Blitzmission für den Frieden: Drei mutige Regierungschefs im Zug nach Kiew

In einer Blitzmission starten die Ministerpräsidenten von Polen, Tschechien und Slowenien im Ukraine-Krieg nach Kiew. Aus Sicherheitsgründen reisen sie mit der Bahn. Doch auch das ist in dem umkämpften Land sehr gefährlich, sagt ein Experte. Die Reise ist riskant, das Verkehrsmittel ungewöhnlich. Mit dem Zug sind die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien am Dienstag nach Kiew gereist, um sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen. Sie wollen so ihre Unterstützung für den Freiheitskampf der Ukraine signalisieren und ein Paket mit konkreter Hilfe für das von Russland angegriffene Land vorlegen. (…) Ein Flug in die umkämpfte ukrainische Hauptstadt ist unter diesen Bedingungen undenkbar. Auch sonst bietet sie sich als Reiseziel für Politprominenz derzeit nicht an. Und so kommt es überraschend, als Polens Regierungssprecher Piotr Müller am Dienstagmorgen verkündet, dass ein Zug mit Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, seinem Stellvertreter Jaroslaw Kaczynski sowie Tschechiens Regierungschef Petr Fiala und seinem slowenischen Amtskollegen Janez Jansa Richtung Kiew unterwegs ist und bereits die polnisch-ukrainischen Grenze überquert hat. Die Reise sei „unter strengster Geheimhaltung“ geplant worden, heißt es in Warschau. Auch die Reiseroute bleibt zunächst streng geheim

via rnd: Blitzmission für den Frieden: Drei mutige Regierungschefs im Zug nach Kiew

Russian state TV editor interrupts live news broadcast with anti-war message – #MarinaOvsyannikova #hero #putinswar

During an evening news broadcast on March 14, Channel One editor Marina Ovsyannikova ran on stage with an anti-war banner that read, “No War. Stop the war! Don’t believe the propaganda! They’re lying to you here! Russians against war.” During the few seconds before the broadcast cut away, Ovsyannikova repeated the words, “No to war! Stop the war!” She was promptly arrested. The authorities say she will face misdemeanor charges for violating Russia’s new ban on “disinformation” about the invasion of Ukraine. In a prerecorded message shared on social media after the live-television incident, Ovsyannikova made the following remarks: “What is happening in Ukraine is a crime. And Russia is the aggressor here. And responsibility for this aggression rests on the conscience of a single man: Vladimir Putin

via meduza.io: Russian state TV editor interrupts live news broadcast with anti-war message

siehe auch: „Hier werdet ihr belogen“ – Mitarbeiterin unterbricht Nachrichten im Staatsfernsehen. „Ich befürchte, dass die Repression in Russland weiter wachsen und Instagram-User als Extremisten eingestuft werden“, sagt Aktivistin Alisa Ganieva zu Putins Politik. Sie sei jedoch stolz, dass trotz der starken und gefährlichen Repression tausende Russen weiterhin auf die Straße gehen. Diese Mitarbeiterin hatte genug von den Lügen im Staatsfernsehen: Während der Abendnachrichten im Ersten Kanal hielt Marina Ovsyannikova ein Plakat gegen den Krieg in der Ukraine ins Bild. Den Protest hatte sie zuvor in den sozialen Medien angekündigt. Später wurde sie festgenommen. Vor einem Millionenpublikum hat Marina Ovsyannikova am Montagabend die Abendnachrichten im russischen Staatsfernsehen unterbrochen. Während der Live-Übertragung im Ersten Kanal um 21 Uhr Moskauer Zeit (19 Uhr MEZ) sprang die Frau plötzlich hinter Nachrichtensprecherin Jekaterina Andrejewa ins Bild und hielt ein Protestplakat gegen den Ukraine-Krieg hoch. „Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen“, stand auf dem Plakat. Dazu rief sie mehrmals laut: „Nein zum Krieg, Nein zum Krieg, Nein zum Krieg!“ Anschließend brach die Übertragung ab und es wurden Bilder aus einem Krankenhaus gezeigt; Anti-Kriegs-Protest in Russland – Sechs Sekunden gegen Putin: Kriegsgegnerin unterbricht Hauptnachrichtensendung. Kriegsprotest zur Prime Time: In der russischen Nachrichtensendung “Wremja” erschien plötzlich eine Frau mit einem Protestplakat “Wremja” ist so etwas wie die russische Tagesschau. Während die Sprecherin die Meldungen verliest, rückt von rechts plötzlich eine Frau ins Bild und hält ein Plakat hoch. (…) Der Auftritt der jungen Frau in der Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehens dauert nur sechs Sekunden. Aber diese sechs Sekunden reichen, damit ihre Botschaft rüberkommt. Sie reichen auch, damit ihre Botschaft in den sozialen Medien auf der ganzen Welt geteilt wird, unter anderem von dem Pianisten Igor Levit. “Was Mut wirklich bedeutet”, schreibt Levit über seinen Tweet.

