AfD-Protest auf Müller-Milchreis: Stickeraktion in Heilbronner Kaufland-Filiale

Weil Unternehmer Theo Müller mit der AfD sympathisieren soll, sorgt eine Protestaktion auf Müller-Produkten in einer Heilbronner Kaufland-Filiale für Aufsehen. Die Kunden in der Kaufland-Filiale in der Heilbronner Olgastraße staunten beim Blick ins Kühlregal nicht schlecht: Auf Milchreis-Packungen prangte ein großer, hellblauer Aufkleber mit dem Text „Jetzt mit AfD-Geschmack“ sowie einem QR-Code mit direktem Link zur Webseite der Kampagnen-Organisatoren von Campact. Einer der Anti-AfD-Aufkleber auf einem Müller-Milchreis in einer Heilbronner Kaufland-Filiale. © privat Mit Aufklebern: AfD-Protest auf Müller-Milchreis bei Kaufland in Heilbronn Hintergrund der Protestaktion, deren direkter Urheber bislang unklar ist, ist die offenbare AfD-Nähe von Unternehmer Theo Müller, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Wer den QR-Code mit dem Smartphone einscannt, kann gratis 24 der Sticker bestellen. Und man will andere Leute geradezu animieren, wie ein erklärender Satz vermuten lässt: „Das Kleben von Stickern im Supermarkt ist erlaubt, solange die Produkte nicht beschädigt werden“. (…) Übrigens steckt auch in den Bechern der Milchreis-Desserts der Eigenmarken von Kaufland (K-Classic) und Lidl (Milbona) der Milchreis aus dem Hause Müller. Was viele nicht wissen: Zu Müllers Unternehmensgruppe gehören auch Weihenstephan, Sachsenmilch und Landliebe.

via echo24: AfD-Protest auf Müller-Milchreis: Stickeraktion in Heilbronner Kaufland-Filiale

Der größte Cottbuser CSD aller Zeiten – „Sexy, schwul, sorbisch“

Trotz zweier angemeldeter rechter Gegendemonstrationen war der 17. Christopher Street Day in Cottbus ein Erfolg. Mit einem neuen Besucherrekord. Mit dem Christopher Street Day (CSD) in Cottbus – und dem gleichzeitig stattfindendem CSD in Weimar – ist am Samstag die Pride-Saison in Ostdeutschland zu Ende gegangen. Der bereits zum 17. Mal in Südbrandenburg stattfindende Pride-Umzug stand dieses Jahr unter dem Motto „Vereint in Frieden und Vielfalt“. Laut Schätzungen beteiligten sich etwa 1.000 Menschen, weit mehr als die angekündigten 500 – was den CSD 2025 zum größten Cottbusser CSD aller Zeiten macht. Die Forderungen der Teilnehmenden reichten von gesellschaftlicher Akzeptanz bis zu konkreter Politik: Gefordert wurde unter anderem, den Brandenburger Etat für den Aktionsplan Queer von derzeit 224.000 auf 500.000 Euro zu erhöhen. Dem Marsch vorangingen die sehr royale Draqueen Miss Cherry Moonlight und Storch Viktor, Maskottchen der Aidshilfe Lausitz, in rot glitzernden Hosen und einem Korb mit Kondomen im Arm, gefolgt von einer von Demonstrierenden flach über die Straße gespannten etwa 20 Meter langen Pride-Flagge. Über den Nachmittag verteilt gab es an verschiedenen Stationen Reden, auch auf Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Polnisch, um auf die Situation queerer Menschen in den jeweiligen Ländern aufmerksam zu machen und internationale Solidarität auszudrücken. Zwischen Regenbogenflaggen und Transparenten waren zahlreiche kreative Parolen zu lesen: „Queer, sexy, sorbisch“ oder „Als wir mehr Rechte forderten, meinten wir nicht mehr scheiß Nazis“ Immer wieder hallten antifaschistische Rufe durch die Innenstadt: „Alerta, alerta, antifascista!“ Antifaschistische Parolen waren auch nötig: Eigentlich waren zwei rechte Gegendemonstrationen angemeldet, eine von „Deutsche Jugend Voran“ und eine von „Die Heimat“. Angemeldet waren über 1.000 Teil­neh­me­r:in­nen – gekommen sind dann etwa 90. Die Veranstaltungen wurden zusammengelegt. Die Versammelten trugen Fahnen und ein Transparent, auf dem stand: „Unsere Stadt bleibt hetero!“ Zwei Teilnehmer des rechtsextremen Protestes, der am Morgen mehrere Stunden vor Beginn des CSD um 14 Uhr stattfand, wurden von der Polizei abgeführt, sie hatten über Megaphone dazu aufgefordert, Regenbogenflaggen zu verbrennen, was dem Aufruf zu einer Straftat gleichkommt

via taz: Der größte Cottbuser CSD aller Zeiten „Sexy, schwul, sorbisch“

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»Werden in der zweiten Reihe geparkt« – Eko Fresh rappt über Merz und sein »#Stadtbild«

