft, ist Pauls Name mehrmals genannt. Zum Beispiel in einer Diskussion um Muezzinrufe in Köln. Paul schüre im Internet Ängste gegenüber Menschen muslimischen Glaubens. Paul wird dort zitiert: „Der Ruf des Muezzins ist eine Demonstration der Macht, er wird von islamistischen Gemeinden zudem als Aufruf zur Durchsetzung einer islamistischen Gesellschaft auf deutschem Boden betrachtet.“ Dass der bisherige OB-Kandidat eine „Messe des Vorfelds“ – ein Treffen rechtsextemer Organisationen außerhalb des Parteienspektrums – abgehalten habe, erwähnt der Verfassungsschutz ebenso. Dort wird diese Messe als Beleg für die enge Kooperation zwischen AfD und neurechten Bewegungen gesehen.