Marina Ovsyannikova 14 March 2022 Protest.jpg
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#Cyberangriff – #BKA ermittelt wegen Datenraubs bei #Rosneft Deutschland – #oprussia

Hacker des Anonymous-Kollektivs haben die deutsche Tochter des russischen Mineralölkonzerns Rosneft angegriffen und offenbar Daten erbeutet. Nun ermittelt nach SPIEGEL-Informationen das Bundeskriminalamt. Aktivistinnen und Aktivisten der Hacker-Gruppierung Anonymous haben den Energiekonzern Rosneft Deutschland angegriffen und dabei nach eigenen Angaben 20 Terabyte Daten erbeutet. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Hackerangriffs ein Verfahren eingeleitet und das Bundeskriminalamt (BKA) mit den weiteren Ermittlungen beauftragt.

via spiegel: Cyberangriff – BKA ermittelt wegen Datenraubs bei Rosneft Deutschland

siehe auch: Hacker treffen deutsche Rosneft-Tochter. (…) Dem Vernehmen nach soll das laufende Geschäft durch Rosneft zwar nicht beeinträchtigt sein – die Systeme seien aber erheblich getroffen. Verschiedene Abläufe seien gestört, dazu gehöre die Möglichkeit, Verträge abzuschließen. Hinter der Attacke vermuten Sicherheitskreise das Hacker-Kollektiv „Anonymous“. Die lose Gruppierung mit Teilnehmern in vermutlich allerlei Ländern hatte sich aufgrund des russischen Angriffskrieges auf ukrainische Seite geschlagen (…) Zentral für das Deutschland-Geschäft ist die Drushba-Pipeline (“Freundschaft“), über die Öl aus Russland via Polen nach Schwedt kommt. Rosneft selbst ist der größte russische Ölproduzent. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist Aufsichtsratschef; 20 Terabyte: Anonymous kapert Daten von Rosneft Deutschland. Aktivisten erlangten Zugriff auf die Server von Rosneft Deutschland, einer Tochter des russischen Mineralölkonzerns. Während das Angriffskrieges, den Russland in der Ukraine führt, wurden in den vergangenen Wochen ein Haufen Sanktionen gegen russische Unternehmen eingeführt. Unter diesen sanktionierten Unternehmen ist auch Rosneft. Rosneft ist ein staatlicher russischer Mineralölkonzern, als solcher erforscht er Öl- und Gasvorkommen und betreibt diverse Bohr- und Förderanlagen und Raffinierien. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist Aufsichtsratsvorsitzender von Rosneft in Russland. Der Chef von Rosneft, Igor Iwanowitsch Setschin, ist ein russischer Politiker und Manager. Seit den 1990er Jahren ist er ein enger Vertrauter Wladimir Putins. Laut Berichten war er 2003 als Vizechef der Präsidentenadministration Mitinitiator bei der gerichtlichen Verfolgung und letztlich der Zerschlagung des einst größten Ölkonzerns Yukos (…) Im Spiegel ist ein Artikel von Max Hoppenstedt et al. über den Hack erschienen. Um das einmal klar zu sagen: Man hatte bei Rosneft zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf kritische Systemteile oder Steuerungsanlagen Auch bestand von Seiten der Hacktivisten gar kein Interesse, auf solche Systeme zuzugreifen oder sie zu stören. Es mag sein, dass bei Rosneft Deutschland zur Zeit die Möglichkeit für Geschäftsabschlüsse gestört ist, weil keine Verträge geschlossen werden können. Aber man hatte nie Zugriff auf wirklich kritische Systeme.
Natürlich wissen wir nicht, welcher Sicherheitsbeamte die Aussage traf: Der Angriff sei weitaus riskanter gewesen als sogenannte DDoS-Attacken, mit denen Hacktivisten zuletzt etwa russische Regierungsseiten vorübergehend vom Netz genommen hatten. Bei Rosneft seien die Angreifer tief in die Systeme eingedrungen und hätten im schlimmsten Fall die Steuerungsfunktionen zum Absturz bringen können, sagte ein ranghoher Beamter dem SPIEGEL. Nein, hätten sie nicht. Nach Aussage der Anons – und in einigen Screenshots ist dies nachvollziehbar -, waren die Systeme auf die man Zugriff hatte, für 5 Tage nicht mit dem Internet verbunden. Von Freitag, den 04. März abends, bis mindestens zum darauffolgenden Mittwoch. Nicht, weil die Aktivisten etwas gemacht hätten, sondern aus Dusseligkeit der eigenen IT.