Eko Fresh versteht sich als Sprachrohr migrantischer Menschen – und kritisiert in ihrem Namen den Bundeskanzler in seinem neuen Song. Der Rapper Eko Fresh setzt sich in seinem neuen Song »Friedrich« kritisch mit der »Stadtbild«-Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auseinander. Darin singt er: »Lieber Friedrich, du hast echt bezaubernde Töchter. Wir auch – aber unsere hausen in Löchern. Junkies im Flur, Hochhaus mit Verbrechern, aber nicht, dass du denkst, dass wir Ausländer meckern.« Sein Hauptkritikpunkt sind die schlechteren Ausgangsbedingungen und Lebensverhältnisse von Zuwanderern. »Nee, wir sind brav, wir sind deine Putzkräfte, unsere Mamas feuert man für ein paar Schmutzreste«, heißt es. Die Diskriminierung von Menschen aus Einwandererfamilien fasst der 42-Jährige in dem Song so zusammen: »Wir werden in der zweiten Reihe geparkt.« Im Video zum Song geht Fresh rappend über die Keupstraße im Kölner Stadtteil Mülheim. Die Straße gilt als Zentrum der türkeistämmigen Community in Köln. Im Sommer 2004 verübte dort die rechtsextreme Terrorgruppe NSU einen Anschlag: Eine Nagelbombe verletzte 22 Menschen teils schwer. Die Behörden schlossen damals Terrorismus aus, sprachen stattdessen von einem »kriminellen Milieu« und suchten die Täter in der migrantischen Community. (…) Kanzler Merz hatte unter anderem gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik. »Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.« Vergangenen Montag war er bei seiner Haltung geblieben und hatte nachgelegt: »Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte.« Am Mittwoch konkretisierte er, Probleme würden diejenigen Migranten machen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten. Gegen die Äußerungen gab es Demonstrationen in mehreren Städten, die auch dieses Wochenende weitergehen.

via spiegel: »Werden in der zweiten Reihe geparkt« Eko Fresh rappt über Merz und sein »Stadtbild«

TIME Photo Secretly Subverts Trump Cover With Nazi Reference

President Donald Trump’s latest TIME magazine cover owes its visual language to one of the most chilling portraits of the 20th century, the Daily Beast has learned. The TIME image—released online ahead of next week’s print issue—depicts the 79-year-old president behind the Resolute Desk. He is leaning forward into a power pose that obscures his often bruised right hand and loose neck skin. Above the image, which was shot by Washington-based photographer Stephen Voss, the headline declares, “TRUMP’S WORLD.” Billionaire Woos Trump With Flattering TIME Cover LESS TIME Leigh Kimmins The cover was unveiled just days after Trump himself lashed out at a TIME cover picture of him, which showed an unflattering perspective on his 79-year-old neck. He has yet to give his take on the new image, but his chief communications officer is clearly enamored. “TRUMP’S WORLD,” Steven Cheung wrote on X, sharing the image. Other photographers on Instagram were quick to recognize the homage to an infamous photo Photo composition by The Daily Beast/Images from TIME Magazine (left) and Arnold Newman (right) It comes as TIME’s billionaire owner, Salesforce CEO Marc Benioff, outed himself as a Trump super-fan, declaring that he “fully supports” the president’s plot to send National Guard troops to San Francisco. “We don’t have enough cops, so if they can be cops, I’m all for it,” he said. The Daily Beast has learned that the composition on the new TIME cover is inspired by Arnold Newman’s 1963 photograph of Alfried Krupp, the German industrialist and convicted Nazi war criminal. That portrait, published by Newsweek, has long been considered among the most psychologically charged images ever produced for a weekly news magazine. Voss appeared to confirm the reference by liking comments on Instagram where followers had asked him if the two images were linked. “Are you referencing Arnold Newman’s portrait of Krupp here?” fellow photographer Shayan Asgharnia asked. Once Voss had liked the comment, Asgharnia replied again. “F—–g brilliant,” he said.