https://twitter.com/Theanonleaks/status/1502316041548058628

Totenkopf-Putin blickt auf russische Botschaft in Riga

Um ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken, wird ein Museum in Lettland kreativ. Die Kultureinrichtung hängt ein riesiges Plakat auf, das Putin als Totenkopf zeigt. Die beste Aussicht auf das Kunstwerk haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der russischen Botschaft auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Auf eine kreative Weise protestiert das Museum für Medizingeschichte in Lettlands Hauptstadt Riga gegen Putins Krieg in der Ukraine. Die Kultureinrichtung brachte ein großes Plakat an seiner Außenfassade an, darauf zu sehen: ein als Totenkopf stilisiertes Porträt Wladimir Putins. Das Motiv wurde von einem lettischen Künstler gestaltet und ziert auch den Titel der aktuellen Ausgabe des lettischen Wochenmagazins „Ir“.

via rnd: Totenkopf-Putin blickt auf russische Botschaft in Riga

https://twitter.com/medicinasmuzejs/status/1501145337548918790

#Putin’s media allies flipping out after being flooded with ‘thousands of texts and photos’ of #Russian military dead: report – #ukraine

According to a report from the Daily Beast’s Russian media expert Julia Davis, Russian media personalities, who have been making excuses for Vladimir Putin’s unprovoked invasion of Ukraine, are bitterly complaining that they are being flooded with texts critical of their positions as well as upsetting photos of dead Russian soldiers supposedly killed during the invasion. Writing that Putin’s “top propagandists are most concerned about getting bombarded with text messages and losing the information war to Ukraine,” than with the invasion itself, Davis provided examples of their complaints. “On Thursday’s episode of The Evening With Vladimir Soloviev, state TV propagandist Vladimir Soloviev complained that he and editor-in-chief of RT Margarita Simonyan are being terrorized by unknown individuals, receiving endless calls and texts about Russia’s military activities in Ukraine,” she wrote before quoting Soloviev complaining, “Margarita and I can show our telephones to demonstrate that we’re getting a thousand calls and texts per hour.” According to Davis, “TV propagandist” Olga Skabeeva was even more excitable, exclaiming that supporters of Ukraine have been “endlessly calling everybody, everybody, all citizens of Russia, including me and [husband] Evgeny!”

via rawstory: Putin’s media allies flipping out after being flooded with ‘thousands of texts and photos’ of Russian military dead: report

Demo in Waren – Rechtsextreme ziehen sich zurück

Bei der Versammlung von Rechtsextremen am Warener Bahnhof kam es zu Gewalt. Die Polizei müht sich Rechtsextreme und Gegendemonstranten zu trennen. Unter dem Titel „Widerstand für Familie, Volk und Vaterland” haben polizeibekannte Mitglieder rechtsextremen Szene eine Protestveranstaltung am Warener Bahnhof angemeldet. Schon zu Beginn kam es am Samstag zu körperlichen Auseinandersetzungen. (…) Parallel haben bereits seit dem Vormittag rund 80 Teilnehmer gegen die Veranstaltungen der rechten Szene demonstriert. Auch dort war die Polizei mit Einsatzkräften vertreten und hinderte mitunter Personen, die augenscheinlich zur rechten Szene gehören, sich der Veranstaltung zu nähern. Laut Warener Polizei wurden am Bahnhof von sieben Personen aus dem rechten Klientel Personalien aufgenommen. Zusätzlich werden Anzeigen wegen des Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Kurz zuvor sprach die Polizei gegen zwei Personen aus dem Rechten Klientel einen Platzverweis aus. (…) Nach Polizeiangaben wurde die zweite Versammlung der rechtsextremen Szene, die am Warener Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege geplant war, abgesagt. Anmelder war der Röbeler Enrico Pridöhl. Insgesamt standen nach erster polizeilicher Einschätzung etwa ein Dutzend Personen aus der rechten Szene einem Vielfachen mehr an Gegendemonstranten gegenüber. Dort zählte die Polizei etwa 80 Personen.

via nordkurier: Demo in Waren – Rechtsextreme ziehen sich zurück

Unbekannte sägen Strommast bei NPD-Hof ab

Bislang unbekannte Täter haben am der NPD gehörenden Hof Nahtz in Eschede einen Strommasten abgesägt. Der Staatsschutz ermittelt. In der Marinesiedlung in Eschede haben unbekannte Täter an einem Waldweg, der parallel zur Straße “Zum Finkenberg” verläuft, einen Strommast der zum NPD-Hof Finkenberg führenden Oberleitung abgesägt. Eine Gefahr für Dritte bestand nicht, da die Leitung aufgrund eines Sturmschadens bereits seit Tagen stromlos geschaltet war.

via cz: Unbekannte sägen Strommast bei NPD-Hof ab