via daily beast: TIME Photo Secretly Subverts Trump Cover With Nazi Reference

Mehr als 120.000 Unterzeichner – Petition gegen Merz’ Stadtbild-Äußerung

Weitere “Töchter” stellen sich gegen den Kanzler: Mehr als 120.000 Menschen haben eine Petition gegen Merz’ Aussagen zum Stadtbild unterzeichnet. Auch aus Wirtschaft und Politik kommt weiter Kritik. Die Union verteidigt Merz – größtenteils.Nach den Kanzler-Äußerungen zum Stadtbild haben mehr als 120.000 Menschen binnen 24 Stunden eine Petition mit dem Titel “Wir sind die Töchter” unterschrieben.”Wir sind die Töchter und lassen uns von Ihrem Rassismus nicht einspannen, Herr Merz! Sie sprechen nicht für uns”, erklärte die Initiatorin Cesy Leonard. “Wir haben ein strukturelles Problem mit Gewalt gegen Frauen – fast immer im eigenen Zuhause. Die Täter sind nicht irgendwelche Menschen im ‘Stadtbild’, sondern Ehemänner, Väter oder (Ex)Partner.” Die Forderung: “Erklären Sie Schutz vor häuslicher Gewalt zur Chefsache und erkennen Sie Femizide endlich als eigene Straftat an.”Demo vor CDU-ParteizentraleAuf die Frage eines Journalisten, was er denn mit einem “problematischen Stadtbild” meine, hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag in Berlin erklärt: “Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben. Und wenn unter diesen Kindern Töchter sind, dann fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und eindeutige Antwort. Ich habe gar nichts zurückzunehmen.”Am Dienstagabend hatten bereits mehrere Tausend vor der CDU-Parteizentrale in Berlin unter dem Motto “Wir sind die Töchter” demonstriert. Weitere Kundgebungen sind in Kiel und Köln geplant.

vis tagesschau: Mehr als 120.000 Unterzeichner Petition gegen Merz’ Stadtbild-Äußerung

Books about race and gender to be returned to school libraries on some military bases

A federal judge has ordered books about gender and race be returned to the shelves at school libraries on military bases in Kentucky, Virginia, Italy and Japan. Getty Images A federal judge ordered the Department of Defense Monday to return books about gender and race back to five school libraries on military bases. In April, 12 students at schools on military bases in Virginia, Kentucky, Italy and Japan claimed their First Amendment rights had been violated when nearly 600 books were removed from the Department of Defense Education Activity (DoDEA) schools they attend. The students are the children of active duty service members ranging from pre-K to 11th grade. The American Civil Liberties Union, the ACLU of Kentucky, and the ACLU of Virginia filed a motion on behalf of the families requesting the return of “all books and curriculum already quarantined or removed based on potential violation of the Executive Orders.” Earlier this year, President Trump issued executive orders demanding federal agencies remove and prohibit any materials that promote “gender ideology and discriminatory equity ideology.” In January, Secretary of Defense Pete Hegseth issued the memoranda “Restoring America’s Fighting Force,” which prohibited “instruction on Critical Race Theory (CRT), DEI, or gender ideology,” and “Identity Months Dead at DoD,” which barred using official resources for celebrations such as Black History Month, Women’s History Month and Asian American and Pacific Islander Heritage Month. According to the plaintiffs, DoDEA officials sent emails directing teachers to remove books and cancel lesson plans and events that would be in violation of Trump’s executive orders and Hegseth’s guidance. Books removed from school libraries at military bases covered such topics as sexual identity, racism and LGBTQ pride. You can see a list of the books here. Two elementary schools cancelled Black History Month events, teachers at a middle school were told to remove posters of education activist Malala Yousafzai and painter Frida Kahlo and another school cancelled Holocaust Remembrance Day.

via npr: Books about race and gender to be returned to school libraries on some military bases

Gericht hatte erste Ablehnung beanstandet – Heilbronner Kreistag wählt Schöffenliste neu: AfD-Kandidaten wieder ohne Mehrheit

Nach einem Gerichtsurteil hat der Heilbronner Kreistag neu über seine Schöffenliste abgestimmt. Sieben Kandidaten der AfD traten wieder an. Keiner erhielt die notwendige Mehrheit. Der Heilbronner Kreistag hat am Montagabend erneut über seine ehrenamtlichen Richterkandidaten abgestimmt. Damit hat er eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart umgesetzt. Zwar standen wieder sieben Bewerberinnen und Bewerber der AfD zur Wahl. Doch auch im zweiten Anlauf erhielt keiner von ihnen die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Mit dem neuen Votum sieht Landrat Norbert Heuser (parteilos) die Vorgaben des Gerichts erfüllt. Die AfD hingegen spricht von politischer Ausgrenzung. Hintergrund ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Es hatte entschieden, dass die AfD-Kandidaten in der ersten Abstimmung zu Unrecht pauschal abgelehnt worden seien. Die Entscheidung im Juli sei “offenkundig willkürlich” erfolgt. Damals hatte der Kreistag argumentiert, die AfD vertrete Positionen, die mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar seien. Er akzeptierte aber das Urteil, das insbesondere auf den fehlenden “Personenbezug” in der damaligen Abstimmung abhob. Nun wurde über alle 47 Bewerberinnen und Bewerber einzeln entschieden.

via swr: Gericht hatte erste Ablehnung beanstandet Heilbronner Kreistag wählt Schöffenliste neu: AfD-Kandidaten wieder ohne Mehrheit